{"id":2840,"date":"2020-09-28T12:12:35","date_gmt":"2020-09-28T09:12:35","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/atommull-diese-regionen-kommen-als-endlager-standorte-infrage\/"},"modified":"2020-09-28T12:12:35","modified_gmt":"2020-09-28T09:12:35","slug":"atommull-diese-regionen-kommen-als-endlager-standorte-infrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/atommull-diese-regionen-kommen-als-endlager-standorte-infrage\/","title":{"rendered":"Atomm\u00fcll: Diese Regionen kommen als Endlager-Standorte infrage"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/abba00d6-a46d-4c6f-83bf-561571665b97_w948_r1.77_fpx33.27_fpy50.jpg\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>  Foto:\u2002Sebastian Kahnert \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"caps\">90 Gebiete in Deutschland eignen sich potenziell als Standort f\u00fcr ein atomares Endlager. Das geht aus dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft f\u00fcr Endlagerung (BGE) hervor. Der Bericht nennt erstmals konkrete Regionen, die f\u00fcr eine Einlagerung von hochradioaktivem Atomm\u00fcll infrage kommen. Die meisten sogenannten &quot;Teilgebiete&quot; f\u00fcr ein potenzielles Endlager befinden sich laut dem BGE-Bericht im Norden und S\u00fcdosten Deutschlands. Der umstrittene Salzstock Gorleben, eines der ersten Zwischenlager Deutschlands, ist aus dem Rennen. &quot;Der Salzstock Gorleben wird daher nicht bei den weiteren Arbeiten der BGE zu den Vorschl\u00e4gen \u00fcber die Standortregionen betrachtet&quot;, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p>Besonders gro\u00dfe Gebiete liegen laut Bericht in Niedersachsen, Sachsen, Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg. Insgesamt sind auf rund 250.000 Quadratkilometer geeignete Gesteinsformationen im Untergrund gefunden worden &#8211; das sind 67 Prozent der gesamten Fl\u00e4che Deutschlands, die BGE beziffert aufgrund von \u00dcberlagerungen 54 Prozent. Auch St\u00e4dte sind dabei, beispielsweise Berlin. Auch Hamburg, Hannover, Schwerin, Stuttgart und Bremen liegen laut den Karten des Berichtes in geeigneten Regionen. &quot;Die heute ausgewiesenen Teilgebiete sind noch lange keine Endlagerstandorte&quot;, sagte Stefan Studt, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Bundesgesellschaft f\u00fcr Endlagerung am Morgen in Berlin.<\/p>\n<p><strong><em>Behalten Sie den \u00dcberblick: Montags bis samstags gegen 6 Uhr kommentieren die politischen K\u00f6pfe des SPIEGEL die Nachrichten des Tages. &quot;Die Lage am Morgen\u201d &#8211; meinungsstark, kompakt, kostenlos. <\/em><\/strong><strong><em>Hier das Morning-Briefing als Newsletter bestellen<\/em><\/strong><strong><em>. <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die 70 Wissenschaftlerinnen der Bundesgesellschaft f\u00fcr Endlagerung (BGE) sammelten drei Jahre lang geologische Daten \u00fcber den geologischen Untergrund in ganz Deutschland. Dabei suchten sie vor allem nach drei Wirtsgesteinen: Salz, Ton und Granit.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Anteil an den ausgewiesenen Gebieten machen die <strong>Tongesteine <\/strong>aus mit fast 130.000 Quadratkilometern auf allerdings nur neun Teilgebieten. Sie befinden sich vor allem in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und auch am Rande von Berlin und Brandenburg.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Salzgestein <\/strong>hat hingegen den kleinsten Anteil mit nur 30.000 Quadratkilometern aber 74 Teilgebieten, vor allem in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen. Bisher waren Salzst\u00f6cke aufgrund des umstrittenen Erkundungsbergwerks in Gorleben besonders gut untersucht.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Die <strong>Granitformationen <\/strong>machen gut 80.000 Quadratkilometer auf sieben Teilgebieten aus, die sich vor allem in Bayern, Baden-W\u00fcrttemberg und Sachsen befinden.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die drei Steinformationen eignen sich besonders gut, um den Atomm\u00fcll \u00fcber lange Zeit sicher zu lagern. Insgesamt m\u00fcssen das hoch radioaktive Material bis zu einer Million Jahre sicher verstaut werden. Die Wahl des Wirtsgesteins ist auch eine politische, da die Wirtsgesteine im Norden und S\u00fcden Deutschlands sich stark unterscheiden. So informierte sich beispielsweise Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies in Finnland \u00fcber eine m\u00f6gliche Endlagerung in Granit , das vor allem in Bayern vorkommt.<\/p>\n<p>&quot;Wir haben alle gleich behandelt, auch vorbelastete Standorte wie Gorleben&quot;, erkl\u00e4rte der CDU-Politiker und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der BGE, Steffen Kanitz. &quot;Gorleben hat zwar alle Mindestanforderungen erf\u00fcllt, war aber in der geowissenschaftliche Gesamtschau nicht ausreichend.&quot; Das h\u00e4tte vor allem am &quot;mangelhaften R\u00fcckhalteverm\u00f6gen&quot; und dem Deckgebirge gelegen, das nicht vollst\u00e4ndig intakt gewesen sei.<\/p>\n<p>&quot;Wir geben heute bekannt, wo es auf keinen Fall ein Endlager geben wird&quot;, so Kanitz heute in Berlin. Im Zwischenbericht sei es um die reine geologische Sicherheit gegangen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Frankreich bei der Endlagerung auf Tongestein und Finnland auf Granit setzt, kann Deutschland zwischen den drei Wirtsgesteinen w\u00e4hlen. Die BGE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Steffen Kanitz erkl\u00e4rte, es gebe keine &quot;Ungleichbehandlung der Wirtsgesteine. Alle drei h\u00e4tten ihre Vor- und Nachteile.<\/p>\n<p>In der Endlagerfrage geht es vor allem um rund 1900 Castor-Beh\u00e4lter mit etwa 27.000 Kubikmeter Atomm\u00fcll, f\u00fcr die nach dem f\u00fcr Ende 2022 beschlossenem Atom-Ausstieg ein sicherer Verbleib gefunden werden muss. Grundlage f\u00fcr die Suche ist das 2017 beschlossene Endlagersuchgesetz.<\/p>\n<p>Seit 2017 sammeln die Wissenschaftlerinnen der Bundesgesellschaft f\u00fcr Endlagerung (BGE) geologische Daten dar\u00fcber, wie es unterhalb des deutschen Bodens aussieht. Um jahrzehntelange B\u00fcrgerproteste rund um das Atomm\u00fclllager Gorleben zu befrieden, stellte die Beh\u00f6rde die Suche nach einem Endlager auf null. Die Forscher gingen von einer &quot;wei\u00dfen Landkarte&quot; aus und behandelten alle Gebiete gleich.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Foto:\u2002Sebastian Kahnert \/ dpa 90 Gebiete in Deutschland eignen sich potenziell als Standort f\u00fcr ein atomares Endlager. 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