{"id":28340,"date":"2024-10-07T03:36:05","date_gmt":"2024-10-07T00:36:05","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/nahost-krieg-bei-caren-miosga-40-000-tote-in-gaza-scheinen-scholz-absolut-nicht-zu-interessieren\/"},"modified":"2024-10-07T03:36:05","modified_gmt":"2024-10-07T00:36:05","slug":"nahost-krieg-bei-caren-miosga-40-000-tote-in-gaza-scheinen-scholz-absolut-nicht-zu-interessieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/nahost-krieg-bei-caren-miosga-40-000-tote-in-gaza-scheinen-scholz-absolut-nicht-zu-interessieren\/","title":{"rendered":"Nahost-Krieg bei &#8220;Caren Miosga&#8221;: &#8220;40.000 Tote in Gaza scheinen Scholz absolut nicht zu interessieren&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Au\u00dfenministerin Baerbock, Nahostexperte Steinberg (r.) und Journalist Gerlach zeigen bei Miosga, wie vertrackt die Lage im Nahen Osten ist. \" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25273260-1728258208000\/16-9\/750\/DSC-5078.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Au\u00dfenministerin Baerbock, Nahostexperte Steinberg (r.) und Journalist Gerlach zeigen bei Miosga, wie vertrackt die Lage im Nahen Osten ist.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Annalena Baerbock warnt bei &quot;Caren Miosga&quot; vor dem &quot;Drehbuch des Terrors&quot;. In der Diskussion um Nahost findet sich kaum Hoffnung auf ein Ende des Leids. Experten kritisieren die Bundesregierung und mahnen, dass der Krieg im Libanon einen massiven Einfluss auf Migration nach Europa hat.<\/strong><\/p>\n<p>&quot;Das Drehbuch des Terrors darf nicht aufgehen&quot;, sagt Annalena Baerbock. Die Bundesau\u00dfenministerin ist am Sonntagabend zu Gast beim ARD-Talk &quot;Caren Miosga&quot;. Ein Jahr nach dem \u00dcberfall der Hamas auf Israel wird nun im Nahen Osten an mehreren Fronten gek\u00e4mpft und es sterben viele Menschen im Libanon, in Gaza und in Israel. Es sei &quot;unsere Verantwortung&quot;, dem Terror keine Chance, sagt Baerbock. Doch die Polit-Sendung zeigt, wie wenig fruchtbar jegliche Versuche sind, das Leid in der Region aufzuhalten.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Israels-Armeefuehrer-erklaert-militaerischen-Hamas-Arm-fuer-besiegt-article25273224.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"AP24223545896733.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25273225-1728249062000\/17-6\/1136\/AP24223545896733.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  06.10.24    Kurz vor Jahrestag des Massakers Israels Armeef\u00fchrer erkl\u00e4rt milit\u00e4rischen Hamas-Arm f\u00fcr besiegt    <\/p>\n<p>&quot;Ist der Krieg im Nahen Osten noch zu stoppen, Frau Baerbock?&quot;, lautet der Titel der Sendung. Und manch Zuschauerin oder Zuschauer wird verbl\u00fcfft drein geschaut haben &#8211; gerade angesichts der dramatischen Lage in Nahost &#8211; als Talkmasterin Caren Miosga in der ersten halben Stunde ganz andere Fragen stellt. Etwa nach dem Geburtstag der Tochter der Gr\u00fcnen-Politikerin, der ausgerechnet auf den 7. Oktober f\u00e4llt, oder nach dem Ukraine-Krieg (&quot;Wladimir Putin ist nicht bereit zu Gespr\u00e4chen&quot;; &quot;Olaf Scholz ist nicht gegen Waffen f\u00fcr die Ukraine, die Abschussbasen in Russland treffen k\u00f6nnen, sondern gegen Waffen f\u00fcr weitreichende Ziele &#8211; wobei nicht \u00f6ffentlich verraten wird, was weitreichend hei\u00dft&quot;) und anschlie\u00dfend nach Baerbocks Reaktion auf Gerhard Schr\u00f6ders Auftritt beim Festakt zum 34. Tag der Deutschen Einheit in Schwerin, als er nur vier Pl\u00e4tze entfernt von ihr in der ersten Reihe sa\u00df (&quot;Ich habe geschluckt&quot;).<\/p>\n<p>Die anschlie\u00dfende Diskussion \u00fcber die Kriegslage im Nahen Osten f\u00e4llt dementsprechend verk\u00fcrzt aus. Guido Steinberg, Islam- und Nahost-Experte von der Stiftung Wissenschaft und Politik, glaubt, dass die Situation sich weiter verschlimmern wird, weil sich nun Israel und der Iran direkt bek\u00e4mpfen. &quot;Die Iraner wollten nicht den ganz gro\u00dfen Schaden anrichten&quot; mit ihren j\u00fcngsten Angriffen von etwa 180 Raketen, aber: &quot;Diesmal gingen die Angriffe auch gezielt auf die Zivilbev\u00f6lkerung.&quot; Israel habe bereits klar gesagt, dass es mit einem gro\u00dfen Angriff reagieren werde, &quot;m\u00f6glicherweise auf Nuklearanlagen, oder \u00d6l-Einrichtungen oder Politiker werden get\u00f6tet&quot;.<\/p>\n<h2>Gerlach: Israel geht im Libanon r\u00fccksichtslos vor<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Steine-fliegen-Polizei-bricht-Propalaestina-Demo-in-Berlin-ab-article25273135.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"486672701.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25273133-1728239060000\/17-6\/1136\/486672701.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  06.10.24    Tausende protestieren bundesweit Steine fliegen: Polizei bricht Propal\u00e4stina-Demo in Berlin ab    <\/p>\n<p>Daniel Gerlach, Chefredakteur des Magazins &quot;Zenith&quot;, das sich mit der arabisch-islamischen Welt besch\u00e4ftigt, lenkt das Thema auf den Kampf Israels mit der Hisbollah im Libanon. Diesen habe Israel lange vorbereitet, anders als den in Gaza: &quot;Die Operation im Libanon kostet sehr viele zivile Opfer und wird mit einer enormen R\u00fccksichtslosigkeit, aber nach einem strategischen Plan gef\u00fchrt wird, der schon lange in den Schubladen lag&quot;, sagt Gerlach.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber dass es sich bei der Hisbollah um eine gef\u00e4hrliche Terrororganisation handelt, sind sich die drei Diskutanten einig. Aber f\u00fcr Gerlach dreht sich in der deutschen Politik zu viel um die Sichtweise Israels und zu wenig um die Zivilgesellschaft und das Leid in den anderen L\u00e4ndern. Als &quot;nicht konsequent und manchmal auch nicht glaubw\u00fcrdig&quot; bezeichnet er die deutsche Haltung. &quot;Was ist denn mit den libanesischen Zivilisten, deren Orte im S\u00fcden Libanons massenhaft zerst\u00f6rt werden?&quot;, fragt er. Es g\u00e4be Punkte, wo man sagen m\u00fcsse: &quot;Das ist v\u00f6lkerrechtlich und moralisch nicht in Ordnung&quot;. &quot;Diese Diskussion kann man mit Israelis f\u00fchren, ohne dass man antiisraelisch w\u00e4re oder dass man meint, die israelischen Interessen w\u00fcrden sekund\u00e4r betrachtet&quot;, sagt Gerlach. &quot;Es ist ja kein Fu\u00dfballspiel, bei dem man sich f\u00fcr eine Seite entscheiden muss.&quot;<\/p>\n<p>Die Sicherheitsinteressen der Menschen im Libanon, in der Westbank und in Gaza w\u00fcrden &quot;argumentativ in die zweite Reihe gestellt und das merken die Menschen in der Region&quot;, sagt der Chefredakteur, um anschlie\u00dfend den Bundeskanzler direkt anzugreifen: &quot;Das Thema der humanit\u00e4ren Hilfe, 40.000 Tote in Gaza und die Situation im Libanon scheinen Olaf Scholz absolut nicht zu interessieren&quot;, kritisiert er. &quot;Abseits der legitimen Sicherheitsinteressen Israels scheint dieser Konflikt f\u00fcr ihn nicht zu existieren.&quot; Au\u00dferdem w\u00fcrde die &quot;unglaubliche Zerst\u00f6rung&quot; im Libanon &quot;massiven Einfluss auf Migration nach Europa&quot; haben. <\/p>\n<h2>Baerbock kontert Kritik<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Israels-Armee-Dschabalija-im-Gazastreifen-umzingelt-article25272428.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"484015417.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25272439-1728202548000\/17-6\/1136\/484015417.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  06.10.24    Viele Opfer bei Angriff gemeldet Israels Armee: Dschabalija im Gazastreifen umzingelt    <\/p>\n<p>Baerbock kontert, dass auch Scholz vor Ort in der Region war und die Bundesregierung sich immer wieder eingesetzt hat f\u00fcr Wasser und Essen f\u00fcr die Menschen in Gaza. &quot;In Momenten, in denen wir das Gef\u00fchl haben, dass das Drehbuch des Terrors aufgeht, etwa wenn zu wenig humanit\u00e4re Hilfe nach Gaza reinkommt,&quot; w\u00fcrde man stets deutlich machen, dass das nicht geht. Daf\u00fcr habe sie sich sogar mit Israels Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu in die Haare bekommen. Die Au\u00dfenministerin betont das Recht Israels sich zu verteidigen, verweist aber bez\u00fcglich Libanon auf die vielen Raketen der Hisbollah auf den Norden Israels und bezeichnet &quot;Deutschland als engen Freund Israels und der Pal\u00e4stinenser&quot;. Ihr ginge es bei der Sicherheit Israels auch nicht &quot;um die Sicherheit der israelischen Regierung oder eines Ministerpr\u00e4sidenten, sondern um den Staat, die Menschen und die folgenden Generationen&quot;.<\/p>\n<p>Was Deutschland in der Region \u00fcberhaupt erreichen kann, um den Krieg nicht noch weiter eskalieren zu lassen, m\u00f6chte Miosga als N\u00e4chstes wissen. &quot;Man kann den Frieden nicht herbeizaubern&quot;, antwortet Baerbock, die sich mit dem schwierigen Thema Nahost von Minute zu Minute unwohler f\u00fchlt. Deutschlands Beitrag sei, den Westen mit Schl\u00fcsselstaaten aus der arabischen Welt zusammenbringen und Vertrauen untereinander aufzubauen. Das habe funktioniert und das habe es &quot;so noch nicht gegeben&quot;. Au\u00dferdem werde sie &quot;nicht aufgeben, bis alle Geiseln&quot; von der Hamas freigelassen werden, erkl\u00e4rt die Au\u00dfenministerin ihre politischen Bem\u00fchungen: &quot;Jetzt zu resignieren w\u00e4re genau das Ziel der Terroristen, dass das Drehbuch des Terrors aufgeht.&quot;<\/p>\n<p>Gerlach glaubt zwar, dass der israelische Ministerpr\u00e4sident die Geiseln zur\u00fcckholen will, sagt aber: &quot;Ich habe nicht den Eindruck, dass Netanjahu bereit ist, daf\u00fcr einen politischen Preis zu bezahlen. Die Zeichen stehen auf Konfrontation.&quot; Auch die Rolle Deutschlands in der Region sieht der Chefredakteur kritischer, in den vergangenen Monaten sei &quot;nicht viel Kraft auf die Stra\u00dfe gekommen&quot;. Gerlach erkl\u00e4rt, ihm &quot;gehen die Argumente aus, wenn ich in der Region unterwegs bin und Erfolge der deutschen Au\u00dfenpolitik vermitteln will&quot;.<\/p>\n<h2>&quot;Israelische Regierung hat schlicht gelogen&quot;<\/h2>\n<p>Islamexperte Steinberg stimmt zu, dass die &quot;deutsche Au\u00dfenpolitik in den vergangenen zehn Jahren enorm an Einfluss verloren hat&quot; und &quot;Deutschland in Sachen Sicherheitspolitik einfach kein Akteur ist&quot;. Bez\u00fcglich des Konflikts mit dem Libanon h\u00e4tte Netanjahu &quot;nicht gek\u00fcmmert&quot;, dass selbst die USA die 21-t\u00e4gige Feuerpause unterst\u00fctzten, der Israel, Libanon und die Hisbollah zugestimmt hatten und die am 25. September h\u00e4tte beginnen sollen. &quot;Wieso sollte er dann auf die W\u00fcnsche Deutschlands oder Europas reagieren?&quot;, fragt Steinberg. <\/p>\n<p>Wenige Tage nach dem vermeintlichen Deal t\u00f6tete eine israelische Rakete den Generalsekret\u00e4r der Hisbollah, Hassan Nasrallah. Diplomaten w\u00e4ren \u00fcberrascht gewesen, erkl\u00e4rt Steinberg, aber da Israel immer klar gesagt habe, dass die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die nationale Sicherheit die Hisbollah und die Organisation nach den Pager-Attacken gerade geschw\u00e4cht gewesen sei, sei die Fortf\u00fchrung der Angriffe nur logisch gewesen. &quot;Wie naiv ist westliche Diplomatie, dass sie glaubt, Israel w\u00fcrde eine Feuerpause einlegen?&quot;, fragt er. &quot;Die israelische Regierung hat ganz schlicht gelogen.&quot;<\/p>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Bisher keine Todesopfer Israel bombardiert Beirut, Hisbollah-Raketen treffen Haifa       Operation gegen die Hisbollah &quot;Washington Post&quot;: Mossad entwickelte t\u00f6dliche Pager in Israel       &quot;Liste mit vielen Zielen&quot; Teheran soll Plan f\u00fcr weiteren Angriff auf Israel haben       Video   Antisemitismus in Deutschland Schuster: F\u00fcr Juden besteht &quot;Gefahr f\u00fcr Leib und Leben&quot;    <\/p>\n<p>Baerbock merkt an, dass auch die Hisbollah weiter Raketen auf Israel abgefeuert h\u00e4tte und die Diplomatie seit zw\u00f6lf Monaten versucht, die Organisation hinter die Pufferzone im S\u00fcdlibanon zu bewegen. Und immerhin sei man an einem bisher nie dagewesenen Punkt, an dem arabische L\u00e4nder gemeinsam mit Deutschland und den USA erkl\u00e4ren, dass sie f\u00fcr die Sicherheit Israels einstehen wollen. <\/p>\n<p>Doch so wirklich viel Hoffnung strahlt am Ende niemand am Tisch bei &quot;Caren Miosga&quot; aus, wenn es um die Zukunft im Nahen Osten geht. Das haben die Diskutanten mit den Millionen von Menschen in der Region gemein, die von einem sicheren, ruhigen Leben ohne Angst und Tod tr\u00e4umen. In Israel und Gaza, im Westjordanland, im Iran und im Libanon werden diese Tr\u00e4ume wieder einmal nicht wahr, weil der Krieg die Politik des Nahen Ostens formt und weiteres Leid zu erwarten ist. Das von Annalena Baerbock angesprochene &quot;Drehbuch des Terrors&quot;, er scheint momentan doch aufzugehen.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Au\u00dfenministerin Baerbock, Nahostexperte Steinberg (r.) und Journalist Gerlach zeigen bei Miosga, wie vertrackt die Lage im Nahen Osten ist. 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