{"id":28270,"date":"2024-09-25T15:56:33","date_gmt":"2024-09-25T12:56:33","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/populistische-emporung-raus-aus-der-commerzbank-bundesregierung\/"},"modified":"2024-09-25T15:56:33","modified_gmt":"2024-09-25T12:56:33","slug":"populistische-emporung-raus-aus-der-commerzbank-bundesregierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/populistische-emporung-raus-aus-der-commerzbank-bundesregierung\/","title":{"rendered":"Populistische Emp\u00f6rung: Raus aus der Commerzbank, Bundesregierung!"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Eine weitere Konsolidierung w\u00fcrde dem deutschen Bankensektor guttun. \" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/14004856-1727259654000\/16-9\/750\/imago60811160h.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Eine weitere Konsolidierung w\u00fcrde dem deutschen Bankensektor guttun.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Es kann verschiedene Gr\u00fcnde geben, warum der Staat ein Unternehmen vor den Kr\u00e4ften des Marktes sch\u00fctzen sollte. Bei der Commerzbank liegt keiner davon vor. Der Fall ist ein Paradebeispiel daf\u00fcr, wann der Staat seine Finger von Unternehmen lassen sollte.<\/strong><\/p>\n<p>Hat Unicredit die Bundesregierung \u00fcbert\u00f6lpelt? Warum hat das Finanzministerium nicht verhindert, dass sich die italienische Gro\u00dfbank mit dem Kauf eines Teils der bundeseigenen Aktien in Position f\u00fcr eine feindliche \u00dcbernahme der deutschen Traditionsbank bringt? \u00dcber diese Fragen wird in Frankfurt und Berlin heftig gestritten. Dabei m\u00fcsste zun\u00e4chst eine grundlegendere Frage beantwortet werden: Ist es \u00fcberhaupt Aufgabe des Staates, ein Unternehmen wie die Commerzbank dauerhaft vor den Kr\u00e4ften des Marktes zu sch\u00fctzen? F\u00fcr ein Eingreifen des Staates kann es verschiedene, gute Gr\u00fcnde geben. Bei der Commerzbank liegt aktuell keiner davon vor.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Die-Unicredit-fuehrt-die-Bundesregierung-vor-article25246712.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"imago0300567411h.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25246733-1727100218000\/17-6\/1136\/imago0300567411h.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  23.09.24    &quot;Aggressiver Akt&quot; Die Unicredit f\u00fchrt die Bundesregierung vor    <\/p>\n<p>In der Finanzkrise hatte der Staat Milliarden in die Commerzbank investiert, um nicht absehbaren Schaden f\u00fcr die gesamte Wirtschaft abzuwenden. Das war angesichts der akuten Gefahr damals gerechtfertigt. Nun ist diese akute Krise 15 Jahre her und nach langen Reformen und Sanierungsbem\u00fchungen f\u00fcr die Bank abgehakt. Unicredit steht als europ\u00e4ische Gro\u00dfbank unter derselben Bankenaufsicht und unterliegt denselben Regeln wie die Commerzbank derzeit auch. Auswirkungen auf die Finanzstabilit\u00e4t in Deutschland in einem Krisenfall sind bei einer \u00dcbernahme nicht zu bef\u00fcrchten. <\/p>\n<p>Ein staatlicher Schutz k\u00f6nnte auch ohne Krisenszenario gerechtfertigt sein, wenn ein Unternehmen systemrelevant ist und seine Funktion durch eine \u00dcbernahme gef\u00e4hrdet w\u00e4re. Systemrelevant bedeutet, Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens sind f\u00fcr die Gesellschaft oder die Wirtschaft unabdingbar, und niemand anderes kann diese zuverl\u00e4ssig bereitstellen. Zwar sind Finanzdienstleistungen, wie die Commerzbank sie anbietet, fundamental f\u00fcr das Funktionieren der Wirtschaft. Aber die Bank w\u00fcrde diese auch als Teil des europ\u00e4ischen Unicredit-Konzerns wohl weiter anbieten wie bisher. Zum anderen ist Deutschland &quot;overbanked&quot;: Es gibt unter anderem dank des \u00f6ffentlichen Sektors mit Sparkassen und Landesbanken keine Knappheit, sondern ein \u00dcberangebot an Bankdienstleistungen. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Ist-richtig-dass-der-Staat-aus-Commerzbank-rausgeht-article25224896.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Nieding.JPG\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25225417-1726220363000\/16-9\/1136\/Nieding.jpg\"\/>    03:04 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  13.09.24    Experte zu Beteiligungsverkauf &quot;Ist richtig, dass der Staat aus Commerzbank rausgeht&quot;    <\/p>\n<h2>Deutschland ist &quot;overbanked&quot;<\/h2>\n<p>Angesichts dieses \u00dcberangebots ist eine Konsolidierung, das hei\u00dft eine Reduzierung der Zahl der Banken beispielsweise durch Fusionen, im Sinne der Finanzstabilit\u00e4t sogar positiv. Dadurch k\u00f6nnten die Kosten gesenkt, die Einnahmen gest\u00e4rkt und die im internationalen Vergleich niedrigen Margen der deutschen Institute erh\u00f6ht werden. Sie w\u00fcrden weniger krisenanf\u00e4llig. Die Bundesregierung hat in der Vergangenheit in diesem Sinne ein m\u00f6gliches Zusammengehen von Deutscher Bank und Commerzbank sogar unterst\u00fctzt. Damit ist auch das Arbeitsplatz-Argument, so nachvollziehbar es aus Sicht der Mitarbeitenden auch ist, politisch entkr\u00e4ftet. Bei einer deutsch-deutschen Bankenfusion w\u00e4ren Arbeitspl\u00e4tze in \u00e4hnlichem Umfang verloren gegangen, wie das nun bef\u00fcrchtet wird. Dass das \u00dcbernahme-Ansinnen von Unicredit auf ein ganz anderes Echo st\u00f6\u00dft als das Szenario mit der Deutschen Bank als Partner, legt den Populismus hinter der aktuellen Emp\u00f6rung offen. <\/p>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Video   Kampf gegen Unicredit-\u00dcbernahme Commerzbank bekommt neue Chefin &#8211; Orlopp l\u00f6st Knof ab       Knof \u00fcbergibt an Orlopp Commerzbank bekommt in kritischer Phase neue Chefin       Gegen Unicredit-\u00dcbernahme Lindner sieht Coba in der Verantwortung, sich zu wehren       Unicredits knallharter Chef &quot;George Clooney der Finanzwelt&quot; greift nach der Commerzbank    <\/p>\n<p>Der deutsche Bankensektor &#8211; und speziell die Commerzbank &#8211; ist in der aktuellen Situation ein Paradebeispiel daf\u00fcr, wann der Staat die Finger von Unternehmen lassen sollte. Zum einen wird ein eher schwacher Akteur im Markt gehalten, eine Konsolidierung verhindert und so eine ganze Branche durch das \u00dcberangebot geschw\u00e4cht. Zum anderen stecken im bundeseigenen Commerzbank-Aktienpaket nach aktuellem Kurs mehr als zwei Milliarden Euro. Dieses Steuerzahlergeld wird an anderer Stelle &#8211; etwa bei der Sanierung einsturzgef\u00e4hrdeter Br\u00fccken und maroder Schulen &#8211; dringend ben\u00f6tigt. <\/p>\n<p>Zwei Milliarden Euro m\u00f6gen angesichts eines auf Hunderte Milliarden Euro gesch\u00e4tzten Sanierungsstaus in Deutschland als vernachl\u00e4ssigbare Summe erscheinen. Aber andere Unternehmen und Branchen stehen bereits Schlange bei der Bundesregierung mit der Forderung nach \u00e4hnlichen Subventionen: Die Autobauer h\u00e4tten gerne eine neue Abwrackpr\u00e4mie, bei Thyssenkrupp soll der Staat in eine Milliardenbeteiligung investieren, die gesamte energieintensive Industrie w\u00fcnscht sich einen hochsubventionierten Industriestrompreis. Es ist weder sinnvoll noch finanzierbar, all diese W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen und einen Gro\u00dfteil der Wirtschaft dauerhaft staatlich zu finanzieren. Wo aber die Grenze ziehen? Jetzt. Bei der Commerzbank. <\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Eine weitere Konsolidierung w\u00fcrde dem deutschen Bankensektor guttun. Es kann verschiedene Gr\u00fcnde geben, warum der Staat ein Unternehmen vor den Kr\u00e4ften des Marktes sch\u00fctzen sollte. 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