{"id":28238,"date":"2024-09-20T05:26:20","date_gmt":"2024-09-20T02:26:20","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukrainetalk-bei-illner-wir-mussen-russland-den-schwarzen-peter-zuschieben\/"},"modified":"2024-09-20T05:26:20","modified_gmt":"2024-09-20T02:26:20","slug":"ukrainetalk-bei-illner-wir-mussen-russland-den-schwarzen-peter-zuschieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukrainetalk-bei-illner-wir-mussen-russland-den-schwarzen-peter-zuschieben\/","title":{"rendered":"Ukrainetalk bei Illner: &#8220;Wir m\u00fcssen Russland den schwarzen Peter zuschieben&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Wolfgang Ischinger hat gerade Selenskyj getroffen und erl\u00e4utert dessen Ziele. \" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25240388-1726795136000\/16-9\/750\/458324623.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Wolfgang Ischinger hat gerade Selenskyj getroffen und erl\u00e4utert dessen Ziele.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>In der Ukraine stehen die Zeichen auf Ver\u00e4nderung. Pr\u00e4sident Selenskyj k\u00fcndigt einen &quot;Siegesplan&quot; an, Bundeskanzler Scholz fordert eine Friedenskonferenz. In der ZDF-Talkshow &quot;Maybrit Illner&quot; diskutieren die G\u00e4ste, wie realistisch ein Kriegsende in der Ukraine ist.<\/strong><\/p>\n<p>In der kommenden Woche will sich der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj mit US-Pr\u00e4sident Joe Biden treffen und einen &quot;Siegesplan&quot; vorlegen. Dabei k\u00f6nnte er fordern, dass die Ukraine westliche Langstreckenraketen auch in Russland einsetzen darf. Das hat Bundeskanzler Olaf Scholz bereits abgelehnt, die USA z\u00f6gern. Selenskyj kritisiert seit Monaten das Verhalten des Westens: &quot;Ich h\u00f6re immer nur, wir arbeiten daran. Russische und iranische Raketen arbeiten auch, aber leider gegen uns. Und der russische Pr\u00e4sident Putin braucht keine Erlaubnis f\u00fcr seine weitreichenden Raketen.&quot;<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Seismografen-werten-Explosion-von-Munitionsdepot-wie-Erdbeben-article25238664.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"2024-09-18T153031Z_1561162666_RC2V2AA33Z4D_RTRMADP_3_UKRAINE-CRISIS-ATTACK-RUSSIA.JPG\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25238666-1726737674000\/17-6\/1136\/2024-09-18T153031Z-1561162666-RC2V2AA33Z4D-RTRMADP-3-UKRAINE-CRISIS-ATTACK-RUSSIA.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  19.09.24    Drohnenangriff in Russland Seismografen werten Explosion von Munitionsdepot wie Erdbeben    <\/p>\n<p> In der Zwischenzeit ist die H\u00e4lfte der ukrainischen Energieinfrastruktur zerst\u00f6rt. Und der Winter steht vor der T\u00fcr. Im Donbass r\u00fcckt die russische Armee langsam und unter gro\u00dfen Verlusten vor. Russlands Gleitbomben bringen Tot und Zerst\u00f6rung. Unter diesen Vorzeichen plant der ukrainische Pr\u00e4sident offenbar, mit weiteren milit\u00e4rischen Ma\u00dfnahmen einen zuk\u00fcnftigen Frieden vorzubereiten. Ob das funktionieren kann, ist ein Thema, \u00fcber das die G\u00e4ste am Abend bei Maybrit Illner im ZDF diskutieren.<\/p>\n<p>Einer von ihnen ist der Diplomat Wolfgang Ischinger, der den ukrainischen Pr\u00e4sidenten am Wochenende getroffen hat. &quot;Ich glaube, dass es um zwei Dinge geht&quot;, sagt Ischinger. &quot;Es geht einmal darum, dass die Ukraine sich vergewissern m\u00f6chte, dass sie weiter die politische Initiative hat, um die weitere Entwicklung zu gestalten. Der zweite Punkt ist ein rein milit\u00e4rischer: Selenskyj wird Joe Biden auffordern, Schluss zu machen mit diesen Reichweitenbeschr\u00e4nkungen.&quot; Selenskyj sei sich sicher, dass sein Besuch in den USA der Ukraine nach vorne helfe. &quot;Die Erwartungen sind gro\u00df&quot;, sagt der langj\u00e4hrige Diplomat.<\/p>\n<h2>Gysi: Waffenstillstand als Druckmittel<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Munz-30-000-Tonnen-Munition-sollen-explodiert-sein-article25238599.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"MunzMunitionslager.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25238680-1726737915000\/16-9\/1136\/MunzMunitionslager.jpg\"\/>    02:54 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  19.09.24    Gewaltiger Feuer-Pilz in Russland Munz: &quot;30.000 Tonnen Munition sollen explodiert sein&quot;    <\/p>\n<p> &quot;Die Ukraine hat sicherlich ein Selbstverteidigungsrecht&quot;, sagt Linken-Au\u00dfenpolitiker Gregor Gysi. &quot;Wenn man angegriffen wird, kann man das Land, das einen angreift, zur\u00fcck angreifen. Das ist v\u00f6lkerrechtlich v\u00f6llig klar. Ob es auch milit\u00e4risch klug ist, ist eine andere Frage.&quot; Grunds\u00e4tzlich ist f\u00fcr Gysi klar: Nach den Verbrechen der deutschen Wehrmacht w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges d\u00fcrfe Deutschland keine Waffen in Kriegsgebiete liefern. Und: Weder Russland noch die Ukraine seien in der Lage, den Krieg milit\u00e4risch zu gewinnen. Davon gehen auch Milit\u00e4rexperten aus. Gysi: &quot;Wenn das stimmt, warum k\u00f6nnen wir nicht mal ernsthaft \u00fcber einen Waffenstillstand und \u00fcber Friedensverhandlungen diskutieren?&quot; Gysis Idee: Der Westen solle Putin einen Waffenstillstand anbieten und als Gegenleistung von Waffenlieferungen an die Ukraine absehen. &quot;Wenn er dann ablehnt, dann w\u00fcrde er ja indirekt sagen, liefert mal weiter Waffen. Wir haben nie versucht, ihn diesbez\u00fcglich unter Druck zu setzen, und das verstehe ich nicht.&quot;<\/p>\n<p>Gysi irrt hier. Ungarns Staatschef Viktor Orb\u00e1n hatte im Juli dieses Jahres versucht, Friedensgespr\u00e4che zu f\u00fchren. Zwar war die Aktion \u00e4u\u00dferst umstritten, in der EU-Kommission gab es heftige Kritik. Doch das Ergebnis ist sichtbar: Kaum waren die Gespr\u00e4che beendet und kaum hatte Orb\u00e1n Russland verlassen, lie\u00df Putin ein Kinderkrankenhaus in Kiew mit Raketen beschie\u00dfen.<\/p>\n<h2>Strack-Zimmermann: Taurus liefern<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Strack-Zimmermann-draengt-auf-Taurus-Lieferung-fuer-Kiew-article25226482.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"471319498.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25226519-1726242400000\/17-6\/1136\/471319498.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  13.09.24    Debatte um Angriffe auf Russland Strack-Zimmermann dr\u00e4ngt auf Taurus-Lieferung f\u00fcr Kiew    <\/p>\n<p> Frieden in der Ukraine wollen alle G\u00e4ste an diesem Abend bei Illner. Deutlich unterschiedlich wird jedoch die Frage nach dem &quot;wie&quot; beantwortet. F\u00fcr den &quot;Friedensplan&quot; des ukrainischen Pr\u00e4sidenten gebe es vor allem einen Grund: Nach tausend Tagen Krieg und Zerst\u00f6rung m\u00fcsse Selenskyj auch seinem Volk gegen\u00fcber in die Offensive kommen, sagt zum Beispiel Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die mittlerweile Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament ist. Sie k\u00f6nne sich auch vorstellen, Selenskyj wolle mit Hilfe der USA den russischen Pr\u00e4sidenten vor eine Alternative stellen: Stopp mit den Luftangriffen auf die Ukraine, oder die ukrainische Armee werde milit\u00e4rische Ziele in Russland vernichten. &quot;Das m\u00fcsste dann Putin auch vor seiner eigenen Bev\u00f6lkerung rechtfertigen, die ja glaubt, da wird irgendwo ein Krieg gef\u00fchrt, der Russland nicht wirklich tangiert.&quot; Der Schuss k\u00f6nnte jedoch nach hinten losgehen, f\u00fcrchtet Gysi. Der Beschuss russischer Ziele k\u00f6nnte auch dazu f\u00fchren, dass die Bev\u00f6lkerung in Russland die Ukraine und den Westen noch mehr hassen w\u00fcrde, sagt er.<\/p>\n<p>Sicherheitsexperte Frank Sauer von der Bundeswehr-Uni glaubt nicht, dass im Moment die Zeit f\u00fcr Friedensverhandlungen sei. &quot;Ich glaube, beide Konfliktparteien versprechen sich zurzeit mehr von fortgesetzten Gefechten als von Verhandlungen. Das ist die bittere Wahrheit. Und die bittere Wahrheit ist auch, dass die Art und Weise, wie dann verhandelt wird, auf dem Gefechtsfeld vorbereitet wird.&quot;<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich spricht nichts f\u00fcr Friedensverhandlungen auf ukrainischer Seite, wenn man dem Berater von Pr\u00e4sident Selenskyj glauben darf, der kurz in der Sendung auftaucht. F\u00fcr das Interview, das leider nur sehr ungen\u00fcgend \u00fcbersetzt wird, hat sich Mychajlo Podoljak in einen Bunker zur\u00fcckgezogen. Glaubt man der \u00dcbersetzerin, warnt er vor einem Waffenstillstand. Der k\u00f6nnte von Russland f\u00fcr ein milit\u00e4risches Upgrade genutzt und von der Politik propagandistisch ausgeschlachtet werden, um danach den Krieg auszuweiten.<\/p>\n<h2>Offensivere Gespr\u00e4che mit Putin<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_person_der_woche\/Ist-Putin-jetzt-ernsthaft-bereit-zu-Friedensgespraechen-article25216160.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"482032228.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25216278-1725953946000\/17-6\/1136\/482032228.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Person der Woche  10.09.24    Person der Woche: Wladimir Putin Ist Putin jetzt ernsthaft bereit zu Friedensgespr\u00e4chen?    <\/p>\n<p> &quot;Wir m\u00fcssen unsere passive und reaktive Politik der letzten zweieinhalb Jahre zu den Akten legen&quot;, fordert Sauer. Auch er denkt, dass es richtig sei, auf Putin zuzugehen. &quot;Wir m\u00fcssen Herrn Putin endlich mal sagen, diese Beschr\u00e4nkungen, \u00fcber die wir heute reden, lassen wir fallen, wenn Sie aufh\u00f6ren, mit Ihren Raketen die ukrainische Zivilbev\u00f6lkerung tagein tagaus zu terrorisieren. Wir m\u00fcssen ihn mal unter Zugzwang setzen.&quot; Der Fehler Europas sei, keine langfristige Perspektive f\u00fcr das Problem zu haben: &quot;Das ist kein Regionalkonflikt, der uns nicht viel angeht. Das ist ein zentrales Problem f\u00fcr die Sicherheit Europas. Und wir haben ein komplettes Vakuum mit Blick auf die Frage, wie wir uns dazu verhalten. Und immer nur reagieren, wenn Putin die n\u00e4chste Drohung ausgesto\u00dfen hat, das geht auf Dauer nicht mehr so.&quot;<\/p>\n<p>Was Sauer beklagt, best\u00e4tigt Strack-Zimmerman kurz danach indirekt. Ihre Strategie: Weiter Waffen liefern, auch Taurus-Marschflugk\u00f6rper. Das habe aber in den letzten zweieinhalb Jahren nicht zu Friedensverhandlungen gef\u00fchrt, sagt Gysi. Ja, gibt ihm Strack-Zimmermann recht, seine Strategie aber auch nicht. Denn tats\u00e4chlich w\u00fcrden ja diplomatische Verhandlungen gef\u00fchrt &#8211; \u00fcber Gefangenenaustausch oder Getreidelieferungen zum Beispiel.<\/p>\n<p>Am Ende hat man als Zuschauer das Gef\u00fchl: Alles, was an diesem Abend bei Illner gesagt wird, habe man schon X-Mal geh\u00f6rt. Aber das stimmt nicht. Neu ist, dass alle G\u00e4ste der Ansicht sind, man m\u00fcsse mit der russischen Regierung sprechen. Und: Man m\u00fcsse klare Worte finden. Ischinger bringt es auf den Punkt: &quot;Wir m\u00fcssen den schwarzen Peter an die Russen geben.&quot;<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Wolfgang Ischinger hat gerade Selenskyj getroffen und erl\u00e4utert dessen Ziele. In der Ukraine stehen die Zeichen auf Ver\u00e4nderung. 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