{"id":27914,"date":"2024-07-29T08:37:33","date_gmt":"2024-07-29T05:37:33","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/baukosten-aus-ruder-gelaufen-ifo-im-jahr-2026-nur-noch-175-000-neue-wohnungen\/"},"modified":"2024-07-29T08:37:33","modified_gmt":"2024-07-29T05:37:33","slug":"baukosten-aus-ruder-gelaufen-ifo-im-jahr-2026-nur-noch-175-000-neue-wohnungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/baukosten-aus-ruder-gelaufen-ifo-im-jahr-2026-nur-noch-175-000-neue-wohnungen\/","title":{"rendered":"&#8220;Baukosten aus Ruder gelaufen&#8221;: Ifo: Im Jahr 2026 nur noch 175.000 neue Wohnungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Laut dem Wirtschaftsinstitut IW liegt der Neubaubedarf  in Deutschland bei \u00fcber 302.000 Wohnungen pro Jahr.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25121323-1722227249000\/16-9\/750\/472387636.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Laut dem Wirtschaftsinstitut IW liegt der Neubaubedarf  in Deutschland bei \u00fcber 302.000 Wohnungen pro Jahr.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Ampelkoalition verfehlt ihr Versprechen, j\u00e4hrlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen. Ab 2026 erwarten Wirtschaftsforscher sogar nur noch 175.000 neue Wohnungen pro Jahr, obwohl der Bedarf bei \u00fcber 300.000 liegt. Hintergrund sind allgemein gestiegene Kosten in der Bauindustrie.<\/strong><\/p>\n<p>Das M\u00fcnchner Ifo-Institut erwartet in den n\u00e4chsten Jahren eine fortgesetzte Talfahrt des Wohnungsbaus in Deutschland. Die Zahl der neu gebauten Wohnungen k\u00f6nnte demnach im Jahr 2026 auf nur noch 175.000 absinken, das w\u00e4ren dann \u00fcber 40 Prozent weniger als die knapp 300.000 Wohnungen des Jahres 2022. &quot;Die Prognose ist mit Unsicherheiten behaftet, aber es ist ziemlich klar, dass wir sp\u00e4testens 2026 unter die 200.000er-Marke rutschen werden&quot;, erkl\u00e4rte Ifo-Baufachmann Ludwig Dorffmeister. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/geldanlage-check\/Wohnraum-Mangel-kann-nicht-ueber-Neubau-behoben-werden-article25107010.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Katarina Ivankovic GAC.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25107023-1721665710000\/16-9\/1136\/Katarina-Ivankovic-GAC.jpg\"\/>    02:55 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Geldanlage-Check  22.07.24    Geldanlage-Check &quot;Wohnraum-Mangel kann nicht \u00fcber Neubau behoben werden&quot;    <\/p>\n<p>Das von der Berliner Koalition beim Amtsantritt 2021 ausgegebene Ziel sind 400.000 neue Wohnungen pro Jahr. Dieses Ziel r\u00fcckt offenkundig in immer weitere Ferne. Eine grundlegende Besserung in den kommenden zwei Jahren erwartet der Ifo-Fachmann aber ebenso wenig wie Bau- und Wohnungswirtschaft. &quot;Insgesamt habe ich wenig Hoffnung auf die gro\u00dfe Trendwende&quot;, sagte Dorffmeister. <\/p>\n<h2>Bauen wird voraussichtlich noch teurer<\/h2>\n<p>Das Problem ist nicht nur auf Deutschland beschr\u00e4nkt. Die M\u00fcnchner \u00d6konomen kooperieren im Forschungsnetzwerk Euroconstruct mit zahlreichen weiteren Wissenschaftlern aus ganz Europa, laut Euroconstruct-Prognose wird die Zahl der Wohnungsneubauten in den 15 westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern insgesamt von \u00fcber 1,5 Millionen im Jahr auf 1,2 Millionen zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Ecoworks-Chef-Emanuel-Heisenberg-im-Klima-Labor-In-unseren-Gebaeuden-werden-Heizkoerper-nie-wieder-aufgedreht-article25094966.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Bochum_02.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25095039-1721204626000\/17-6\/1136\/Bochum-02.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  18.07.24    Seriell sanieren, Energie sparen &quot;In unseren Geb\u00e4uden werden Heizungen nie wieder aufgedreht&quot;    <\/p>\n<p>&quot;Wie in den anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern sp\u00fcrt der Wohnungsneubau gegenw\u00e4rtig die negativen Folgen der hohen Inflation und des Zinssprungs&quot;, so Dorffmeister. &quot;In Deutschland sind dar\u00fcber hinaus aber die Baukosten v\u00f6llig aus dem Ruder gelaufen und verhindern eine Erholung des Marktes. L\u00e4ngerfristig d\u00fcrfen die Zinsen eigentlich nicht als Ausrede f\u00fcr die schwache Baut\u00e4tigkeit dienen, da sie sich jetzt wieder auf einem normalen Niveau befinden.&quot; <\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Jahren d\u00fcrfte das Bauen nach Dorffmeisters Einsch\u00e4tzung noch einmal teurer werden: &quot;Der Baukostenindex des Statistischen Bundesamts zeigt, dass die vormals stark gestiegenen Materialkosten nicht sinken, sondern sich eher stabilisieren, w\u00e4hrend die Arbeitskosten in gro\u00dfen Schritten nachziehen.&quot; Der Tarifabschluss f\u00fcr das Bauhauptgewerbe werde in den kommenden Jahren weitere Kostenzuw\u00e4chse zur Folge haben.<\/p>\n<h2>Bauantr\u00e4ge brechen ein &#8211; &quot;Trauerspiel ohne Ende&quot;<\/h2>\n<p>Ein ma\u00dfgeblicher Faktor bei der Prognose ist der Einbruch der Bauantr\u00e4ge und Wohnungsbaugenehmigungen. So wurden im Mai nach Zahlen des Statistischen Bundesamts lediglich 17.800 Bauantr\u00e4ge genehmigt, fast 44 Prozent weniger als im Mai 2022. Die Baukosten sind mittlerweile so hoch, dass viele Wohnungsgenossenschaften und kommunale Unternehmen neue Projekte auf Eis gelegt haben. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Baugenehmigungen-befinden-sich-in-massivem-Sinkflug-article25098032.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"472387525.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25097990-1721289510000\/17-6\/1136\/472387525.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  18.07.24    Fast 50 Prozent weniger als 2022 Baugenehmigungen befinden sich in massivem Sinkflug    <\/p>\n<p>Einer der ma\u00dfgeblichen Gr\u00fcnde daf\u00fcr ist, dass Unternehmen auch jenseits der Ballungsr\u00e4ume sehr teure Mieten weit \u00fcber dem orts\u00fcblichen Niveau verlangen m\u00fcssten, damit sich die Geb\u00e4ude innerhalb der \u00fcblichen Zeitspanne von 25 bis 30 Jahren abdecken. <\/p>\n<p>Der Wohnungswirtschaftsverband GdW beklagte j\u00fcngst ein &quot;Trauerspiel ohne Ende&quot; im Wohnungsbau. &quot;Von politischer Seite passiert viel zu wenig, um dem entgegenzuwirken&quot;, sagte GdW-Pr\u00e4sident Axel Gedaschko. Die fehlenden Baugenehmigungen von heute seien die &quot;nicht stattfindenden Baufertigstellungen der Zukunft&quot;. Der Verband vertritt im Wesentlichen die Interessen von Wohnungsgenossenschaften und st\u00e4dtischen Unternehmen, die ihre Wohnungen meist g\u00fcnstiger vermieten als private Gesellschaften. Laut einer k\u00fcrzlichen GdW-Umfrage unter diesen Mitgliedsunternehmen wollen oder k\u00f6nnen in diesem Jahr zwei Drittel keine neuen Wohnungen bauen.<\/p>\n<h2>F\u00fcr Mieter unerfreulich<\/h2>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Wege aus der deutschen Baukrise &quot;Wir haben die erdbebensichersten Geb\u00e4ude der Welt&quot;       Bauunternehmer Goldbeck &quot;Stabile Lage? Das Schlimmste kommt erst noch&quot;    <\/p>\n<p>Die voraussichtliche Entwicklung der Mieten ist nicht Bestandteil der Ifo-Prognose, doch lassen die Zahlen nichts Erfreuliches f\u00fcr Wohnungssuchende erwarten. In gro\u00dfen St\u00e4dten wie M\u00fcnchen ist schon seit L\u00e4ngerem das eigenartige Ph\u00e4nomen zu beobachten, dass die Kaufpreise f\u00fcr Immobilien sinken, die Mieten aber wegen des Wohnungsmangels weiter steigen.<\/p>\n<p>Auch das arbeitgebernahe Wirtschaftsforschungsinstitut IW in K\u00f6ln sieht einen viel h\u00f6heren Bedarf an Wohnungen als absehbar gebaut werden. Bis 2025 sch\u00e4tzt das Institut den j\u00e4hrlichen Neubaubedarf auf 372.000 Wohnungen, f\u00fcr die Folgejahre bis 2030 auf 302.000 pro Jahr. Wer als Mieter in den n\u00e4chsten Jahren in st\u00e4dtischen Regionen umziehen will oder muss, darf sich auf eine anstrengende Suche und hohe Kosten gefasst machen.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, gri\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Laut dem Wirtschaftsinstitut IW liegt der Neubaubedarf in Deutschland bei \u00fcber 302.000 Wohnungen pro Jahr. Die Ampelkoalition verfehlt ihr Versprechen, j\u00e4hrlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen. 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