{"id":27882,"date":"2024-07-23T21:36:07","date_gmt":"2024-07-23T18:36:07","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/dann-kame-ich-in-den-knast-als-ein-russischer-model-wettbewerb-das-trainingslager-verhinderte\/"},"modified":"2024-07-23T21:36:07","modified_gmt":"2024-07-23T18:36:07","slug":"dann-kame-ich-in-den-knast-als-ein-russischer-model-wettbewerb-das-trainingslager-verhinderte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/dann-kame-ich-in-den-knast-als-ein-russischer-model-wettbewerb-das-trainingslager-verhinderte\/","title":{"rendered":"&#8220;Dann k\u00e4me ich in den Knast!&#8221;: Als ein russischer Model-Wettbewerb das Trainingslager verhinderte"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Redelings Nachspielzeit         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"In Abgeschiedenheit auf die neue Saison vorbereiten, das war einmal.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25109215-1721739183000\/16-9\/750\/imago8106612.jpg\"\/><figcaption>\n<p>In Abgeschiedenheit auf die neue Saison vorbereiten, das war einmal.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Jetzt zieht es die Vereine wieder hinaus in die Welt, um sich in einem Trainingslager die letzte Power f\u00fcr den Saisonstart zu holen. Doch die Historie zeigt: Nicht selten ging in den \u00dcbungscamps etwas schief. Astronautennahrung, Eimer zum Kotzen und die legend\u00e4re &quot;Miss Banana&quot; erz\u00e4hlen so manch kuriose Geschichte.<\/strong><\/p>\n<p>Als Friedhelm Funkel noch Coach der D\u00fcsseldorfer Fortuna war, sch\u00fcttelte er \u00fcber die Trainingsmethoden einer seiner legend\u00e4ren Vorg\u00e4nger, Rolf Schafstall, grinsend den Kopf: &quot;Wenn wir heute so trainieren w\u00fcrden, das sage ich mal etwas \u00fcberspitzt, dann k\u00e4me ich in den Knast.&quot; Was manche Menschen damals m\u00f6glicherweise f\u00fcr einen Scherz gehalten haben, w\u00fcrden Zeitzeugen mit einem dicken Stift extra fett unterschreiben. Denn es gibt Aufnahmen, wie Rolf Schafstall eines Tages einmal mit einem Kamerateam auf dem Trainingsplatz in Bochum stand und voller Abscheu in Richtung seiner Spieler rief: &quot;Wenn ich das manchmal sehe, was wir hier f\u00fcr schwache Fu\u00dfballer haben. Man, man, man!&quot;<\/p>\n<p> <strong>Zum Autor<\/strong> <\/p>\n<ul>\n<li>Ben Redelings ist ein Bestseller-Autor und Kom\u00f6diant aus dem Ruhrgebiet.<\/li>\n<li>\n<p>Sein aktuelles Werk ist &quot;Das neue Buch der Fu\u00dfballspr\u00fcche&quot; mit weit \u00fcber 10.000 Spr\u00fcchen aus der bunten Welt des Fu\u00dfballs.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Mit seinen Fu\u00dfballprogrammen ist er deutschlandweit unterwegs. Infos &amp; Termine auf www.scudetto.de.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der ZDF-Reporter fragte ihn damals etwas scheinheilig, ob es denn nicht mal eine tolle Idee w\u00e4re, die eigenen Frauen mit ins Trainingslager zu nehmen &#8211; da g\u00e4be es schlie\u00dflich die M\u00f6glichkeit f\u00fcr ein &quot;bisschen gemeinsame Zeit&quot; und insgesamt w\u00fcrde dann sicherlich auch &quot;ein sch\u00f6neres Klima&quot; herrschen. Sekundenlang starrte Rolf Schafstall nach der Frage des Filmemachers sprachlos in die Kamera. Nachdem er sich wieder einigerma\u00dfen gefangen hatte, antwortete er ohne Umschweife hart und direkt: &quot;Nein, ich mein&#039;, das ist \u00fcberzogen. Wir haben da einen knallharten Job. Von uns wird etwas verlangt, wir m\u00fcssen Punkte machen, m\u00fcssen in der Tabelle etwas erreichen. Wir wollen in der Bundesliga, gerade wir, speziell der VfL Bochum, bleiben. Da sind dann alle anderen Dinge Nebens\u00e4chlichkeiten. Frauen geh\u00f6ren eben an den heimischen Herd, d\u00fcrfen zu Hause bleiben, und wir M\u00e4nner wollen dann schon ganz gerne unter uns sein!&quot; <\/p>\n<h2>Team-Betreuer hinter der Zimmerpflanze<\/h2>\n<p>Die eigenen Frauen im Trainingslager &#8211; das ist aber auch in der Tat ein herrlich absurder Gedanke des Journalisten gewesen. Fremde Frauen hingegen sind prinzipiell m\u00f6glich, wie eine andere Geschichte aus den fr\u00fchen achtziger Jahren zeigt. Damals war Schafstall mit seiner Mannschaft f\u00fcr zwei Wochen im idyllischen Sauerland unterwegs. Eines Abends nutzte er den Aufenthalt, um in der n\u00e4heren Umgebung zu einer Spielerbeobachtung zu fahren. Offenbar wussten das die Kicker des VfL schon etwas l\u00e4nger, denn sie hatten sich generalstabsm\u00e4\u00dfig auf die sturmfreien Buden vorbereitet. Diese emsigen Aktivit\u00e4ten waren nun wiederum den Mannschaftsbetreuern nicht entgangen, die sich hinter einer Zimmerpflanze in der Lobby versteckt hielten und auf alles vorbereitet schienen, was sich denn da in den folgenden Stunden bis zur R\u00fcckkehr des Trainers auch zutragen mochte. <\/p>\n<p>Doch als an der Rezeption vier leicht bekleidete Damen auf hochhackigen Schuhen einige Spielernamen nannten und nach deren Zimmernummern fragten, rieben sie sich dann doch ungl\u00e4ubig die Augen. Nerv\u00f6s diskutierten sie, was zu tun sei. Letztendlich entschieden sie sich f\u00fcr den schnellen, r\u00fccksichtslosen und beherzten Zugriff und eilten die Treppen hinauf zu den Zimmern der Spieler. Von drau\u00dfen lauschten sie, h\u00f6rten aufgeregtes Geplapper und st\u00fcrmten hinein. Brav um einen Tisch gereiht, sa\u00dfen die Damen mit drei Spielern zusammen und rauchten. Still standen die Betreuer den Profis gegen\u00fcber und starrten sie an. Bis drau\u00dfen auf dem Flur deutlich ein fr\u00f6hliches Pfeifen zu vernehmen war. <\/p>\n<h2>&quot;Trainingslager auf Alcatraz&quot;<\/h2>\n<p>Dann \u00f6ffnete sich die T\u00fcr und hereintrat mit einem L\u00e4cheln auf dem Gesicht und vier Sektgl\u00e4sern auf einem Tablett ein weiteres Teammitglied. Als der Spieler die Mannschaftsbetreuer erblickte, machte er mit einem eleganten Schwung auf dem Absatz kehrt und verlie\u00df, ohne ein Wort zu sagen, immer noch pfeifend das Zimmer. Die vier durstigen Damen folgten unter den m\u00fcrrischen Blicken der frustrierten Spieler wenige Augenblicke sp\u00e4ter. Trainer Rolf Schafstall soll angeblich nie etwas von diesem misslungenen T\u00eate-\u00e0-T\u00eate erfahren haben.<\/p>\n<p>   ANZEIGE   <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3730705008?tag=ntvde0f-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\"> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/m.media-amazon.com\/images\/I\/41P-RSr6jCL._SL500_.jpg\"\/><\/a>   Das neue Buch der Fu\u00dfballspr\u00fcche     71  22,00 \u20ac   Zum Angebot bei amazon.de      <\/p>\n<p>Doch ein verungl\u00fcckter Damenbesuch ist nur einer der Punkte, die immer wieder in R\u00fcckblicken der alten Legenden auftauchen. Der heutige HSV-Vorstand Stefan Kuntz beklagte sich einmal \u00fcber andere typische Kritikpunkte eines Trainingslagers: &quot;Die Zimmer waren etwas gr\u00f6\u00dfer als eine Astronautenkapsel, und das Essen erinnerte eher an Astronautennahrung.&quot; Wobei das Thema Essen auch noch auf eine ganz andere Art und Weise zu betrachten w\u00e4re, wie Trainer Peter Neururer einmal mit einer Ansage an die Spieler unter Beweis stellte: &quot;Ihr k\u00f6nnt Eimer zum Kotzen mitnehmen.&quot; Jan \u00c5ge Fj\u00f8rtoft mutma\u00dfte zu Felix Magath Zeiten bei der Frankfurter Eintracht einmal v\u00f6llig k\u00f6rperlich zugrunde gerichtet: &quot;Demn\u00e4chst werden wir wohl auf Alcatraz unser Trainingslager abhalten.&quot; Frivole Abenteuer in feuchtfr\u00f6hlicher Atmosph\u00e4re waren unter &quot;Qu\u00e4lix&quot; aber wohl damals schon nicht (mehr) m\u00f6glich. <\/p>\n<p>Der fr\u00fchere Bayer-Manager Reiner Calmund beschrieb die ver\u00e4nderte Lage im Jahr 2001 einmal auf besonders eindrucksvolle Art und Weise: &quot;Die Spieler sind heute zum Teil kleine Bratw\u00fcrste. Schlafm\u00fctzen, die pennen, und kommen nicht aus den F\u00fc\u00dfen. Heute schleicht sich keiner aus dem Trainingslager, fr\u00fcher mussten wir die Jungs mit dem Lasso einfangen. Heute holen sich die Spieler brav den Schl\u00fcssel an der Rezeption, nehmen ihr Handy, ihren Kopfh\u00f6rer &#8211; dann geht es ding, ding, dumm. Den ganzen Tag: Essen, Massage, ding, ding, dumm. Fr\u00fcher haben die Frauen angerufen, dass die M\u00e4nner nicht ausb\u00fcxen. Heute rufen die Jungs an, ob ihre Frauen noch zu Hause sind.&quot;<\/p>\n<h2>&quot;Frauen sind das beste Trainingslager&quot;<\/h2>\n<p>Im Jahr 2015 sorgte allerdings eine ganze besondere Meldung f\u00fcr Aufregung: Der damalige Drittligist MSV Duisburg hatte sein Quartier f\u00fcr das Trainingslager in der T\u00fcrkei umgebucht, weil im urspr\u00fcnglich reservierten Hotel zeitgleich ein russischer Model-Wettbewerb mit 400 Teilnehmerinnen stattfinden sollte. Augenzwinkernd verk\u00fcndete man: &quot;Wir wollen uns ja in aller Ruhe auf die Fr\u00fchjahrsserie vorbereiten k\u00f6nnen&quot;! Das muss man erst einmal sacken lassen. Was f\u00fcr jeden Kreisliga-Fu\u00dfballer das Paradies auf Erden bedeuten w\u00fcrde, sollte der heutigen Generation von Profi-Fu\u00dfballern vorenthalten werden &#8211; aus Sorge, man h\u00e4tte nicht die n\u00f6tige &quot;Ruhe&quot;?<\/p>\n<p>Man darf getrost feststellen: So etwas h\u00e4tte es fr\u00fcher nicht gegeben! <\/p>\n<p>Damals buchte der Nachwuchsspieler von Hannover 96, Rainer Zobel, sein Trainingslager-Flugticket &#8211; er sollte versp\u00e4tet nachreisen &#8211; sogar eigenh\u00e4ndig um, weil er anstatt zusammen mit seinen Kollegen auf dem Platz zu schwitzen, lieber etwas anderes tun wollte. Nach dreit\u00e4giger Suche fand man Zobel schlie\u00dflich. Er hatte die Zeit lieber bei seiner Freundin Zuhause verbracht. Getreu der alten Maxime von Bremens Trainer-Legende Otto Rehhagel: &quot;Frauen sind das beste Trainingslager&quot;. Dieses Zitat erg\u00e4nzte der Werder-Manager Willi Lemke \u00fcbrigens irgendwann einmal um den Satz: &quot;&#8230; die eigene nat\u00fcrlich.&quot;<\/p>\n<h2>Teamkameraden verhindern Verlobung<\/h2>\n<p>In Stuttgart unvergessen bleibt die Geschichte des jungen Markus Elmer. Der VfB-Spieler hatte sich am Nachmittag f\u00fcr einen Besuch des Schwimmbads &#8211; nur mit Badehose und T-Shirt bekleidet &#8211; ordnungsgem\u00e4\u00df bei seinen Eltern abgemeldet. Doch als er nach zwei Tagen immer noch nicht heimgekehrt war, rief sein besorgter Vater beim VfB an und erfuhr, dass das Nachwuchstalent zusammen mit der Mannschaft in Griechenland sei. Aber auch dort wurde Elmer schon wieder gesucht. Als die Mitspieler ihn schlie\u00dflich nachts gegen 24 Uhr fanden, sa\u00df der junge Mann auf einer gro\u00dfen Familienfeier an einem gro\u00dfz\u00fcgig gedeckten Tisch und schenkte sich gerade ein gro\u00dfes Glas Ouzo ein. Strahlend erz\u00e4hlte Elmer seinen Kollegen den Grund f\u00fcr das Fest. Er wolle sich in wenigen Minuten offiziell mit der Tochter des Hauses verloben. Unter einem Vorwand lockten die Kameraden den Liebestrunkenen gerade noch rechtzeitig von der Feier weg und schlossen ihn bis zur Abreise im Hotel ein. <\/p>\n<p>Auch der junge Schalke-Torwart Jens Lehmann wollte nach der harten Trainingsarbeit auf ein bisschen Spa\u00df nicht verzichten und so seilte er sich in Florida des Nachts etwas \u00fcberm\u00fctig aus dem Zimmer des Hotelhochhauses, in dem der S04 logierte, ab. Lehmanns Spritztour endete allerdings abrupt auf dem Balkon seines Trainers Peter Neururer &#8211; da die zusammen geknoteten Bettt\u00fccher nicht lang genug waren.<\/p>\n<h2>Christoph Daum und die &quot;Miss Banana&quot;<\/h2>\n<p>Die Zeiten f\u00fcr Fu\u00dfballer wurden schlie\u00dflich endg\u00fcltig rauer, als Boulevardzeitungen Bilder aus den Trainingslagern zu ver\u00f6ffentlichen begannen. Auf einem solchen Foto hatte sich der \u00dcbungsleiter Christoph Daum dummerweise etwas zu nah an die frisch gek\u00fcrte &quot;Miss Banana&quot; gewagt. Was zur Folge hatte, dass die Ehefrau zu Hause im Supermarkt S\u00e4tze wie diesen zu h\u00f6ren bekam: &quot;Ah ja, ihr Mann ist mit den K\u00f6lnern im Trainingslager. Er muss hart ran, haben wir gesehen!&quot;<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Zwischenzeitlich hat man damals beim VfL Bochum tats\u00e4chlich einmal versucht, das Angenehme mit dem N\u00fctzlichen zu verbinden. Zusammen mit den Frauen fuhr man f\u00fcr zwei Wochen auf die sch\u00f6ne Insel Sylt. Pr\u00e4sident Ottokar W\u00fcst war zufrieden: &quot;Westerland ist schon ein hei\u00dfes Pflaster. Da ist es besser, wenn die Herren unter der Obhut ihrer Damen stehen!&quot; Doch es sollte bei diesem einen Ausrei\u00dfer bleiben. Mannschaft und Trainer rebellierten im Anschluss an die Reise erfolgreich. Und das bis heute.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Redelings Nachspielzeit In Abgeschiedenheit auf die neue Saison vorbereiten, das war einmal. 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