{"id":27851,"date":"2024-07-18T14:35:55","date_gmt":"2024-07-18T11:35:55","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/seriell-sanieren-mit-robotern-in-unseren-gebauden-werden-heizkorper-nie-wieder-aufgedreht\/"},"modified":"2024-07-18T14:35:55","modified_gmt":"2024-07-18T11:35:55","slug":"seriell-sanieren-mit-robotern-in-unseren-gebauden-werden-heizkorper-nie-wieder-aufgedreht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/seriell-sanieren-mit-robotern-in-unseren-gebauden-werden-heizkorper-nie-wieder-aufgedreht\/","title":{"rendered":"Seriell sanieren mit Robotern: &#8220;In unseren Geb\u00e4uden werden Heizk\u00f6rper nie wieder aufgedreht&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Ein Mehrfamilienhaus, das Ecoworks in Bochum saniert hat.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25095040-1721204477000\/16-9\/750\/Bochum-01.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Ein Mehrfamilienhaus, das Ecoworks in Bochum saniert hat.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit dem aktuellen Tempo vergehen noch knapp 100 Jahre, bis der deutsche Geb\u00e4udebestand energetisch saniert ist. Emanuel Heisenberg verspricht eine L\u00f6sung, mit der es schneller geht: Seine Firma Ecoworks spannt Fertighaushersteller f\u00fcr die serielle Sanierung von Plattenbauten in Ost und West ein. &quot;Auf deren Linien laufen jetzt Au\u00dfenw\u00e4nde f\u00fcr die serielle Sanierung vom Band&quot;, sagt Heisenberg im &quot;Klima-Labor&quot; von ntv. &quot;Und zwar mit einer unglaublich hohen Qualit\u00e4t, die man mit handwerklicher Sanierung gar nicht erreichen kann.&quot; Das Ergebnis klingt zu sch\u00f6n, um wahr zu sein: Durch die neue Geb\u00e4udeh\u00fclle sinkt Energiebedarf Heisenberg zufolge um 90 Prozent. Werden diese zus\u00e4tzlich mit Solaranlagen und W\u00e4rmepumpen ausgestattet, erzeugen sie deutlich mehr Energie, als sie verbrauchen. &quot;Das ist ein anderes Lebensgef\u00fchl&quot;, schw\u00f6rt der Ecoworks-Chef. Kritik der konventionellen Sanierungsbranche am seriellen Ansatz l\u00e4sst er nicht gelten: &quot;Auch bei Wind und Solar wurde anfangs gesagt, das ist ein Hirngespinst&quot;, sagt Heisenberg. &quot;Jetzt wird \u00fcber die Kosten gemeckert, die bringen wir aber auch runter, das ist nur eine Frage der Zeit.&quot;<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25095041-1721204499000\/16-9\/750\/Heisenberg-Emanuel.jpg\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"&quot;Wir arbeiten eine Pipeline an Auftr\u00e4gen im dreistelligen Millionenbereich ab&quot;, sagt Emanuel Heisenberg.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25095041-1721204499000\/16-9\/750\/Heisenberg-Emanuel.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>&quot;Wir arbeiten eine Pipeline an Auftr\u00e4gen im dreistelligen Millionenbereich ab&quot;, sagt Emanuel Heisenberg.<\/p>\n<p>(Foto: Timm Koelln, Ecoworks)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>ntv.de: Inwieweit kann das serielle Sanieren dabei helfen, den deutschen Wohnbestand zu sanieren?<\/p>\n<p>Emanuel Heisenberg: Wir fokussieren uns erst einmal auf Mehrfamilienh\u00e4user, weil wir gro\u00dfe Projekte brauchen, um den Planungs- und Produktionsaufwand gegenrechnen zu k\u00f6nnen. Deutschlandweit gibt es 43 Millionen Wohnungen. Ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte davon befindet sich in Mehrfamilienh\u00e4usern. Von dieser H\u00e4lfte k\u00f6nnen wir 8 Millionen seriell sanieren.<\/p>\n<p>Das sind gut 36 Prozent aller Wohnungen in Mehrfamilienh\u00e4usern. Wie genau funktioniert das?<\/p>\n<p>Wir konzentrieren uns derzeit bewusst auf Geb\u00e4ude, die architektonisch eher nicht so sch\u00f6n sind, denn wir wollen sie nicht nur effizienter, sondern auch sch\u00f6ner machen.<\/p>\n<p>Also Plattenbauten?<\/p>\n<p>Absolut, gerade sanieren wir einen Plattenbau in Berlin-Marzahn. Wir scannen die Geb\u00e4ude von innen und au\u00dfen mit einem Laser. Dann erhalten wir eine Punktwolke, also einen digitalen Zwilling. Mit unserer Planungssoftware, die wir mit k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) weiterentwickelt haben, k\u00f6nnen wir weitgehend automatisiert eine zweite H\u00fclle entwerfen, die wir um das bestehende Geb\u00e4ude bauen.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Warum-in-Deutschland-nicht-mehr-saniert-wird-article24903254.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"459609511.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24902398-1714123646000\/17-6\/1136\/459609511.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  28.04.24    Baubranche hat nichts zu tun Warum in Deutschland nicht mehr saniert wird    <\/p>\n<p>Die Plattenbauten in Ost-Berlin sind relativ gro\u00df. Die meisten haben sechs Geschosse, aber speziell in Marzahn sind es gerne mal acht oder sogar zw\u00f6lf. Wie lange dauert das Scannen, wenn von jeder Wohnung ein digitaler Zwilling erstellt werden muss?<\/p>\n<p>Das kann mehrere Tage dauern, weil alles millimetergenau passen muss. Die reine Bauzeit liegt anschlie\u00dfend bei 12 bis 15 Wochen. Die Montage der zweiten H\u00fclle klappt in zwei bis drei Wochen.<\/p>\n<p>Und welcher Teil dieses Prozesses ist seriell? Darunter versteht man ja eine g\u00fcnstige Serienproduktion. Passgenau jede Wand und Wohnung abzumessen, klingt nach dem Gegenteil.<\/p>\n<p>In der Autoindustrie wird auch in Serie gebaut, im Schnitt sind aber nur 1,4 Autos identisch, also eigentlich gar keine. Es gibt immer kleine Abweichungen. So ist das bei Geb\u00e4uden auch: Das \u00e4u\u00dfere Design oder einzelne ingenieurtechnische Eigenschaften der H\u00fclle k\u00f6nnen abweichen; vielleicht gibt es in dem einen Geb\u00e4ude auch eine Kellertreppe und in dem anderen nicht. Aber im Kern teilen alle Geb\u00e4ude dieselbe Plattform: Die Elemente haben eine Tr\u00e4gerkonstruktion, auch die Fenster und andere Elemente sind immer gleich.<\/p>\n<p> <strong>Der deutsche Geb\u00e4udebestand<\/strong> <\/p>\n<p>In Deutschland gibt es ungef\u00e4hr 21 Millionen Bestandsgeb\u00e4ude, von denen die allermeisten energetisch saniert werden m\u00fcssen. Bei den allermeisten Geb\u00e4uden handelt es sich laut Statistischem Bundesamt um Einfamilienh\u00e4user (13 Mio.) und Zweifamilienh\u00e4user (3,2 Mio). Hinzu kommen speziell in gro\u00dfen St\u00e4dten 3,3 Millionen Mehrfamilienh\u00e4user und 500.000 Wohnheime. Der \u00fcbrige Bestand entf\u00e4llt auf Nichtwohngeb\u00e4ude wie Schulen oder B\u00fcrogeb\u00e4ude. In diesen 21 Millionen Geb\u00e4uden befinden sich insgesamt 43,4 Millionen Wohneinheiten. Die H\u00e4lfte davon (ca. 22 Mio.) ist in den 3,3 Millionen Mehrfamilienh\u00e4usern untergebracht. Die Sanierungsquote lag nur noch bei 0,7 Prozent.<\/p>\n<p>Sie produzieren in einer Fabrik m\u00f6glichst viele \u00e4hnliche Teile und basteln die zusammen?<\/p>\n<p>Eine unserer gr\u00f6\u00dften Innovationen ist, dass wir eine ganz andere Industrie f\u00fcr die Sanierung motivieren konnten und jetzt deren Fabriken f\u00fcr die Herstellung unserer Elemente nutzen: Fertighaushersteller. Ich war vorletzte Woche bei Bien-Zenker. Die geh\u00f6ren zur Oikos Gruppe, die wiederum zu Goldman Sachs geh\u00f6rt. Das ist ein gro\u00dfer Fertighaus-Konzern f\u00fcr Ein- und Zweifamilienh\u00e4user. Dieser Bereich hat derzeit ein riesiges Konjunkturproblem. Deswegen hat der Vorstand von Bien-Zenker gesagt: Lass uns Module f\u00fcr die serielle Sanierung produzieren. Jetzt laufen auf diesen riesigen Linien mit Kuka-Robotern keine Fertighaus-W\u00e4nde mehr vom Band, sondern W\u00e4nde f\u00fcr die serielle Sanierung; und zwar mit einer unglaublich hohen Qualit\u00e4t, die man mit handwerklicher Sanierung gar nicht erreichen kann und auch zu sehr viel niedrigeren Kosten.<\/p>\n<p>Aber es wird doch gar nicht saniert, die Quote liegt bei 0,7 Prozent. Welche Bauteile stellen die Werke her?<\/p>\n<p>Wir arbeiten eine Pipeline an Auftr\u00e4gen im dreistelligen Millionenbereich ab und geben diese Auftr\u00e4ge an die Fabriken der Fertighaushersteller weiter.<\/p>\n<p>Und anders als die restliche Baubranche haben Sie das n\u00f6tige Kleingeld und die notwendigen Fachkr\u00e4fte f\u00fcr diese Projekte?<\/p>\n<p>Die Probleme im Geb\u00e4udebereich sind unglaublich gro\u00df, weil Arbeit und Material immer teurer werden. Historisch betrachtet sind weder Arbeitskr\u00e4fte noch die Kosten f\u00fcr Fenster oder D\u00e4mmung je g\u00fcnstiger geworden. Deswegen ist es wichtig, dass wir bezahlbar sanieren. Wenn wir 80 Prozent der Arbeit in die Fabrik verlagern, m\u00fcssen Handwerker keine einzelnen Arbeitsschritte mehr durchf\u00fchren, das machen Roboter. Durch die starke Standardisierung der Bauteile k\u00f6nnen wir die Komponenten au\u00dferdem zu einem Bruchteil der Kosten beziehen, als es bei einem Handwerksbetrieb der Fall w\u00e4re. Dadurch schaffen wir einen unternehmerischen, aber auch einen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Warum-es-jaehrlich-355-000-Wohnungen-mehr-braucht-article24987461.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"bauen.JPG\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24987983-1717492570000\/16-9\/1136\/bauen.jpg\"\/>    01:25 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  04.06.24    IW-Studie zur Baubranche Warum es j\u00e4hrlich 355.000 Wohnungen mehr braucht    <\/p>\n<p>Welchen Effekt erzeugen Sie mit diesen Sanierungen? Wie stark sinkt der Energieverbrauch?<\/p>\n<p>Nach der Sanierung spart man 90 Prozent der Prim\u00e4renergie ein. Die braucht man, um ein Geb\u00e4ude zu beheizen und den Strom daf\u00fcr zu erzeugen. Baut man noch eine Photovoltaikanlage aufs Dach und eine W\u00e4rmepumpe in den Keller, erzeugt dieses Objekt bis zu 30 Prozent mehr Energie, als die Mieter f\u00fcr Heizung, Warmwasser und Strom ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Nur durch die D\u00e4mmung ben\u00f6tigen die Bewohner anschlie\u00dfend 90 Prozent weniger Energie? <\/p>\n<p>Exakt. Sie sparen auch mit normalen energetischen Sanierungen viel Energie ein, in Deutschland werden daf\u00fcr aber immer noch zu \u00fcber 50 Prozent \u00d6l basierte D\u00e4mmmaterialien verwendet. Die nennt man in der Fachsprache EPS, im Volksmund Styropor. Wenn der verklebt wird, entstehen viele neue, sogenannte graue Emissionen. Sp\u00e4ter landen diese Elemente h\u00e4ufig im Sonderm\u00fcll. Unsere Elemente sind im Wesentlichen aus Holz, die D\u00e4mmung aus Zellulose. Mit Blick auf Emissionen sind unsere Fassaden 37-mal effizienter als eine handwerkliche Sanierung mit \u00d6l basierten D\u00e4mmelementen. Unsere H\u00fclle ist auch zirkul\u00e4r. Die h\u00e4lt 50 bis 70 Jahre, dann kann man die einzelnen Schichten trennen und wiederverwerten.<\/p>\n<p>                                               *Datenschutz  <\/p>\n<p>Das wissen Sie jetzt schon?<\/p>\n<p>Es gibt fortschrittliche Fensterhersteller wie Sch\u00fcco, die sogar eine R\u00fccknahmegarantie geben. In L\u00e4ndern wie D\u00e4nemark werden diese grauen Emissionen auch schon reguliert. Dort wird also nicht nur geschaut, wie viele Betriebsemissionen man nach einer Sanierung bei der Energieerzeugung einspart, sondern auch, wie diese H\u00fclle hergestellt wurde.<\/p>\n<p>Die Plattenbauten, mit denen Sie beginnen, sind aber von allen Geb\u00e4uden, die saniert werden m\u00fcssen, jene, die noch am besten ged\u00e4mmt und energieeffizientesten sind. Eigentlich erledigen Sie gerade die einfachste Aufgabe. Die schwierigen F\u00e4lle w\u00e4ren Altbauten und Gr\u00fcnderzeith\u00e4user.<\/p>\n<p>Wir konzentrieren uns auf die Systembauten der 50er- bis 70er-Jahre. Das sind in der Regel sogenannte Westplatten. Die sind sehr viel ineffizienter als ostdeutsche Platten aus den 70er- und 80er-Jahren. Denn bei diesen WBS-70-Geb\u00e4uden haben die Ingenieure schon damals sehr clever eine leichte D\u00e4mmung verbaut. Deswegen hat der ostdeutsche Typenbau eher die Effizienzklasse C oder D, der westdeutsche eher G oder H. Dort erreichen wir die h\u00f6chste Energieeinsparung. 80 Prozent unserer Auftr\u00e4ge richten sich auf diese Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p> <strong>Wo finde ich das Klima-Labor?<\/strong> <\/p>\n<p>Das &quot;Klima-Labor&quot; k\u00f6nnten Sie sich bei RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify oder \u00fcber den RSS-Feed anh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Sie haben Fragen an uns? Schreiben Sie eine E-Mail an podcasts@ntv.de oder nehmen Sie Kontakt zu Clara Pfeffer und Christian Herrmann auf.<\/p>\n<p>Das klingt zu sch\u00f6n, um wahr zu sein. Warum wird das dann nicht \u00fcberall gemacht?<\/p>\n<p>Es freut mich, wenn es simpel klingt, aber operativ ist es unglaublich schwierig, die Module in den Decken einzuh\u00e4ngen und Budget, Zeit und Qualit\u00e4t auf unseren 19 Baustellen mit mehr als 1000 Wohneinheiten so hinzubekommen, dass man das skalieren kann. Wir konnten die Kosten in den vergangenen zwei Jahren bereits um 28 Prozent senken, aber die sind die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung. Wenn wir den F\u00f6rderanteil weiter senken wollen, m\u00fcssen wir das weiter skalieren. Auch die Bundesregierung m\u00fcsste sich \u00f6ffnen und Funktionsbauten und Verwaltungsgeb\u00e4ude seriell sanieren lassen, damit wir es so machen k\u00f6nnen, dass es f\u00fcr die Menschen nicht zu einer Belastung wird.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir es uns leisten, auf die Politik zu warten? Von Unternehmen, die konventionell sanieren, h\u00f6rt man: &quot;Serielles Sanieren klappt fr\u00fchestens in f\u00fcnf bis zehn Jahren. So viel Zeit haben wir nicht. Warum machen wir nicht das, was funktioniert? Wir haben 50 Jahre Erfahrung mit D\u00e4mmen. Die Handwerker warten. Legen wir endlich los.&quot;<\/p>\n<p>Wenn man lange in diesen Branchen unterwegs war, sieht man immer dieselben Muster: Auch bei Wind und Solar wurde anfangs gesagt, das ist ein Hirngespinst. Dann hat es funktioniert und es wurde gesagt, es ist viel zu teuer. Dann wurde es g\u00fcnstiger und es wurde gesagt, dass die V\u00f6gel leiden und Windr\u00e4der h\u00e4sslich sind. Auch uns wurde anfangs gesagt, dass serielles Sanieren Quatsch ist. Dann haben wir die erste Sanierung gemacht, nach der 25 bis 30 Prozent mehr Energie erzeugt als verbraucht wurden. Jetzt wird \u00fcber die Kosten gemeckert. Die bringen wir aber auch runter, das ist nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Baugenehmigungen-befinden-sich-in-massivem-Sinkflug-article25098032.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"472387525.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25097990-1721289510000\/17-6\/1136\/472387525.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  18.07.24    Fast 50 Prozent weniger als 2022 Baugenehmigungen befinden sich in massivem Sinkflug    <\/p>\n<p>Aber haben wir diese Zeit? In Deutschland gibt es 15 bis 16 Millionen Ein- und Zweifamilienh\u00e4user, bei denen so gut wie nichts passiert. Was bieten Sie denen an?<\/p>\n<p>Wir werden diese Objekte nicht sanieren, unsere L\u00f6sung ist f\u00fcr Mehrfamilienh\u00e4user gedacht. Wir bieten der Wohnungsindustrie an, mit weniger Fachkr\u00e4ften, KI und smarten Mitteln g\u00fcnstigeren, klimaneutralen Wohnraum zu erm\u00f6glichen. Das ist alles.<\/p>\n<p>Die dann die Kosten f\u00fcr die Ma\u00dfnahmen auf die Menschen in den Wohnungen umlegt?<\/p>\n<p>Wir haben Genossenschaften, die die Warmmiete gar nicht erh\u00f6hen, sondern nur die Kaltmiete in dem Ma\u00dfe, wie die Nebenkosten sinken. Wir haben aber auch kommerzielle Vermieter, die die Mieten stark anheben. Das liegt au\u00dferhalb unseres Einflussbereichs. Aber durch die Sanierung schaffen wir auch zus\u00e4tzlichen Wohnraum, weil Balkone oder Aufstockungen entstehen. Der Wohnstandard und die Behaglichkeit steigen ungemein. Kinder werden in diesen Wohnungen besser Hausaufgaben machen als in einem alten Geb\u00e4ude, in dem es vielleicht sogar schimmelt. Das ist ein anderes Lebensgef\u00fchl.<\/p>\n<p>Und f\u00fcr dieses Lebensgef\u00fchl m\u00fcssen die Menschen wie lange raus aus ihren Wohnungen?<\/p>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Wege aus der deutschen Baukrise &quot;Wir haben die erdbebensichersten Geb\u00e4ude der Welt&quot;       Sanierungsquote von fast null &quot;Es wird im Sommer schwere Probleme im Bau geben&quot;       Wer vererben will, saniert &quot;Wir sehen eine krasse Immobilienabwertung&quot;    <\/p>\n<p>In dieser zweiten H\u00fclle ist alles vorgefertigt. Die Fenster sind drin, die D\u00e4mmung, sogar Leitungen f\u00fcr die Heizelemente. Am Tag des Einbaus die Fl\u00e4chen um die Fenster in den Wohnungen mit Plastikfolie abgeh\u00e4ngt, dann schneiden wir die alten Fenster raus, stecken die vorgefertigten Leitungen ein, schlie\u00dfen die Rollos und die Elektronik an und verputzen alles. Dann gehen wir wieder. In 90 Prozent der Wohnungen k\u00f6nnen wir sogar die alten Leitungen und Heizk\u00f6rper benutzen, aber ganz ehrlich: In praktisch allen Objekten, die wir saniert haben, werden die Heizk\u00f6rper nie wieder aufgedreht. <\/p>\n<p>Mit Emanuel Heisenberg sprachen Clara Pfeffer und Christian Herrmann. Das Gespr\u00e4ch wurde zur besseren Verst\u00e4ndlichkeit gek\u00fcrzt und gegl\u00e4ttet. Das komplette Gespr\u00e4ch k\u00f6nnen Sie sich im Podcast &quot;Klima-Labor&quot; anh\u00f6ren.<\/p>\n<p> <strong>Klima-Labor von ntv<\/strong> <\/p>\n<p>Was hilft wirklich gegen den Klimawandel? Klima-Labor ist der ntv Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen, L\u00f6sungen und Behauptungen auf Herz und Nieren pr\u00fcfen. Ist Deutschland ein Strombettler? Vernichtet die Energiewende Industrie &amp; Arbeitspl\u00e4tze? Warum erwarten so viele Menschen ihren \u00f6konomischen Abstieg? Warum sind immer die Gr\u00fcnen schuld? Sind Seeadler wirklich wichtiger als Windr\u00e4der? Kann uns Kernkraft retten?<\/p>\n<p>Das Klima-Labor von ntv: Jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert, Spa\u00df macht und aufr\u00e4umt. Bei ntv und \u00fcberall, wo es Podcasts gibt: RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, RSS-Feed <\/p>\n<p>Sie haben Fragen an uns? Schreiben Sie eine E-Mail an podcasts@ntv.de oder nehmen Sie Kontakt zu Clara Pfeffer und Christian Herrmann auf.<\/p>\n<p>                                               *Datenschutz               <\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Ein Mehrfamilienhaus, das Ecoworks in Bochum saniert hat. Mit dem aktuellen Tempo vergehen noch knapp 100 Jahre, bis der deutsche Geb\u00e4udebestand energetisch saniert ist. 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