{"id":27814,"date":"2024-07-12T06:56:12","date_gmt":"2024-07-12T03:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukrainetalk-bei-illner-die-fakten-der-sahra-wagenknecht\/"},"modified":"2024-07-12T06:56:12","modified_gmt":"2024-07-12T03:56:12","slug":"ukrainetalk-bei-illner-die-fakten-der-sahra-wagenknecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukrainetalk-bei-illner-die-fakten-der-sahra-wagenknecht\/","title":{"rendered":"Ukrainetalk bei Illner: Die &#8220;Fakten&#8221; der Sahra Wagenknecht"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Die Ukraine habe zivile Opfer letztlich selbst zu verantworten, wenn sie russische Raketen abf\u00e4ngt, meint Wagenknecht. \" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25082240-1720754824000\/16-9\/750\/470292184.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Die Ukraine habe zivile Opfer letztlich selbst zu verantworten, wenn sie russische Raketen abf\u00e4ngt, meint Wagenknecht.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die NATO steht vor schweren Herausforderungen. Eigentlich wollen die G\u00e4ste in der ZDF-Talkshow Maybrit Illner dar\u00fcber diskutieren. Doch dann sehen sie sich mit russischer Propaganda konfrontiert.<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem v\u00f6lkerrechtswidrigen russischen Einmarsch in die Ukraine steht die NATO vor der gr\u00f6\u00dften Herausforderung in ihrer 75-j\u00e4hrigen Geschichte. Neben der Unterst\u00fctzung der Ukraine ist da auch noch die Krise in der Regierung der USA, dem wichtigsten NATO-Partner. Denn der aktuelle US-Pr\u00e4sident Joe Biden verliert mehr und mehr an Vertrauen. Erste Wahlkampfspender sind abgesprungen, und immer mehr Politiker der US-Demokraten fordern, der 81-J\u00e4hrige solle auf seine Pr\u00e4sidentschaftskandidatur verzichten. Wie sein Herausforderer Donald Trump nach den Wahlen im November au\u00dfenpolitisch agiert, ist nicht klar.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Biden-zeigt-sich-fest-entschlossen-zu-kandidieren-article25082194.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"39027d984b1b4a75935a1edbe2080b27.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25082191-1720751188000\/17-6\/1136\/39027d984b1b4a75935a1edbe2080b27.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  12.07.24    Versprecher best\u00e4rkt Zweifler Biden zeigt sich fest entschlossen, zu kandidieren    <\/p>\n<p> Bei einer Rede w\u00e4hrend des NATO-Gipfels diese Woche in den USA macht der US-Pr\u00e4sident klar: Er sei es, der die Welt lenke. &quot;Die Welt h\u00f6rt das nicht mehr so gerne, weil die Zeiten st\u00fcrmisch sind&quot;, sagt Journalist Claus Kleber. Die Welt brauche eine F\u00fchrungsperson mit einer festen Hand und einem sicheren Stand. Beides habe der US-Pr\u00e4sident in der letzten Zeit nicht mehr gezeigt. Selbst bei Spendensammelveranstaltungen habe Biden seine Reden vor Freunden angeblich von einem Teleprompter abgelesen. W\u00fcrde Biden sich nicht aus dem Pr\u00e4sidentenwahlkampf zur\u00fcckziehen, dann w\u00fcrde ein von seinen eigenen Leuten lahmgeschlagener Kandidat in die Endausscheidung des Wahlkampfes gehen.<\/p>\n<p>Auch Gr\u00fcnen-Chef Omid Nouripour ist sich nicht sicher, wie lange Biden dem Druck standhalten kann, der auf ihm lastet. Er habe w\u00e4hrend des NATO-Gipfels eine Rede nach innen gehalten, analysiert der Politiker. Bidens Lage sei dramatisch, denn er m\u00fcsse darum k\u00e4mpfen, von der Bev\u00f6lkerung anerkannt zu werden. &quot;Die Frage ist: Kann die Demokratische Partei sich in den n\u00e4chsten zwei Wochen zu einer anderen Entscheidung durchringen?&quot;<\/p>\n<h2>&quot;Wahl zwischen Dementem und Unzurechnungsf\u00e4higem&quot;<\/h2>\n<p>Auch die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht ist pessimistisch, was die Wahlen in den USA angeht. &quot;Es ist schon eine Trag\u00f6die, dass jetzt die Wahl besteht zwischen einem Dementen und einem Unzurechnungsf\u00e4higen&quot;, sagt sie bei Illner. Die USA seien eine riesige Weltmacht im Niedergang, die mit allen Mitteln dagegen ank\u00e4mpfe, dass ihre globale Vorherrschaft verfalle, so die Politikerin. &quot;Und das ist nat\u00fcrlich das Kernproblem, das die Lage so gef\u00e4hrlich macht, dass sie uns in Europa und wom\u00f6glich die ganze Welt in einen Krieg hineinziehen kann.&quot; <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Masala-Russland-kann-jeden-Punkt-in-Europa-angreifen-article25081005.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"MasalaKaliningrad.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25081261-1720704734000\/16-9\/1136\/MasalaKaliningrad.jpg\"\/>    06:34 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  11.07.24    NATO versucht, L\u00fccke zu schlie\u00dfen Masala: Russland kann &quot;jeden Punkt in Europa angreifen&quot;    <\/p>\n<p> Diese nicht ganz exakte Einsch\u00e4tzung der politischen Lage durch Sahra Wagenknecht nehmen die G\u00e4ste bei Illner noch hin. Denn zweifellos sind es im Moment nicht die USA, die die Welt in einen Krieg hineinziehen. Das besorgt der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin. Diese Woche hat der ungarische Pr\u00e4sident Viktor Orb\u00e1n versucht, Putin zu Friedensgespr\u00e4chen zu \u00fcberreden. Das hat offensichtlich nicht geklappt, analysiert Sicherheitsexpertin Claudia Major: &quot;Was wir in den letzten Tagen gesehen haben, war ein missgl\u00fcckter Versuch von Friedensverhandlungen. Nachdem Viktor Orb\u00e1n in Moskau war, kamen ein Angriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew und weitere Angriffe auf die Ukraine. Wenn Russland ein Interesse an Verhandlungen und einem Ende des Krieges h\u00e4tte, dann k\u00f6nnte es das sehr klar signalisieren. Wir haben in den letzten zwei Jahren zahlreiche Friedensinitiativen gesehen, von Brasilien, von afrikanischen L\u00e4ndern, vom Papst. Was uns schwerf\u00e4llt in Europa ist, anzuerkennen, dass Russland kein Interesse an Verhandlungen hat, sondern diesen Krieg gewinnen will.&quot;<\/p>\n<h2>Langstreckenraketen in Deutschland<\/h2>\n<p>Die NATO hat das offenbar erkannt. Sie will k\u00fcnftig von Wiesbaden aus Waffenlieferungen und Ausbildungsaktivit\u00e4ten f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte koordinieren. Gleichzeitig wollen die Vereinigten Staaten ab 2026 wieder Langstreckenwaffen in Deutschland stationieren, zun\u00e4chst zeitweilig, sp\u00e4ter dauerhaft. Darauf haben sich Deutschland und die USA geeinigt. Dabei soll es sich um Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper handeln, die eine Reichweite von mehr als 2.000 Kilometer haben. Au\u00dferdem sollen auch Flugabwehr-Raketen vom Typ SM-6 und noch zu entwickelnde \u00dcberschall-Waffen nach Deutschland kommen.<\/p>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Stationierung von Tomahawks Scholz: Deutschland braucht &quot;Schutz mit Abschreckung&quot;       &quot;F\u00e4higkeitsl\u00fccke in Europa&quot; Pistorius dringt auf eigene Langstreckenwaffen    <\/p>\n<p>Die G\u00e4ste bei Maybrit Illner reagieren positiv auf die Entscheidung &#8211; bis auf Sahra Wagenknecht. Schlie\u00dflich k\u00f6nne man mit diesen Waffen auch angreifen, betont sie. &quot;Ich halte diese Vorstellung f\u00fcr abenteuerlich, dass wir in dieser waffenstarrenden Welt mehr Sicherheit bekommen, wenn wir noch mehr Waffen aufstellen&quot;, wiederholt die BSW-Vorsitzende die Bedenken der Friedensbewegung aus den 1980er Jahren. Ihre Aussagen unterf\u00fcttert Wagenknecht mit &quot;Fakten&quot;, die einer Recherche nicht standhalten. So behauptet die BSW-Chefin, Deutschland gebe 90 Milliarden Euro f\u00fcr Waffen aus. Sie verlangt, dass die USA und Russland Vertr\u00e4ge wie den INF-Vertrag aushandeln. Der regelte die Vernichtung von allen landgest\u00fctzten Flugk\u00f6rpern mit mittlerer und k\u00fcrzerer Reichweite. Der Vertrag ist seit August 2019 nicht mehr in Kraft, weil Russland inzwischen derartige Marschflugk\u00f6rper wieder eingesetzt hat. &quot;Der Vertrag ist nicht von Russland gek\u00fcndigt worden, sondern von Donald Trump&quot;, sagt Wagenknecht &#8211; und verschweigt dabei die Ursache der K\u00fcndigung.<\/p>\n<p>&quot;Ich glaube, dass ich ein anderes Verh\u00e4ltnis zu Fakten habe als Sie&quot;, konstantiert Claudia Major. Dann stellt sie klar: Der deutsche Verteidigungshaushalt liegt momentan bei 71 Milliarden Euro, das Sonderverm\u00f6gen f\u00fcr die Bundeswehr eingeschlossen. Davon m\u00fcssen die Wartung der Waffen, die Unterkunft und die Ausbildung der Soldaten und andere Kosten getragen werden. Bleibt immer noch ein gro\u00dfer Rest f\u00fcr R\u00fcstungsausgaben, aber eben keine 90 Milliarden Euro. Wagenknecht l\u00e4sst sich dadurch nicht beirren. Sie bleibt lieber bei ihren eigenen &quot;Fakten&quot;.<\/p>\n<h2>Wagenknecht zitiert russische Quellen<\/h2>\n<p>Warum die Stationierung der US-Waffen n\u00f6tig ist, erkl\u00e4rt Major auch: &quot;Wir machen das, weil Russland nicht nur den INF-Vertrag gebrochen hat, sondern weil Russland 2022 in Kaliningrad auch Kampfflugzeuge mit Kinschal-Raketen stationiert hat, weil da nuklearf\u00e4hige Iskander-Raketen stationiert sind, und weil Russland 2023 angek\u00fcndigt hat, taktische Atomwaffen in Belarus zu stationieren. Auf diese Bedrohung muss die NATO reagieren. Und ich erwarte als B\u00fcrgerin, dass sie mich sch\u00fctzt.&quot; Wenn die amerikanischen Verteidigungssysteme 2026 installiert seien, k\u00f6nne Russland den NATO-Staaten nicht mehr so gut drohen wie jetzt. Au\u00dferdem werde f\u00fcr Russland ein Angriffskrieg viel schwieriger. Denn grade die Flugabwehrraketen k\u00f6nnten f\u00fcr die NATO-L\u00e4nder einen wichtigen Schutz bieten.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/AfD-trotz-Verlusten-staerkste-Kraft-BSW-legt-deutlich-zu-article25081824.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"471751597.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25081853-1720716629000\/17-6\/1136\/471751597.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  11.07.24    Umfrage zur Brandenburg-Wahl AfD trotz Verlusten st\u00e4rkste Kraft &#8211; BSW legt deutlich zu    <\/p>\n<p> Da ist nun Sahra Wagenknecht ganz anderer Meinung: &quot;Viele zivile Opfer in der Ukraine entstehen auch dadurch, dass Raketen abgefangen werden und die Tr\u00fcmmer in zivile Gebiete fallen&quot;, sagt sie. Auch das Kinderkrankenhaus in Kiew k\u00f6nne von einem solchen Raketenteil getroffen worden sein, sagt sie &#8211; und wiederholt damit eine Meldung russischer Medien.<\/p>\n<p>Die anderen G\u00e4ste reagieren entsetzt, und Claudia Major bringt es auf den Punkt: Es gehe nicht, &quot;falsche Informationen in den Raum zu stellen, Behauptungen aufzustellen, die sich h\u00e4ufig auf russische Quellen st\u00fctzen, aus einem Land, das keine Informations- und Pressefreiheit hat. Das Problem ist, dass damit die \u00f6ffentliche Debatte vergiftet wird.&quot; Das Kinderkrankenhaus sei von einer russischen Rakete getroffen worden. Das habe das UN-Menschenrechtsb\u00fcro belegt. &quot;die andere Quelle ist eine russische, und da habe ich gewisse Zweifel.&quot;<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Die Ukraine habe zivile Opfer letztlich selbst zu verantworten, wenn sie russische Raketen abf\u00e4ngt, meint Wagenknecht. 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