{"id":27793,"date":"2024-07-08T16:16:41","date_gmt":"2024-07-08T13:16:41","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/hofreiter-uber-frankreich-wahl-macron-hat-ein-referendum-uber-le-pen-abgehalten-und-gewonnen\/"},"modified":"2024-07-08T16:16:41","modified_gmt":"2024-07-08T13:16:41","slug":"hofreiter-uber-frankreich-wahl-macron-hat-ein-referendum-uber-le-pen-abgehalten-und-gewonnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/hofreiter-uber-frankreich-wahl-macron-hat-ein-referendum-uber-le-pen-abgehalten-und-gewonnen\/","title":{"rendered":"Hofreiter \u00fcber Frankreich-Wahl: &#8220;Macron hat ein Referendum \u00fcber Le Pen abgehalten &#8211; und gewonnen&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Hat weder Links noch Rechts gew\u00e4hlt, sondern das eigene Parteienb\u00fcndnis: Pr\u00e4sident Macron bei der Stimmenabgabe am 8. Juli.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25071104-1720431452000\/16-9\/750\/471519739.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Hat weder Links noch Rechts gew\u00e4hlt, sondern das eigene Parteienb\u00fcndnis: Pr\u00e4sident Macron bei der Stimmenabgabe am 8. Juli.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Wahlsonntag in Frankreich sei ein &quot;guter Tag&quot; f\u00fcr Europa, befindet Gr\u00fcnen-Europapolitikern Anton Hofreiter im ntv.de-Interview. Marine Le Pen habe das Referendum \u00fcber die Rechtsradikalen verloren. Das als st\u00e4rkste Kraft hervorgegangene Linksb\u00fcndnis verortet Hofreiter in der politischen Mitte. Dennoch sieht der Gr\u00fcnen-Politiker das Land vor gro\u00dfen Herausforderungen. <\/p>\n<p><\/p>\n<p>ntv.de: Marine Le Pens Partei Rassemblement National (RN) ist in der zweiten Runde der franz\u00f6sischen Parlamentswahlen \u00fcberraschend nur drittst\u00e4rkste Kraft geworden. War das gestern also ein guter Tag f\u00fcr Europa?<\/p>\n<p>Anton Hofreiter: Es war zumindest ein deutlich besserer Tag f\u00fcr Europa, als es viele erwartet haben. Es stand schlie\u00dflich im Raum, dass die Rechtsradikalen in Frankreich die absolute Mehrheit bekommen oder zumindest nahe an diese herankommen. Auch ein dritter Platz ist immer noch viel zu viel, wenn man sich die Geschichte der Partei anschaut und welche politischen Ziele sie weiterhin verfolgt. Trotzdem: Angesichts der Bef\u00fcrchtungen war dieser Wahlsonntag ein guter Tag.<\/p>\n<p>Der RN hat dennoch sein historisch bestes Ergebnis eingefahren, beim Wahlsieger Front Populaire mischt die linkspopulistische La France insoumise mit. Die politischen Extreme haben auf Kosten der Mitte zugelegt.<\/p>\n<p>Man sollte auf keinen Fall die Faschisten mit dem Linksb\u00fcndnis gleichsetzen. Das w\u00e4re ein schwerer Fehler. Jean-Luc M\u00e9lenchon, der Gr\u00fcnder von La France insoumise, ist in vielerlei Hinsicht eine problematische Person. Die Partei hat auch eine Reihe weiterer problematischer Kandidaten. Aber das Linksb\u00fcndnis ist differenziert zu betrachten: Innerhalb des Front Populaire sind Gr\u00fcne und Sozialdemokraten stark. Deswegen kann man nicht pauschal sagen, die Parteien der demokratischen Mitte seien schw\u00e4cher geworden, auch wenn das B\u00fcndnis um Macron geschrumpft ist. <\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Emmanuel Macron hat mit den Neuwahlen die Franzosen vor die Wahl gestellt: \u201eWollt ihr euch wirklich von Le Pens Partei regieren lassen, auch wenn ihr sie zur Europawahl auf Platz eins gew\u00e4hlt habt?\u201c Ein kluges Vorgehen?<\/p>\n<p>Das war eine Hochrisikoentscheidung von Macron. Er hat damit viele Menschen \u00fcberrascht und teilweise auch entsetzt. Er hat damit auch nicht bekommen, was er sich insgeheim erhofft hatte: eine klare Mehrheit und stabile Verh\u00e4ltnisse im Parlament, die er ja vorher auch nicht hatte. Was er aber erreicht hat: Die Menschen in Frankreich haben nach diesem schwierigen Europawahlergebnis ein deutliches Zeichen gegen die Rechtsradikalen gesetzt. Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit Jahrzehnten nicht. Macron hat ein Referendum \u00fcber Le Pen abgehalten &#8211; und gewonnen.<\/p>\n<p>Um den RN von der Macht fernzuhalten, muss eine Regierung aus unterschiedlichen Parteilagern gebildet werden. Dem Land geht aber die politische Kultur des Kompromisses ab. Muss Frankreich dazulernen?<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Frankreich-Wahl-ist-faustdicke-Uberraschung-article25069981.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Elke_B\u00fcchter.JPG\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25070703-1720425038000\/16-9\/1136\/Elke-Buchter.jpg\"\/>    03:21 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  08.07.24    Was plant die Neue Volksfront? Frankreich-Wahl &quot;ist faustdicke \u00dcberraschung&quot;    <\/p>\n<p>Es ist wichtig, dass die demokratischen Parteien mit diesem Ergebnis sehr verantwortungsvoll umgehen. Kompromisse und Zusammenarbeit waren in der Vergangenheit aufgrund des Mehrheitswahlsystems nicht notwendig. Frankreich steht heute vor den Problemen aus zwei Welten: Die Mehrheitswahl bildet das Wahlergebnis der Parteien nicht proportional ab. Trotzdem wird das Parlament, die Assembl\u00e9e Nationale, von einer zersplitterten Parteienlandschaft gepr\u00e4gt. Das ist schon verbl\u00fcffend. Damit gewinnen die Debatten \u00fcber eine Reform des Wahlsystems, die es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben hat, noch einmal an Bedeutung. <\/p>\n<p>Das Linksb\u00fcndnis geht ma\u00dfgeblich auf eine Initiative der Gr\u00fcnen-Politikerin Marine Tondelier zur\u00fcck. Dabei sind die Gr\u00fcnen in Frankreich eine relativ kleine Partei. Was sagt Ihnen das?<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen sind in Europa oft staatstragend und arbeiten hart an Kompromissen. Zugleich haben wir ein gro\u00dfes Bewusstsein daf\u00fcr, dass die Rechtsradikalen eine Riesengefahr f\u00fcr unsere Demokratie und Freiheit darstellen. Daher \u00fcberrascht es mich nicht, dass die Gr\u00fcnen in Frankreich so eine positive Rolle gespielt haben. <\/p>\n<p>Mit Anton Hofreiter sprach Sebastian Huld<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Hat weder Links noch Rechts gew\u00e4hlt, sondern das eigene Parteienb\u00fcndnis: Pr\u00e4sident Macron bei der Stimmenabgabe am 8. Juli. 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