{"id":27757,"date":"2024-07-02T17:07:44","date_gmt":"2024-07-02T14:07:44","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/stichwahl-am-sonntag-ein-gelahmtes-frankreich-ware-das-beste-fur-deutschland\/"},"modified":"2024-07-02T17:07:44","modified_gmt":"2024-07-02T14:07:44","slug":"stichwahl-am-sonntag-ein-gelahmtes-frankreich-ware-das-beste-fur-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/stichwahl-am-sonntag-ein-gelahmtes-frankreich-ware-das-beste-fur-deutschland\/","title":{"rendered":"Stichwahl am Sonntag: Ein gel\u00e4hmtes Frankreich w\u00e4re das Beste f\u00fcr Deutschland"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Kommentare         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Marine Le Pens Partei Rassemblement National will nach der Wahl die Regierung bilden. Premierminister soll dann ihr Parteichef Jordan Bardella werden.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25057601-1719921508000\/16-9\/750\/58ba1ccb44e8f7e9814e603e633df3c1.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Marine Le Pens Partei Rassemblement National will nach der Wahl die Regierung bilden. Premierminister soll dann ihr Parteichef Jordan Bardella werden.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ein Patt bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag w\u00fcrde Pr\u00e4sident Macron Luft zum Leben lassen und einen EU- und deutschfeindlichen Premier verhindern. Denn den g\u00e4be es von rechts wie von links.<\/strong><\/p>\n<p>Bei dieser zweiten Runde der franz\u00f6sischen Parlamentswahlen sind die \u00e4u\u00dfersten Extreme pl\u00f6tzlich gut m\u00f6glich: ein klarer Sieg des Rechtsau\u00dfen-Lagers von Marine Le Pen oder einer des linken bis linksextremen B\u00fcndnisses &quot;Nouveau Front Populaire&quot;, der &quot;neuen Volksfront&quot;. Krasser kann ein Land kaum auseinanderfallen, die politische Mitte ist weitgehend pulverisiert.<\/p>\n<p>Historiker werden entscheiden, wie viel Emmanuel Macron dazu beigetragen hat, indem er den traditionellen Links-Rechts-Graben mit seiner Bewegung oder Partei \u00fcberw\u00f6lbte. Damit hatte Macron die politische Mitte monopolisiert und f\u00fcr die W\u00e4hler alternativlos gemacht &#8211; bis sie anfingen, in den linken oder rechten Extremen massenweise doch eine Alternative zu sehen.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Bardella-neuer-Premier-Sehe-nicht-dass-das-klappt-article25055216.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Stefan Seidendorf 2.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25055701-1719840077000\/16-9\/1136\/Stefan-Seidendorf.jpg\"\/>    03:29 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  01.07.24    Seidendorf zu Frankreich-Wahlen Bardella neuer Premier? &#8211; &quot;Sehe nicht, dass das klappt&quot;    <\/p>\n<p> Jetzt geht es in fast allen \u00f6ffentlichen Auftritten nur noch darum, eine absolute Mehrheit des Le-Pen-Lagers zu verhindern. Das klingt ehrbar. Aber eine absolute Mehrheit f\u00fcr das Linksb\u00fcndnis w\u00e4re aus deutscher Sicht \u00e4hnlich verheerend.<\/p>\n<p>An der Spitze des Linksb\u00fcndnisses wird offen ein linker Antisemitismus gepflegt, die Sozial- und Rentenpolitik w\u00fcrde keine R\u00fccksicht auf Verschuldung und Euro-Stabilit\u00e4t nehmen, die EU insgesamt wird dort in Teilen extrem kritisch gesehen. Des Weiteren k\u00f6nnte die Ukraine auf Unterst\u00fctzung nicht mehr sicher z\u00e4hlen, Moskaus Einfluss in der EU w\u00fcrde wachsen. Und Deutschland dient franz\u00f6sischen Linksau\u00dfen-Kreisen \u00e4hnlich als Feindbild wie den dortigen Rechtsau\u00dfen-Kreisen. Unabh\u00e4ngig davon, was die demokratische Mehrheit der Franzosen will: F\u00fcr die deutschen Interessen speziell an Euro, EU, Ukraine und partnerschaftlicher N\u00e4he zu Frankreichs Regierung macht es so gesehen keinen gro\u00dfen Unterschied, ob ein Le-Pen-Premier allein regieren kann oder einer des Linksb\u00fcndnisses. Stattdessen w\u00e4re ein Patt im Parlament das Beste f\u00fcr Deutschland &#8211; aber auch f\u00fcr Pr\u00e4sident Macron. <\/p>\n<p>Ein Patt zwischen den drei Lagern (sein eigenes eingeschlossen) h\u00e4tte, n\u00fcchtern betrachtet, diese Vorteile: <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Neuwahl-in-Frankreich-Putin-ist-der-heimliche-Gewinner-in-Paris-article25055018.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"469691977.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25055016-1719822997000\/17-6\/1136\/469691977.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Kommentare  01.07.24    Neuwahl in Frankreich Putin ist der heimliche Gewinner in Paris    <\/p>\n<p> Erstens: Das Momentum des Le-Pen-Lagers w\u00e4re f\u00fcrs Erste gestoppt. Sollte es stattdessen n\u00e4chsten Sonntag zum Durchmarsch kommen, w\u00fcrde das den Pr\u00e4sidenten an den Rand des R\u00fccktritts bringen und einen weiteren Durchmarsch der Rechtsradikalen in den Pr\u00e4sidentenpalast wahrscheinlicher machen.<\/p>\n<p>Zweitens: Ein Patt im Parlament und l\u00e4ngere Verhandlungen um die n\u00e4chste Regierung k\u00f6nnten die politische Kultur in Frankreich f\u00fcr Koalitionsregierungen \u00f6ffnen, wie man sie in Deutschland kennt. Macron h\u00e4tte ein wenig Luft zum Leben und Zeit zum Nachdenken. Letzteres hat er arg vermissen lassen, als noch am Abend der Europawahl das Parlament aufl\u00f6ste und seine politische Parteibasis zertr\u00fcmmerte. Als Pr\u00e4sident darf er das Parlament fr\u00fchestens in einem Jahr wieder aufl\u00f6sen &#8211; gut m\u00f6glich, dass das inzwischen sein Plan ist. Ein handlungsschwaches Parlament nutzt ihm da mehr, als es ihm schadet.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Bardella-als-Premier-waere-vertrackte-Situation-article25054794.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"j\u00e4ger .jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25054908-1719820551000\/16-9\/1136\/jager-.jpg\"\/>    05:45 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  01.07.24    J\u00e4ger kritisert Macron-Strategie Bardella als Premier &quot;w\u00e4re vertrackte Situation&quot;    <\/p>\n<p> Drittens: In der EU k\u00f6nnte der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident vermutlich keine hochfliegenden Pl\u00e4ne mehr entwickeln. Pr\u00e4sident Macron w\u00e4re gestutzt, aber immer noch stark genug, ein breites antieurop\u00e4isches Rollback zu verhindern &#8211; und damit weiterhin ein Partner, der zum zaudernden Bundeskanzler sogar besser passt als vorher. <\/p>\n<p>&quot;Staaten haben keine Freunde, nur Interessen&quot;, soll Frankreichs politischer \u00dcbervater Charles de Gaulle einmal gesagt haben. Wenn das stimmt, hat Deutschland derzeit Interesse an einem Rest von franz\u00f6sischer Verl\u00e4sslichkeit nach dem mutwillig herbeigef\u00fchrten Selbststurz der Pariser Regierung. Dieser Rest von Verl\u00e4sslichkeit ist auf paradoxe Weise in einem parlamentarisch gel\u00e4hmten Frankreich gr\u00f6\u00dfer als bei einer klaren Mehrheit f\u00fcr Rechts oder Links. Kurzum: Ein politisches Patt in Frankreich ist f\u00fcr Deutschland das kleinere \u00dcbel.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommentare Marine Le Pens Partei Rassemblement National will nach der Wahl die Regierung bilden. Premierminister soll dann ihr Parteichef Jordan Bardella werden. 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