{"id":27693,"date":"2024-06-21T23:16:58","date_gmt":"2024-06-21T20:16:58","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/osterreich-im-fusballrausch-arnautovic-hat-feuchte-augen-schneckerl-fordert-eine-statue\/"},"modified":"2024-06-21T23:16:58","modified_gmt":"2024-06-21T20:16:58","slug":"osterreich-im-fusballrausch-arnautovic-hat-feuchte-augen-schneckerl-fordert-eine-statue","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/osterreich-im-fusballrausch-arnautovic-hat-feuchte-augen-schneckerl-fordert-eine-statue\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich im Fu\u00dfballrausch: Arnautovi\u0107 hat feuchte Augen, &#8220;Schneckerl&#8221; fordert eine Statue"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25034062-1718994341000\/16-9\/1136\/0776edd8d9e4f96523d7fb6988c01d87.jpg\" alt=\"0776edd8d9e4f96523d7fb6988c01d87.jpg\"\/>          \t\t\t          \t\t          \t           \t                              <\/p>\n<p><strong>\u00d6sterreich feiert &#8211; und wie: Der Trainer verliert kurzzeitig seine Brille von der Nase, dem Kapit\u00e4n kommen die Tr\u00e4nen. Beim zweiten EM-Spiel erl\u00f6st sich das Land und hofft auf den Einzug ins Achtelfinale. Ein Spieler, der wieder mal im Fokus steht: Marko Arnautovi\u0107.<\/strong><\/p>\n<p>Das &quot;Schneckerl&quot; forderte noch am Abend zwei Statuen. Eine f\u00fcr Christoph Baumgartner und die andere f\u00fcr Marko Arnautovi\u0107. Aufgestellt werden sollen sie vorm Ernst-Happel-Stadion in Wien. Der Leipziger und der &quot;wuide Hund&quot; hatten \u00d6sterreichs Fu\u00dfballer beim emotionalen Heimspiel in Berlin, dort haben sie ihre EM-Basis bezogen, zuvor den ersten Sieg in ihrer EM-Gruppe geschenkt. Nach der Top-Leistung zum Auftakt am Montag gegen Frankreich, die aber nicht belohnt worden war (0:1), gab es nun einen klaren 3:1-Sieg gegen Polen. Und der wurde wie wild gefeiert, Trainer Ralf Rangnick flog die Brille kurzzeitig von der Nase und Arnautovi\u0107 konnte nach seinem Treffer zum 3:1 aus elf Metern die Tr\u00e4nen nicht zur\u00fcckhalten.<\/p>\n<p> <strong> Polen &#8211; \u00d6sterreich 1:3 (1:1)<\/strong> <\/p>\n<p>Tore: 0:1 Trauner (9.), 1:1 Piatek (30.), 1:2 Baumgartner (66.), 1:3 Arnautovic (78., Foulelfmeter)<br \/>Polen: Szcz\u0119sny &#8211; Bednarek, Dawidowicz, Kiwior &#8211; Piotrowski (46. Moder), Slisz (75. Grosicki) &#8211; Frankowski, Zalewski &#8211; Zieli\u0144ski (87. Urbanski) &#8211; Buksa (60. Lewandowski), Piatek (60. Swiderski). &#8211; Trainer: Probierz<br \/>\u00d6sterreich: Pentz &#8211; Posch, Lienhart, Trauner (59. Danso), Mwene (63. Prass) &#8211; Seiwald, Grillitsch (46. Wimmer) &#8211; Laimer, Baumgartner (81. Schmid), Sabitzer &#8211; Arnautovi\u0107 (81. Gregoritsch). &#8211; Trainer: Rangnick<br \/>Schiedsrichter: Halil Umut Meler (T\u00fcrkei)<br \/>Gelbe Karten: Slisz, Moder, Lewandowski, Szcz\u0119sny &#8211; Wimmer, Arnautovi\u0107<br \/>Zuschauer: 70.000 (ausverkauft) in Berlin<\/p>\n<p> Auf den Trib\u00fcnen ging&#039;s ohnehin hoch her. Die Alpenrepublik pl\u00f6tzlich ein Land der Fu\u00dfball-Begeisterten, ja da schau her, die \u00d6sterreicher! Die Chance aufs Achtelfinale bei der EM ist bestens intakt, der n\u00e4chste Gegner hat es allerdings in sich. Die Niederl\u00e4nder warten im letzten Gruppenduell. Aber wovor soll sich diese Mannschaft denn verstecken? Vermutlich steht da die beste Generation auf dem Feld, die das Land je gesehen hat. Und das trotz der Ausf\u00e4lle von einem Giganten wie David Alaba oder dem Leipziger Abr\u00e4umer Xaver Schlager.<\/p>\n<p>Einer, der nicht mehr ganz lange zu dieser Generation geh\u00f6ren wird, ist Arnautovi\u0107. Mittlerweile ist der St\u00fcrmer 35 Jahre alt. Er ist, das darf man behaupten, auf den letzten Metern seiner schillernden Karriere unterwegs. Die alle Extreme ber\u00fchrte. W\u00e4hrend aus dem gro\u00dfen Red-Bull-Imperium, einer Herzkammer des \u00f6sterreichischen Erfolgs, sehr nette Jungs kommen, ist Arnautovi\u0107 ein bisschen der Gegenentwurf. Was nicht bedeuten soll, dass er nicht nett ist. Er muss es sein, jedenfalls ist das ganze Land (so denn fu\u00dfballinteressiert) in den Kapit\u00e4n verliebt. Als junger Fu\u00dfballer galt er als herausragend talentiert, aber als untrainierbar. Trainer-Legende Jos\u00e9 Mourinho, der den Wiener einst bei Inter Mailand traf, sagte damals: &quot;Ein fantastischer Spieler mit der Einstellung eines Kleinkindes.&quot; Arnautovi\u0107, wegen seiner brillanten F\u00e4higkeiten auch &quot;Astronautovic&quot; genannt, hat es seinen Mitspielern und Trainern nicht immer leicht gemacht.<\/p>\n<h2>Gr\u00fc\u00dfe sogar vom Bundeskanzler<\/h2>\n<p>Aber weil er ist, wie er ist, lieben sie ihn eben. Den Marko. Beim ersten Spiel in D\u00fcsseldorf wurde er sp\u00e4t f\u00fcr Michael Gregoritsch eingewechselt. Auf den R\u00e4ngen riefen sie seinen Namen lauter als jeden anderen. Es ging nochmal ein Ruck durch das Team, auch wenn der nicht mehr f\u00fcr Risse in der franz\u00f6sischen Abwehrmauer sorgte. Dieses Mal durfte er beginnen. Und seine Ausstrahlung hilft der Mannschaft noch immer, auch seine raffinierte Art auf dem Feld. Vor dem 2:1 von Baumgartner lie\u00df er einen Pass von Marcel Sabitzer clever durchlaufen. Das sorgte f\u00fcr einen kleinen \u00dcberraschungsmoment in der polnischen Abwehr, drin war das Ding. Sp\u00e4ter traf er dann selbst, aus elf Metern. Gekonnt ausgeguckt, statt wuchtig reingeknallt. Man kennt solche Momente auch von ihm. <\/p>\n<p> &quot;Es war eine gro\u00dfe Anspannung vor dem Spiel. Ich denke, wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Die Ansprache vom Trainer war dann so deutlich, dass wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, wer wir sind&quot;, sagte Arnautovi\u0107 laut der Zeitung &quot;Kurier&quot;. Tats\u00e4chlich war das schwungvolle Duell in der ersten Halbzeit deutlich ausgeglichener gewesen als nach dem Wiederanpfiff. <\/p>\n<p>Und Arnautovi\u0107 w\u00e4re nicht er selbst, wenn es an diesem Abend nicht auch ein kleines bisschen um ihn selbst gehen w\u00fcrde: &quot;Nat\u00fcrlich h\u00f6rt man von der Au\u00dfenwelt: &#039;Der ist zu alt, der kann das Spiel vom Ralf Rangnick nicht mehr.&#039; Ich denke, es ist nicht so. Ich kann noch immer. Ich habe Spa\u00df, in diesem Nationalteam zu sein.&quot; Warum er nach seinem Treffer Tr\u00e4nen in den Augen hatte, erkl\u00e4rte er ebenfalls: &quot;Es war sehr emotional f\u00fcr mich, es war ein Familiengrund. Es gab einen Vorfall mit meinem Vater, dem es nicht so gut gegangen ist. Er war heute aber im Stadion &#8211; alles perfekt.&quot; Auch f\u00fcr den Bundeskanzler. Karl Nehammer freute sich bei X \u00fcber den Sieg der &quot;Burschen&quot; und &quot;besonders freue ich mich \u00fcber das Tor von Marko Arnautovi\u0107. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch!&quot; Wer ist der Held in \u00d6sterreich? Noch Fragen?<\/p>\n<h2>Einmal Rebell, immer Rebell<\/h2>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    &quot;Final&quot;-Sieg gegen Polen Rangnick jubelt wie wild: \u00d6sterreichs EM-Traum lebt       Gigantische Last f\u00e4llt ab Emotionalisierte Ukraine legt die EM-Starre ab       EM-Turnierboss zu sp\u00e4t f\u00fcrs TV Lahm schafft es nicht rechtzeitig zum Spiel &#8211; Bahn sagt sorry    <\/p>\n<p>Den Rebellen, den er seit je her in sich und nicht immer unter Kontrolle hat, bekommt er aber auf den letzten Metern nicht mehr heraus. Als Sabitzer in der ersten Halbzeit den Abschluss suchte, statt zu passen, zeigte der St\u00fcrmer einen ganz langen Augenblick an, was die bessere Option gewesen w\u00e4re: er n\u00e4mlich. Sp\u00e4ter rempelte er einen Gegner weg, falls \u00d6sterreich noch einen Push brauchte. Arnautovi\u0107 lieferte ihn. Das Vertrauen in sich selbst ist unersch\u00fctterlich. Das hat in der Vergangenheit zu Problemen gef\u00fchrt. Auch mit seiner Nation. 2011, im M\u00e4rz, liefert er sich wutentbrannt eine handgreifliche Auseinandersetzung mit Stefan Maierhofer. Er wurde daraufhin suspendiert. Viele Jahre sp\u00e4ter bezeichnete Arnautovi\u0107 diesen Fehltritt als den Tiefpunkt seiner an Eskapaden und Skandalen reichen Laufbahn. Da habe er einfach &quot;nicht viel nachgedacht&quot;. Wie so oft. Doch &quot;Gott sei Dank sind sie dann drauf gekommen, dass sie mich doch brauchen&quot;, sagte er dann. <\/p>\n<p>113 Mal hat er mittlerweile f\u00fcr sein Land gespielt, niemand tat das h\u00e4ufiger. Die Fans verehren ihn. Weil er ihnen immer wieder gro\u00dfe Momente auf dem Platz schenkte und unvergessliche Anekdoten daneben. Als er etwa nach einem n\u00e4chtlichen Autorennen zu Polizisten sagte: &quot;Ich verdiene so viel, ich kann dein Leben kaufen&quot;, war es um seinen Status geschehen: Er wurde eine Legende. Die jetzt eine Statue bekommen soll. So w\u00fcnscht es sich das &quot;Schneckerl&quot;, \u00d6sterreichs Jahrhundert-Fu\u00dfballer Herbert Prohaska (in seiner Kolumne f\u00fcr die &quot;Krone&quot;). Gute Nachrichten gibt es \u00fcbrigens auch von der Sehhilfe des Trainers: &quot;Die Brille ist glaube ich noch okay, ansonsten habe ich noch zwei Ersatzbrillen dabei&quot;, sagte Rangnick. \u00d6sterreich im Fu\u00dfballrausch.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6sterreich feiert &#8211; und wie: Der Trainer verliert kurzzeitig seine Brille von der Nase, dem Kapit\u00e4n kommen die Tr\u00e4nen. 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