{"id":27561,"date":"2024-05-30T10:57:57","date_gmt":"2024-05-30T07:57:57","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/umstrittener-rheinmetall-deal-die-fragwurdige-verteidigung-des-bvb\/"},"modified":"2024-05-30T10:57:57","modified_gmt":"2024-05-30T07:57:57","slug":"umstrittener-rheinmetall-deal-die-fragwurdige-verteidigung-des-bvb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/umstrittener-rheinmetall-deal-die-fragwurdige-verteidigung-des-bvb\/","title":{"rendered":"Umstrittener Rheinmetall-Deal: Die fragw\u00fcrdige Verteidigung des BVB"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Fu\u00dfball         \t\t                   \t\t                   \t \t\t          \t          \t\t          \t\t\t          \t\t          \t           \t                                <\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfball und Waffen? Passt nicht zusammen, k\u00f6nnte man meinen. Der R\u00fcstungskonzern Rheinmetall sucht dennoch die N\u00e4he zu einem gro\u00dfen deutschen Fu\u00dfballverein und steigt als Sponsor ein. Durch die Kommunikation des Deals macht sich der Klub indes angreifbar.<\/strong><\/p>\n<p>Wer sich zur Ukraine bekennt, wer nicht will, dass Wladimir Putin und seine russische Invasionsarmee das Land an der Ostgrenze der Europ\u00e4ischen Union \u00fcberrennen, der kann sich nicht gegen Rheinmetall positionieren. Das deutsche R\u00fcstungsunternehmen stattet die Ukraine mit Waffen aus, mit \u00fcberlebenswichtigen Waffen. Ja, diese Waffen landen auch in anderen L\u00e4ndern. In L\u00e4ndern, die sich nicht verteidigen m\u00fcssen, etwa in Saudi-Arabien.<\/p>\n<p>R\u00fcstungsunternehmen waren im pazifistischen Deutschland jahrelang das b\u00f6se Kind der Familie. Doch mit dem Krieg der Russen gegen die Ukraine hat sich das ver\u00e4ndert. Pl\u00f6tzlich sind sie Teil der Gegenwart. Akzeptiert. Aber offenbar nur so lange, bis ein solches Unternehmen, wie nun Rheinmetall, nicht in den Kosmos des Einzelnen vordringt. Das aber ist an diesem Mittwoch geschehen. Borussia Dortmund pr\u00e4sentiert den Konzern als neuen &quot;Champion Partner&quot;. Das bedeutet: Rheinmetall ist f\u00fcr den Fu\u00dfball-Bundesligisten wirtschaftlich sehr attraktiv.<\/p>\n<h2>Waffen sind die neue Wahrheit<\/h2>\n<p>Und darum geht&#039;s, wieder einmal: ums Geld. Bei der Verteidigung des Deals tritt der Verein kommunikativ ins Fettn\u00e4pfchen: BVB-Chef Hans-Joachim Watzke weist darauf hin, dass Sicherheit und Verteidigung Eckpfeiler der Demokratie seien. &quot;Deshalb halten wir es f\u00fcr die richtige Entscheidung, uns sehr intensiv damit zu besch\u00e4ftigen, wie wir diese Eckpfeiler sch\u00fctzen.&quot; Das scheint doch reichlich hochgegriffen, f\u00fcr einen Deal, der eben vor allem lukrativ ist. Ein solches Deckm\u00e4ntelchen der Verteidigung zu w\u00e4hlen, macht die Borussia noch angreifbarer. Als ohnehin schon in der Frage, ob solch ein Deal wirklich mit den Grundwerten des Klubs vereinbar ist.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gibt es an dem Deal ja wenig auszusetzen. Das Gesch\u00e4ft ist das Gesch\u00e4ft. Borussia Dortmund gibt einem regionalen Konzern gro\u00dfe Aufmerksamkeit, l\u00e4sst sich das gut bezahlen. Das Unternehmen wird von der Politik umschmeichelt, geht es doch um die Freiheit und Sicherheit im eigenen Land, in Europa. Dass dazu eben nicht mehr nur Worte und diplomatisches Geschick geh\u00f6ren, ist seit dem Fr\u00fchjahr 2022 die neue, schmerzhafte Wahrheit. Waffen t\u00f6ten Menschen, sie retten aber auch Leben. Und es ist ja auch nicht das erste Mal, dass sich ein R\u00fcstungskonzern bei einem Fu\u00dfballklub engagiert. Die Renk GmbH, die unter anderem Panzergetriebe herstellt, ist seit September 2023 Supplier beim FC Augsburg.<\/p>\n<p>An Attacken aus der Politik, von Friedensinitiativen und an Kritik von Fans mangelt es nicht. Die beklagen sich vor allem dar\u00fcber, dass sie erst kurzfristig informiert und so von dem \u00fcberraschenden Deal \u00fcberfahren wurden. &quot;Aktuelle Medien-Berichterstattungen, es h\u00e4tte in diesem Zusammenhang ein demokratisches Einvernehmen seitens der Fans oder gar eine Abstimmung hierzu gegeben, weisen wir ausdr\u00fccklich zur\u00fcck&quot;, hei\u00dft es von der Fan- und F\u00f6rderabteilung des BVB. Das wirft ein weiteres schlechtes Licht auf die Kommunikation des Klubs.<\/p>\n<h2>Deal sendet Schockwellen durch die Fanszene<\/h2>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Umstrittener Rheinmetall-Deal \u00dcber den BVB brechen heftige Kritik und Shitstorm herein       R\u00fcstungskonzern als Sponsor Rheinmetall steigt gro\u00df bei Borussia Dortmund ein    <\/p>\n<p>Anstatt voller Vorfreude nach London, zum Champions-League-Finale, zu reisen, sendet der Deal Schockwellen durch die Fanszene, die eigentlich dieses Jahrzehntspiel hatte genie\u00dfen wollen und sich nun mit der Realit\u00e4t eines b\u00f6rsennotierten Unternehmens auseinandersetzen muss. &quot;Im Kontext des bevorstehenden Champions-League-Finales bitten wir, von weiteren Medienanfragen abzusehen&quot;, fleht die BVB-Fanabteilung in ihrem Statement. Die Frage nach dem (denkbar schlechten) Zeitpunkt der Verk\u00fcndung muss sich der Verein ebenfalls gefallen lassen.<\/p>\n<p>Dass es zu heftiger Kritik und einem Shitstorm in den Sozialen Medien kommen w\u00fcrde, wussten die Dortmunder. Sie hatten sich darauf eingestellt und sind bereit, so sagte Watzke, sich dem &quot;Diskurs zu stellen&quot;. Das ist ehrenwert, aber daf\u00fcr braucht es ein ehrlicherer Kommunikation. Die Verteidigung von demokratischen Werten \u00fcber einen Millionen-Deal verf\u00e4ngt sich nicht. Dem Klub geht um das Geld, dem Konzern ums Image. Sich beim wohl gr\u00f6\u00dften Herzensklub der Republik zu engagieren, ist ein cleverer Zug.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fu\u00dfball Fu\u00dfball und Waffen? Passt nicht zusammen, k\u00f6nnte man meinen. Der R\u00fcstungskonzern Rheinmetall sucht dennoch die N\u00e4he zu einem gro\u00dfen deutschen Fu\u00dfballverein und steigt als Sponsor ein. 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