{"id":27497,"date":"2024-05-19T12:25:54","date_gmt":"2024-05-19T09:25:54","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/fur-die-wissenschaft-forscher-tritt-40-000-mal-auf-giftschlangen\/"},"modified":"2024-05-19T12:25:54","modified_gmt":"2024-05-19T09:25:54","slug":"fur-die-wissenschaft-forscher-tritt-40-000-mal-auf-giftschlangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/fur-die-wissenschaft-forscher-tritt-40-000-mal-auf-giftschlangen\/","title":{"rendered":"F\u00fcr die Wissenschaft: Forscher tritt 40.000 Mal auf Giftschlangen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wissen         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Bislang ist das Verhalten von Jararaca-Lanzenottern eher unerforscht.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24952392-1716103097000\/16-9\/750\/imago0150239225h.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Bislang ist das Verhalten von Jararaca-Lanzenottern eher unerforscht.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Warum bei\u00dfen manche Schlangen und andere nicht? Um das herauszufinden, hat ein brasilianischer Forscher eine nicht ungef\u00e4hrliche Methode angewendet. Die Ergebnisse k\u00f6nnten Leben retten.<\/strong><\/p>\n<p>Ein brasilianischer Biologe hat mit einer ungew\u00f6hnlichen Methode das Bei\u00dfverhalten giftiger Schlangen erforscht: Jo\u00e3o Miguel Alves-Nunes vom Forschungszentrum Butantan in S\u00e3o Paulo hat mit einem speziell gefertigten Schutzstiefel \u00fcber 40.000 Mal Jararaca-Lanzenottern &#8211; die am weitesten verbreitete Giftschlangenart im S\u00fcdosten Brasiliens &#8211; leicht getreten, wie er und sein Team in der Fachzeitschrift &quot;Scientific Reports&quot; berichten. Auf die Art gehen demnach die meisten Schlangenbisse in der Region und mit insgesamt etwa 20.000 Vergiftungen pro Jahr ein erheblicher Teil der Vorf\u00e4lle im gesamten Land zur\u00fcck. Verletzt wurden die Tiere bei den Versuchen nicht.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24952393-1716103262000\/16-9\/750\/463595446.jpg\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Mit einem speziell gefertigten Schutzstiefel tritt Jo\u00e3o Miguel Alves-Nunes auf eine Jararaca-Lanzenotter.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24952393-1716103262000\/16-9\/750\/463595446.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Mit einem speziell gefertigten Schutzstiefel tritt Jo\u00e3o Miguel Alves-Nunes auf eine Jararaca-Lanzenotter.<\/p>\n<p>(Foto: picture alliance\/dpa\/Jo\u00e3o Miguel Alves-Nunes)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Das Verhalten von Schlangen sei ein allgemein vernachl\u00e4ssigtes Forschungsgebiet, insbesondere in Brasilien, sagte Alves-Nunes dem Fachjournal &quot;Science&quot;. In den meisten Studien werde nicht untersucht, welche Faktoren sie zum Bei\u00dfen veranlassen. &quot;Wenn man sich mit Malaria besch\u00e4ftigt, kann man das Virus erforschen, das die Krankheit ausl\u00f6st &#8211; aber wenn man nicht die M\u00fccke untersucht, die sie \u00fcbertr\u00e4gt, wird man das Problem nie l\u00f6sen&quot;, sagte er. &quot;Ich habe 116 Tiere getestet und bin 30 Mal auf jedes Tier getreten.&quot; W\u00e4hrend der mehrt\u00e4gigen Testreihe sei er insgesamt 40.480 Mal auf und neben die Schlangen getreten.<\/p>\n<p>Die Lanzenottern (Bothrops jararaca) wurden jeweils einzeln zu verschiedenen Tageszeiten in eine etwa zwei Quadratmeter gro\u00dfe Arena gesetzt. Nach einer 15-min\u00fctigen Gew\u00f6hnungsphase trat der Biologe mit dem Sicherheitsstiefel entweder direkt neben der Schlange auf oder sanft auf Kopf, K\u00f6rpermitte oder Schwanz. Er habe sich zu 100 Prozent sicher gef\u00fchlt, keiner der Bisse habe die mit Schaumstoff \u00fcberzogenen Stiefel durchdrungen. <\/p>\n<p>Nur bei einem Versuch mit einer Klapperschlange sei er gebissen worden. &quot;Leider musste ich feststellen, dass ich sowohl gegen das Gegengift als auch gegen Schlangentoxine allergisch bin&quot;, sagte er. Deshalb musste er f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit ins Krankenhaus. <\/p>\n<h2>Bessere Verteilung von Gegengiften<\/h2>\n<p>Das Ergebnis der Studie: Je kleiner eine Jararaca-Lanzenotter noch ist, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei\u00dft. &quot;Hinzu kommt, dass die Weibchen aggressiver sind und eher zubei\u00dfen, vor allem wenn sie jung sind und tags\u00fcber.&quot; Die Studie zeige auch, dass Weibchen bei h\u00f6heren Temperaturen eher zubissen, M\u00e4nnchen nachts allerdings seltener &#8211; sie bevorzugten dann mit ihrem gut aufgew\u00e4rmten K\u00f6rper die Flucht. Au\u00dferdem sei die Wahrscheinlichkeit eines Abwehrbisses viel h\u00f6her, wenn man eine Schlange am Kopf ber\u00fchre, als wenn man auf die K\u00f6rpermitte oder den Schwanz trete. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Grosser-Schritt-zum-Universalgegengift-gelungen-article24756853.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"386605253.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24756959-1708631881000\/17-6\/1136\/386605253.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wissen  22.02.24    Hilfe gegen Giftschlangen Gro\u00dfer Schritt zum Universalgegengift gelungen    <\/p>\n<p> Mit den Ergebnissen erhoffen sich die Forscher eine bessere Verteilung von Gegengiften. Oft w\u00fcrden diese an gr\u00f6\u00dfere Krankenh\u00e4user geschickt, wof\u00fcr manche Patienten weit anreisen m\u00fcssten, da sie an Orten gebissen worden seien, an denen es kein Gegengift gebe. <\/p>\n<p>&quot;Indem wir unsere Daten mit Daten aus anderen Studien \u00fcber die Verbreitung von Schlangen kombinieren, k\u00f6nnen wir die Orte ermitteln, an denen die Tiere mit gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit aggressiv sind&quot;, erkl\u00e4rte Alves-Nunes. &quot;So sollten beispielsweise w\u00e4rmere Orte mit einem h\u00f6heren Anteil an weiblichen Schlangen Priorit\u00e4t bei der Verteilung von Gegengift haben.&quot;<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, hny\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissen Bislang ist das Verhalten von Jararaca-Lanzenottern eher unerforscht. Warum bei\u00dfen manche Schlangen und andere nicht? Um das herauszufinden, hat ein brasilianischer Forscher eine nicht ungef\u00e4hrliche Methode angewendet. Die Ergebnisse<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-27497","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27497"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27497\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27497"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}