{"id":27387,"date":"2024-05-01T07:26:56","date_gmt":"2024-05-01T04:26:56","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/photovoltaik-guide-in-sieben-schritten-zur-eigenen-solaranlage\/"},"modified":"2024-05-01T07:26:56","modified_gmt":"2024-05-01T04:26:56","slug":"photovoltaik-guide-in-sieben-schritten-zur-eigenen-solaranlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/photovoltaik-guide-in-sieben-schritten-zur-eigenen-solaranlage\/","title":{"rendered":"Photovoltaik-Guide: In sieben Schritten zur eigenen Solaranlage"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Ratgeber         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Mit einem Batteriespeicher lassen sich Teile des selbst erzeugten Sonnenstroms speichern und bei Bedarf nachts oder in der D\u00e4mmerung zeitversetzt nutzen.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24792632-1714393387000\/16-9\/750\/Unabhangiger-vom-Stromversorger-Mit-einem-Batteriespeicher-lassen-sich-Teile-des-selbst-erzeugten-Sonnenstroms-speichern-und-bei-Bedarf-nachts-oder-in-der-Dammerung-zeitversetzt-nutzen.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Mit einem Batteriespeicher lassen sich Teile des selbst erzeugten Sonnenstroms speichern und bei Bedarf nachts oder in der D\u00e4mmerung zeitversetzt nutzen.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Planung einer Solaranlage ist ein anspruchsvolles Projekt. Doch es gibt konkrete Schritte, die daf\u00fcr ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. Von der Berechnung des Stromverbrauchs bis zur Auswahl der richtigen Komponenten. Lesen Sie hier, wie Sie in zu Ihrem PV-System kommen.<\/strong><\/p>\n<p>Der Winter ist endlich vorbei und die Sonnenstunden steigen. F\u00fcr Solaranlagenbesitzer ist diese Zeit ein echter Gewinn. Je mehr Sonne scheint, desto mehr Strom kann produziert werden. F\u00fcr diejenigen, die noch keine Anlage besitzen, sollte eine Anschaffung in Erw\u00e4gung gezogen werden. Denn: Solarenergie bietet mehr Unabh\u00e4ngigkeit und schont die Umwelt. Doch wie kommt es von der Idee zur tats\u00e4chlichen Anlage auf dem Dach?<\/p>\n<p>Schritt 1: Den Stromverbrauch berechnen<\/p>\n<p>Wer \u00fcber die Investition in eine eigene Solaranlage nachdenkt, sollte zun\u00e4chst den eigenen Stromverbrauch und die Kosten analysieren. So wird klar, ob sich eine Anlage lohnt. Die anf\u00e4ngliche Investition erscheint zun\u00e4chst sehr hoch. Durch die Berechnung der Gesamtstromkosten kann herausgefunden werden, ob die Eigenversorgung mit Solar die wirtschaftlichere L\u00f6sung ist. &quot;Eine eigene PV-Anlage kann mindestens 25 Jahre wirtschaftlich vorteilhaft sein. Jedes zus\u00e4tzliche Betriebsjahr bringt dann weitere Vorteile. Das ist ein gesicherter Erfahrungswert&quot;, so Peter Knuth, Mitbegr\u00fcnder der Photovoltaikfachbetriebskette Enerix.<\/p>\n<p>Wenn ein durchschnittlicher Haushalt j\u00e4hrlich 5000 Kilowattstunden Strom verbraucht und 0,35 Euro\/kWh Stromkosten bezahlt, macht das einen Gesamtbetrag von 1750 Euro pro Jahr. Ohne Preissteigerung h\u00e4tte dieser Haushalt in den n\u00e4chsten 25 Jahren Gesamtstromkosten von 50.000 Euro. Steigt der Strompreis durchschnittlich um 3 Prozent (Faktor 1,46), liegen die Gesamtstromkosten bei 63.875 Euro.<\/p>\n<p>Schritt 2: Die Gr\u00f6\u00dfe der Anlage festlegen<\/p>\n<p>Ist der eigene Strombedarf ermittelt, l\u00e4sst sich daraus die ben\u00f6tigte Gr\u00f6\u00dfe der Solaranlage ableiten. Dabei gilt: &quot;Die Photovoltaikanlage sollte mindestens 30 Prozent mehr Strom produzieren als der Jahresverbrauch hoch ist&quot;, erkl\u00e4rt Knuth.<\/p>\n<p>Wenn der oben genannte Durchschnittshaushalt 5000 kWh verbraucht, wird dieser Verbrauch mit 130 multipliziert und dann durch den pers\u00f6nlichen Energieertrag geteilt. Der pers\u00f6nliche Energieertrag h\u00e4ngt dabei von drei Faktoren ab. Je s\u00fcdlicher die Dachausrichtung und je besser der Modulwinkel (perfekt zwischen 20 und 50\u00b0), desto h\u00f6her der pers\u00f6nliche Energieertrag. Auch die Verschattung spielt dabei eine entscheidende Rolle.<\/p>\n<p>Schritt 3: F\u00fcr oder gegen einen Speicher entscheiden<\/p>\n<p>Ein Stromspeicher ist sinnvoll, um den eigenen Solarstrom zeitunabh\u00e4ngig zu nutzen und eine m\u00f6glichst hohe Eigenversorgung zu erreichen. Die solare Stromproduktion und der tats\u00e4chliche Strombedarf sind n\u00e4mlich oft sehr unterschiedlich. An sonnigen Tagen \u00fcbersteigt die Produktion der Anlage oftmals den eigenen Verbrauch. Genau daf\u00fcr kann sich ein Speicher lohnen. \u00dcbersch\u00fcssiger Strom wird gespeichert und kann dann abgerufen werden, wenn er ben\u00f6tigt wird, zum Beispiel abends oder an bew\u00f6lkten Tagen. Aber Achtung: Der Solarstrom kann im Sommer nicht f\u00fcr den Winter gespeichert werden. Eine derart lange Speicherzeit ist technisch noch nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die richtige Speichergr\u00f6\u00dfe l\u00e4sst sich anhand von vier Faktoren bestimmen: der H\u00f6he des Jahresstromverbrauchs, der H\u00f6he des t\u00e4glichen Strombedarfs, dem angestrebten Autarkiegrad und der Gr\u00f6\u00dfe und t\u00e4glichen Produktion der Anlage. &quot;Der Stromspeicher sollte mindestens 60 Prozent des durchschnittlichen Tagesverbrauchs (24-Stunden) in Kilowattstunden gro\u00df sein&quot;, erkl\u00e4rt der Experte. Wenn der Durchschnittshaushalt einen Jahresverbrauch von 5000 kWh hat, sollte der Speicher also mindestens 8,2 kWh gro\u00df sein.<\/p>\n<p>Schritt 4: Den Anschluss an das \u00f6ffentliche Stromnetz beachten<\/p>\n<p>Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gibt vor, dass PV-Anlagen zwischen 25 und 100 kWp in Deutschland auf 70 Prozent ihrer maximalen Leistung begrenzt werden m\u00fcssen. Damit soll das lokale Stromnetz vor \u00dcberlastung gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Auch der Einbau von Smart-Metern, also intelligenten Z\u00e4hlern, ist seit 2021 gesetzlich festgelegt. Bei Photovoltaikanlagen bis 7 kWp muss lediglich ein digitaler Stromz\u00e4hler installiert werden. F\u00fcr Anlagen zwischen 7 und 25 kWp ist ein digitaler Stromz\u00e4hler plus Smart-Meter-Gateways notwendig. Solaranlagen ab 25 kWp brauchen eine intelligente Messeinrichtung mit der technischen M\u00f6glichkeit zur stufenweisen oder stufenlosen Fernsteuerung. &quot;Diese technische Voraussetzung liefert dem \u00f6rtlichen Netzbetreiber wichtige Informationen, um die Energieversorgung optimal zu steuern und das Potenzial, aus erneuerbar erzeugtem Strom optimal zu nutzen&quot;, erkl\u00e4rt Knuth.<\/p>\n<p>Mit dem kommenden Solarpaket 1 soll au\u00dferdem der Netzanschluss f\u00fcr kleine Solaranlagen bis 30 kWp beschleunigt werden. Wird die Anfrage zur Installation nicht innerhalb von vier Wochen vom Netzbetreiber beantwortet oder bearbeitet, gilt die Anlage automatisch als genehmigt.<\/p>\n<p>Schritt 5: Die richtigen Komponenten w\u00e4hlen<\/p>\n<p>Eine Solaranlage besteht aus verschiedenen Komponenten. Dabei gibt es viel Spielraum, um die passende Anlage f\u00fcr die eigenen Bed\u00fcrfnisse und Gegebenheiten zusammenzustellen. Eine Solaranlage besteht aus folgenden Elementen:<\/p>\n<p>Solarmodule gibt es in verschiedenen Varianten. Glas-Folienmodule sind wettergesch\u00fctzt und die am h\u00e4ufigsten verbauten Module. Bei Glas-Glas-Modulen ist die Zelle noch besser gesch\u00fctzt und ihre Lebensdauer erh\u00f6ht sich. Halbzellenmodule bringen die h\u00f6chsten Modulleistungen, sind aber etwas teurer.<\/p>\n<p>Das Montagesystem bildet die feste Verbindung zum Dach. &quot;Die Modulmontage beziehungsweise das richtige Montagesystem ist ein wesentlicher Faktor f\u00fcr den langfristigen und sicheren Betrieb einer Photovoltaikanlage&quot;, erkl\u00e4rt der Solarexperte. Die Aufdachmontage ist die am h\u00e4ufigsten eingesetzte Montageart. Diese Systeme sind sturmsicher und langlebig. Je nach Art und Beschaffenheit des Daches gibt es dar\u00fcber hinaus noch weitere M\u00f6glichkeiten, die Solaranlage zu montieren. Wie zum Beispiel die Blechziegel mit Solarhalter bei D\u00e4chern mit hohen Schneelasten oder die Indachmontage, die sich vor allem f\u00fcr Neubauten und Dachsanierungen anbietet, aber deutlich teurer ist.<\/p>\n<p>Der Wechselrichter wandelt den Solarstrom in netz\u00fcblichen Wechselstrom um und macht ihn so f\u00fcr den Haushalt nutzbar. Er arbeitet und steuert die Photovoltaikanlage v\u00f6llig selbstst\u00e4ndig. Bei privaten PV-Anlagen auf dem Einfamilienhaus verwendet man am h\u00e4ufigsten Strangwechselrichter.<\/p>\n<p>Durch Energiemanagementsysteme l\u00e4sst sich festlegen, ob \u00fcbersch\u00fcssiger Solarstrom zum Beispiel zuerst in den Speicher oder ins E-Auto geladen werden soll. Und: &quot;Je mehr Sonnenstrom man selbst verbraucht und je weniger Strom aus dem Netz zugekauft werden muss, desto geringer sind die Energiekosten&quot;, erkl\u00e4rt der Solarexperte.<\/p>\n<p>Schritt 6: F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten im Blick behalten<\/p>\n<p>Die Investition in eine Photovoltaikanlage wird \u00fcber verschiedene Landes-, Bundes- oder Kommunalgesetze subventioniert. So wird in Essen aktuell die Neuinstallation von Solaranlagen gef\u00f6rdert. Ein weiteres Beispiel ist die Kreditanstalt f\u00fcr Wiederaufbau (KFW). Sie bietet \u00fcber das Kreditprogramm 270 &quot;Erneuerbare Energien-Standard&quot; einen zinsg\u00fcnstigen Kredit f\u00fcr die Anschaffung einer Photovoltaikanlage an.<\/p>\n<p>Weitere Hilfen sind auch \u00fcber die F\u00f6rderbank des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zu finden. H\u00e4ufig wird auch die Anschaffung eines Stromspeichers anstelle der Photovoltaikanlage subventioniert.<\/p>\n<p>Durch die im EEG festgelegte Einspeiseverg\u00fctung erhalten Anlagenbesitzer aktuell 8,11 Cent\/kWh. Ab August sinkt der Betrag um 1 Prozent. Nach der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage bleibt die staatliche Einspeiseverg\u00fctung aber f\u00fcr einen Zeitraum von 20 Jahren gleich.<\/p>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Nicht immer sinnvoll  Photovoltaik: Lohnt sich ein zus\u00e4tzlicher Batteriespeicher?       Strom selber machen?  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Suchen Sie zum Termin am besten die Stromabrechnung des letzten Jahres in Ihren Unterlagen heraus&quot;, empfiehlt der Experte. <\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, awi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratgeber Mit einem Batteriespeicher lassen sich Teile des selbst erzeugten Sonnenstroms speichern und bei Bedarf nachts oder in der D\u00e4mmerung zeitversetzt nutzen. 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