{"id":27364,"date":"2024-04-27T09:26:47","date_gmt":"2024-04-27T06:26:47","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ein-mitreisender-totentanz-der-vfl-bochum-macht-sich-selbst-wahnsinnig\/"},"modified":"2024-04-27T09:26:47","modified_gmt":"2024-04-27T06:26:47","slug":"ein-mitreisender-totentanz-der-vfl-bochum-macht-sich-selbst-wahnsinnig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ein-mitreisender-totentanz-der-vfl-bochum-macht-sich-selbst-wahnsinnig\/","title":{"rendered":"Ein mitrei\u00dfender Totentanz: Der VfL Bochum macht sich selbst wahnsinnig"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Fu\u00dfball         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"So sieht Erleichterung raus: Manuel Riemann br\u00fcllt den Frust der vergangenen Wochen raus.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24904997-1714192108000\/16-9\/750\/5b6e918f15b1988a555c4e64d72cd858.jpg\"\/><figcaption>\n<p>So sieht Erleichterung raus: Manuel Riemann br\u00fcllt den Frust der vergangenen Wochen raus.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Der VfL Bochum besiegt den FC Bayern, sorgt dadurch endg\u00fcltig daf\u00fcr, dass deren Trainer Thomas Tuchel den Verein im Sommer verlassen muss. Doch danach beginnt ein unerkl\u00e4rlicher Absturz &#8211; bis auf den Relegationsplatz. Am Freitagabend gibt es aber eine bemerkenswerte Auferstehung.<\/strong><\/p>\n<p>Als Andrej Kramaric am Freitagabend eines der sch\u00f6nsten Tore dieser Bundesliga-Saison geschossen hatte, als er einen langen Ball von Florian Grillitsch wunderbar aus der Luft angenommen, ihn in einer fl\u00fcssigen Bewegung verarbeitet und \u00fcber Torwart Manuel Riemann gehoben hatte, als er die f\u00fcrchterlich schwachen Hoffenheimer auf 2:3 beim VfL Bochum herangebracht hatte (84.), da stand das Ruhrstadion f\u00fcr einen Moment still. Wie auf einer tobenden Party, wenn der DJ pl\u00f6tzlich Licht an und Musik ausmacht. Niemand wei\u00df warum, aber jeder Gast ist w\u00fctend. In Bochum sp\u00fcrte das jeder in sich, der es mit dem VfL hielt.<\/p>\n<p>Mit 3:0 hatten die Gastgeber souver\u00e4n gef\u00fchrt. Sie waren \u00fcber die Mannschaft aus dem Kraichgau hergefallen. Im &quot;wichtigsten Spiel der Saison&quot;, so hatte es Trainer Heiko Butscher zuvor ausgerufen, riefen die Spieler in den dunkelblauen Trikots eine der besten Leistungen der Saison ab. Seit dem 18. Februar hatte der VfL nicht mehr gewonnen. Auf den Sieg gegen den FC Bayern (3:2) und die Entscheidung des Rekordmeisters, sich im Sommer von Trainer Thomas Tuchel zu trennen, folgte ein unbegreiflicher Absturz. Von Rang elf ging es nach der Pleite vergangene Woche beim VfL Wolfsburg auf den Relegationsrang. Neun Punkte Vorsprung wurden verspielt.<\/p>\n<p> Gro\u00df war die Verzweiflung im Umfeld. Erst recht nach den Spielen gegen die Abstiegskonkurrenten Darmstadt 98 und den 1. FC K\u00f6ln. Gegen die &quot;Lilien&quot; schenkte der VfL ein 2:0 noch her, taumelte zu einem 2:2 und h\u00e4tte sich beinahe noch komplett blamiert. Eine Woche sp\u00e4ter f\u00fchrten die Bochumer beim &quot;Effzeh&quot; bis zur 90. Minute mit 1:0 und verloren noch 1:2. Die Mannschaft, da noch trainiert von Thomas Letsch, hatte den Ruf als Last-Minute-Depp der Bundesliga beeindruckend unterf\u00fcttert und wurde von einigen Fans endg\u00fcltig totgesagt. Wie oft hatte es das Drama am Schluss in dieser Spielzeit gegeben? Wenn es in die Crunchtime ging, wackelte der VfL wie ein L\u00e4mmerschwanz und schenkte zahlreiche Punkte in unangebrachter Gro\u00dfm\u00fctigkeit her. Bochum ist wie Bayer Leverkusen &#8211; nur als umgekehrter, kultivierter Last-Minute-Irrsinn.<\/p>\n<h2>Baumann reagiert sensationell<\/h2>\n<p>Und nat\u00fcrlich lief der Film der Dummd\u00f6deligkeit sofort wieder ab, als Kramaric sein zweites Tor an diesem Abend erzielt hatte. Die Angst war gro\u00df, sich wieder einmal um den Lohn der harten Arbeit gebracht zu haben. Wie die Wilden waren die Bochumer mit dem Anpfiff auf ihre Gegenspieler zugest\u00fcrmt. Bereits nach sechs Minuten hatte der VfL viermal auf das Tor von Oliver Baumann geschossen. Der reagierte in der 6. Minute sensationell stark, lenkte einen Schuss von Philipp Hofmann an die Latte. Die Hoffenheimer wussten in den ersten 15 Minuten nicht, wie ihnen geschah. Dabei hatten sie ja durchaus auch Pl\u00e4ne und Ambitionen, schlie\u00dflich ist zumindest die Conference League noch in Reichweite. Aber wie eine Mannschaft, die nach Europa will, trat die TSG nicht auf.<\/p>\n<p>Erst nach 15 Minuten l\u00f6sten sich die G\u00e4ste aus dem Klammergriff, hielten den Ball h\u00e4ufiger mal in den eigenen Reihen und h\u00e4tten das Spiel urpl\u00f6tzlich auf ihre Seite ziehen k\u00f6nnen, wenn Wout Weghorst nicht einen My im Abseits gestanden h\u00e4tte. Der niederl\u00e4ndische St\u00fcrmer, auff\u00e4lligster, weil galligster Spieler seiner Mannschaft, war von Hofmanns hohem Bein im Strafraum getroffen worden. Ein klarer Elfmeter, aber weil die Ferse des St\u00fcrmers eben in der unerlaubten Zone stand, wurde der Strafsto\u00df-Pfiff nach langer VAR-Pr\u00fcfung zur\u00fcckgenommen (25.). Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck f\u00fcr die Bochumer. Ob sie sich von diesem Schock nach dem Anfangs-Furor erholt h\u00e4tten?<\/p>\n<p>Hoffenheim hatte ein kurzes Momentum, das aber versank schnell in der Bochumer Leidenschaft. Maximillian Wittek blockte einen Versuch von Grillitsch und pushte sich derma\u00dfen hoch, dass sein Gegenspieler verdutzt dreinschaute. Bochum war da und ging in F\u00fchrung. Spielmacher Kevin St\u00f6ger, um den es in den vergangenen Tagen hei\u00dfe Wechselger\u00fcchte (Union Berlin soll es werden) gegeben hatte, versenkte einen Freisto\u00df aus 18 Metern. Die &quot;Bild&quot;-Zeitung taufte den \u00d6sterreicher hernach &quot;Ruhrpott&quot;-Grimaldo. In Anlehnung an das kleine spanische Genie von Bayer Leverkusen, dessen Standards regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Erstaunen sorgen.<\/p>\n<h2>Bochum wankt auf der Zielgeraden<\/h2>\n<p>Das Spiel blieb ohne Atempause. Im Gegenzug setzten die G\u00e4ste den Ball ans Aluminium. Riemann war bereits geschlagen, seine Vorderleute schlugen den Ball aus der Gefahrenzone. Erneute Ekstase auf den R\u00e4ngen. Und als das Spiel bereits auf den Kabinengang zusteuerte, schlug Felix Passlack zu. Gegen den schlafm\u00fctzigen Kramaric setzte er sich durch und erzielte sein zweites Saisontor. Passlack und Wittek, sie lieferten \u00fcberragend ab, dabei waren sie in den vergangenen Monaten kaum ber\u00fccksichtigt worden. Vor allem der ehemalige Dortmunder Passlack war l\u00e4ngst im Regal &quot;Fehleinkauf&quot; einsortiert worden, um so bemerkenswerter seine Auferstehung.<\/p>\n<p>In der zweiten Halbzeit verlor das Spiel kaum an Intensit\u00e4t. Bochum presste weiter wie verr\u00fcckt und die TSG suchte verzweifelt nach einem Ausweg. In diesem mitrei\u00dfenden Totentanz des VfL bekamen die G\u00e4ste aber kaum einen Fu\u00df aufs Parkett. Und als erneut St\u00f6ger (64.) zuschlug, wieder eine Schlafm\u00fctzigkeit bestrafte, da war die Party so richtig im Gange. Bochum feuerte aus allen Lagen, 36 Torsch\u00fcsse wurden notiert. Jeder Feldspieler hatte mindestens einen Versuch abgegeben. Wohl niemand dachte mehr an die zahlreichen L\u00e4mmerschwanzmomente der jungen Vergangenheit. Doch dann kam Kramaric zum Ersten und zum Zweiten. Die v\u00f6llig ausgepumpten Gastgeber saugten die letzte Kraft aus ihren K\u00f6rpern, p\u00f6hlten die B\u00e4lle ins Nirwana. &quot;Man f\u00e4ngt an nachzudenken, dann werden die Beine schwer&quot;, sagte Trainer Butscher nach seinem ersten Sieg im dritten Spiel, &quot;die letzten f\u00fcnf Minuten waren schon Wahnsinn. Du denkst schon: Lass es diesmal nicht so sein.&quot;<\/p>\n<h2>&quot;Es war ein geiles Spiel&quot; <\/h2>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    VfL verl\u00e4sst Relegationsplatz Bochum erzittert ersten Sieg seit Bayern-Spektakel       Auch Folge aus Streit mit DAZN DFL \u00fcberweist Bundesliga-Klubs nur 47 statt 127 Millionen Euro       &quot;Noise cancelling&quot; bei Rangnick Aufgekratzter Tuchel \u00fcberrascht mit kuriosen Vergleichen    <\/p>\n<p>Und es wurde diesmal nicht so. Als Tobias Stieler abpfiff, sanken die Bochumer auf die Knie, reckten die Arme, bei Passlack flossen gar Tr\u00e4nen. &quot;Wir haben dieses Trauma jetzt nicht mehr&quot;, sagte Abwehrspieler Bernardo. In dieser Woche hatte es beim VfL mehrere Aussprachen gegeben, durchaus knackig sollen diese gewesen sein. &quot;Wir m\u00fcssen nicht jeden Abend zusammen essen gehen als Mannschaft. Aber auf dem Platz m\u00fcssen wir wie eine Mannschaft spielen&quot;. Durch den Sieg kletterten die Bochumer vor\u00fcbergehend vom Relegationsplatz auf Rang 14 und Butscher gab den Befehl zum Feiern: &quot;Das darf man auch. Dieses Gef\u00fchl dauert zwei, drei Stunden, manchmal auch einen Tag. Ich hoffe, dass dann die Sucht gro\u00df ist, dieses geile Gef\u00fchl wiederzuhaben.&quot;<\/p>\n<p>&quot;Es war ein geiles Spiel, zum Schluss kein einfaches mehr, aber definitiv verdienter Sieger. Das tut unglaublich gut&quot;, sagte Doppeltorsch\u00fctze St\u00f6ger bei DAZN. &quot;Man hat gesehen, dass hier heute alle als Einheit am Platz standen und rundherum alle gemeinsam f\u00fcr diesen Sieg gek\u00e4mpft, geschrien, gefightet haben.&quot; Nach dem Abpfiff, so befand es der \u00d6sterreicher, &quot;waren hier alle Bochumer erleichtert.&quot; Wie zum Beweis daf\u00fcr hatte der Stadionsprecher nach dem Sieg \u00fcber das Mikrofon gebr\u00fcllt: &quot;Wir leben noch!&quot; Und der DJ legte Louis Clarks Klassiker &quot;Hooked on Can Can&quot; auf. Die Party tobte, w\u00e4hrend sich Kramaric und die Hoffenheimer vor der Kurve mit den eigenen Fans zofften.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fu\u00dfball So sieht Erleichterung raus: Manuel Riemann br\u00fcllt den Frust der vergangenen Wochen raus. 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