{"id":2736,"date":"2020-09-23T19:10:22","date_gmt":"2020-09-23T16:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/was-facebook-befurchtet-70-wege-die-us-wahl-zu-storen\/"},"modified":"2020-09-23T19:10:22","modified_gmt":"2020-09-23T16:10:22","slug":"was-facebook-befurchtet-70-wege-die-us-wahl-zu-storen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/was-facebook-befurchtet-70-wege-die-us-wahl-zu-storen\/","title":{"rendered":"Was Facebook bef\u00fcrchtet: 70 Wege, die US-Wahl zu st\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/a71ed936-e555-474a-b9ca-8ed975fdd2f3_w948_r1.77_fpx66.42_fpy50.jpg\" title=\"Kampf um das Wei\u00dfe Haus: Die Betreiber der sozialen Netzwerke bereiten sich auf St\u00f6rman\u00f6ver vor\" alt=\"Kampf um das Wei\u00dfe Haus: Die Betreiber der sozialen Netzwerke bereiten sich auf St\u00f6rman\u00f6ver vor\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Kampf um das Wei\u00dfe Haus: Die Betreiber der sozialen Netzwerke bereiten sich auf St\u00f6rman\u00f6ver vor<\/p>\n<p>  Foto:\u2002C.E. Seo \/ Getty Images  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Mithilfe von Experten f\u00fcr milit\u00e4rische Planung bereitet sich Facebook zur US-Pr\u00e4sidentschaftswahl am 3. November auf rund 70 problematische Szenarien vor. Das berichtet die &quot;Financial Times&quot;. Es ist einer von mehreren Hinweisen, mit welchen St\u00f6rman\u00f6vern im Internet die \u00d6ffentlichkeit rund um den Wahltag in den USA rechnen muss.<\/p>\n<p>So warnten das FBI und die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) diese Woche davor, dass &quot;ausl\u00e4ndische Akteure und Cyberkriminelle die Zeit, die zur Best\u00e4tigung und Verk\u00fcndung von Wahlergebnissen n\u00f6tig ist, ausnutzen k\u00f6nnten, um Desinformationen \u00fcber W\u00e4hlerunterdr\u00fcckung, Cyberattacken gegen Wahlinfrastruktur, Wahlbetrug und andere Probleme zu verbreiten, um die \u00d6ffentlichkeit von der Illegitimit\u00e4t der Wahl zu \u00fcberzeugen&quot;.<\/p>\n<p>Die T\u00e4ter k\u00f6nnten dazu neue Websites einrichten, existierende Websites kapern und ver\u00e4ndern oder soziale Medien f\u00fcr ihre Diskreditierungsversuche nutzen. Auch NSA-Direktor Paul Nakasone h\u00e4lt Desinformation f\u00fcr die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung der Wahl.<\/p>\n<p>Die Betreiber der sozialen Netzwerke legen sich Werkzeuge zurecht, um auf entsprechende Versuche zu reagieren. Facebooks Kommunikationschef Nick Clegg sagte der &quot;Financial Times&quot;: &quot;Wir haben einige Optionen f\u00fcr den Fall, dass es zu chaotischen Zust\u00e4nden oder gar zu Gewalt kommt&quot; &#8211; eine Bef\u00fcrchtung, die k\u00fcrzlich auch Twitter ge\u00e4u\u00dfert hatte.<\/p>\n<h3>Nicht alle Versuche der Einflussnahme werden gestoppt<\/h3>\n<p>Clegg verwies auf andere L\u00e4nder, in denen es &quot;echte zivile Instabilit\u00e4t&quot; gebe und wo Facebook &quot;ziemlich au\u00dfergew\u00f6hnliche Ma\u00dfnahmen zur Beschr\u00e4nkung der Reichweite von Inhalten&quot; ergriffen habe. Ins Detail wollte er nicht gehen, doch der Vergleich zeigt, dass Facebook mit Vorkommnissen rechnet, die in einer Demokratie nicht vorkommen sollten.<\/p>\n<p>Facebook-CEO Mark Zuckerberg hatte k\u00fcrzlich aufgelistet, womit er unter anderem rechnet: L\u00fcgen und Verdrehungen in politischen Anzeigen, Falschinformationen zum Wahlvorgang, virale Falschnachrichten im Messenger, die absichtliche Irref\u00fchrung von W\u00e4hlern, damit ihre Stimmen ung\u00fcltig oder nicht gez\u00e4hlt werden, Angstmacherei mit dem Coronavirus in Wahllokalen, verfr\u00fchte Verk\u00fcndung eines Wahlsieges, Behauptungen \u00fcber Wahlbetrug, Einsch\u00fcchterungsversuche gegen Wahlhelfer und Aufrufe zu Gewalt durch Gruppen wie QAnon.<\/p>\n<p>Was er dabei klarmachte: Anders als 2016, als Desinformationskampagnen aus dem Ausland gesteuert wurden, werde es solche Versuche 2020 auch aus dem Inland geben. Damit d\u00fcrfte er keineswegs nur Gruppierungen wie eben QAnon gemeint haben, sondern auch die Kandidaten selbst, nicht zuletzt den amtierenden US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump. Der hat in den vergangenen Wochen mehrfach falsche Behauptungen \u00fcber die Briefwahl verbreitet und die Legitimit\u00e4t der Wahl vorab in Zweifel gezogen.<\/p>\n<p>Viele Tech-Unternehmen sehen bereits, wie ihre Plattformen f\u00fcr mehr oder weniger perfide Einflussnahmeversuche missbraucht werden. Manches wird unterbunden, anderes nicht:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Facebook gab am Dienstag bekannt, 155 Konten, elf Seiten, neun Gruppen und sechs Instagram-Accounts entfernt zu haben, \u00fcber die von China aus Einfluss auch auf die US-Wahl ausge\u00fcbt werden sollte. Das Netzwerk habe in den USA aber &quot;fast kein Publikum gewonnen&quot;. Jeden Monat findet Facebook solche Netzwerke, mitunter nach Tipps vom FBI, aber manchmal braucht das Unternehmen dazu auch die Hilfe von Journalisten.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Auf TikTok ver\u00f6ffentlichen Teenager Videos mit dem Hashtag #PedoBiden, bezeichnen den Kandidaten der Demokraten also als P\u00e4dophilen. Eine Suche nach dem Hashtag ergibt keine Treffer mehr, daf\u00fcr hat TikTok gesorgt. Die Videos aber erreichen mitunter trotzdem noch Hunderttausende Nutzerinnen und Nutzer.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>In Googles Suchmaschine hat die Organisation Donald J. Trump for President Inc. den obersten Platz f\u00fcr den Suchbegriff &quot;Joe Biden&quot; gekauft und dort einen Text platziert, der besagt, Biden sei &quot;inkompetent und gef\u00e4hrlich&quot;. Wer nachsieht, von wem die dahinterliegende Website stammt und deren Namen googelt, erf\u00e4hrt, dass die Organisation bereits 34 Millionen Dollar f\u00fcr Google-Anzeigen ausgegeben hat.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Lateinamerikanische WhatsApp-Nutzer im Swing State Florida werden ausgedachte Geschichten weitergeleitet in denen behauptet wird, Venezuelas Pr\u00e4sident Maduro sowie US-Kommunisten w\u00fcrden Joe Biden unterst\u00fctzen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sowohl Facebook, wie auch Twitter, YouTube und TikTok haben verschiedene Ma\u00dfnahmen angek\u00fcndigt, um das Ausma\u00df an versuchter Desinformation m\u00f6glichst gering zu halten. Laut Reuters spielen US-Beh\u00f6rden derzeit in Trocken\u00fcbungen extreme Szenarien durch: Bombendrohungen gegen Wahllokale, Stromausf\u00e4lle durch Hackerangriffe, im Internet verbreitete Behauptungen zu Wahlbetrug \u2013 eben vieles von dem, was auch auf Facebooks 70-Punkte-Liste stehen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Eine Erkenntnis aus den bisher 55 \u00dcbungen: Es wird schwerfallen, Falschmeldungen schnell richtig zu stellen und dabei m\u00f6glichst viele Empf\u00e4nger der Ursprungsbotschaft zu erreichen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Kampf um das Wei\u00dfe Haus: Die Betreiber der sozialen Netzwerke bereiten sich auf St\u00f6rman\u00f6ver vor Foto:\u2002C.E. 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