{"id":27261,"date":"2024-04-10T20:05:59","date_gmt":"2024-04-10T17:05:59","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/angriffe-auf-kraftwerke-russland-hat-seine-strategie-verandert\/"},"modified":"2024-04-10T20:05:59","modified_gmt":"2024-04-10T17:05:59","slug":"angriffe-auf-kraftwerke-russland-hat-seine-strategie-verandert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/angriffe-auf-kraftwerke-russland-hat-seine-strategie-verandert\/","title":{"rendered":"Angriffe auf Kraftwerke: Russland hat seine Strategie ver\u00e4ndert"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Im M\u00e4rz griffen die Russen das Dnipro-Wasserkraftwerk an.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24864023-1712759756000\/16-9\/750\/d716cf77e63f77321840370489afa8b0.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Im M\u00e4rz griffen die Russen das Dnipro-Wasserkraftwerk an.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Russen beschie\u00dfen in der Ukraine nicht mehr Umspannwerke und Transformatoren im ganzen Land, sondern Kraftwerke in Regionen, die schlechter mit Flugabwehrsystemen ausgestattet sind. Das Vorgehen k\u00f6nnte gef\u00e4hrlicher sein als die Bombenoffensive im ersten Kriegswinter.<\/strong><\/p>\n<p>Der vergangene Winter lief anders als erwartet. Urspr\u00fcnglich hatten die Menschen in der Ukraine damit gerechnet, dass Russland die ukrainische Energieinfrastruktur erneut mit einer Angriffswelle \u00fcberzieht.<\/p>\n<p>Im ersten Kriegswinter war es zwischen dem 10. Oktober 2022 und Mitte M\u00e4rz 2023 zu einer gro\u00dfen Beschusswelle gekommen. Hauptziel waren Kraftwerke und andere Anlagen der Energieversorgung &#8211; bei Temperaturen deutlich unter null Grad. Tats\u00e4chlich gab es auch im vergangenen Winter eine gr\u00f6\u00dfere Welle russischer Angriffe auf das ukrainische Hinterland. Allerdings richtete die sich kaum gegen Energieobjekte. Stattdessen begann Russland erst Ende M\u00e4rz wieder mit dem Beschuss der ukrainischen Energieanlagen &#8211; mit einem anderen, m\u00f6glicherweise gef\u00e4hrlicheren Vorgehen als im Winter 2022\/2023.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Russland-wendet-in-der-Ukraine-eine-in-Syrien-erprobte-Terror-Methode-an-article24857344.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"03ee4b0d4069f50f783354a16ce082db.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24857395-1712567494000\/17-6\/1136\/03ee4b0d4069f50f783354a16ce082db.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  08.04.24    Double-Tap-Taktik Russland wendet in der Ukraine eine in Syrien erprobte Terror-Methode an    <\/p>\n<p> Damals setzte die russische Armee im Schnitt w\u00f6chentlich 50 bis 60 Raketen sowie zus\u00e4tzliche iranische Kampfdrohnen gegen Umspannwerke und deren Transformatoren ein, quer \u00fcber das Land verteilt. Grund f\u00fcr diese Strategie war, dass die vollst\u00e4ndige Vernichtung der Kraftwerke schwierig ist, da sie \u00fcberwiegend in der Zeit der Sowjetunion errichtet und mit Blick auf einen drohenden Atomkrieg geplant wurden. Allerdings kann die Zerst\u00f6rung von Transformatoren daf\u00fcr sorgen, dass der Strom nicht in den Haushalten ankommt &#8211; zumal sowohl die Reparatur als auch die Neubeschaffung der Transformatoren eine lange Zeit in Anspruch nehmen.<\/p>\n<h2>Dasselbe Objekt wird immer wieder angegriffen<\/h2>\n<p>Dieses Mal geht es den Russen offenbar darum, W\u00e4rme- und Wasserkraftwerke in bestimmten Regionen direkt anzugreifen, die schlechter mit Flugabwehrsystemen ausgestattet sind als etwa die Hauptstadt Kiew. &quot;Der Feind setzt nun nicht so sehr auf den massiven Einsatz von Raketen bei einem konkreten Angriff, sondern auf die Regelm\u00e4\u00dfigkeit aufeinanderfolgender Angriffe unter Einhaltung eines Minimalintervals dazwischen&quot;, analysiert das ukrainische Fachmedium &quot;Defence Express&quot;.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/So-wehrt-sich-die-Ukraine-gegen-Russland-article24758231.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"https___photo.mediacenter.org.ua_wp-content_uploads_2024_02_2.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24760156-1708726522000\/17-6\/1136\/https-photo.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  26.02.24    \u00dcberfall, Wendungen, Schlachten So wehrt sich die Ukraine gegen Russland    <\/p>\n<p> So w\u00fcrden sich die Russen darauf konzentrieren, bereits besch\u00e4digte Objekte immer wieder erneut anzugreifen. Au\u00dferdem hebt &quot;Defence Express&quot; hervor, dass die russische Luftwaffe offenbar einen Weg gefunden habe, ihre Flotte von alternden Langstreckenbombern des Typs Tu-95MS in technischer Bereitschaft zu halten. Von den strategischen Bombern aus werden Raketen auf die Ukraine abgefeuert, die Flugzeuge sind im Durchschnitt bereits seit 35 bis 40 Jahren im Einsatz.<\/p>\n<p>Auch die britische &quot;Financial Times&quot; berichtete Ende vergangener Woche unter Verweis auf ukrainische Beamte, dass das Ausma\u00df des Schadens zwar insgesamt so gro\u00df sei wie im Winter 2022\/2023 &#8211; die Sch\u00e4den aber schwerwiegender seien als ein Jahr zuvor. Es sei zudem offensichtlich, dass Russland bei bestimmten Objekten einen dauerhaften, irreparablen Schaden anrichten wolle.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ukraine-beklagt-schwere-Angriffe-auf-Kraftwerke-article24839765.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"1ffa0268387d5edbb7a52df6a02c38b2.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24839788-1711705639000\/17-6\/1136\/1ffa0268387d5edbb7a52df6a02c38b2.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  29.03.24    Polen l\u00e4sst Kampfjets starten Ukraine beklagt schwere Angriffe auf Kraftwerke    <\/p>\n<p> Allein zwischen dem 22. und 29. M\u00e4rz wurden sieben W\u00e4rmekraftwerke nachhaltig angegriffen. Auch trafen russische Raketen zwei Wasserkraftwerke, darunter das am Saporischschja-Stausee des Dnipro. Das gr\u00f6\u00dfte Kraftwerk dieser Art in der Ukraine musste vor\u00fcbergehend seine Arbeit komplett einstellen.<\/p>\n<h2>Lage in Charkiw besonders schlimm<\/h2>\n<p>Die Angriffe gehen so gut wie jede Nacht weiter. Besonders kompliziert ist die Lage in der Region Charkiw, wo die Menschen aktuell bis zu 16 Stunden pro Tag ohne Strom aushalten m\u00fcssen, wenn sie \u00fcberhaupt Strom haben. Laut &quot;Financial Times&quot; sind einige Kraftwerke, darunter auch solche in der Region Charkiw, nahezu vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Auch in der Industrieregion Krywyj Rih bleiben bemerkenswerte Stromeinschr\u00e4nkungen bestehen. Die Holding DTEK, die einen gro\u00dfen Anteil an der ukrainischen Stromerzeugung hat, berichtet davon, dass sie rund 80 Prozent ihrer Produktion verloren habe. Angeblich stehen aktuell f\u00fcnf W\u00e4rmekraftwerke von DTEK still. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ein-Abnutzungskrieg-kann-jederzeit-umschlagen-article24858565.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"aa8f1addb1df5f7de30d6041cd8f952f.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24858645-1712589920000\/17-6\/1136\/aa8f1addb1df5f7de30d6041cd8f952f.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  08.04.24    Reisners Blick auf die Front &quot;Ein Abnutzungskrieg kann jederzeit umschlagen&quot;    <\/p>\n<p> &quot;Unser Ziel ist es, bis Oktober so viel wie m\u00f6glich wiederherzustellen&quot;, sagte DTEK-Generaldirektor Maksym Timtschenko der Zeitung. &quot;Sofern es keine weiteren Angriffe gibt, werden mindestens 50 Prozent der besch\u00e4digten Kraftwerke wieder ans Netz gehen.&quot; Doch es ist fraglich, ob der Beschuss bald aufh\u00f6rt. Zwar verf\u00fcgen die Russen nicht \u00fcber unendlich viele der teuren ballistischen Raketen, die derzeit besonders h\u00e4ufig eingesetzt werden und von der Ukraine ohne die sp\u00e4rlich verf\u00fcgbaren Flugabwehrsysteme Patriot und SAMP\/T nicht abgeschossen werden k\u00f6nnen &#8211; daher ist es klar, dass die Russen irgendwann eine Pause werden einlegen m\u00fcssen. Doch der ukrainische Milit\u00e4rgeheimdienst HUR geht davon aus, dass Russland in den n\u00e4chsten Wochen noch mindestens ein bis zwei gr\u00f6\u00dfere Angriffe durchf\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/panorama\/Raketen-treffen-Dnipro-Staudamm-Bauwerk-in-Flammen-article24823058.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Dnipro-Damm_Angriff2.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24823308-1711097967000\/16-9\/1136\/Dnipro-Damm-Angriff2.jpg\"\/>    01:22 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Panorama  22.03.24    Russland zielt auf Energiesystem Raketen treffen Dnipro-Staudamm &#8211; Bauwerk in Flammen    <\/p>\n<p>Insgesamt ist es so, dass der Gro\u00dfteil der ukrainischen Stromerzeugung unver\u00e4ndert aus Atomkraftwerken und nicht aus W\u00e4rme- und Wasserkraftwerken kommt. Das gr\u00f6\u00dfte davon, das AKW Saporischschja, bleibt jedoch unter russischer Besatzung, was schon allein die Menge des verf\u00fcgbaren Stroms einschr\u00e4nkt. W\u00e4hrend der neuen russischen Beschusswelle erreichte der ukrainische Stromimport aus der EU zwischenzeitlich einen Rekordwert von 18.700 MWh. <\/p>\n<h2>Ukraine will auf dezentrale Stromversorgung setzen<\/h2>\n<p>Die Folgen dieser Angriffe k\u00f6nnten schon vor dem n\u00e4chsten Winter sehr deutlich werden. &quot;Ich glaube, dass es w\u00e4hrend der Sommersaison, wenn die Temperaturen hoch sind, zu Notabschaltungen kommen kann&quot;, betonte Iwan Platschkow, Vorsitzender der Allukrainischen Energieversammlung und Ex-Energieminister der Ukraine. Im Sommer steigt der Stromverbrauch normalerweise, unter anderem durch die verst\u00e4rkte Nutzung der Klimaanlagen.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Wir-erleben-den-Hoehepunkt-der-russischen-Luftoffensive-article24823850.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"7cd7e2ca772edcb4f5b6ff514496f8b9.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24823945-1711106346000\/17-6\/1136\/7cd7e2ca772edcb4f5b6ff514496f8b9.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  22.03.24    Schwere Angriffe auf die Ukraine &quot;Wir erleben den H\u00f6hepunkt der russischen Luftoffensive&quot;    <\/p>\n<p> Positiv f\u00fcr die Ukraine ist, dass physische Schutz aus Beton bei den Energieanlagen bisher relativ gut h\u00e4lt. &quot;Dieser Schutz hat gezeigt, dass er in allen F\u00e4llen, abgesehen von einem direkten Treffer einer Rakete, funktioniert. Es ist unbedingt notwendig, diese Praxis zu erweitern und eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Objekten dadurch abzudecken&quot;, sagte Oleksandr Chartschenko, Direktor des Forschungszentrums f\u00fcr Energie in Kiew, auf einer Pressekonferenz. Allerdings brauche der Bau von solchem Schutz mindestens sechs bis acht Monate pro Anlage. Au\u00dferdem helfen die entsprechenden Vorrichtungen eher bei kleineren Umspannwerken als bei gro\u00dfen Anlagen.<\/p>\n<p>Aus dieser Bedrohungslage will die Ukraine Konsequenzen ziehen. &quot;Wenn wir f\u00fcnf bis zehn gro\u00dfe Kraftwerke haben, sind sie eindeutige Ziele und die Russen k\u00f6nnen sie treffen&quot;, sagte der Vorsitzende des Energieausschusses im Parlament, Andrij Herus, im ukrainischen Rundfunk. &quot;Wenn wir aber Hunderte von kleinen Kraftwerken haben, die sich in der N\u00e4he der Verbraucher befinden, dann wird es praktisch unm\u00f6glich oder sehr teuer, Raketen auf all diese Kleinobjekte abzufeuern.&quot; Im Rahmen dieser Bem\u00fchungen hat die Ukraine Herus zufolge bereits zahlreiche Solarkraftwerke und eine Vielzahl von Gaskraftwerken in den St\u00e4dten installiert. Auch dies braucht seine Zeit und ist mitten im Krieg ohnehin eine Herausforderung.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Im M\u00e4rz griffen die Russen das Dnipro-Wasserkraftwerk an. Die Russen beschie\u00dfen in der Ukraine nicht mehr Umspannwerke und Transformatoren im ganzen Land, sondern Kraftwerke in Regionen, die schlechter mit<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-27261","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27261"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27261\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}