{"id":27147,"date":"2024-03-22T08:38:29","date_gmt":"2024-03-22T05:38:29","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/logischer-deal-mit-beigeschmack-der-dfb-versenkt-adidas-zur-absoluten-unzeit\/"},"modified":"2024-03-22T08:38:29","modified_gmt":"2024-03-22T05:38:29","slug":"logischer-deal-mit-beigeschmack-der-dfb-versenkt-adidas-zur-absoluten-unzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/logischer-deal-mit-beigeschmack-der-dfb-versenkt-adidas-zur-absoluten-unzeit\/","title":{"rendered":"Logischer Deal mit Beigeschmack: Der DFB versenkt Adidas zur absoluten Unzeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Fu\u00dfball         \t\t                   \t\t                   \t \t\t          \t          \t\t          \t\t\t          \t\t          \t           \t                                <\/p>\n<p><strong>Noch mehr als zweieinhalb gehen Adidas und der DFB Seite an Seite, dann trennen sich die Wege. Nike wird der neue Begleiter des Verbands. V\u00f6llig \u00fcberraschend wird das verk\u00fcndet. Die Entscheidung ist nachvollziehbar, Art und Timing eher nicht.<\/strong><\/p>\n<p>Die ewige Zeit der drei Streifen im deutschen Fu\u00dfball l\u00e4uft ab. Die gro\u00dfen Momente aber bleiben unvergessen. Der magische Abend von Rom 1990, die magische Nacht von Rio 2014. Es waren so viele mehr, auch bei den DFB-Frauen und den Junioren. Aber es h\u00e4ngen auch die Entt\u00e4uschungen von 2018, 2022 oder aber der DFB-Frauen im vergangenen Jahr in den Jerseys. Ab 2027, nach dann 77 Jahren, ist die Zeit der Trikots von Adidas Geschichte, dann r\u00fcckt Nike an die Stelle der drei Streifen, als Ausr\u00fcster der Nationalmannschaften. <\/p>\n<p>F\u00fcr Romantiker ist diese Nachricht schwer zu ertragen. F\u00fcr Menschen hingegen, die sich mit der kalten Logik der \u00d6konomie identifizieren k\u00f6nnen, ist der Wechsel ein logischer Schritt. Der Deutsche Fu\u00dfball-Bund k\u00e4mpft seit Jahren mit gro\u00dfen finanziellen Problemen (wegen explodierender Campus-Kosten und juristischem \u00c4rger) und kann sprudelnde Geldquellen dringender denn je gebrauchen. &quot;Der DFB hat ein Alleinstellungsmerkmal: Er ist ein Sport-Fachverband, der seine Mitgliedsverb\u00e4nde und die Basis im Amateurbereich finanziert und nicht von ihnen finanziert wird&quot;, teilte der Verband als Begr\u00fcndung und gleicherma\u00dfen auch Rechtfertigung mit. &quot;Er steckt das Geld in den Fu\u00dfball. Damit Fu\u00dfball ein Volkssport bleibt.&quot;<\/p>\n<p>Und davon, von dem Geld, soll demn\u00e4chst reichlich flie\u00dfen. Wie das &quot;Handelsblatt&quot; unter Berufung auf &quot;Branchenkreise&quot; berichtet, habe der US-Riese Nike mit einem Angebot im dreistelligen Millionen-Bereich pro Jahr den Verband \u00fcberzeugt. Mit mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr w\u00fcrde der Sieben-Jahres-Vertrag dem DFB somit deutlich \u00fcber den bisher von adidas gezahlten 50 Millionen pro Jahr liegen und das Gesamtvolumen des Deals \u00fcber die Laufzeit von sieben Jahren eine halbe Milliarde Euro klar \u00fcbertreffen.<\/p>\n<h2>Wie bei Hansi Flicks Rauswurf<\/h2>\n<p>Weniger fragw\u00fcrdig als die Entscheidung gegen Adidas und f\u00fcr Nike sind Art und Zeitpunkt der Verk\u00fcndung. Wieder einmal beweist der gr\u00f6\u00dfte Einzelsportverband der Welt ein schlechtes Timing. Wie schon bei der Trennung von Bundestrainer Hansi Flick. Verk\u00fcndet wurde das, als Deutschlands Basketballer gerade dabei waren, Weltmeister zu werden. Der Moment h\u00e4tte ihnen alleine geb\u00fchrt, der DFB dr\u00e4ngelte sich dazwischen. Dabei w\u00e4re das eigene Anliegen ohne Weiteres um ein paar Stunden aufzuschieben gewesen.<\/p>\n<p>Dieses Mal stiehlt der Verband zwar niemandem die Show, macht sich aber selbst das Leben schwer. Ohne jede Not, zumindest ist keine bekannt, platziert der DFB den Ausr\u00fcsterwechsel vor den wichtigen L\u00e4nderspielen der A-Nationalmannschaft gegen Frankreich und die Niederlande. Dort will Bundestrainer Julian Nagelsmann mit seiner radikal umgebauten Elf eine Aufbruchstimmung erzeugen. Im Sommer steht bekannterma\u00dfen die Heim-Europameisterschaft an, das Teamquartier wird dann in Herzogenaurach liegen &#8211; auf dem Gel\u00e4nde von Adidas. Die EM soll das Land aus dem festen Klammergriff der Tr\u00fcbsal rei\u00dfen. Die Aufgabe wird schwer genug, weil die Gegner stark sind und das Vertrauen in die eigene Mannschaft im Land ersch\u00fcttert ist.<\/p>\n<h2>Schon einmal wollte Nike zugreifen<\/h2>\n<p>Nun klebt sich der Verband eine aufw\u00fchlende Diskussion an die Backe. Ja, am Ende geht es nur um ein St\u00fcck Stoff. Aber f\u00fcr Fu\u00dfball-Fans ist das eben eines, das die Welt bedeutet, das emotionalisiert. Im Fu\u00dfball gibt es Heiligt\u00fcmer, die besser nicht angefasst werden. Oder aber mit spitzen Fingern und sorgf\u00e4ltiger Vorarbeit. Dass Nike schon einmal, vor \u00fcber 15 Jahren nach den DFB-Jerseys griff, sich aber an den Traditionalisten im Verband die Z\u00e4hne ausbiss, darf da nicht als Ausweis einer entsprechenden Vorbereitung herangezogen werden. <\/p>\n<p>Wie gro\u00df die Kreise sind, die nun gezogen werden, machte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck am Abend deutlich, als er sich in die Debatte einmischte, nicht als Fan, sondern als \u00d6konom: &quot;Ich kann mir das deutsche Trikot ohne die drei Streifen kaum vorstellen. Adidas und Schwarz-Rot-Gold geh\u00f6rten f\u00fcr mich immer zusammen. Ein St\u00fcck deutscher Identit\u00e4t. Da h\u00e4tte ich mir ein St\u00fcck mehr Standortpatriotismus gew\u00fcnscht.&quot;<\/p>\n<h2>Warum so kurz nach dem Marketing-Coup<\/h2>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Habeck kritisiert Entscheidung DFB rechtfertigt Ausr\u00fcster-Wechsel: &quot;L\u00e4sst uns nicht kalt&quot;       500-Millionen-Deal mit Nike? Adidas wurde vom DFB offenbar \u00fcberrumpelt       2027 endet eine gro\u00dfe \u00c4ra DFB \u00fcberrascht mit Ausr\u00fcsterwechsel von Adidas zu Nike    <\/p>\n<p>Die \u00fcberraschende Ank\u00fcndigung kommt auch aus einem zweiten Grund noch unerkl\u00e4rlich daher, wenige Tage nach dem Marketing-Coup mit dem neuen Trikot. Das pinklila Jersey, der neue Ausw\u00e4rtsdress, legte den besten Verkaufsstart in der Geschichte hin. Und wird intensiv besprochen. Ein weiteres kleines Ausrufezeichen in der langen und so extrem erfolgreichen Partnerschaft. Bei allen vier WM-Titeln und bei allen drei EM-Titeln der M\u00e4nner sowie bei den beiden WM-Titeln und den acht EM-Troph\u00e4en der Frauen war Adidas der Ausr\u00fcster.<\/p>\n<p>Bleibt noch die Frage nach dem Stil. Laut Adidas wurde der Konzern von der Entscheidung \u00fcberrumpelt. Sollte das tats\u00e4chlich so gewesen sein, w\u00e4re das nun wahrlich ein kommunikatives Debakel. Und das unw\u00fcrdige Ende dieser Partnerschaft. Wirtschaftliche Zw\u00e4nge hin oder her. &quot;Wir verstehen jede Emotionalit\u00e4t. Auch f\u00fcr uns als Verband ist es ein einschneidendes Ereignis, wenn feststeht, dass eine Partnerschaft, die von vielen besonderen Momenten gepr\u00e4gt war und ist, nach mehr als 70 Jahren zu Ende geht. Das l\u00e4sst uns nicht kalt&quot;, schrieb der DFB auf X. Schlie\u00dfen lie\u00df sich das Fass der gro\u00dfen Emotionen damit nicht mehr. Und das alles ohne Not.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fu\u00dfball Noch mehr als zweieinhalb gehen Adidas und der DFB Seite an Seite, dann trennen sich die Wege. Nike wird der neue Begleiter des Verbands. 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