{"id":27121,"date":"2024-03-18T09:46:31","date_gmt":"2024-03-18T06:46:31","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bedarf-vor-allem-in-grosstadten-dhl-tochter-bringt-eine-paketstation-fur-alle-auf-den-markt\/"},"modified":"2024-03-18T09:46:31","modified_gmt":"2024-03-18T06:46:31","slug":"bedarf-vor-allem-in-grosstadten-dhl-tochter-bringt-eine-paketstation-fur-alle-auf-den-markt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bedarf-vor-allem-in-grosstadten-dhl-tochter-bringt-eine-paketstation-fur-alle-auf-den-markt\/","title":{"rendered":"Bedarf vor allem in Gro\u00dfst\u00e4dten: DHL-Tochter bringt eine Paketstation f\u00fcr alle auf den Markt"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"In die Boxen sollen nicht nur DHL, sondern auch andere Logistiker ihre Pakete einlagern k\u00f6nnen.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24811310-1710740872000\/16-9\/750\/ed8d64e4bd9e652a88d7dafd0a294db2.jpg\"\/><figcaption>\n<p>In die Boxen sollen nicht nur DHL, sondern auch andere Logistiker ihre Pakete einlagern k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Paketzustellung an den Kunden kostet gro\u00dfe Ressourcen, bei der Zustellung an Paketshops sind die Verbraucher an \u00d6ffnungszeiten gebunden. In der Logistikbranche stehen Automaten hoch im Kurs. DHL bietet mit einem Tochterunternehmen nun eine L\u00f6sung f\u00fcr alle Versandfirmen.<\/strong><\/p>\n<p>Deutschlands Paketprimus DHL geht bei seinem Automaten-Netzwerk neue Wege. Nachdem der Bonner Konzern jahrelang auf Packstationen gesetzt hat, die nur f\u00fcr die eigenen Pakete vorgesehen sind, und dabei inzwischen \u00fcber mehr als 13.000 Standorte verf\u00fcgt, soll eine neue Tochterfirma alternative Automaten namens OneStopBox auf den Markt bringen. &quot;Dieses Jahr wollen wir 100 Automaten aufstellen, n\u00e4chstes Jahr 2000 und in den Jahren danach jeweils mehrere Tausend&quot;, sagte der Chef der Tochterfirma, Lukas Beckedorff. &quot;Unser Fokus liegt auf gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten, in M\u00fcnchen gibt es zum Beispiel einen gro\u00dfen Bedarf.&quot;<\/p>\n<p>Nicht nur DHL, sondern auch andere Paketfirmen sollen ihre Sendungen in den neuen Automaten lagern oder abholen k\u00f6nnen &#8211; er soll also auch offen f\u00fcr die Konkurrenz sein. Zudem sollen Einzelh\u00e4ndler ihre Waren deponieren k\u00f6nnen, bis Kunden sie abholen. Die Aussichten seien gut, sagt Beckedorff. &quot;Immer mehr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger m\u00f6chten Automaten nutzen und dadurch flexiblen Zugriff auf die Sendungen bekommen.&quot;<\/p>\n<h2>Verbraucher-Auslieferung kostet Ressourcen<\/h2>\n<p>In der Paketbranche spielen Automaten eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle, um das steigende Sendungsaufkommen meistern zu k\u00f6nnen. Viele Verbraucher lassen sich ihre Pakete noch nach Hause schicken, was f\u00fcr die Logistiker m\u00fchsam und teuer ist. Ihre Transporter m\u00fcssen viele Stopps machen, um die Pakete zuzustellen. Wenn der Empf\u00e4nger nicht daheim ist, verstreicht wertvolle Wartezeit und der Paketbote muss die Sendung wieder mitnehmen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Paketfirmen ist das eine teure Sache, zumal die CO2-Bilanz von so einer Zustellung h\u00e4ufig schlecht ist. Besser w\u00e4re es f\u00fcr die Logistiker, wenn sie eine gr\u00f6\u00dfere Paketmenge an einem Ort abgeben k\u00f6nnte &#8211; etwa an Automaten, wo der Empf\u00e4nger sp\u00e4ter nach einer digitalen Benachrichtigung vorbeikommt und mit einem Code Zugang bekommt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend DHL vorgeprescht ist und die Zahl seiner Packstationen seit 2020 auf mehr als 13.000 verdoppelt hat, hielt sich die Konkurrenz zur\u00fcck. Seit Herbst 2022 hat Hermes eigene Automaten, derzeit 20 im Raum Hamburg. Auch GLS setzt im kleinen Stil auf eigene Standorte. Doch ihren Fokus richteten sie auf Paketshops, damit der Kunde dort Sendungen aufgeben oder abholen kann. Das ist billiger f\u00fcr die Logistiker, schlie\u00dflich ist keine Investition in Automaten n\u00f6tig. Der Haken daran: Die Verbraucher m\u00fcssen sich an die \u00d6ffnungszeiten halten, es ist unpraktischer als ein rund um die Uhr verf\u00fcgbarer Metallschrank.<\/p>\n<h2>Vorbild Salzburg<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/boersenkurse\/aktien\/dt post-99923\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">   <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kursdaten.n-tv.de\/teleboerse\/3077\/chartNG.gfn?instrumentId=99923&amp;chartType=0&amp;subProperty=3&amp;width=720&amp;height=540&amp;time=300\" alt=\"DHL Group\"\/><figcaption> <strong>DHL Group<\/strong>  39,14 <\/figcaption><\/a> <\/figure>\n<p> Aus der Kommunalpolitik kommt schon seit Langem die Forderung nach einer Branchenl\u00f6sung. Davon versprechen sich die St\u00e4dte Fortschritte f\u00fcr den Klimaschutz und Vorteile f\u00fcr ihre B\u00fcrger, die nicht mehr zu verschiedenen, teils weiter entfernten Standorten m\u00fcssten. Sie h\u00e4tten einen zentralen Aufgabe- und Abholpunkt in ihrer Nachbarschaft, so die Idee. Das k\u00f6nnte den Verkehr in den St\u00e4dten reduzieren, weil sich die durchschnittliche Fahrtzeit zum Paketabholen verringert. Und auch die Transporter h\u00e4tten im Schnitt k\u00fcrzere Strecken.<\/p>\n<p>In der Paketbranche spricht man von &quot;White Label&quot;-Automaten, die unauff\u00e4llig aussehen und eben keine Markenfarbe einer Firma haben. Die OneStopBox der neuen DHL-Tochter &quot;Innovative und nachhaltige Automations-L\u00f6sungen GmbH&quot; ist wei\u00df.<\/p>\n<p>Die Idee, Automaten f\u00fcr verschiedene Paketanbieter zu \u00f6ffnen, ist nicht neu. Die Salzburger Stadtwerke gr\u00fcndeten im Jahr 2018 das Unternehmen Myflexbox, das in \u00d6sterreich inzwischen 500 Standorte hat. In den deutschen Markt stieg die Firma Ende 2022 ein. Mittlerweile sind es hierzulande nach Angaben von Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Lukas Wieser knapp 200 Standorte, am Jahresende sollen es 600 bis 700 sein. &quot;Wir schalten einen Gang hoch.&quot; Zu den Standortpartnern geh\u00f6rt unter anderem die in mehreren Bundesl\u00e4ndern vertretende Wohnungsbaugesellschaft LEG, auf deren Grundst\u00fccken die wei\u00dfen Automaten stehen. Auch bei Tankstellen und Superm\u00e4rkten sind sie zu finden. In Deutschland werden Sendungen von GLS, UPS und Fedex eingeliefert.<\/p>\n<p>Ein Unterschied zur DHL-Tochter OneStopBox liegt darin, dass kein Paketdienstleister Anteilseigner ist bei der \u00f6sterreichischen Firma. Aus Sicht von Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Jonathan Grothaus ist das ein gro\u00dfer Vorteil. &quot;Dadurch genie\u00dfen wir bei unseren Gesch\u00e4ftspartnern gro\u00dfes Vertrauen: Sie wissen, dass wir keine Eigeninteressen als Paketdienstleister verfolgen und sie deshalb m\u00f6glicherweise schlechter behandeln.&quot; So br\u00e4uchten alle Paketfirmen in Zeiten mit besonders gro\u00dfem Sendungsaufkommen &#8211; etwa in der Weihnachtszeit &#8211; m\u00f6glichst viele Lagerungskapazit\u00e4ten. Bei dieser f\u00fcr die Firmen wichtigen Frage, wer dann F\u00e4cher bekommt, behandele man alle Kunden gleich. Auch die vertrauliche Verwaltung der Daten verschiedener Paketdienstleister sei sensibel. &quot;Wir sind neutral wie die Schweiz.&quot;<\/p>\n<h2>Konkurrenzlogistiker sind zur\u00fcckhaltend<\/h2>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Bei bestimmten Produkten Amazon verk\u00fcrzt die Retourefristen       Ende fragw\u00fcrdiger Praxis Post stellt Nachtfl\u00fcge zur Briefbef\u00f6rderung ein       Dividende stabil DHL-Gewinn bricht ein &#8211; weiterer R\u00fcckgang m\u00f6glich    <\/p>\n<p>Schwierig gestaltet sich h\u00e4ufig die Suche nach Pl\u00e4tzen, um die Metallf\u00e4cher aufzustellen. &quot;Auf der Standortsuche f\u00fcr DHL-Packstationen haben uns Kommunen und andere Standortgeber mitunter einen Korb gegeben, weil sie nicht auf das System eines einzelnen Anbieters setzen&quot;, sagt DHL-Manager Benjamin Rasch. Nun bietet OneStopBox eine anbieterneutrale L\u00f6sung, bei der alle mitmachen k\u00f6nnten. &quot;Wir hoffen, dadurch neue Standorte zu erschlie\u00dfen, die DHL vorher nicht bekommen hat.&quot;<\/p>\n<p>Der Branchenverband Biek, der die Interessen der DHL-Konkurrenten vertritt, wirbt bei Automaten schon lange f\u00fcr einen Branchenweg. An DHL perlten solche \u00dcberlegungen ab, schlie\u00dflich seien die eigenen Packstationen schon gut ausgelastet. Nun schickt der Bonner Marktriese eine &quot;White Label&quot;-Automatenfirma ins Rennen, an der er 100 Prozent der Anteile h\u00e4lt &#8211; es ist also kein Gemeinschaftsunternehmen mit anderen Partnern. Biek-Chef Marten Bosselmann \u00e4u\u00dfert sich eher h\u00f6flich-zur\u00fcckhaltend: &quot;Wir begr\u00fc\u00dfen es, dass DHL die Zukunft der Paketstationen nicht mehr ausschlie\u00dflich in ihren nur f\u00fcr DHL-Pakete genutzten Packstationen sieht.&quot; Hermes bleibt vage, und von DPD hei\u00dft es, der White-Label-Ansatz der DHL Group sei &quot;eine interessante Entwicklung, die wir aufmerksam verfolgen werden&quot;.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, Wolf von Dewitz, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft In die Boxen sollen nicht nur DHL, sondern auch andere Logistiker ihre Pakete einlagern k\u00f6nnen. 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