{"id":26760,"date":"2024-02-19T08:17:41","date_gmt":"2024-02-19T05:17:41","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/israel-droht-mit-offensive-in-rafah-zu-beginn-des-ramadan\/"},"modified":"2024-02-19T08:17:41","modified_gmt":"2024-02-19T05:17:41","slug":"israel-droht-mit-offensive-in-rafah-zu-beginn-des-ramadan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/israel-droht-mit-offensive-in-rafah-zu-beginn-des-ramadan\/","title":{"rendered":"Israel droht mit Offensive in Rafah zu Beginn des Ramadan"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Von <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/washington\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Washington<\/a> bis Canberra, von der EU bis zu den Vereinten Nationen: Alle dr\u00e4ngen <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/israel\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> dazu, von dem angek\u00fcndigten Milit\u00e4rschlag in Rafah abzusehen. Zu drastisch w\u00e4ren wohl die Folgen f\u00fcr Hunderttausende Menschen, die sich aus dem Norden in die Stadt im s\u00fcdlichsten Teil des Gazastreifens gefl\u00fcchtet haben. Doch die israelische Regierung l\u00e4sst sich laut eigenem Bekunden nicht beirren.<\/p>\n<p>Nun drohte Minister Benny Gantz mit dem Start der geplanten Offensive auf Rafah zum Beginn des islamischen Fastenmonats <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/ramadan\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Ramadan<\/a>. \u00bbDie Welt muss wissen und die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/hamas\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Hamas<\/a>-F\u00fchrung muss wissen: Wenn die Geiseln bis zum Ramadan nicht zu Hause sind, werden die K\u00e4mpfe \u00fcberall weitergehen, auch in der Region Rafah.\u00ab Dies sagte der ehemalige israelische Armeechef, der dem Kriegskabinett von Regierungschef <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/benjamin_netanyahu\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Benjamin Netanyahu<\/a> angeh\u00f6rt, am Sonntag in <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/jerusalem\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Jerusalem<\/a>. Der islamische Fastenmonat Ramadan soll um den 10. M\u00e4rz beginnen.<\/p>\n<p>\u00bbDenjenigen, die sagen, dass der Preis zu hoch ist, sage ich ganz klar: Die Hamas hat die Wahl. Sie k\u00f6nnen sich ergeben, die Geiseln freilassen und die Zivilisten in Gaza k\u00f6nnen das Ramadan-Fest feiern\u00ab, so Gantz weiter.<\/p>\n<p>Trotz internationaler Warnungen beharrt Netanyahu auf der Milit\u00e4roffensive. Wer Israel zum Verzicht auf die Offensive auffordere, verlange im Grunde genommen, dass sein Land \u00bbden Krieg\u00ab gegen die radikalislamische Hamas \u00bbverlieren\u00ab solle, hatte Netanyahu am Samstagabend gesagt.<\/p>\n<p>Er betonte zugleich, die Offensive werde auch im Falle einer Vereinbarung mit der Hamas \u00fcber eine Freilassung der israelischen Geiseln stattfinden. Selbst wenn eine solche Einigung erzielt werde, \u00bbwerden wir in Rafah einr\u00fccken\u00ab, sagte der Regierungschef.<\/p>\n<p>In Rafah an der Grenze zu <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/aegypten\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">\u00c4gypten<\/a> haben rund 1,4 Millionen Pal\u00e4stinenser Zuflucht vor den K\u00e4mpfen gesucht. Etliche L\u00e4nder, darunter auch Israels engster Verb\u00fcndeter <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/usa\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>, fordern daher einen Verzicht auf die Offensive. In der \u00e4gyptischen Hauptstadt <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/kairo\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Kairo<\/a> laufen derzeit Verhandlungen \u00fcber eine Waffenruhe sowie die Freilassung israelischer Geiseln aus der Gewalt der Hamas. Bislang brachten die Gespr\u00e4che unter Vermittlung der USA, \u00c4gyptens und Katars aber keine Ergebnisse.<\/p>\n<p>K\u00e4mpfer der von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften Hamas waren am 7. Oktober nach Israel eingedrungen und hatten dort Gr\u00e4ueltaten \u00fcberwiegend an Zivilisten ver\u00fcbt. Israelischen Angaben zufolge wurden dabei etwa 1160 Menschen get\u00f6tet und rund 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. 130 der Geiseln befinden sich israelischen Angaben zufolge noch immer in dem Pal\u00e4stinensergebiet, 30 von ihnen sollen bereits tot sein.<\/p>\n<h3>Uno-Gericht lehnt Antrag S\u00fcdafrikas ab<\/h3>\n<p>Als Reaktion auf den Angriff der Hamas hatte Israel deren Vernichtung als Ziel ausgegeben. Bei dem massiven Milit\u00e4reinsatz im Gazastreifen wurden nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen lassen, bislang mehr als 28.900 Menschen get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Am Wochenende hatte der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen einen Eilantrag S\u00fcdafrikas auf \u00dcberpr\u00fcfung der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit einer von Israel geplanten Milit\u00e4roffensive in Rafah abgelehnt. Die gef\u00e4hrliche Situation in dem Ort voller Fl\u00fcchtlinge verlange \u00bbdie unverz\u00fcgliche und wirksame Umsetzung der Aufforderungen des Gerichts\u00ab, die dieses Ende Januar erlassen hatte, teilte der Gerichtshof am Freitag an seinem Sitz in Den Haag mit. Diese Aufforderungen h\u00e4tten Geltung f\u00fcr den gesamten Gazastreifen, einschlie\u00dflich Rafah. \u00bbEin Erlass zus\u00e4tzlicher Ma\u00dfnahmen ist nicht erforderlich\u00ab, hielt das Gericht fest.<\/p>\n<p>Die Richter hatten Israel im Januar aufgetragen, einen V\u00f6lkermord im Gazastreifen zu verhindern und alles in seiner Macht Stehende zu tun, um das Leben der Pal\u00e4stinenser zu sch\u00fctzen. S\u00fcdafrika wirft Israel die Verletzung der V\u00f6lkermordkonvention vor. Israel weist die Vorw\u00fcrfe entschieden zur\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Washington bis Canberra, von der EU bis zu den Vereinten Nationen: Alle dr\u00e4ngen Israel dazu, von dem angek\u00fcndigten Milit\u00e4rschlag in Rafah abzusehen. 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