{"id":26604,"date":"2024-02-12T12:56:36","date_gmt":"2024-02-12T09:56:36","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/gaza-wie-israel-die-befreiung-der-zwei-geiseln-aus-rafah-gelang\/"},"modified":"2024-02-12T12:56:36","modified_gmt":"2024-02-12T09:56:36","slug":"gaza-wie-israel-die-befreiung-der-zwei-geiseln-aus-rafah-gelang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/gaza-wie-israel-die-befreiung-der-zwei-geiseln-aus-rafah-gelang\/","title":{"rendered":"Gaza: Wie Israel die Befreiung der zwei Geiseln aus Rafah gelang"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Israels Milit\u00e4r ist es erst zum zweiten Mal gelungen, Geiseln der <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/hamas\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Hamas<\/a> aus dem <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/gaza_streifen\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Gazastreifen<\/a> zu befreien. Daf\u00fcr griff die Armee die Stadt Rafah im S\u00fcden des Gebiets an, die Hamas meldete zahlreiche Tote. \u00dcber die Rettungsaktion wurden nun erste Details bekannt.<\/p>\n<p>Die Operation begann um kurz vor zwei Uhr in der Nacht zum Montag mit schweren Luftangriffen auf mehrere Ziele im S\u00fcden des Gazastreifens. In der Folge gelang es Polizei, Inlandsgeheimdienst und Armee, bei ihrem gemeinsamen Vorgehen den 70-j\u00e4hrigen Louis Norberto Har und den 60-j\u00e4hrigen Fernando Marman zu befreien. Sie befinden sich bereits in <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/israel\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> und werden derzeit im Sheba Medical Center bei <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/tel_aviv\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Tel Aviv<\/a> untersucht. Laut \u00c4rzten sind sie gesundheitlich in guter Verfassung. Zudem konnten sie bereits ihre Familien treffen.<\/p>\n<p>Der Schwiegersohn einer der Befreiten sagte israelischen Medien, die Familie habe die Mitteilung in der Nacht bekommen und die vier erwachsenen Kinder seien direkt ins Krankenhaus gefahren. Trotz der mehr als viermonatigen Geiselhaft sei der 70-j\u00e4hrige Har in vergleichsweise gutem Zustand, er sehe nur etwas d\u00fcnn und blass aus. \u00bbEr ist etwas schockiert von dem ganzen Trubel\u00ab, sagte der Schwiegersohn dem israelischen Sender Kan vor dem Schiba-Krankenhaus nahe Tel Aviv. Dorthin wurden die M\u00e4nner nach ihrer Befreiung mit einem Hubschrauber gebracht. \u00bbEr hat weniger erz\u00e4hlt, was ihm passiert ist, und wollte eher wissen, wie es uns geht, den Kindern und den Enkelkindern.\u00ab Er habe sich auch an die Geburtstage aller Angeh\u00f6rigen erinnert.<\/p>\n<p>Der Milit\u00e4rkorrespondent der \u00bbTimes of Israel\u00ab, Emanuel Fabian, postete <a href=\"https:\/\/twitter.com\/manniefabian\/status\/1756953368801501280?s=20\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">ein Foto            <\/a> der beiden befreiten Geiseln mit Angeh\u00f6rigen auf X (ehemals Twitter).<\/p>\n<p>Vor Har und Marman, beide israelisch-argentinische Staatsb\u00fcrger, hatte Israel erst eine Geisel befreien k\u00f6nnen \u2013 gleich zu Anfang des Krieges vor vier Monaten. Weitere Befreiungsversuche waren misslungen. Der Sprecher von Israels Armee (IDF), Daniel Hagari, sagte am fr\u00fchen Morgen, die Einheiten h\u00e4tten nun \u00bbeine professionelle und akkurate Operation\u00ab durchgef\u00fchrt. Soldaten h\u00e4tten die beiden Geiseln beim Zugriff mit ihren eigenen K\u00f6rpern physisch abgeschirmt. Im Anschluss h\u00e4tten sie die M\u00e4nner unter Beschuss aus dem Apartment evakuiert. \u00bbEs war eine Operation, auf die wir uns vorbereitet haben und bei der wir auf die richtigen Umst\u00e4nde daf\u00fcr gewartet haben\u00ab, so Hagari.<\/p>\n<h3>Rettungsaktion im Fl\u00fcchtlingslager<\/h3>\n<p>Har und Marman waren zuletzt im zweiten Stock in einem Haus im Fl\u00fcchtlingslager Shaboura in Rafah gefangen gehalten worden. Laut Angaben der israelischen Armee t\u00f6teten die Soldaten beim Zugriff mindestens drei ihrer Bewacher. Sie hatten die T\u00fcr zum Versteck der Geiseln aufgesprengt. Aus pal\u00e4stinensischen Quellen hatte es zuvor gehei\u00dfen, es habe in der Nacht Dutzende Tote bei Luftangriffen und Feuergefechten in der Gegend gegeben. In Shaboura stehen die H\u00e4user oft nur wenige Meter voneinander entfernt. Das d\u00fcrfte den Einsatz zus\u00e4tzlich verkompliziert haben.<\/p>\n<p>Die Hamas erkl\u00e4rte am Montag, bei den israelischen Luftangriffen auf Rafah seien rund 100 Menschen get\u00f6tet worden. Die Angriffe haben 14 H\u00e4user und drei Moscheen in verschiedenen Teilen der Stadt getroffen, erkl\u00e4rte das Gesundheitsministerium der islamistischen Pal\u00e4stinenserorganisation. In einer vorhergegangenen Bilanz war die Zahl der Toten mit 50 angegeben worden.<\/p>\n<p>Laut IDF-Sprecher Hagari waren es am Ende K\u00e4mpfer der Jamam-Eliteeinheit der Grenzpolizei, die um kurz vor zwei Uhr in die Wohnung in Shaboura eindrangen. Deren Angeh\u00f6rige sind auf Terrorbek\u00e4mpfung und Geiselbefreiungen spezialisiert.<\/p>\n<p>IDF-Generalstabschef Herzl Halevi, Schin-Bet-Chef Ronen Bar und Polizeidirektor Kobi Shabtai h\u00e4tten den Einsatz in Echtzeit verfolgt und befehligt, so Hagari. Auch Premierminister <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/benjamin_netanyahu\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Benjamin Netanyahu<\/a> und Verteidigungsminister Yoav Gallant seien im Kommandoraum anwesend gewesen. Gallant feierte im Anschluss die \u00bbbeeindruckende\u00ab Rettungsaktion <a href=\"https:\/\/x.com\/yoavgallant\/status\/1756870739053941077?s=20\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">in einem Beitrag <\/a> auf X und rechtfertigte den Vorgang: \u00bbVolle Anerkennung f\u00fcr die IDF, den <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/schin_bet\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Schin Bet<\/a> und die Antiterroreinheit f\u00fcr eine wichtige Operation und eine qualitativ hochwertige Ausf\u00fchrung. Wir werden weiterhin unsere Verpflichtung erf\u00fcllen, die Geiseln zur\u00fcckzubringen, egal auf welche Weise.\u00ab Argentiniens Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/javier-milei\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Javier Milei<\/a>, der erst vor wenigen Tagen Israel besucht hatte, <a href=\"https:\/\/x.com\/OPRArgentina\/status\/1756882810290192413?s=20\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">bedankte sich bei den israelischen Streitkr\u00e4ften <\/a>.<\/p>\n<p>In Rafah halten sich nach Sch\u00e4tzungen der Vereinten Nationen aktuell knapp eineinhalb Millionen Menschen auf. Vor dem Krieg hatte die Stadt im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcden des Gazastreifens nur 280.000 Bewohner. Binnenfl\u00fcchtlinge haben \u00fcberall Zelte errichtet. Ihre Versorgung ist katastrophal. Die Menschen leiden unter Hunger und Seuchen. Helfer warnen <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/rafah-die-menschen-im-sueden-des-gazastreifens-fuerchten-israels-vorruecken-a-9ea9b5f3-907a-4f13-b404-4afba33d7d7e\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">f\u00fcr den Fall einer israelischen Offensive                                       <\/a> in Rafah vor einem humanit\u00e4ren Desaster.<\/p>\n<p>Israels Premier Netanyahu hatte in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview noch einmal betont, dass man nun auch ganz in den S\u00fcden einr\u00fccken wolle: \u00bbWir werden die verbliebenen Hamas-Terrorbataillone und die letzte Bastion Rafah einnehmen.\u00ab Gleichzeitig sicherte er im US-Sender ABC News zu, dass die israelische Armee der Zivilbev\u00f6lkerung \u00bbeinen sicheren Weg aus der Stadt\u00ab erm\u00f6glichen wolle. Laut dem Wei\u00dfen Haus hatte zuletzt US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/joe_biden\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Joe Biden<\/a> die Israelis gewarnt, keine Offensive in Rafah ohne \u00bbglaubhaften und durchf\u00fchrbaren\u00ab Plan durchzuf\u00fchren. Viele israelische Analysten und internationale Beobachter halten ein behutsames Vorgehen f\u00fcr unm\u00f6glich. Es fehle an Freir\u00e4umen und Infrastruktur f\u00fcr die bereits gebeutelten Menschen.<\/p>\n<p>Beim \u00dcberfall der von der EU und den <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/usa\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> als Terrororganisation eingestuften Hamas auf Israel am 7. Oktober waren israelischen Angaben zufolge rund 1160 Menschen brutal get\u00f6tet und 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden. Vor der Befreiung der beiden Geiseln am Montag sch\u00e4tzte Israel, dass noch 132 Geiseln in Gaza festgehalten wurden, 29 sollen demnach tot sein.<\/p>\n<p>Israel hat als Reaktion auf den brutalen Angriff der Hamas deren Vernichtung angek\u00fcndigt. Bei dem massiven Milit\u00e4reinsatz im Gazastreifen sind nach j\u00fcngsten Angaben der Hamas mehr als 28.000 Menschen get\u00f6tet worden. Die Zahlen lassen sich nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen, werden aber von internationalen Organisationen als glaubw\u00fcrdig angesehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Israels Milit\u00e4r ist es erst zum zweiten Mal gelungen, Geiseln der Hamas aus dem Gazastreifen zu befreien. 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