{"id":26438,"date":"2024-02-05T06:19:12","date_gmt":"2024-02-05T03:19:12","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/cholera-in-sambia-wenn-der-klimawandel-krank-macht\/"},"modified":"2024-02-05T06:19:12","modified_gmt":"2024-02-05T03:19:12","slug":"cholera-in-sambia-wenn-der-klimawandel-krank-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/cholera-in-sambia-wenn-der-klimawandel-krank-macht\/","title":{"rendered":"Cholera in Sambia: Wenn der Klimawandel krank macht"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Helden tragen keine Fu\u00dfballschuhe, sondern wei\u00dfe Ganzk\u00f6rperanz\u00fcge. Sie k\u00e4mpfen nicht um einen Pokal, sondern um Menschenleben. Vor dem Heroes-Stadion herrscht hektisches Treiben. Die Krankenpfleger und \u00c4rztinnen kommen verschwitzt aus dem Inneren, sie \u00f6ffnen schnell ihre wei\u00dfen Overalls, schnappen nach Luft. Sie haben gerade Infusionen gelegt, K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten weggewaschen, Tote gereinigt. Denn das Nationalstadion Sambias ist zum zentralen Behandlungszentrum f\u00fcr Cholera-Erkrankte umfunktioniert worden.<\/p>\n<p>Vor den Toren des provisorischen Krankenhauses sitzen bunt gekleidete Frauen und ein paar M\u00e4nner im Schatten eines Baumes. Sie warten auf Neuigkeiten von ihren Angeh\u00f6rigen, die drinnen um ihre Leben k\u00e4mpfen. Die Gruppe springt pl\u00f6tzlich auf, dr\u00e4ngt sich ans Gitter, das vor der Arena aufgestellt wurde. Eine Helferin baut sich auf der anderen Seite auf, ein Klemmbrett mit Zetteln in der Hand. Es ist Zeit f\u00fcr die Namensliste: Wer ist als genesen entlassen worden? Wer hat es nicht geschafft? Von wem gibt es keine Neuigkeiten, Status unver\u00e4ndert? Die Angeh\u00f6rigen h\u00f6ren gebannt zu, atmen auf, manche weinen.<\/p>\n<p>Jennifer Chipulu ist seit drei Tagen hier, von morgens 6 Uhr bis abends, wenn es dunkel wird. Ihre 79-j\u00e4hrige Mutter wurde pl\u00f6tzlich krank, bekam Durchfall, erbrach sich. Erst wurde sie in ein lokales Krankenhaus eingewiesen, dann mit Blaulicht ins Heroes-Stadion gebracht, da war sie bereits bewusstlos. Tochter Chipulu harrt seither vor dem Gitter aus, ihren Job hat sie aufgegeben, um in der N\u00e4he der Mutter zu sein. Doch deren Name steht auf keiner Liste, niemand kann ihr sagen, was passiert ist, ob sie noch lebt oder schon begraben wurde.<\/p>\n<p>\u00bbIch werde wahnsinnig. Ich brauche endlich Gewissheit\u00ab, sagt die Tochter. Doch niemand kann ihr helfen. In den vergangenen Wochen erging es vielen Angeh\u00f6rigen wie Chipulu, denn die Cholera breitet sich immer schneller aus in Sambias Hauptstadt Lusaka, und damit das Chaos.<\/p>\n<p>Im Januar f\u00fcllte sich das Stadion schnell, die Beh\u00f6rden waren \u00fcberfordert. Inzwischen ist immerhin etwas Ordnung eingekehrt, die Abl\u00e4ufe spielen sich ein. Doch die Cholera w\u00fctet weiter ungebremst. Vor allem Alte und Kinder sterben.<\/p>\n<p>Seit Wochen sind alle Schulen Sambias geschlossen, zu Beerdigungen d\u00fcrfen maximal f\u00fcnf Menschen, fast 600 Cholera-Tote beklagt das Land bereits. Es ist der schlimmste Ausbruch seit Jahrzehnten, und auch in den Nachbarl\u00e4ndern <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/simbabwe\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Simbabwe<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/mosambik\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Mosambik<\/a> w\u00fctet die Krankheit. Die Cholera breitet sich auf dem Kontinent aus.<\/p>\n<p>Schuld daran sei auch der Klimawandel, sagen Experten. Sie warnen: K\u00fcnftig werden solche medizinischen Notlagen h\u00e4ufiger, und sie treffen vor allem die \u00c4rmsten in den L\u00e4ndern des Globalen S\u00fcdens \u2013 obwohl die kaum etwas zum Klimawandel beitragen. \u00bbDas ist erst der Anfang, eine Art Weckruf\u00ab, sagt Professor Roma Chilengi vom staatlichen Zambia National Public Health Institute. \u00bbWir werden eine starke Zunahme an Krankheitsausbr\u00fcchen sehen. Die Entwicklungsl\u00e4nder stehen wegen des Klimawandels vor massiven Problemen. Das sollten endlich alle begreifen.\u00ab<\/p>\n<p>Jessica Bwali erlebt diese Probleme tagt\u00e4glich. Sie l\u00e4uft schnellen Schrittes durch eine der \u00e4rmeren Gegenden der Hauptstadt Lusaka. Die kleinen H\u00e4user und H\u00fctten stehen dicht an dicht, keine Stra\u00dfen f\u00fchren im Inneren entlang, nur verwinkelte Fu\u00dfwege. Bwali bleibt h\u00e4ufig stehen, redet mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, sie h\u00f6rt ihnen zu. Die Endzwanzigerin arbeitet f\u00fcr Tearfund, eine kirchliche Nichtregierungsorganisation.<\/p>\n<h3>Fr\u00fcher konnte man die Uhr nach dem Regen stellen<\/h3>\n<p>Sie war fr\u00fcher Radiomoderatorin, hostete eine landesweit bekannte Morningshow. Doch dann begannen 2019 die Stromausf\u00e4lle in <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/sambia\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Sambia<\/a>, wegen anhaltender D\u00fcrre. Die D\u00e4mme waren leer und Wasserkraft nicht mehr verf\u00fcgbar. Bwali fing an, \u00fcber die Gr\u00fcnde zu recherchieren. Heute ist sie eine der bekanntesten Klimaaktivistinnen im Land, geht an Schulen und f\u00f6rdert lokale Initiativen. \u00bbFr\u00fcher kamen die Regen immer am 24. Oktober, man konnte die Uhr danach stellen. Heute warten wir manchmal bis Januar auf Niederschlag, und dann f\u00e4llt pl\u00f6tzlich extrem viel auf einmal. Die Leute nehmen das wahr, aber sie wissen nicht, dass der Klimawandel dahintersteckt\u00ab, erz\u00e4hlt sie. Den aktuellen Cholera-Ausbruch sieht sie als Vorboten einer noch viel d\u00fcsteren Zeit.<\/p>\n<p>An diesem Mittwochvormittag hat sie ihre Gummistiefel vergessen. Sie muss in Turnschuhen \u00fcber Steine springen, die in Pf\u00fctzen gelegt wurden, als improvisierter Pfad. Wobei das Wort Pf\u00fctze eine ma\u00dflose Untertreibung ist, vielmehr sind es kleine Seen, die das Viertel durchziehen. Sie schimmern giftgr\u00fcn, Kaulquappen ziehen darin ihre Bahnen, manchmal treibt undefinierbarer Schaum auf dem Wasser.<\/p>\n<p>Dann zeigt ein Anwohner, warum sich die Cholera hier so ungehemmt ausbreiten kann: Seine Toilette, ein Au\u00dfenh\u00e4uschen aus Wellblech mit Plumpsklo, wurde durch die Starkregen der vergangenen Tage geflutet. Im Wasser treiben F\u00e4kalien, bahnen sich ihren Weg an den H\u00e4usern der Nachbarn vorbei. Idealer N\u00e4hrboden f\u00fcr vibrio cholerae, das winzige Cholera-Bakterium, das vor allem durch verunreinigtes Wasser und Nahrungsmittel \u00fcbertragen wird. \u00bbWir atmen Tod und Krankheit ein\u00ab, ruft der Bewohner w\u00fctend.<\/p>\n<p>Nebenan steht ein Bauarbeiter auf einem h\u00fcfthohen Betonsockel. Er sch\u00f6pft mit einem Eimer aus der giftgr\u00fcnen Suppe unter ihm, um Beton anzur\u00fchren. Auch Suzyo Daka war krank in den vergangenen Tagen, hatte Bauchschmerzen und Durchfall. Aktivistin Bwali ruft ihm ein paar Fragen zu, getrennt durch einen Wassergraben, den sie in ihren Turnschuhen nicht \u00fcberqueren kann. Vom Klimawandel wei\u00df Daka nichts, wohl aber von den Fluten hier in der Gegend. Mit ausgestreckter Hand zeigt er auf das Geb\u00e4ude gegen\u00fcber, bis zum ersten Stock habe es bis vor Kurzem noch unter Wasser gestanden.<\/p>\n<h3>Ein idealer N\u00e4hrboden f\u00fcr das Cholera-Bakterium<\/h3>\n<p>F\u00fcr ihn als Bauarbeiter sind es gute Zeiten, trotz der kursierenden Krankheiten. Denn immer mehr Menschen wollen ihre H\u00e4user h\u00f6her legen, lassen sich eine Plattform bauen wie die, an der Daka gerade arbeitet. \u00bbDas ist der neue Standard\u00ab, erz\u00e4hlt der 35-J\u00e4hrige. \u00bbKlimaanpassungsma\u00dfnahmen\u00ab, sagt Bwali, die Aktivistin, \u00bbdie Leute helfen sich selbst\u00ab.<\/p>\n<p>Die Regierung jedenfalls greift hier kaum ein. In der Gegend gibt es nicht einmal eine M\u00fcllabfuhr, die Abf\u00e4lle landen meist im Abwasserkanal, was die \u00dcberflutungen nur noch schlimmer macht. Vor knapp einem Jahr sei die nationale Katastrophenbeh\u00f6rde mal im Viertel gewesen, erz\u00e4hlen die Bewohnerinnen und Bewohner. Sie h\u00e4tten Fotos vom Wasser gemacht und die Anwohner gefragt, was zu tun w\u00e4re. Zur\u00fcckgekommen seien sie nicht. \u00bbL\u00e4nder wie Sambia haben keine Ressourcen, um dem Klimawandel zu begegnen, unsere Gesundheitssysteme sind schon jetzt am Limit\u00ab, sagt Bwali.<\/p>\n<p>Nicht nur die Fluten sind ein Problem: Wegen der immer sp\u00e4ter einsetzenden Regen wird ab Oktober das Wasser knapp, die Leitungen bleiben dann oft trocken. Viele Menschen weichen in dieser Zeit auf unsichere Wasserquellen aus, auf flach gegrabene Brunnen zum Beispiel. Dort hatte der j\u00fcngste Cholera-Ausbruch im vergangenen Herbst seinen Ursprung, die ersten Krankheitsf\u00e4lle wurden gemeldet. Als dann zum Ende des Jahres die schweren Regen folgten, mischten sich die Cholera-verseuchten F\u00e4kalien mit dem Trinkwasser, der perfekte Sturm.<\/p>\n<h3>Die Krankheit f\u00fchrt zu akutem Fl\u00fcssigkeitsmangel<\/h3>\n<p>In der George Community Clinic im gr\u00f6\u00dften Armenviertel der Stadt ist die Stimmung angespannt. Ein Arzt liest gerade die Namen derjenigen vor, die ins Heroes-Stadion gebracht werden sollen. Die meisten Genannten protestieren lautstark. Sie haben Angst vor dem gro\u00dfen Behandlungszentrum. Ger\u00fcchte und Verschw\u00f6rungstheorien kursieren unter den Patienten, es w\u00fcrde dort an Menschen experimentiert, man komme nie wieder heraus. Doch in dem kleinen, lokalen Krankenhaus d\u00fcrfen sie nicht bleiben, die Betten werden dringend gebraucht.<\/p>\n<p>Mit nur ein paar Zentimetern Abstand stehen die dunkelgr\u00fcnen Liegen auf dem Betonboden, ein d\u00fcnner hellgr\u00fcner Vorhang trennt die Raumh\u00e4lfte f\u00fcr m\u00e4nnliche Patienten von der f\u00fcr weibliche. Es riecht nach Chlor, der kahle Boden wird rund um die Uhr feucht gehalten. In die Liegen sind auf H\u00fcfth\u00f6he L\u00f6cher geschnitten, darunter stehen Eimer. Einen Liter Durchfall kann ein Cholera-Patient pro Stunde abgeben, die Krankheit f\u00fchrt zu akutem Fl\u00fcssigkeitsmangel und verl\u00e4uft deswegen unbehandelt schnell t\u00f6dlich.<\/p>\n<p>Hier in der Klinik h\u00e4ngen fast alle Patienten am Tropf, darunter einige Kinder, manche sind komplett weggetreten. Eine \u00e4ltere Frau hat sich gerade erbrochen, schnell dreht eine Pflegerin sie auf die Seite, damit sie nicht erstickt. Viele der Helferinnen sind Freiwillige, so wie Violet Chizema. Seit mehr als 20 Jahren hilft die 65-J\u00e4hrige in der George Clinic, hat schon mehrere Cholera-Ausbr\u00fcche mitgemacht. Sie hat in den Eimern unter den Liegen F\u00f6ten gefunden, die schwangere Frauen mit dem Durchfall verloren haben. \u00bbNeulich kam ein kleiner Junge rein, ich sang mit ihm noch Lieder, kurz darauf war er tot.\u00ab Zum Weinen blieb ihr keine Zeit. Die Cholera-Toten w\u00e4scht sie mit einer L\u00f6sung mit zwei Prozent Chloranteil.<\/p>\n<p>Eigentlich hatte die Regierung Pflegekr\u00e4ften wie ihr 100 Sambische Kwacha pro Tag versprochen, umgerechnet etwa drei Euro. Doch bis heute sei nichts davon angekommen. Chizema macht trotzdem weiter, jeden Tag eine Schicht, acht Stunden am St\u00fcck, seit Wochen schon. \u00bbIch will meiner Community helfen, wir m\u00fcssen das gemeinsam \u00fcberstehen\u00ab, sagt sie. Auf Hilfe von der Regierung setzt sie kaum noch.<\/p>\n<p>Chizema arbeitet nicht nur im Krankenhaus, sie dreht nach Dienstschluss auch ihre Runden im Viertel, kontrolliert die Einhaltung der Hygienevorschriften. Die 65-J\u00e4hrige steigt aus dem wei\u00dfen Overall, desinfiziert ihre Schuhe. Dann l\u00e4uft sie \u00fcber den Markt, auf selbst zusammengezimmerten Holzst\u00e4nden liegt rohes Fleisch aus, teils ganze Kuhk\u00f6pfe, viele Innereien, alles voller Fliegen. Ab und an versuchen die Marktfrauen, sie mit kleinen Wedeln zu vertreiben, doch sofort danach ist die Ware wieder \u00fcbers\u00e4t mit schwarzen Punkten.<\/p>\n<p>Chizema erkl\u00e4rt mit ruhiger Stimme, warum sie hier ist, sie sagt S\u00e4tze wie: \u00bbIch will dir dein Gesch\u00e4ft nicht wegnehmen.\u00ab Dann bittet sie die Verk\u00e4uferinnen zumindest Netze \u00fcber die Waren zu legen, denn Fliegen k\u00f6nnten Krankheiten \u00fcbertragen \u2013 doch ihre Bitten bleiben meist erfolglos. Auf der Stra\u00dfe hinter ihr f\u00e4hrt gerade ein Auto mit aufmontiertem Lautsprecher vorbei, daraus dr\u00f6hnt eine laute Stimme, die dazu aufruft, Angeh\u00f6rige mit Symptomen sofort ins Krankenhaus zu bringen. Violet Chizema winkt den Kollegen kurz zu, man kennt sich.<\/p>\n<p>Ein weiteres Team freiwilliger Helferinnen ist im Viertel unterwegs; sie sollen f\u00fcr den Cholera-Impfstoff werben. Dabei sind nicht einmal genug Impfdosen im Land. Weltweit fehlen Millionen. Die Ausbr\u00fcche werden immer h\u00e4ufiger, die Produktion dagegen stockt. \u00bbCholera ist eine Arme-Leute-Krankheit, da wird nicht so massiv investiert wie bei Corona. Die Pharmaindustrie interessiert sich nicht f\u00fcr den Globalen S\u00fcden, hier lassen sich keine Gesch\u00e4fte machen\u00ab, moniertProfessor Roma Chilengi vom Zambia National Public Health Institute.<\/p>\n<p>100 Milliarden Euro wollten die L\u00e4nder des Globalen Nordens pro Jahr den Staaten des Globalen S\u00fcdens zur Verf\u00fcgung stellen, damit sie die Folgen des Klimawandels bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Eigentlich. Die Summe wurde nie erreicht, zudem sind die direkten Sch\u00e4den durch Tropenst\u00fcrme, Fluten und D\u00fcrren bereits immens, da bleibt kaum noch Geld f\u00fcr akute Gesundheitskrisen \u00fcbrig. Sambia ist hoch verschuldet, stand w\u00e4hrend der Coronapandemie 2020 bereits kurz vor der Staatspleite, als es einen Eurobond-Kredit nicht mehr bedienen konnte.<\/p>\n<p>Die sambische Regierung versucht derweil, vor allem den Imageschaden zu begrenzen. An einem Donnerstagvormittag zieht die Gesundheitsministerin mit einem Kabinettskollegen durch die Armenviertel von Lusaka, begleitet von einem Pressetross, die Aktion soll Entschlossenheit zeigen. Sie inspizieren Toiletten, r\u00fccken in L\u00e4den ein, lassen sich Lizenzen zeigen. Die anwesende B\u00fcrgermeisterin wird regelm\u00e4\u00dfig zusammengefaltet: Warum dieses unhygienische Gesch\u00e4ft \u00fcberhaupt eine Lizenz habe, warum der Abwasserkanal voller M\u00fcll sei?<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich st\u00f6\u00dft der Tross auf einen Arbeiter der Stadtreinigung, der mit einem langen, d\u00fcnnen Draht einen verstopften Abwassertank frei stochert, die stinkende graubraune Br\u00fche l\u00e4uft dabei den Hang hinunter. \u00bbDas geht so nicht! Wer ist dein Vorgesetzter?\u00ab, schreien die Politiker. Dann f\u00fchrt der Minister f\u00fcr kommunale Angelegenheiten vor den laufenden Kameras gleich zwei Telefonate gleichzeitig, eins am linken Ohr und eins am rechten. Am Ende scheint er zufrieden, der F\u00e4kalien-Sauger werde kommen!<\/p>\n<p>Die umstehenden Anwohner sind skeptischer: \u00bbSt\u00e4ndig wird uns etwas versprochen, am Ende passiert aber nichts\u00ab, ruft einer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Helden tragen keine Fu\u00dfballschuhe, sondern wei\u00dfe Ganzk\u00f6rperanz\u00fcge. Sie k\u00e4mpfen nicht um einen Pokal, sondern um Menschenleben. Vor dem Heroes-Stadion herrscht hektisches Treiben. 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