{"id":2621,"date":"2020-09-18T08:00:58","date_gmt":"2020-09-18T05:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/fbi-warnt-vor-leicht-entzundbarer-gewalt-in-den-usa\/"},"modified":"2020-09-18T08:00:58","modified_gmt":"2020-09-18T05:00:58","slug":"fbi-warnt-vor-leicht-entzundbarer-gewalt-in-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/fbi-warnt-vor-leicht-entzundbarer-gewalt-in-den-usa\/","title":{"rendered":"FBI warnt vor &#8220;leicht entz\u00fcndbarer&#8221; Gewalt in den USA"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/b73cafdf-417c-4cc5-9447-84d3fca0c293_w948_r1.77_fpx59.2_fpy54.96.jpg\" title=\"Polizisten gegen Demonstranten in Portland, Oregon (am 5. September): Deutliche Warnung des FBI\" alt=\"Polizisten gegen Demonstranten in Portland, Oregon (am 5. September): Deutliche Warnung des FBI\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Polizisten gegen Demonstranten in Portland, Oregon (am 5. September): Deutliche Warnung des FBI <\/p>\n<p>  Foto:\u2002Noah Berger \/ AP  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Weniger als 50 Tage vor der Pr\u00e4sidentschaftswahl zeigt sich das FBI besorgt, dass die gewaltt\u00e4tigen Konfrontationen zwischen verfeindeten politischen Gruppen in den USA zunehmen k\u00f6nnten. Der Direktor der Bundespolizei, Christopher Wray, sagte in einer Kongressanh\u00f6rung in Washington, seine Beh\u00f6rde sei beunruhigt \u00fcber die gewachsenen Spannungen auf den Stra\u00dfen und Gruppierungen, die Proteste &quot;kapern&quot;, um zur Gewalt anzustacheln.<\/p>\n<p>Es gebe ein neues Ausma\u00df von &quot;leicht entz\u00fcndbarer&quot; Gewaltbereitschaft, sagte Wray vor dem Ausschuss f\u00fcr Heimatschutz des Repr\u00e4sentantenhauses. Gruppen von gegens\u00e4tzlichen politischen Seiten tr\u00fcgen zur &quot;Gefahr der Lage&quot; bei. Das FBI beobachte die Lage genau.<\/p>\n<p>In den vergangenen Monaten ist es in den USA wiederholt zu Konfrontationen zwischen stark rechtsgerichteten Aktivisten und Anti-Rassismus-Demonstranten gekommen. In Kenosha im Bundesstaat Wisconsin wurden im August am Rande der Proteste zwei Menschen erschossen. Als Tatverd\u00e4chtiger wurde ein 17-j\u00e4hriger Wei\u00dfer mit Verbindungen zu konservativen Gruppen festgenommen &#8211; der auch eine Trump-Wahlkampfveranstaltung besucht haben soll.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter im August wurde am Rande einer Anti-Rassismus-Demonstration in Portland im Bundesstaat Oregon ein wei\u00dfer Anh\u00e4nger der ultrarechten Gruppe Patriot Prayer erschossen. Der Tatverd\u00e4chtige wurde seinerseits von der Polizei erschossen. US-Medienberichten zufolge soll es sich um einen 48-j\u00e4hrigen Anh\u00e4nger der linksgerichteten Antifa-Bewegung gehandelt haben.<\/p>\n<p>Die landesweiten Anti-Rassismus-Proteste waren durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis entfacht worden und wurden seither durch weitere F\u00e4lle von Polizeigewalt gegen Schwarze befeuert. Die Proteste sind \u00fcberwiegend friedlich, doch gab es wiederholt gewaltt\u00e4tige Ausschreitungen.<\/p>\n<h3>Laut FBI gezielte Kampagne, um Biden &quot;zu verunglimpfen&quot;<\/h3>\n<p>Pr\u00e4sident Trump macht linksextreme &quot;Anarchisten&quot; f\u00fcr die Gewalt am Rande der Proteste verantwortlich. In seiner Kampagne f\u00fcr die Wahl am 3. November setzt sich Trump als Kandidat von &quot;Recht und Ordnung&quot; in Szene.<\/p>\n<p>Kritiker werfen ihm vor, mit zahlreichen kaum verschleierten Aussagen die Gewalt noch angestachelt zu haben. So bezeichnete Trump eine Gruppe seiner Anh\u00e4nger, die in Portland teils gezielt die Gegenseite provoziert hatte, auf Twitter als &quot;gro\u00dfartige Patrioten&quot;.<\/p>\n<p>Auch zum Wahlkampf selbst \u00e4u\u00dferte sich Wray in seiner Aussage konkret. Russland mischt sich nach seinen Worten wieder massiv ein. Dabei gehe es speziell darum, den demokratischen Gegenkandidaten von Pr\u00e4sident Trump, Joe Biden, &quot;zu verunglimpfen&quot;, so Wray.<\/p>\n<h3>Immer wieder die Frage nach Antifa<\/h3>\n<p>&quot;Wir sehen sehr, sehr aktive Bem\u00fchungen der Russen, unsere Wahlen 2020 zu beeinflussen&quot;, sagte er weiter. Sie versuchten auch, &quot;Spaltung und Zwietracht&quot; zu s\u00e4en. Das war laut US-Geheimdiensten auch eine Vorgehensweise von Russland aus gef\u00fchrter Kampagnen vor der Pr\u00e4sidentenwahl 2016. Unterdessen habe man &#8211; bisher anders als damals &#8211; keine direkten Attacken auf die Wahl-Infrastruktur festgestellt, sagte der FBI-Direktor. Die russische Regierung hatte die Vorw\u00fcrfe stets zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p>Die Abgeordneten im Heimatschutz-Ausschuss des Repr\u00e4sentantenhauses befragten Wray auch intensiv zur sogenannten Antifa-Bewegung, die Trump in seinem Wahlkampf als eine zentrale Gefahr und treibende Kraft hinter den Ausschreitungen in amerikanischen St\u00e4dten darstellt.<\/p>\n<h3>FBI-Chef widerspricht indirekt dem Pr\u00e4sidenten<\/h3>\n<p>Die Republikaner suchten dabei mit ihren Fragen eine Best\u00e4tigung dieser Einsch\u00e4tzung, die Demokraten zogen sie in Zweifel. Wray sagte dazu, dass Antifa aus Sicht des FBI eher eine Bewegung als eine Organisation sei &#8211; und widersprach damit indirekt den Darstellungen des Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p>Zugleich betonte er aber auch, dass die Bundespolizei wegen des Extremismus-Verdacht gegen einzelne Personen ermittele, die sich mit der Antifa identifizierten.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Polizisten gegen Demonstranten in Portland, Oregon (am 5. September): Deutliche Warnung des FBI Foto:\u2002Noah Berger \/ AP Weniger als 50 Tage vor der Pr\u00e4sidentschaftswahl zeigt sich das FBI besorgt, dass die gewaltt\u00e4tigen Konfrontationen zwischen verfeindeten politischen Gruppen in den USA zunehmen k\u00f6nnten. 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