{"id":25935,"date":"2024-01-14T11:07:12","date_gmt":"2024-01-14T08:07:12","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/taiwan-china-emport-uber-japans-gluckwunsche-fur-taiwans-prasidenten-william-lai\/"},"modified":"2024-01-14T11:07:12","modified_gmt":"2024-01-14T08:07:12","slug":"taiwan-china-emport-uber-japans-gluckwunsche-fur-taiwans-prasidenten-william-lai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/taiwan-china-emport-uber-japans-gluckwunsche-fur-taiwans-prasidenten-william-lai\/","title":{"rendered":"Taiwan: China emp\u00f6rt \u00fcber Japans Gl\u00fcckw\u00fcnsche f\u00fcr Taiwans Pr\u00e4sidenten William Lai"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Nach dem Wahlsieg von William Lai in <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/taiwan\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Taiwan<\/a> hat sich die chinesische Botschaft in <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/japan\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Japan<\/a> am Sonntag \u00fcber die Gl\u00fcckw\u00fcnsche Japans an Taiwans neuen Pr\u00e4sidenten emp\u00f6rt gezeigt. Wie die Botschaft mitteilte, sprach man sich entschieden gegen die Erkl\u00e4rung der japanischen Au\u00dfenministerin Yoko Kamikawa aus, die William Lai zuvor in einer Mitteilung gratulierte und erkl\u00e4rte: \u00bbWir erwarten, dass die Taiwanfrage durch einen Dialog friedlich gel\u00f6st wird und so zu Frieden und Stabilit\u00e4t in der Region beitr\u00e4gt.\u00ab Die chinesische Botschaft bezeichnete die \u00c4u\u00dferung der Ministerin als \u00bbernsthafte Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas\u00ab, wie die Beh\u00f6rde \u00fcber ihr offizielles Konto beim chinesischen Chat-Dienst \u00bbWeChat\u00ab mitteilte.<\/p>\n<p>Die Regierung in Peking hatte Lai, der Pr\u00e4sidentschaftskandidat der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP), vor der Abstimmung bereits als gef\u00e4hrlichen Separatisten bezeichnet. In einer ersten Reaktion nach der Wahl hie\u00df es, der Sieg von Lai werde nichts an der grundlegenden Art der Beziehungen \u00e4ndern. Das Wahlergebnis zeige, dass die Fortschrittspartei nicht die Mehrheit der vorherrschenden \u00f6ffentlichen Meinung auf der Insel repr\u00e4sentiere, so Chen Binhua, ein Sprecher der f\u00fcr Taiwan-Angelegenheiten zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde Chinas. Peking werde sich \u00bbseparatistischen Handlungen zu einer Unabh\u00e4ngigkeit Taiwans\u00ab widersetzen. \u00bbWir werden uns an den Konsens von 1992 halten, der das Ein-China-Prinzip verk\u00f6rpert\u00ab, hie\u00df es weiter. \u00bbAusl\u00e4ndische Einmischung\u00ab lehne Peking ab.<\/p>\n<p>Peking brach 2016 den Kontakt zu Taipeh ab. Die Kommunistische Partei argumentiert historisch, dass Taiwan zu China geh\u00f6rt, obwohl sie die Insel bislang nie regierte und dort seit Jahrzehnten eine unabh\u00e4ngige, demokratisch gew\u00e4hlte Regierung sitzt. China will eine \u00bbWiedervereinigung\u00ab und diese notfalls milit\u00e4risch herbeif\u00fchren. Ein Krieg in der f\u00fcr die internationale Schifffahrt wichtigen Taiwanstra\u00dfe w\u00fcrde jedoch den Welthandel sehr hart treffen und k\u00f6nnte die USA involvieren. Dementsprechend reagierte die KP wenig begeistert auf die Wahl. \u00bbEgal wie sich die Situation auf der Insel Taiwan ver\u00e4ndert, kann sich die grundlegende Tatsache, dass es nur ein China auf der Welt gibt und dass Taiwan ein Teil Chinas ist, nicht \u00e4ndern\u00ab, teilte die Regierung in Peking in der Nacht zum Sonntag mit.<\/p>\n<p>Auf Taiwan konterte die dortige Beh\u00f6rde f\u00fcr Angelegenheiten mit China, Peking solle das Wahlergebnis respektieren und \u00bbsich vern\u00fcnftig der neuen Lage in der Taiwanstra\u00dfe stellen\u00ab. China solle mit Taiwan ohne Vorbedingungen kommunizieren, um Stabilit\u00e4t in der Region zu schaffen.<\/p>\n<h3>US-Delegation in Taiwan erwartet<\/h3>\n<p>Am Sonntag soll eine US-Delegation zu einem inoffiziellen Besuch auf der Insel eintreffen. Die von US-Pr\u00e4sident Joe Biden entsandte Delegation werde am Montag Gespr\u00e4che mit \u00bbeiner Reihe von f\u00fchrenden politischen Pers\u00f6nlichkeiten\u00ab f\u00fchren, erkl\u00e4rte die De-facto-Botschaft der USA in Taipeh, das Amerikanische Institut in Taiwan. Sie soll demnach auch \u00bbdie Gl\u00fcckw\u00fcnsche des amerikanischen Volkes an Taiwan f\u00fcr den Erfolg der Wahlen \u00fcberbringen\u00ab. Die Delegation besteht den Angaben zufolge aus dem fr\u00fcheren Nationalen Sicherheitsberater Stephen Hadley, dem ehemaligen stellvertretenden Au\u00dfenminister James Steinberg und der Pr\u00e4sidentin das Amerikanischen Instituts, Laura Rosenberger.<\/p>\n<p>Zuvor hatte US-Au\u00dfenminister Antony Blinken Lai bereits zum Wahlsieg gratuliert und das \u00bbstabile demokratische System\u00ab Taiwans gelobt. <\/p>\n<p>Der britische Au\u00dfenminister <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/david_cameron\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">David Cameron<\/a> sagte, er hoffe, dass Taiwan und China ihre Bem\u00fchungen um eine friedliche Beilegung ihrer Differenzen fortsetzen w\u00fcrden. \u00bbDie heutigen Wahlen sind ein Beweis f\u00fcr Taiwans lebendige Demokratie\u00ab, so Cameron in einer Erkl\u00e4rung. Die Pr\u00e4sidentin des franz\u00f6sischen Unterhauses, Yael Braun-Pivet, w\u00fcnschte der taiwanesischen Demokratie alles Gute: \u00bbMehr denn je m\u00fcssen wir weiter zusammenarbeiten, um Recht und Frieden \u00fcber die Meerenge hinweg zu verteidigen.\u00ab Ein Sprecher des EU-Au\u00dfenbeauftragten Josep Borrell teilte mit, man begl\u00fcckw\u00fcnsche alle W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler, die an dieser demokratischen \u00dcbung teilgenommen h\u00e4tten. Taiwan und die EU vereine das Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten.<\/p>\n<p>In <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/suedkorea\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">S\u00fcdkorea<\/a> berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Sprecher des s\u00fcdkoreanischen Au\u00dfenministeriums als Reaktion auf die Wahl, dass das Land auf die Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilit\u00e4t in Taiwan hoffe. Die Sprecherin des russischen Au\u00dfenministeriums, Maria Sacharowa, erkl\u00e4rte dagegen nach der Abstimmung, Moskau betrachte Taiwan weiterhin als integralen Bestandteil Chinas.<\/p>\n<p>William Lai hatte die Wahl nach Hochrechnungen vom Samstag in Taiwan <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/taiwan-wahl-william-lai-von-der-regierungspartei-dpp-gewinnt-praesidentschaftswahl-a-f797622e-c7a2-4221-a221-bd154156f286\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">gewonnen<\/a>. Die Partei von Lai tritt f\u00fcr eine eigenst\u00e4ndige Identit\u00e4t Taiwans ein und lehnt die Gebietsanspr\u00fcche Chinas ab. Das Ergebnis ist f\u00fcr die weitere Entwicklung der komplizierten Beziehung zu China wichtig, das das demokratisch regierte und industriell hoch entwickelte Taiwan als abtr\u00fcnnige Provinz betrachtet.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Eine Analyse zum Wahlsieg von DPP-Kandidat Lai lesen Sie hier: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/wahlsieger-william-lai-taiwan-sagt-nein-zu-chinas-unterwerfungsbefehl-a-1ebf627d-7222-4405-814b-a3871a5b4f06\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Taiwan sagt Nein zu Chinas Unterwerfungsbefehl <\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Wahlsieg von William Lai in Taiwan hat sich die chinesische Botschaft in Japan am Sonntag \u00fcber die Gl\u00fcckw\u00fcnsche Japans an Taiwans neuen Pr\u00e4sidenten emp\u00f6rt gezeigt. 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