{"id":25815,"date":"2024-01-09T05:36:09","date_gmt":"2024-01-09T02:36:09","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/lokfuhrer-streik-gericht-lehnt-eilantrag-der-bahn-ab\/"},"modified":"2024-01-09T05:36:09","modified_gmt":"2024-01-09T02:36:09","slug":"lokfuhrer-streik-gericht-lehnt-eilantrag-der-bahn-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/lokfuhrer-streik-gericht-lehnt-eilantrag-der-bahn-ab\/","title":{"rendered":"Lokf\u00fchrer-Streik: Gericht lehnt Eilantrag der Bahn ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Mit einer einstweiligen Verf\u00fcgung wollte die Bahn den mehrt\u00e4gigen Lokf\u00fchrerstreik ab Mittwoch stoppen \u2013 und ist damit in erster Instanz gescheitert. Der Konzern geht gegen die Entscheidung beim Hessischen Landesarbeitsgericht in Berufung. Urteile der zweiten Instanz sind f\u00fcr Dienstag zu erwarten. <\/p>\n<p>\u00bbDiesem Streik fehlt die Legitimation und die Grundlage. Im Sinne unserer Kundinnen und Kunden tun wir deshalb alles, um ihn zu verhindern\u00ab, sagte Florian Weh, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des DB-Arbeitgeberverbands AGV MOVE, nach der Verhandlung. \u00bbZudem hat die DB ein neues Angebot vorgelegt, in dem wir der <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/gdl\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">GDL<\/a> nicht nur insgesamt 11 Prozent anbieten, sondern ihr auch bei ihrer Kernforderung zur Arbeitszeit weit entgegenkommen. Das ist eine hervorragende Grundlage f\u00fcr einen Kompromiss.\u00ab<\/p>\n<p>Sollte die Bahn auch vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht scheitern, m\u00fcssen sich Fahrg\u00e4ste zwischen Mittwoch und Freitag erneut auf weitreichende Einschr\u00e4nkungen im Personenverkehr der Deutschen Bahn einstellen. Der Streik der GDL soll von Mittwochmorgen um 2 Uhr bis Freitagabend um 18 Uhr bundesweit andauern. Die Auswirkungen d\u00fcrften wie bei den bisherigen Arbeitsk\u00e4mpfen auch schon in den Stunden davor und danach zu sp\u00fcren sein.<\/p>\n<p>Betroffen w\u00e4re nicht nur die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/deutsche_bahn\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Deutsche Bahn<\/a>, sondern unter anderem auch der Wettbewerber Transdev. Dieser war wie die GDL in einem parallelen Verfahren zuvor ebenfalls vor dem Arbeitsgericht gescheitert. <\/p>\n<h3>Seit November streiten die Gewerkschaften und die Bahn<\/h3>\n<p>Vorbehaltlich der Entscheidung des Landesarbeitsgerichts ist es der dritte und bisher l\u00e4ngste Arbeitskampf im laufenden Tarifkonflikt. Seit Anfang November streitet die GDL mit der Bahn und weiteren Unternehmen auch um mehr Geld. Knackpunkt ist aber vielmehr die Forderung der Gewerkschaft nach einer Arbeitszeitreduzierung f\u00fcr Schichtarbeiter von 38 auf 35 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. Die Verhandlungen mit der Bahn hat die GDL bereits f\u00fcr gescheitert erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Zweimal kam es dabei bisher zu Warnstreiks von maximal 24 Stunden. Im Dezember stimmten die Gewerkschaftsmitglieder per Urabstimmung mit einer Mehrheit von 97 Prozent <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-lokfuehrer-verkuenden-unbefristeten-streik-a-2822ce52-f4c1-4598-9afb-6e733f970e86\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">unbefristeten Streiks zu<\/a>. Seither sind l\u00e4ngere Arbeitsk\u00e4mpfe m\u00f6glich. GDL-Chef <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/claus_weselsky\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Claus Weselsky<\/a> hatte den fast dreit\u00e4gigen Ausstand am Montag als verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig bezeichnet.<\/p>\n<h3>Bahn bereitet Notfahrplan mit l\u00e4ngeren Z\u00fcgen vor<\/h3>\n<p>Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass der Lokf\u00fchrerstreik in dieser Woche Millionen Fahrg\u00e4ste trifft. Wie schon bei den bisherigen Arbeitsk\u00e4mpfen in der laufenden Tarifrunde will sie einen Notfahrplan mit stark eingeschr\u00e4nktem Angebot anbieten. \u00bbF\u00fcr diese Fahrten setzt die DB l\u00e4ngere Z\u00fcge mit mehr Sitzpl\u00e4tzen ein, um m\u00f6glichst viele Menschen an ihr Ziel bringen zu k\u00f6nnen. Dennoch kann eine Mitfahrt nicht garantiert werden\u00ab, teilte das Unternehmen am Sonntagabend mit. Es bat Reisende darum, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bahn-ruft-fahrgaeste-auf-wegen-gdl-streik-reisen-zu-verschieben-a-6d6b6ea7-2f47-4dc2-b6c0-b23dbdb4f951\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">ihre Fahrt zu verschieben<\/a>.<\/p>\n<p>Bei den GDL-Warnstreiks im vergangenen Jahr musste die Bahn jeweils rund 80 Prozent des Fernverkehrsangebotes streichen. Die Auswirkungen im Regionalverkehr waren je nach Region sehr unterschiedlich. In manchen Bundesl\u00e4ndern fuhr so gut wie kein Zug mehr. Sofern sich die Streikbeteiligung nicht grundlegend unterscheidet, sind nun \u00e4hnliche Auswirkungen zu erwarten.<\/p>\n<p>\u00bbDieser Streik ist nicht nur absolut \u00fcberfl\u00fcssig, sondern wir halten ihn auch rechtlich f\u00fcr nicht zul\u00e4ssig\u00ab, sagte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler. Das Arbeitsgericht in Frankfurt teilte diese Auffassung allerdings nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer einstweiligen Verf\u00fcgung wollte die Bahn den mehrt\u00e4gigen Lokf\u00fchrerstreik ab Mittwoch stoppen \u2013 und ist damit in erster Instanz gescheitert. 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