{"id":2564,"date":"2020-09-15T18:10:53","date_gmt":"2020-09-15T15:10:53","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/schweinepest-in-brandenburg-weitere-wildschweine-positiv-getestet\/"},"modified":"2020-09-15T18:10:53","modified_gmt":"2020-09-15T15:10:53","slug":"schweinepest-in-brandenburg-weitere-wildschweine-positiv-getestet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/schweinepest-in-brandenburg-weitere-wildschweine-positiv-getestet\/","title":{"rendered":"Schweinepest in Brandenburg: Weitere Wildschweine positiv getestet"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/e91984c5-0001-0004-0000-000001221609_w948_r1.77_fpx74_fpy56.jpg\" title=\"Wildschwein: F\u00fcr Menschen ist die Krankheit ungef\u00e4hrlich\" alt=\"Wildschwein: F\u00fcr Menschen ist die Krankheit ungef\u00e4hrlich\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Wildschwein: F\u00fcr Menschen ist die Krankheit ungef\u00e4hrlich<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Bernd Settnik\/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Deutschland offenbar weiter aus. Nachdem in der vergangenen Woche der erste bundesweite Fall in Brandenburg bekannt wurde, sind nun wahrscheinlich weitere Tiere betroffen. Eine Infektion mit der Afrikanischen Schweinepest verl\u00e4uft in der Regel schnell und heftig. Manche Virenst\u00e4mme t\u00f6ten 100 Prozent der befallenen Tiere. <\/p>\n<p>Schon in der vergangenen Woche war der Kadaver eines Wildschweins in Brandenburg gefunden worden. Ein Test auf den Erreger fiel positiv aus. Es war der erste Nachweis der Seuche in Deutschland. Um ein weiteres Ausbreiten der Krankheit zu verhindern, wurde am Wochenende ein 12 Kilometer langer mobiler Elektrozaun rund um den Fundort aufgebaut. <\/p>\n<p>Die Kadaver der aktuell betroffen Tiere sind ganz in der N\u00e4he des Fundortes des ersten Schweinepest-Falls in Deutschland entdeckt worden, sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Gr\u00fcne) am Dienstag vor Abgeordneten des Brandenburger Landtags. Es handle sich um vier tot aufgefundene Wildschweine und ein krank erlegtes Tier. Die ersten Tests seien positiv ausgefallen, letzte Sicherheit solle nun eine Untersuchung der Tiere durch das Friedrich-Loeffler-Institut bringen.<\/p>\n<p>Nicht nur f\u00fcr Wildschweine ist das Virus fatal, auch Hausschweine k\u00f6nnen betroffen sein. Mehrere L\u00e4nder haben wegen des ersten bekannten Nachweises bereits Importverbote f\u00fcr Schweinefleisch aus Deutschland verh\u00e4ngt. Darunter auch China, der gr\u00f6\u00dfte Importeur von deutschem Schweinefleisch au\u00dferhalb der EU. <\/p>\n<p>Wegen der Schweinepest haben auch S\u00fcdkorea, Japan, Brasilien und Argentinien deutsche Schweinefleisch-Einfuhren verboten. Das Bundesagrarministerium ist mit den Regierungen dieser L\u00e4nder im Gespr\u00e4ch, um Vereinbarungen zu erreichen, hie\u00df esvom Ministerium. Dies zielt darauf, Einfuhrstopps wegen der Schweinepest nur auf Betriebe aus betroffenen deutschen Regionen zu beschr\u00e4nken &#8211; und nicht f\u00fcr ganz Deutschland einzuf\u00fchren. So ist es auch in der EU geregelt, in die rund 70 Prozent der Schweinefleisch-Exporte gehen.<\/p>\n<p>Faktisch kommt ein Exportstopp f\u00fcr die meisten Ziell\u00e4nder au\u00dferhalb der EU zum Tragen. Hintergrund ist, dass in Ausfuhrzertifikaten nun nicht mehr angegeben k\u00f6nne, dass Deutschland &quot;Schweinepest-frei&quot; ist, wie das Ministerium erl\u00e4uterte.<\/p>\n<h3>Auch wer Fleisch von infizierten Tieren verzehrt, kann nicht erkranken<\/h3>\n<p>Die Landwirte in Brandenburg besch\u00e4ftigt die Frage, wie es f\u00fcr sie und ihre Betriebe weitergeht. In den drei Landkreisen, die bis zu 24 Kilometer entfernt um die Fundorte liegen, wurden Beschr\u00e4nkungen erlassen. In Oder-Spree, Dahme-Spreewald und Spree-Nei\u00dfe ist damit der Tierverkehr beschr\u00e4nkt. Felder und W\u00e4lder d\u00fcrfen nicht betreten werden.<\/p>\n<p>Der Erreger der Schweinepest ist ein DNA-Virus, so wie Herpes-, Papilloma- und Pockenviren. F\u00fcr Menschen ist es, anders als diese Verwandten, nicht gef\u00e4hrlich: Die Afrikanische Schweinepest ist keine Zoonose. Auch wer Fleisch von infizierten Tieren verzehrt, kann nicht daran erkranken.<\/p>\n<p>Die Viren sind allerdings extrem widerstandsf\u00e4hig, sie k\u00f6nnen \u00fcber Jahre \u00fcberleben und ansteckend bleiben &#8211; in gefrorenem Fleisch sogar bis zu 1000 Tage lang. Die Stabilit\u00e4t und die leichte \u00dcbertragbarkeit \u00fcber Lebensmittel, Blut in kleinsten Mengen oder Tierkadaver macht die Eind\u00e4mmung so schwierig &#8211; jedes Wurstbrot, das Reisende auf einem Rastplatz am Waldrand entsorgen, kann ein Wildschwein infizieren, jede Reifenspur eines Lastwagens die Seuche verbreiten: Das Virus kann an Fahrzeugen, Kleidung oder Schuhen haften. <\/p>\n<p>Bei Wildschweinen verl\u00e4uft die Krankheit \u00e4hnlich wie beim Hausschwein. Die Tiere sind fiebrig und schwach, haben Durchfall und Luftnot. In Afrika kommt das Virus in Warzenschweinen vor und wird \u00fcber Lederzecken auf Hausschweine \u00fcbertragen. <\/p>\n<p>In Europa tauchte die Krankheit erstmals 1978 auf Sardinien auf, konnte dort aber trotz wiederholter Ausbr\u00fcche lokal begrenzt werden. \u00dcber kontaminierte Lebensmittel nach Georgien eingeschleppt, begann sich das ASP-Virus dann 2007 in Europa auszubreiten. Von Polen aus hat es nun Brandenburg erreicht.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Wildschwein: F\u00fcr Menschen ist die Krankheit ungef\u00e4hrlich Foto:\u2002Bernd Settnik\/ dpa Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Deutschland offenbar weiter aus. 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