{"id":25639,"date":"2024-01-01T12:26:55","date_gmt":"2024-01-01T09:26:55","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/japan-schweres-erdbeben-in-japan-tsunami-wellen-treffen-auf-land\/"},"modified":"2024-01-01T12:26:55","modified_gmt":"2024-01-01T09:26:55","slug":"japan-schweres-erdbeben-in-japan-tsunami-wellen-treffen-auf-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/japan-schweres-erdbeben-in-japan-tsunami-wellen-treffen-auf-land\/","title":{"rendered":"Japan: Schweres Erdbeben in Japan \u2013 Tsunami-Wellen treffen auf Land"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\"><strong><em>Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ein Erdbeben der St\u00e4rke 7,6 hat die japanische Hauptinsel Honshu ersch\u00fcttert. Das Epizentrum befand sich in Noto, einer Halbinsel in der Pr\u00e4fektur Ishikawa im zentralen Norden des Landes. Die Erde bebte dort gegen 16:10 Uhr Ortszeit, das war 8:10 Uhr deutscher Zeit.<\/p>\n<p>Die nationale meteorologische Beh\u00f6rde gab eine Warnung vor bis zu drei Meter hohen Tsunamiwellen entlang der K\u00fcste am Japanischen Meer aus. Im Hafen von Wajima am n\u00f6rdlichen Ende der Halbinsel Noto kam laut dem Sender NHK eine mindestens 1,2 Meter hohe Welle an. In Toyama, am s\u00fcd\u00f6stlichen Ende, war die Welle noch 0,8 Meter hoch. Weitere kleinere Wellen kamen in anderen Ortschaften in der Region an. Gr\u00f6\u00dfere Wellen werden aktuell nicht erwartet \u2013 es bestehen aber weiter Erdbebenwarnungen f\u00fcr das Gebiet.<\/p>\n<p>Auf Bildern waren evakuierte Menschen zu sehen, die sich teils Decken um die Schultern gelegt hatten. Das Beben hat den Fotos zufolge Stra\u00dfen zerst\u00f6rt. In den Pr\u00e4fekturen Ishikawa und Toyama waren mehr als 36.000 Haushalte ohne Strom, teilte der Energieversorger Hokuriku Electric Power mit. Die japanische Meteorologiebeh\u00f6rde warnte vor Br\u00e4nden und Erdrutschen. Der Sender NHK zeigte offenbar besch\u00e4digte H\u00e4user in der Pr\u00e4fektur Ishikawa.<\/p>\n<p>Die Regierung richtete laut Premierminister Fumio Kishida einen Krisenstab ein. Er habe die Beh\u00f6rden angewiesen, \u00fcber die Lage zu informieren und Sch\u00e4den zu pr\u00fcfen, sagte er vor Kameras. Es gebe eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Beh\u00f6rden, um Leben zu sch\u00fctzen. Er rief Anwohner zur Evakuierung auf. Der oberste Regierungssprecher Hayashi Yoshimasa warnte die Bewohner, sich auf m\u00f6gliche weitere Beben vorzubereiten. Beh\u00f6rden wiesen Menschen an, sich in h\u00f6her liegende Gebiete zu begeben.<\/p>\n<h3>Derzeit wohl keine Auff\u00e4lligkeiten in AKW<\/h3>\n<p>Auch im Raum der Hauptstadt Tokio gerieten Geb\u00e4ude ins Schwanken. Berichte \u00fcber Sch\u00e4den oder Verletzte lagen auch hier zun\u00e4chst nicht vor.<\/p>\n<p>Die japanische Atomaufsichtsbeh\u00f6rde teilte mit, dass es derzeit im Atomkraftwerk Shika in der Region derzeit keine Auff\u00e4lligkeiten gebe. Das AKW Shika liegt dem Epizentrum des Bebens am n\u00e4chsten. Der Betreiber hatte laut der Nachrichtenagentur Reuters beide Reaktoren bereits vor dem Beben f\u00fcr eine geplante Inspektion abgeschaltet. Auch in anderen Kernkraftwerken w\u00fcrden derzeit keine Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten festgestellt, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Die japanische Meteorologiebeh\u00f6rde warnte laut Reuters, dass es im Laufe dieser Woche, insbesondere in den kommenden zwei bis drei Tagen, zu weiteren schweren Beben kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die s\u00fcdkoreanische Wetterbeh\u00f6rde teilte mit, dass der Meeresspiegel in einigen Teilen der Gangwon-Provinz an der Ostk\u00fcste wegen des Bebens in Japan steigen k\u00f6nnte. Russland hat nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass Tsunami-Warnungen f\u00fcr die St\u00e4dte Wladiwostok und Nachodka im Osten des Landes herausgegeben. Auch an der Westk\u00fcste der russischen Insel Sachalin wurden Tsunamis bef\u00fcrchtet, dort wurden nach Tass-Angaben Bewohner evakuiert.<\/p>\n<h3>Bereits im Mai bebte in der Pr\u00e4fektur Ishikawa die Erde<\/h3>\n<p>Japan ist eines der st\u00e4rksten von Erdbeben bedrohten L\u00e4nder der Welt. Japan liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten aufeinandersto\u00dfen. In diesem Gebiet kommt es h\u00e4ufig zu Erdbeben und Vulkanausbr\u00fcchen. Deswegen gelten in Japan strenge Bauvorschriften, regelm\u00e4\u00dfig gibt es Erdbeben-\u00dcbungen.<\/p>\n<p>Die nun betroffene Pr\u00e4fektur Ishikawa war bereits Anfang Mai von einem Erdbeben der St\u00e4rke 6,3 ersch\u00fcttert worden. Dabei war ein Mensch ums Leben gekommen, 49 weitere erlitten Verletzungen.<\/p>\n<p>Am 11. M\u00e4rz 2011 war die japanische Ostk\u00fcste von einem Erdbeben der St\u00e4rke 9,0 und einem Tsunami getroffen worden. Durch die Naturkatastrophe kamen 18.000 Menschen ums Leben. Der Tsunami traf au\u00dferdem auf das Atomkraftwerk Fukushima und f\u00fchrte dort zu gewaltigen Explosionen und zur Kernschmelze in drei Reaktoren. Es war das weltweit schwerste Atomungl\u00fcck seit dem GAU in Tschernobyl 1986.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Ein Erdbeben der St\u00e4rke 7,6 hat die japanische Hauptinsel Honshu ersch\u00fcttert. 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