{"id":25518,"date":"2023-12-27T08:28:09","date_gmt":"2023-12-27T05:28:09","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/israel-ubergibt-an-gaza-grenzubergang-leichen-von-80-palastinensern\/"},"modified":"2023-12-27T08:28:09","modified_gmt":"2023-12-27T05:28:09","slug":"israel-ubergibt-an-gaza-grenzubergang-leichen-von-80-palastinensern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/israel-ubergibt-an-gaza-grenzubergang-leichen-von-80-palastinensern\/","title":{"rendered":"Israel \u00fcbergibt an Gaza-Grenz\u00fcbergang Leichen von 80 Pal\u00e4stinensern"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Leichen von 80 Pal\u00e4stinensern sind am Dienstag aus <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/israel\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> in den <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/gaza_streifen\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Gazastreifen<\/a> zur\u00fcckgebracht und dort in einem Massengrab bestattet worden. Das Rote Kreuz \u00fcbergab die sterblichen \u00dcberreste der im Gaza-Krieg get\u00f6teten Menschen den \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden in dem Pal\u00e4stinensergebiet, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.<\/p>\n<p>Nach Angaben aus dem <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/hamas\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Hamas<\/a>-Gesundheitsministerium hatten israelische Soldaten die Leichen in den vergangenen Tagen aus Leichenhallen und Gr\u00e4bern geborgen und nach Israel gebracht. Dort wurden sie demnach untersucht, um sicherzugehen, dass sich unter ihnen keine get\u00f6teten Hamas-Geiseln befinden. Die 80 Pal\u00e4stinenser wurden schlie\u00dflich auf einem provisorischen Friedhof in der Region Rafah im S\u00fcden des Gazastreifens beerdigt.<\/p>\n<p>Der Krieg hatte am 7. Oktober mit dem Angriff der radikalislamischen Pal\u00e4stinenserorganisation Hamas auf Israel begonnen. Hunderte Hamas-K\u00e4mpfer hatten dabei Gr\u00e4ueltaten begangen, nach israelischen Angaben wurden etwa 1140 Menschen get\u00f6tet und 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. 129 Geiseln befinden sich demnach noch immer in dem Pal\u00e4stinensergebiet.<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die Hamas-Attacke greift Israel seither den Gazastreifen an. Dabei wurden nach j\u00fcngsten Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums bislang mehr als 20.900 Menschen get\u00f6tet. Diese Angaben k\u00f6nnen nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Der Krieg wird nach Einsch\u00e4tzung von Israels Generalstabschef noch viele Monate andauern. Die K\u00e4mpfe im dichtbesiedelten Gazastreifen erfolgten in einem \u00bbkomplexen\u00ab Umfeld. \u00bbDer Krieg wird also noch viele Monate andauern, und wir werden auf verschiedene Weise vorgehen, damit der Erfolg \u00fcber die Zeit erhalten bleibt\u00ab, sagte Generalstabschef Herzi Halevi. \u00bbEs gibt keine magischen L\u00f6sungen oder Abk\u00fcrzungen bei der grundlegenden Zerschlagung einer terroristischen Organisation, sondern nur einen beharrlichen und entschlossenen Kampf\u00ab, f\u00fcgte Halevi hinzu.<\/p>\n<p>Seine Streitkr\u00e4fte seien \u00bbsehr, sehr entschlossen\u00ab, so der Generalstabschef. \u00bbWir werden auch an die Hamas-F\u00fchrung herankommen, ob es nun eine Woche oder Monate dauert\u00ab. Israels Milit\u00e4r stehe kurz vor dem Abschluss der Zerschlagung der Hamas-Bataillone im n\u00f6rdlichen Gazastreifen. \u00bbDerzeit konzentrieren wir unsere Bem\u00fchungen auf den s\u00fcdlichen Gazastreifen \u2013 Chan Junis, die zentralen Lager und dar\u00fcber hinaus\u00ab, sagte Halevi.<\/p>\n<h3>USA verhandeln \u00fcber Geisel-Freilassung<\/h3>\n<p>Das Uno-Menschenrechtsb\u00fcro zeigte sich zuvor besorgt \u00fcber Israels Bombardierungen im mittleren Gazastreifen. Seit Heiligabend seien allein in zwei Fl\u00fcchtlingslagern 137 Menschen ums Leben gekommen, teilte das B\u00fcro am Dienstag unter Berufung auf Angaben der Organisation \u00bb\u00c4rzte ohne Grenzen\u00ab mit. Getroffen worden seien drei Fl\u00fcchtlingslager. Alle Stra\u00dfen zwischen den Lagern seien zerst\u00f6rt worden, was die Versorgung mit Hilfsg\u00fctern deutlich erschwere. Die Versorgungslage sei vorher schon katastrophal gewesen.<\/p>\n<p>Derweil werden im Hintergrund die diplomatischen Bem\u00fchungen um eine Freilassung der Hamas-Geiseln fortgesetzt. US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/joe_biden\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Joe Biden<\/a> sprach hierzu mit dem Emir von <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/katar\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Katar<\/a>, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, wie das Wei\u00dfe Haus bekannt gab. Sie h\u00e4tten \u00bbdie dringenden Bem\u00fchungen um die Freilassung aller noch von der Hamas festgehaltenen Geiseln, darunter auch amerikanische Staatsb\u00fcrger\u00ab, gesprochen. Auch die laufenden Bem\u00fchungen, den Zugang f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe in den Gazastreifen zu erleichtern, sei ein Thema des Gespr\u00e4chs gewesen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einer auf Vermittlung Katars zustande gekommenen Feuerpause Ende November hatte die Hamas 105 Geiseln freigelassen, Israel im Gegenzug 240 pal\u00e4stinensische H\u00e4ftlinge. Die Hamas lehnte am Montagabend eine vor\u00fcbergehende neue Feuerpause ab und forderte einen dauerhaften Waffenstillstand. Sie reagierte damit auf einen arabischen Medienbericht, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/aegypten\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">\u00c4gypten<\/a> habe einen Entwurf zur Beendigung des Gaza-Kriegs in mehreren Stufen erarbeitet. Dieser sehe unter anderem eine mindestens zweiw\u00f6chige Feuerpause vor, hie\u00df es.<\/p>\n<h3>Zw\u00f6lf Drohnen und f\u00fcnf Raketen abgefangen<\/h3>\n<p>Die US-Armee hat nach eigenen Angaben mehrere von der Huthi-Miliz im <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/jemen\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Jemen<\/a> abgefeuerte Drohnen und Raketen \u00fcber dem Roten Meer abgeschossen. Insgesamt seien binnen zehn Stunden zw\u00f6lf Drohnen und f\u00fcnf Raketen abgefangen worden, teilte das US-Zentralkommando Centcom mit. Es seien keine Verletzten oder Sch\u00e4den an Schiffen in dem Gebiet gemeldet worden.<\/p>\n<p>Die von <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/iran\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a> unterst\u00fctzte Huthi-Miliz hatte zuvor erkl\u00e4rt, sie habe ein Handelsschiff im Roten Meer attackiert und eine Reihe von Drohnen \u00bbgegen milit\u00e4rische Ziele\u00ab in S\u00fcdisrael eingesetzt.<\/p>\n<p>Seit dem Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen Anfang Oktober hat die Huthi-Miliz wiederholt Schiffe vor der K\u00fcste des Jemen attackiert. Laut dem US-Verteidigungsministerium griffen die mit der Hamas verb\u00fcndeten Rebellen bislang insgesamt zehn Handelsschiffe mit Drohnen und Raketen an.<\/p>\n<p>Das Rote Meer ist eine zentrale Handelsstra\u00dfe, \u00fcber die bis zu zw\u00f6lf Prozent des Welthandels abgewickelt wird. Der Jemen liegt an der Meerenge Bab-al-Mandeb zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden. Wegen der Huthi-Angriffswelle auf Containerschiffe meiden mehrere Reedereien die Fahrt durch die Meerenge inzwischen. Um die Handelsschifffahrt zu sch\u00fctzen, gaben die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/usa\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> Anfang vor wenigen Tagen die Bildung einer internationalen Milit\u00e4rkoalition bekannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Leichen von 80 Pal\u00e4stinensern sind am Dienstag aus Israel in den Gazastreifen zur\u00fcckgebracht und dort in einem Massengrab bestattet worden. 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