{"id":25508,"date":"2023-12-26T22:07:18","date_gmt":"2023-12-26T19:07:18","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/hochwasser-in-deutschland-braunschweig-erwartet-flutwelle\/"},"modified":"2023-12-26T22:07:18","modified_gmt":"2023-12-26T19:07:18","slug":"hochwasser-in-deutschland-braunschweig-erwartet-flutwelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/hochwasser-in-deutschland-braunschweig-erwartet-flutwelle\/","title":{"rendered":"Hochwasser in Deutschland: Braunschweig erwartet Flutwelle"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">\u00dcberschwemmte Stra\u00dfen, durchweichte B\u00f6den, nasse Keller: In vielen Teilen Deutschlands kommen Menschen \u00fcber Weihnachten nicht zur Ruhe, weil sie gegen Hochwasser k\u00e4mpfen. In einigen Regionen entspannt sich die Lage zwar langsam, in anderen kann davon noch keine Rede sein. Fl\u00fcsse drohen weiterhin \u00fcber die Ufer zu treten.<\/p>\n<p>Im nieders\u00e4chsischen <strong>Braunschweig <\/strong>wird in den sp\u00e4ten Abendstunden eine neue Hochwasserwelle der <strong>Oker <\/strong>erwartet. Wegen der drohenden Flut hat die Stadt mehrere Stra\u00dfen in Flussn\u00e4he gesperrt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Autofahrer wurden aufgefordert, dort parkende Fahrzeuge umzuparken. Stra\u00dfen, die zur Oker f\u00fchrten, d\u00fcrften \u00fcberflutet werden, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Am Vormittag war die <strong>Okertalsperre im Harz<\/strong> vollgelaufen, seither werde dort Wasser in den Fluss abgeleitet. Die maximale Kapazit\u00e4t der Okertalsperre ist den Angaben zufolge erreicht. Der vorgesehene \u00dcberlauf der Staumauer war teilweise ge\u00f6ffnet worden, sodass sich die Abgabe von bisher rund 16 Kubikmetern Wasser pro Sekunde auf derzeit etwa 30 Kubikmeter pro Sekunde erh\u00f6ht hat.<\/p>\n<p>Dies habe, so die Stadtverwaltung, mit entsprechender Verz\u00f6gerung Auswirkungen auf die Hochwasserlage in Braunschweig. Die durch die Oker und ihre Nebenfl\u00fcsse verursachten \u00dcberschwemmungen w\u00fcrden sich den Prognosen zufolge allerdings wohl auf die ausgewiesenen \u00dcberschwemmungsgebiete beschr\u00e4nken, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Die in den Gebieten wohnenden Menschen seien aufgerufen, eigene Schutzvorkehrungen zu treffen. Das hei\u00dft unter anderem: Sands\u00e4cke f\u00fcllen und gegen die drohenden Wassermassen zum Einsatz bringen. Braunschweig hat an drei Stellen im Stadtgebiet Sand aufgesch\u00fcttet, an dem sich die Menschen bedienen k\u00f6nnen. S\u00e4cke w\u00fcrden gestellt, Schaufeln und Handschuhe seien mitzubringen.<\/p>\n<h3>Erster Ort wurde ger\u00e4umt<\/h3>\n<p>In <strong>Sachsen-Anhalt<\/strong> wurden die etwa 180 Bewohner der Ortschaft <strong>Th\u00fcrungen <\/strong>wegen drohender \u00dcberschwemmungen am vollgelaufenen <strong>Stausee Kelbra<\/strong> und an der <strong>Helme <\/strong>aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Alle Einwohnerinnen und Einwohner waren aufgerufen, bis sp\u00e4testens 18 Uhr ihre H\u00e4user zu verlassen. Wer nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkam, konnte eine Notunterkunft in Kelbra nutzen. Auch in anderen Orten der Region sollten sich die Einwohner auf m\u00f6gliche Evakuierungen vorbereiten.<\/p>\n<p>Der Landrat des Landkreises <strong>Mansfeld-S\u00fcdharz<\/strong>, Andr\u00e9 Schr\u00f6der (CDU), hatte zuvor den Stab f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche Ereignisse einberufen. Die Ausma\u00dfe der \u00dcberschwemmungen seien schwer absehbar, so eine Sprecherin des Landkreises. Das Technische Hilfswerk werde unter anderem mit einer Sandsackbef\u00fcllmaschine helfen.<\/p>\n<p>An der <strong>Elbe <\/strong>in Sachsen-Anhalt stehen die h\u00f6chsten Wasserst\u00e4nde dieser Hochwasserwelle aus Richtung Sachsen erst noch bevor. Aus der S\u00e4chsischen Schweiz kommend wird die Alarmstufe drei in <strong>Dresden <\/strong>am Mittwochmorgen erwartet. Grund seien die Schneeschmelze und starke Niederschl\u00e4ge im Riesengebirge. Am Elbe-Pegel <strong>Barby <\/strong>wird aufgrund des Zuflusses aus der <strong>Saale <\/strong>f\u00fcr Mittwoch die Alarmstufe zwei erwartet.<\/p>\n<p>Bei der Alarmstufe zwei richten St\u00e4dte und Gemeinden einen Kontrolldienst ein, ab der Stufe drei gibt es einen st\u00e4ndigen Wachdienst, und es wird mit Ma\u00dfnahmen der Deichverteidigung begonnen. Mit der Stufe vier besteht Gefahr f\u00fcr die Allgemeinheit, f\u00fcr Wirtschaft und f\u00fcr die Funktionst\u00fcchtigkeit wasserwirtschaftlicher Anlagen.<\/p>\n<p>Die Stadt Dresden wappnet sich bereits f\u00fcr den weiteren Anstieg der Elbe. Die Feuerwehr sei im Einsatz und sch\u00fctze das Laubegaster Ufer mit Sands\u00e4cken, teilte die Stadt mit.<\/p>\n<p>Im nieders\u00e4chsischen <strong>Rinteln <\/strong>im Landkreis <strong>Schaumburg <\/strong>waren Bewohner einer Stra\u00dfe direkt an der Stadtmauer schon am Morgen vor Hochwasser in Sicherheit gebracht worden. In der betroffenen Stra\u00dfe seien die Keller vollgelaufen. Die Feuerwehr sei mit Pumpen vor Ort und staple Sands\u00e4cke.<\/p>\n<p>Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil (SPD) hatte sich am Dienstag ein Bild von der Hochwasserlage im Land gemacht. Beim Besuch in <strong>Northeim<\/strong>, wo ein Damm gebrochen war, dankte er den Zehntausenden Helfern f\u00fcr ihren Einsatz \u00fcber die Weihnachtsfeiertage.<\/p>\n<p>Der Nieders\u00e4chsische Landesbetrieb f\u00fcr Wasserwirtschaft, K\u00fcsten- und Naturschutz (NLWKN) gibt noch keine Entwarnung. \u00bbTats\u00e4chlich ist die Lage in ganz Niedersachsen sehr angespannt\u00ab, sagte NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer. In vielen Teilen des Landes sei auch in den kommenden Tagen mit steigenden Pegelst\u00e4nden zu rechnen: \u00bbWir haben ja einmal Hochwassersituationen in den gro\u00dfen Fl\u00fcssen, aber wir haben nat\u00fcrlich auch \u00fcberall im ganzen Land viele kleine B\u00e4che, die anschwellen.\u00ab<\/p>\n<h3>Betretungsverbot f\u00fcr Windehausen in Th\u00fcringen<\/h3>\n<p>Im th\u00fcringischen <strong>Windehausen <\/strong>mussten Menschen bereits am ersten Weihnachtsfeiertag ihre H\u00e4user und Wohnungen verlassen. Der Ort wurde aufgrund der kritischen Hochwasserlage am Montag ger\u00e4umt. Von den knapp 500 Einwohnern seien sch\u00e4tzungsweise noch 100 in dem Ort, so Matthias Marquardt, B\u00fcrgermeister der Stadt Heringen, zu der Windehausen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Am Dienstagnachmittag wurde f\u00fcr Windehausen ein Betretungsverbot verh\u00e4ngt. Damit sollten die begrenzte Zufahrt f\u00fcr die Rettungskr\u00e4fte frei- und Katastrophentouristen abgehalten werden, sagte Marquardt: \u00bbDie Lage ist derzeit noch kritisch, aber stabil.\u00ab<\/p>\n<p>Auch die Hochwasserlage in <strong>Nordrhein-Westfalen<\/strong> bleibt angespannt. \u00bbWir haben \u00fcberwiegend steigende oder gleich bleibende Hochwasserpegel\u00ab, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums in D\u00fcsseldorf. Dies f\u00fchre zu Druck auf die Deiche.<\/p>\n<p>Die Wasserst\u00e4nde an Fl\u00fcssen und B\u00e4chen in <strong>Rheinland-Pfalz<\/strong> und dem <strong>Saarland <\/strong>hingegen gehen bis auf wenige Ausnahmen zur\u00fcck \u2013 und das d\u00fcrfte in den kommenden Tagen auch erst mal so bleiben. \u00bbDie Tendenz ist fallend\u00ab, sagte ein Sprecher des Hochwassermeldedienstes in Mainz. M\u00f6glicherweise k\u00f6nnte es zum neuen Jahr wieder einen Anstieg geben: \u00bbDas ist aber noch Zukunftsmusik.\u00ab<\/p>\n<p>F\u00fcr die n\u00e4chsten Tage erwartete auch der Deutsche Wetterdienst nicht die gro\u00dfen Regenmengen. Am <strong>Oberrhein <\/strong>waren H\u00f6chstst\u00e4nde laut Hochwasservorhersagezentrale am Dienstag bereits erreicht, am <strong>Mittelrhein <\/strong>wurden die h\u00f6chsten St\u00e4nde im Verlauf des Dienstags erwartet, anschlie\u00dfend sollte das Wasser auch hier zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>Auch in <strong>Bayern <\/strong>und in <strong>Hessen <\/strong>entspannt sich die Hochwasserlage tendenziell. An den f\u00fcr das Bundesland relevanten Pegeln seien den Prognosen zufolge die H\u00f6chstst\u00e4nde zum gro\u00dfen Teil erreicht oder bereits durchlaufen, teilte das Hessische Landesamt f\u00fcr Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mit. Nur am <strong>Main <\/strong>werde der Scheitel noch erwartet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcberschwemmte Stra\u00dfen, durchweichte B\u00f6den, nasse Keller: In vielen Teilen Deutschlands kommen Menschen \u00fcber Weihnachten nicht zur Ruhe, weil sie gegen Hochwasser k\u00e4mpfen. In einigen Regionen entspannt sich die Lage zwar<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":25509,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-25508","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25508"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25508\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25509"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25508"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}