{"id":25432,"date":"2023-12-23T14:26:27","date_gmt":"2023-12-23T11:26:27","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/krieg-in-nahost-generalsekretar-guterres-gedenkt-getoteter-uno-mitarbeiter-in-gaza\/"},"modified":"2023-12-23T14:26:27","modified_gmt":"2023-12-23T11:26:27","slug":"krieg-in-nahost-generalsekretar-guterres-gedenkt-getoteter-uno-mitarbeiter-in-gaza","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/krieg-in-nahost-generalsekretar-guterres-gedenkt-getoteter-uno-mitarbeiter-in-gaza\/","title":{"rendered":"Krieg in Nahost: Generalsekret\u00e4r Guterres gedenkt get\u00f6teter Uno-Mitarbeiter in Gaza"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Den im Gazakrieg get\u00f6teten Mitarbeitern der Vereinten Nationen hat der Uno-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres Tribut gezollt. \u00bb136 unserer Kollegen in Gaza sind binnen 75 Tagen get\u00f6tet worden\u00ab, schrieb Guterres auf der Onlineplattform X, fr\u00fcher Twitter. So etwas sei in der Geschichte der Uno noch nie da gewesen. \u00bbDie meisten unserer Mitarbeiter sind mit Gewalt aus ihren H\u00e4usern vertrieben worden\u00ab, schrieb der Generalsekret\u00e4r. Er spreche ihnen und den Tausenden humanit\u00e4ren Helfern seine Anerkennung aus, die ihr Leben f\u00fcr die Zivilisten im Gazastreifen riskierten.<\/p>\n<p>In einem weiteren Post kritisierte Guterres erneut das Vorgehen Israels in dem Konflikt. \u00bbDie Art und Weise, in der Israel diese Offensive durchf\u00fchrt, schafft riesige H\u00fcrden f\u00fcr die Verteilung von humanit\u00e4rer Hilfe in Gaza\u00ab, schrieb er. Um humanit\u00e4re Hilfe effektiv nach Gaza zu bringen, brauche es unter anderem Mitarbeiter, die in Sicherheit arbeiten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Am Freitag hatte der Weltsicherheitsrat nach tagelangem Ringen eine neue Gazaresolution verabschiedet. Der Kompromiss des m\u00e4chtigsten Uno-Gremiums f\u00fcr eine entscheidende Erweiterung der humanit\u00e4ren Hilfe f\u00fcr etwa zwei Millionen Notleidende im Gazastreifen st\u00f6\u00dft auf ein geteiltes Echo. Neben einer Erleichterung dar\u00fcber, dass der Rat <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/humanitaere-krise-in-gaza-die-menschen-werden-in-massen-sterben-a-1375eb6e-a4ca-4c0a-b0a2-e1f7a86b5551\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">angesichts des grenzenlosen Leids der pal\u00e4stinensischen Bev\u00f6lkerung                                       <\/a> nicht vollends blockiert ist, herrschte auch weitverbreitete Skepsis \u00fcber die Qualit\u00e4t des Beschlusses.<\/p>\n<p>Am Tag nach der Verabschiedung wollen die israelischen Streitkr\u00e4fte ihre Kontrolle \u00fcber den Norden des Gazastreifens festigen und setzen ihre Bodenoffensive in der Hamas-Hochburg Chan Junis fort. Zugleich bereiteten sich die Soldaten auf die Ausweitung der Operationen auf andere Gebiete im Gazastreifen vor, wobei der Schwerpunkt auf der s\u00fcdlichen Region liegt, wie Milit\u00e4rsprecher Daniel Hagari sagte.<\/p>\n<h3>Kritik an dem Resolutionskompromiss<\/h3>\n<p>Der Uno-Generalsekret\u00e4r Guterres hatte bereits am Freitag gesagt, es sei \u00bbunverz\u00fcglich noch viel mehr n\u00f6tig\u00ab, um den Menschen im Gazastreifen zu helfen. Auch eine Reihe von L\u00e4ndern im Rat hatte sich nach der Abstimmung entt\u00e4uscht \u00fcber den verw\u00e4sserten Text gezeigt, dessen Annahme sie trotzdem f\u00fcr n\u00f6tig hielten. Das Papier fordert Israel unter anderem auf, \u00bbunverz\u00fcglich einen sicheren und ungehinderten humanit\u00e4ren Zugang\u00ab in den Gazastreifen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Kritiker der Resolution st\u00f6ren sich vor allem daran, dass eine Forderung nach einem Aussetzen der Gewalt auf Druck der USA aus dem Papier gestrichen wurde. \u00bbEin humanit\u00e4rer Waffenstillstand ist die einzige M\u00f6glichkeit, den dringenden Bed\u00fcrfnissen der Menschen in Gaza gerecht zu werden und ihren anhaltenden Albtr\u00e4umen ein Ende zu setzen\u00ab, sagte Guterres dazu. Der 74-j\u00e4hrige Portugiese lie\u00df dabei keinen Zweifel daran, dass Israel aus seiner Sicht Teile der Gaza-Hilfe blockiert.<\/p>\n<p>Die Verhandlungsf\u00fchrerin der Resolution, die emiratische Botschafterin Lana Nusseibeh, nannte den Text \u00bbnicht perfekt\u00ab und betonte ebenfalls die Notwendigkeit einer Waffenruhe. Auch China \u00e4u\u00dferte deshalb Entt\u00e4uschung. Offen bleibt auch, wie viel Einfluss die Resolution tats\u00e4chlich haben wird. Trotz ihrer v\u00f6lkerrechtlichen Verbindlichkeit d\u00fcrften die Konsequenzen f\u00fcr Israel bei Zuwiderhandlung \u00fcberschaubar sein.<\/p>\n<h3>Israel gibt Kontrolle der Hilfsg\u00fcter nicht ab<\/h3>\n<p>Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates hatten eine Abstimmung immer wieder verschoben, um ein drohendes Veto der USA zu verhindern. Washington hatte sich zwischenzeitlich bereits auf eine Ablehnung festgelegt, um die Interessen seines Verb\u00fcndeten Israel zu sch\u00fctzen. Massive Zugest\u00e4ndnisse der Unterh\u00e4ndler verhinderten ein Scheitern des Beschlusses jedoch in letzter Sekunde. Insgesamt stimmten schlie\u00dflich 13 der 15 L\u00e4nder f\u00fcr den Text, neben den USA enthielt sich auch Russland. Der britische Au\u00dfenminister David Cameron sprach von einem \u00bbschwierigen Prozess\u00ab.<\/p>\n<p>Neben der Streichung einer Passage, die skrupellose Angriffe auf Zivilisten verurteilt, kam der Rat den USA in der umstrittenen Frage nach der Kontrolle der Hilfsg\u00fcter entgegen. Die Resolution verlangt hier, dass ein Uno-Koordinator eingesetzt und mit der \u00dcberpr\u00fcfung der G\u00fcter beauftragt wird, die \u00fcber alle verf\u00fcgbaren Grenz\u00fcberg\u00e4nge in den Gazastreifen flie\u00dfen sollen. Die Vereinten Nationen wollen diese Stelle Kreisen zufolge noch in diesem Jahr besetzen.<\/p>\n<p>In einer fr\u00fcheren Version der Resolution hatte es gehei\u00dfen, die Vereinten Nationen sollten das exklusive Recht haben, die Lieferungen zu inspizieren. Diese Formulierung fehlt im angenommenen Text. Israel will die Kontrolle aus Angst vor geschmuggelten Waffen nicht abgeben. \u00bbIsrael wird die gesamte humanit\u00e4re Hilfe f\u00fcr Gaza weiterhin aus Sicherheitsgr\u00fcnden inspizieren\u00ab, schrieb Au\u00dfenminister Eli Cohen am Freitagabend auf der Plattform X. Er betonte, sein Land werde den Krieg fortsetzen, \u00bbbis alle Geiseln freigelassen sind und die Hamas im Gazastreifen eliminiert ist\u00ab.<\/p>\n<h3>Gazastreifen am Rande der Hungerkatastrophe<\/h3>\n<p>Als Folge der israelischen Kriegsf\u00fchrung der vergangenen zehn Wochen ist die humanit\u00e4re Situation der mehr als zwei Millionen Menschen im Gazastreifen dramatisch. Eine aktuelle Uno-Studie kommt zu dem Schluss, dass in dem abgeriegelten K\u00fcstenstreifen 577.000 Menschen in die schwerwiegendste Kategorie des Hungers fallen. Im gesamten Rest der Welt zusammen gibt es dagegen gegenw\u00e4rtig 129.000 Menschen, die \u00e4hnlich bedroht seien. Fast alle Menschen im Gazastreifen leiden unter Hunger oder Vertreibung. Israel hatte den Gazastreifen nach der grausamen Terrorattacke der islamistischen Hamas vom 7. Oktober abgeriegelt und angegriffen.<\/p>\n<p>Die US-Regierung hatte bei den Verhandlungen auch intern mit sich gerungen. Sicherheitsratskreisen zufolge waren f\u00fchrende Diplomatinnen und Diplomaten bereits deutlich fr\u00fcher zu einer Enthaltung bereit, die den Weg f\u00fcr eine Resolution frei gemacht h\u00e4tte. US-Pr\u00e4sident Joe Biden legte sich demnach jedoch auf ein Veto fest. Erst direkte Verhandlungen von US-Au\u00dfenminister Antony Blinken mit arabischen Amtskollegen und weitere Zugest\u00e4ndnisse \u00e4nderten die Haltung Bidens. In den vergangenen Wochen waren zwei \u00e4hnliche Resolutionsentw\u00fcrfe am Widerstand der USA gescheitert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den im Gazakrieg get\u00f6teten Mitarbeitern der Vereinten Nationen hat der Uno-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres Tribut gezollt. \u00bb136 unserer Kollegen in Gaza sind binnen 75 Tagen get\u00f6tet worden\u00ab, schrieb Guterres auf der<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":25433,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-25432","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25432","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25432"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25432\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25433"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25432"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25432"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25432"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}