{"id":25336,"date":"2023-12-19T09:15:53","date_gmt":"2023-12-19T06:15:53","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/reederei-evergreen-will-keine-fracht-aus-israel-mehr-annehmen\/"},"modified":"2023-12-19T09:15:53","modified_gmt":"2023-12-19T06:15:53","slug":"reederei-evergreen-will-keine-fracht-aus-israel-mehr-annehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/reederei-evergreen-will-keine-fracht-aus-israel-mehr-annehmen\/","title":{"rendered":"Reederei Evergreen will keine Fracht aus Israel mehr annehmen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Der taiwanische Reederei-Riese Evergreen hat angek\u00fcndigt, vorerst keine Container aus oder f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/israel\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> mehr annehmen zu wollen. Damit will er verhindern, zum Ziel von Angriffen zu werden.<\/p>\n<p>\u00bbIm Interesse der Sicherheit von Schiffen und Besatzung hat Evergreen Line beschlossen, ab sofort keine israelische Fracht mehr anzunehmen\u00ab, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung. Zugleich habe man die eigenen Containerschiffe angewiesen, die Fahrt durch das Rote Meer bis auf Weiteres einzustellen.<\/p>\n<p>Zuvor hatten zwar mehrere Reedereien angek\u00fcndigt, das Rote Meer nicht mehr zu befahren \u2013 die Ank\u00fcndigung von Evergreen geht jedoch dar\u00fcber hinaus, weil das Unternehmen bis auf Weiteres \u00fcberhaupt keine Fracht von und nach Israel mehr transportieren m\u00f6chte, um nicht zum Ziel von Anschl\u00e4gen zu werden. Das d\u00fcrften die jemenitischen Huthi-Rebellen wohl als weiteren Erfolg verbuchen.<\/p>\n<p>Sie hatten mit mehreren Angriffen auf Schiffe im Roten Meer zunehmend den Seeverkehr auf dieser f\u00fcr die Weltwirtschaft wichtigen Route gest\u00f6rt. Die mit Iran verb\u00fcndete Gruppe griff eigenen Angaben zufolge am Montag erneut ein Frachtschiff mit Drohnen an.<\/p>\n<h3>L\u00e4ngere Fahrzeit, h\u00f6here Kosten<\/h3>\n<p>Mehrere gro\u00dfe Containerreedereien \u2013 darunter der Branchenf\u00fchrer MSC und die deutsche Hapag-Lloyd \u2013 haben deshalb damit begonnen, den Suezkanal als wichtiges Nadel\u00f6hr zwischen <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/shanghai\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Shanghai<\/a>, Rotterdam und Hamburg nicht mehr anzusteuern.<\/p>\n<p>Stattdessen umfahren die Reedereien <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/afrika\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Afrika<\/a> \u00fcber das Kap der Guten Hoffnung, was zu zus\u00e4tzlichen Frachtkosten und Versp\u00e4tungen f\u00fchrt. Diese d\u00fcrften sich in den kommenden Wochen noch verst\u00e4rken, sagen Experten. Sch\u00e4tzungen zufolge werden zwischen zehn und f\u00fcnfzehn Prozent des weltweiten Schiffsverkehrs \u00fcber den Suezkanal abgewickelt, die k\u00fcrzeste Route zwischen Europa und Asien.<\/p>\n<p>Zusammen kontrollieren die Unternehmen, die Schiffe bereits umgeleitet haben, \u00bbetwa die H\u00e4lfte des weltweiten Containerschifffahrtsmarktes\u00ab, sagte ABN Amro-Analyst Albert Jan Swart der Nachrichtenagentur Reuters. \u00bbDas Rote Meer zu meiden, wird aufgrund der l\u00e4ngeren Reisezeit zu h\u00f6heren Kosten f\u00fchren.\u00ab Auch der \u00d6lkonzern BP hat vor\u00fcbergehend alle Transporte durch das Rote Meer ausgesetzt.<\/p>\n<p>Dadurch w\u00e4chst die Gefahr, dass sich die Krise \u2013 die bisher vor allem die Transporte von Industriewaren betraf \u2013 auch auf den Energiesektor ausweiten k\u00f6nnte. Die Roh\u00f6lpreise stiegen aufgrund dieser Bef\u00fcrchtungen zu Wochenbeginn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der taiwanische Reederei-Riese Evergreen hat angek\u00fcndigt, vorerst keine Container aus oder f\u00fcr Israel mehr annehmen zu wollen. 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