{"id":24673,"date":"2023-11-20T13:06:32","date_gmt":"2023-11-20T10:06:32","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/wohnungsbau-grune-sind-gegen-neue-stadtviertel-und-widersprechen-dem-kanzler\/"},"modified":"2023-11-20T13:06:32","modified_gmt":"2023-11-20T10:06:32","slug":"wohnungsbau-grune-sind-gegen-neue-stadtviertel-und-widersprechen-dem-kanzler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/wohnungsbau-grune-sind-gegen-neue-stadtviertel-und-widersprechen-dem-kanzler\/","title":{"rendered":"Wohnungsbau: Gr\u00fcne sind gegen neue Stadtviertel \u2013 und widersprechen dem Kanzler"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Bundestagsfraktion der Gr\u00fcnen steht dem Vorschlag von Bundeskanzler Olaf Scholz, in den angespannten Wohnungsm\u00e4rkten des Landes 20 neue Stadtteile zu bauen, sehr kritisch gegen\u00fcber. Sie pl\u00e4diert stattdessen f\u00fcr die Nutzung der bestehenden Bausubstanz. \u00bbIndem wir umbauen, aufstocken, Dachgeschosse ausbauen, L\u00fccken f\u00fcllen und Leerstandfl\u00e4chen nutzen, k\u00f6nnen bis zu vier Millionen neue Wohnungen entstehen\u00ab, sagte der Gr\u00fcnen-Bauexperte Kassem Taher Saleh dem \u00bbTagesspiegel\u00ab. \u00bbDas ist bezahlbarer und klimafreundlicher als die Forderung von Scholz, wie in den Siebzigern nur auf der gr\u00fcnen Wiese zu bauen.\u00ab<\/p>\n<p>Taher Saleh sehe die bestehenden Geb\u00e4ude als die zentrale Stellschraube, wenn es um Investitionsimpulse, Klimaschutz und neuen Wohnraum gehe, schreibt die Zeitung. Die Gr\u00fcnenfraktion habe dazu ein Positionspapier beschlossen, in dem von einer \u00bbBauwende\u00ab die Rede sei, \u00bbin der die bereits bestehenden Geb\u00e4ude effizient weiter- und neu genutzt werden\u00ab.<\/p>\n<h3>Fokus auf den Umbau<\/h3>\n<p>Die neue Norm m\u00fcsse das Bauen im Bestand sein, um Fl\u00e4chenverbrauch zu vermeiden. Hierf\u00fcr wollen die Gr\u00fcnen die Baunutzungsverordnung \u00e4ndern, damit B\u00fcros oder Gewerbefl\u00e4chen leichter in Wohnungen umgewandelt werden k\u00f6nnen. Um einen Umbau-Fokus zu etablieren, bringt die Fraktion eine Prim\u00e4rbaustoffsteuer oder ein CO\u2082-Schattenpreismodell ins Gespr\u00e4ch. Auch die Pflicht, f\u00fcr eine Abrissgenehmigung eine \u00f6kologische Pr\u00fcfung einzuholen, steht dem \u00bbTagesspiegel\u00ab zufolge in dem Thesenpapier.<\/p>\n<p>Kanzler Scholz hatte vor einer Woche ein Umdenken weg von der blo\u00dfen Nachverdichtung gefordert. Das Bauen auf der sogenannten gr\u00fcnen Wiese habe man in den vergangenen Jahren nicht gewollt, es sei aber notwendig, sagte der SPD-Politiker. Es brauche eine politische Verabredung, mehr Bauland zur Verf\u00fcgung zu stellen und auch dort h\u00f6here Bauten zuzulassen, wo dies verhindert worden sei.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser der Debatte ist der massive Einbruch der Aktivit\u00e4ten im Wohnungsbau. Bis September wurden in Deutschland weniger als 200.000 neue Wohnungen genehmigt, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im September waren es nur 19.300, ein R\u00fcckgang um 29,7 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat. Wohnungsbauunternehmen f\u00fchren dies auf gestiegene Zinsen zur\u00fcck. Scholz macht auch fehlendes Bauland verantwortlich.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie die Gr\u00fcnen lehnt auch die Bundesarchitektenkammer neue Gro\u00dfwohnsiedlungen ab. Die umfangreiche Fl\u00e4chenversiegelung und die hohe CO\u2082-Belastung seien daf\u00fcr die entscheidenden Gr\u00fcnde. Verbandspr\u00e4sidentin Andrea Gebhard fordert stattdessen ein Kataster, das ungenutzte und wiederverwendbare Fl\u00e4chen in Ballungsgebieten ausweist. Bereits erschlossene Gewerbegebiete will sie zu gemischten Wohnvierteln entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundestagsfraktion der Gr\u00fcnen steht dem Vorschlag von Bundeskanzler Olaf Scholz, in den angespannten Wohnungsm\u00e4rkten des Landes 20 neue Stadtteile zu bauen, sehr kritisch gegen\u00fcber. 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