{"id":24641,"date":"2023-11-19T03:37:39","date_gmt":"2023-11-19T00:37:39","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/israel-gaza-tote-und-verletzte-bei-raketeneinschlagen-im-gazastreifen\/"},"modified":"2023-11-19T03:37:39","modified_gmt":"2023-11-19T00:37:39","slug":"israel-gaza-tote-und-verletzte-bei-raketeneinschlagen-im-gazastreifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/israel-gaza-tote-und-verletzte-bei-raketeneinschlagen-im-gazastreifen\/","title":{"rendered":"Israel-Gaza: Tote und Verletzte bei Raketeneinschl\u00e4gen im Gazastreifen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Beim Einschlag eines Geschosses in einer Uno-Schule im n\u00f6rdlichen Gazastreifen soll es am Samstag zahlreiche Tote gegeben haben. Ein Sprecher des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums in Gaza berichtete von vielen Toten und Verletzten in der Schule im Fl\u00fcchtlingsviertel Dschabalia. Er warf der israelischen Armee vor, das Geb\u00e4ude angegriffen zu haben. Das Milit\u00e4r teilte mit, man pr\u00fcfe die Berichte.<\/p>\n<p>Online verbreitete Aufnahmen zeigten mit Staub und Blut befleckte Leichen in dem Geb\u00e4ude, wo Matratzen unter Schulb\u00e4nken ausgebreitet waren.<\/p>\n<p>Auch das Hilfswerk der Vereinten Nationen f\u00fcr Pal\u00e4stinafl\u00fcchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) hat nach eigenen Angaben Bilder von einem Angriff auf die Schule im Norden des Gazastreifens erhalten. Zahlreiche Menschen seien get\u00f6tet oder verletzt worden, schrieb UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini                                        auf der Plattform X, vormals Twitter. Die Fotos und Filmaufnahmen seien entsetzlich. \u00bbDiese Angriffe k\u00f6nnen nicht zur Normalit\u00e4t werden, sie m\u00fcssen aufh\u00f6ren.\u00ab Eine humanit\u00e4re Waffenruhe d\u00fcrfe nicht l\u00e4nger aufgeschoben werden.<\/p>\n<p>Die israelische Nachrichtenseite ynet schrieb, es sei unklar, ob es sich um einen israelischen Angriff oder eine fehlgeleitete Rakete pal\u00e4stinensischer Terroristen handelte. Aus dem Gazastreifen wurden am Samstag nach israelischen Milit\u00e4rangaben erneut mehrere Raketen auf israelische Grenzorte sowie die K\u00fcstenstadt Aschkelon abgefeuert. Nach Darstellung der israelischen Armee geht etwa ein F\u00fcnftel der abgefeuerten Raketen im Gazastreifen nieder.<\/p>\n<p>Der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza sagte zudem, es habe auch einen zweiten Angriff auf eine Schule gegeben, im n\u00f6rdlichen Beit Lahia. Es habe Tote und Verletzte gegeben. Die Armee teilte mit, auch hier w\u00fcrden die Berichte gepr\u00fcft. Israels Armee fordert die Einwohner des n\u00f6rdlichen Gazastreifens seit mehr als einem Monat immer wieder dazu auf, zu ihrer eigenen Sicherheit in den S\u00fcden des K\u00fcstenstreifens zu fliehen.<\/p>\n<p>Auch im S\u00fcden des Gazastreifens gab es nach pal\u00e4stinensischen Angaben Tote. Bei israelischen Luftangriffen auf Wohnblocks wurden demnach mindestens 32 Menschen get\u00f6tet. In der Nacht habe es bei einem Luftangriff auf ein mehrst\u00f6ckiges Geb\u00e4ude im Gebiet Chan Junis 26 Tote und 23 Verletzte gegeben, teilte der der Hamas unterstehende Gesundheitsdienst mit. Einige Kilometer entfernt seien sechs Pal\u00e4stinenser nach einem Luftangriff auf ein Haus gestorben.<\/p>\n<p>Das israelische Milit\u00e4r \u00e4u\u00dferte sich zu den Angaben zun\u00e4chst nicht. Es hat wiederholt behauptet, die Hamas-K\u00e4mpfer w\u00fcrden Wohnh\u00e4user im dicht besiedelten Gazastreifen als Deckung nutzen.<\/p>\n<h3>Tanklaster erreichen Gazastreifen<\/h3>\n<p>Einen Tag nach der Zusage Israels, f\u00fcr humanit\u00e4re Zwecke t\u00e4glich die Einfuhr einer begrenzten Menge Treibstoff in den Gazastreifen zu erlauben, sind nach Angaben von Helfern mit Diesel bef\u00fcllte Tankwagen angekommen. Der Generalsekret\u00e4r des \u00c4gyptischen Roten Halbmondes (ECR), Raed Abdel Nasser, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag, dass drei mit rund 129 000 Litern Diesel beladene Lastwagen eingetroffen seien. Das Uno-Hilfswerk f\u00fcr Pal\u00e4stinenser (UNRWA) erkl\u00e4rte, f\u00fcr humanit\u00e4re Eins\u00e4tze sei viel mehr n\u00f6tig als die Menge, die angekommen sei.<\/p>\n<p>Nach UNRWA-Angaben erlaubten die Israelis nur die Einfuhr von rund 120.000 Litern aus \u00c4gypten in das abgeriegelte K\u00fcstengebiet \u2013 also etwas weniger, als vom Roten Halbmond angegeben. Wieso die Mengenangaben etwas unterschiedlich ausfielen, lie\u00df sich zun\u00e4chst nicht abschlie\u00dfend kl\u00e4ren. UNRWA erkl\u00e4rte, die aktuelle Lieferung \u00bbist viel zu wenig, um den Bedarf der Entsalzungsanlagen, Kl\u00e4ranlagen, Krankenh\u00e4user, Wasserpumpen in Unterk\u00fcnften, Lastern f\u00fcr Hilfsg\u00fcter, Krankenwagen, B\u00e4ckereien und f\u00fcr das Kommunikationsnetzwerk ohne Unterbrechung zu decken\u00ab.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Uno-Nothilfekoordinator Martin Griffiths sind f\u00fcr eine minimale humanit\u00e4re Versorgung t\u00e4glich rund 200.000 Liter n\u00f6tig. Israel hatte am Freitag die Einfuhr von Diesel f\u00fcr humanit\u00e4re Zwecke in den Gazastreifen genehmigt. Am Mittwoch war erstmals seit Beginn des Gazakriegs wieder ein Tankwagen in den Gazastreifen gelangt. Er hatte rund 23.000 Liter Treibstoff an Bord. Dem Roten Halbmond zufolge gab es zudem am Freitag eine Lieferung mit rund 17.000 Litern.<\/p>\n<h3>Al-Schifa-Krankenhaus offenbar weitgehend ger\u00e4umt<\/h3>\n<p>Am vierten Tag eines israelischen Milit\u00e4reinsatzes im Al-Schifa-Krankenhauses  in der Stadt Gaza haben am Samstag hunderte Menschen die Klinik verlassen. Die Menschen flohen zu Fu\u00df in Richtung S\u00fcden, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Das von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium erkl\u00e4rte, es seien nur noch etwa 120 Verletzte und eine nicht n\u00e4her genannte Zahl von Fr\u00fchgeborenen in der Klinik.<\/p>\n<p>Dazu, wer die Evakuierung angeordnet hatte, wurden widerspr\u00fcchliche Angaben gemacht: Am Samstagmorgen riefen israelische Soldaten nach Berichten eines AFP-Journalisten im Krankenhaus \u00fcber Lautsprecher zur Evakuierung der Einrichtung \u00bbbinnen einer Stunde\u00ab auf. Krankenhausleiter Mohammed Abu Salmija sagte AFP, er sei von der israelischen Armee angewiesen worden, \u00bbdie Evakuierung von Patienten, Verletzten, Vertriebenen und medizinischem Personal\u00ab sicherzustellen.<\/p>\n<p>Die israelische Armee wies die Darstellung zur\u00fcck, wonach sie die Evakuierung angeordnet habe. Das Milit\u00e4r habe lediglich dem \u00bbErsuchen des Direktors des Schifa-Krankenhauses\u00ab stattgegeben, die Evakuierung weiterer Menschen aus dem Krankenhaus zu erm\u00f6glichen, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Die Armee sucht auf dem Klinikgel\u00e4nde seit Tagen nach der Hamas-Einsatzzentrale, die sie unter dem weitl\u00e4ufigen Komplex vermutet. Uno-Angaben zufolge befanden sich vor Eintreffen der israelischen Armee auf dem Gel\u00e4nde am Mittwoch rund 2300 Patienten, Verletzte und Vertriebene in dem Krankenhauskomplex.<\/p>\n<p>Krankenhausvertreter sagten AFP, einige Mitarbeiter seien in der Klinik zur\u00fcckgeblieben, um die verbliebenen Menschen zu versorgen. Schlangen von Kranken und Verletzten, \u00c4rzte, Pflegepersonal und Fl\u00fcchtlinge waren beim Verlassen des Krankenhauses Richtung K\u00fcste zu sehen. Rund um die Einrichtung ert\u00f6nten Explosionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Einschlag eines Geschosses in einer Uno-Schule im n\u00f6rdlichen Gazastreifen soll es am Samstag zahlreiche Tote gegeben haben. 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