{"id":244,"date":"2020-06-03T07:50:58","date_gmt":"2020-06-03T04:50:58","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-armee-zieht-soldaten-rund-um-washington-zusammen\/"},"modified":"2020-06-03T07:50:58","modified_gmt":"2020-06-03T04:50:58","slug":"usa-armee-zieht-soldaten-rund-um-washington-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-armee-zieht-soldaten-rund-um-washington-zusammen\/","title":{"rendered":"USA: Armee zieht Soldaten rund um Washington zusammen"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/0518b9b2-26b7-4c77-a726-fecacb20fd9a_w948_r1.77_fpx52.86_fpy49.94.jpg\" title=\"Sicherheitskr\u00e4fte und Einheiten der Nationalgarde vor dem Lincoln-Denkmal in Washington: Demonstranten sollen eingesch\u00fcchtert werden\" alt=\"Sicherheitskr\u00e4fte und Einheiten der Nationalgarde vor dem Lincoln-Denkmal in Washington: Demonstranten sollen eingesch\u00fcchtert werden\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Sicherheitskr\u00e4fte und Einheiten der Nationalgarde vor dem Lincoln-Denkmal in Washington: Demonstranten sollen eingesch\u00fcchtert werden<\/p>\n<p> JAMES HARNETT\/ via REUTERS <\/figcaption><\/figure>\n<p>Das US-Milit\u00e4r hat nach eigenen Angaben rund 1600 Soldaten auf Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte rund um Washington verlegt, um die Sicherheitskr\u00e4fte in der Hauptstadt angesichts der anhaltenden Proteste bei Bedarf unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Milit\u00e4rpolizisten und Infanteristen st\u00fcnden bereit, um gegebenenfalls unterst\u00fctzend einzugreifen, erkl\u00e4rte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Dienstagabend (Ortszeit). Minister Mark Esper habe die Verlegung der Soldaten angeordnet, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Bei den Soldaten handelt es sich nach Angaben der Nachrichtenagentur AP unter anderem um rund 700 Mitglieder der 82nd Airborne Division, darunter viele Fallschirmj\u00e4ger. Diese seien von ihrer Heimatbasis in Fort Bragg, North Carolina, an den Rand der US-Hauptstadt verlegt worden. Laut AP sind die Soldaten voll bewaffnet.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Donald Trump hatte am Montag angek\u00fcndigt &quot;Tausende schwer bewaffnete Soldaten&quot; des US-Milit\u00e4rs einsetzen zu wollen, um Ausschreitungen am Rande der friedlichen Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd zu unterbinden. In der Hauptstadt flogen am Dienstag Hubschrauber teilweise im extremen Tiefflug \u00fcber Demonstranten &#8211; ein klarer Versuch der Einsch\u00fcchterung.<\/p>\n<p>Ein Einsatz von US-Truppen gegen US-B\u00fcrger w\u00e4re zwar rein rechtlich m\u00f6glich, aber eine erhebliche Eskalation der ohnehin extrem angespannten Situation. Der Schritt, verbunden mit den markigen Worten des Pr\u00e4sidenten, soll daher vermutlich zun\u00e4chst zur Einsch\u00fcchterung der Demonstranten dienen. Zudem k\u00f6nnte der Pr\u00e4sident darauf spekulieren, dass er bei der eigenen W\u00e4hlerbasis gut ankommen wird.<\/p>\n<p>Zuletzt hatte sich Trump im Rosengarten des Wei\u00dfen Hauses als &quot;Law and Order&quot;-Pr\u00e4sident bezeichnet. In den vergangenen Tagen war ihm auch aus den Reihen der eigenen Unterst\u00fctzer Unt\u00e4tigkeit vorgeworfen worden.<\/p>\n<p>Mehrere Bundesstaaten haben zur Unterst\u00fctzung Soldaten ihrer Nationalgarde aktiviert. Diese werden in den USA h\u00e4ufiger bei Naturkatastrophen und anderen Gro\u00dflagen eingesetzt.<\/p>\n<h3>Demonstranten ignorieren erneut die Ausgangssperren<\/h3>\n<p>Trotz der Drohgeb\u00e4rden der Regierung haben sich Demonstranten vor dem Wei\u00dfen Haus erneut \u00fcber die Ausgangssperre in Washington hinweggesetzt. Friedliche Proteste vor der US-Regierungszentrale dauerten auch nach Inkrafttreten der n\u00e4chtlichen Ausgangssperre am Dienstagabend um 19.00 Uhr (Ortszeit\/1 Uhr MESZ) an, wie ein dpa-Reporter berichtete. Hunderte Menschen protestierten gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit.<\/p>\n<p>Seit Tagen kommt es in Washington, New York und anderen US-Metropolen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Ausl\u00f6ser ist der Tod Floyds in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am Montag vergangener Woche. In vielen US-St\u00e4dten sind die Demonstrationen in Ausschreitungen und Pl\u00fcnderungen ausgeartet. Zahlreiche St\u00e4dte haben eine n\u00e4chtliche Ausgangssperre verh\u00e4ngt. In der Millionenmetropole New York wurde sie nach neuerlichen Pl\u00fcnderungen in der Nacht zu Dienstag bis Sonntag verl\u00e4ngert. Sie trat am Dienstagabend um 20 Uhr (Ortszeit) in Kraft.<\/p>\n<h3>Brutaler Einsatz &#8211; offenbar auf Anweisung von Trumps Minister<\/h3>\n<p>Vor dem Wei\u00dfen Haus hatten Sicherheitskr\u00e4fte &#8211; darunter auch die Milit\u00e4rpolizei &#8211; am Montagabend Proteste gewaltsam aufgel\u00f6st. W\u00e4hrend die Polizei gegen weitgehend friedliche Demonstranten vorging, drohte Trump bei einem Auftritt mit dem Einsatz des US-Milit\u00e4rs, um Unruhen zu stoppen. Das hart Eingreifen war offenbar von Justizminister William Barr pers\u00f6nlich vor Ort angeordnet worden.<\/p>\n<p>Auch in zahlreichen anderen US-Metropolen kam es am Dienstag erneut zu Protesten. Auf Fernsehbildern waren Demonstrationen in New York, Los Angeles, Philadelphia, Chicago und Houston zu sehen. In Houston soll Floyd nach Angaben der Familie am Dienstag kommender Woche beerdigt werden. Er war in der Metropole in Texas aufgewachsen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Sicherheitskr\u00e4fte und Einheiten der Nationalgarde vor dem Lincoln-Denkmal in Washington: Demonstranten sollen eingesch\u00fcchtert werden JAMES HARNETT\/ via REUTERS Das US-Milit\u00e4r hat nach eigenen Angaben rund 1600 Soldaten auf Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte rund um Washington verlegt, um die Sicherheitskr\u00e4fte in der Hauptstadt angesichts der anhaltenden Proteste bei Bedarf unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. 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