{"id":24341,"date":"2023-11-06T01:28:46","date_gmt":"2023-11-05T22:28:46","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/flughafen-hamburg-geiselnehmer-ist-bereits-wegen-kindesentziehung-verurteilt-worden\/"},"modified":"2023-11-06T01:28:46","modified_gmt":"2023-11-05T22:28:46","slug":"flughafen-hamburg-geiselnehmer-ist-bereits-wegen-kindesentziehung-verurteilt-worden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/flughafen-hamburg-geiselnehmer-ist-bereits-wegen-kindesentziehung-verurteilt-worden\/","title":{"rendered":"Flughafen Hamburg: Geiselnehmer ist bereits wegen Kindesentziehung verurteilt worden"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Der Geiselnehmer vom Hamburger Flughafen, Salman E., ist bereits wegen Kindesentziehung verurteilt worden. Das teilte ein Sprecher der Polizei in Stade dem SPIEGEL mit. Der 35-J\u00e4hrige habe sich im vorigen Jahr \u00fcber mehrere Monate mit seiner Tochter unerlaubt in der T\u00fcrkei aufgehalten. \u00bbEr ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden\u00ab, so der Sprecher. Zur H\u00f6he k\u00f6nne er keine Angaben machen.<\/p>\n<p>Der Geiselnehmer hatte am Samstagabend gegen 20 Uhr mit seinem Auto samt Tochter eine Absperrung am Tor zum Vorfeld des Hamburger Flughafens durchbrochen. Er schoss laut Polizei unter Berufung auf Zeugenaussagen auf dem Gel\u00e4nde in die Luft und warf zwei Brands\u00e4tze aus dem Wagen. Die Flughafenfeuerwehr habe diese schnell l\u00f6schen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Stundenlang stand sein Auto schlie\u00dflich neben einer Maschine der Turkish Airlines. Die Insassen wurden laut Polizei in Sicherheit gebracht. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr f\u00fcr die Flugg\u00e4ste bestanden.<\/p>\n<p>Gegen 22 Uhr sei erstmals Kontakt zu dem Geiselnehmer hergestellt worden. Nach langen Verhandlungen gab er am fr\u00fchen Sonntagnachmittag auf und lie\u00df sich widerstandslos festnehmen, wie die Polizei mitteilte.<\/p>\n<h3>Wohnung durchsucht<\/h3>\n<p>Bereits w\u00e4hrend der Geiselnahme hatte die Polizei in Buxtehude die Wohnung des T\u00e4ters durchsucht. \u00bbWir haben Beweismittel sichergestellt\u00ab, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Stade. Dar\u00fcber hatte zun\u00e4chst die \u00bbHamburger Morgenpost\u00ab berichtet.<\/p>\n<p>Kurz bevor E. auf das Flughafengel\u00e4nde fuhr, hatte seine Ehefrau sich bei der Landespolizei gemeldet und auf die Kindesentziehung hingewiesen. Die Frau hielt sich am Sonntag selbst am Airport auf.<\/p>\n<p>Vorausgegangen war offenbar ein Streit mit der Mutter des Kindes in Stade, in dessen Verlauf der Mann die Frau zur Seite gesto\u00dfen und mit der Vierj\u00e4hrigen davongefahren sein soll. Wie die Polizei mitteilte, befand sich der 35-J\u00e4hrige nach ersten Ermittlungen wegen Sorgerechtsstreitigkeiten in einer psychischen Ausnahmesituation.<\/p>\n<p>Der Flughafen war seit Samstagabend weitr\u00e4umig gesperrt. Nach Angaben des Betreibers vom Sonntagvormittag waren seit dem eigentlichen Betriebsbeginn um 6 Uhr bis 11 Uhr bereits 126 Fl\u00fcge gestrichen worden. F\u00fcnf Ank\u00fcnfte seien zu anderen Flugh\u00e4fen umgeleitet worden. Bereits am Samstagabend waren 27 Fl\u00fcge mit rund 3200 Passagieren betroffen.<\/p>\n<p>Der Fall l\u00f6ste eine neue Debatte \u00fcber Sicherheitsvorkehrungen aus. Unter anderem die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert einen besseren Schutz von Flugh\u00e4fen. Der Betreiber des Hamburger Flughafens wies Kritik in einer ersten Stellungnahme zur\u00fcck. \u00bbDie Sicherung des Gel\u00e4ndes entspricht allen gesetzlichen Vorgaben und \u00fcbertrifft diese gr\u00f6\u00dftenteils\u00ab, sagte eine Sprecherin. Die Alarmketten im Fall der Geiselnahme h\u00e4tten einwandfrei gegriffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Geiselnehmer vom Hamburger Flughafen, Salman E., ist bereits wegen Kindesentziehung verurteilt worden. Das teilte ein Sprecher der Polizei in Stade dem SPIEGEL mit. 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