{"id":242,"date":"2020-06-03T05:47:17","date_gmt":"2020-06-03T02:47:17","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/george-floyd-gerichtsmediziner-stellen-autopsiebericht-der-familie-infrage\/"},"modified":"2020-06-03T05:47:17","modified_gmt":"2020-06-03T02:47:17","slug":"george-floyd-gerichtsmediziner-stellen-autopsiebericht-der-familie-infrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/george-floyd-gerichtsmediziner-stellen-autopsiebericht-der-familie-infrage\/","title":{"rendered":"George Floyd: Gerichtsmediziner stellen Autopsiebericht der Familie infrage"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/ecbf2414-1c5f-4a9e-b082-c9b7df9fa688_w948_r1.77_fpx61_fpy26.jpg\" title=\"Los Angeles: Ein Bild erinnert an den verstorbenen George Floyd\" alt=\"Los Angeles: Ein Bild erinnert an den verstorbenen George Floyd\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Los Angeles: Ein Bild erinnert an den verstorbenen George Floyd<\/p>\n<p> KYLE GRILLOT\/ AFP <\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. <\/em><\/p>\n<h3>Gr\u00fcnen-Politikern Tour\u00e9: &quot;Wir m\u00fcssen Rassismus entlernen&quot;<\/h3>\n<p>04.10 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd in den USA fordert die schleswig-holsteinische Landtagsvizepr\u00e4sidentin Aminata Tour\u00e9 Konsequenzen auch in Deutschland. &quot;F\u00fcr mich w\u00e4re wichtig, dass im Bildungsbereich das Thema Kolonialismus und Rassismus viel intensiver bearbeitet wird und Lehrerinnen und Lehrer entsprechend ausgebildet werden&quot;, sagte die Gr\u00fcnen-Politikerin der &quot;Welt&quot; mit Blick auf den in Schleswig-Holstein 2017 vereinbarten Landesaktionsplan gegen Rassismus. Gleiches gelte f\u00fcr die Aus- und Fortbildung bei der Polizei in ihrem Bundesland. <\/p>\n<p>Zwar nehme sie zurzeit eine starke Solidarit\u00e4t mit schwarzen Menschen wahr. &quot;Es reicht jedoch nicht, etwa bei einer Social-Media-Aktion mitzumachen oder sich einmal an einer Kundgebung zu beteiligen. Das macht einen Menschen nicht zum Antirassisten&quot;, sagte Tour\u00e9. &quot;Wir wachsen alle in einer Gesellschaft auf, in der Rassismus \u00fcblich ist. Wir m\u00fcssen Rassismus entlernen.&quot; <\/p>\n<p>Zum Tod Floyds sagte sie: &quot;Das ist ein Schmerz, den gerade viele schwarze Menschen weltweit teilen.&quot; Die Gewalttat habe dazu gef\u00fchrt, dass weltweit Schwarze auf die Stra\u00dfe gingen. &quot;Sie machen deutlich: Es reicht! Die Gewalt und der Rassismus m\u00f6gen sich zwar unterscheiden, finden aber \u00fcberall statt, auch in Deutschland.&quot; <\/p>\n<h3>Zehntausende demonstrieren in Houston<\/h3>\n<p>03.30 Uhr: Zehntausende Menschen demonstrieren in der texanischen Metropole Houston gegen Rassismus und Polizeigewalt. Mehrere Angeh\u00f6rige des verstorbenen George Floyds sowie der B\u00fcrgermeister von Houston nahmen an der friedlichen Kundgebung teil.<\/p>\n<p>Die Demonstranten forderten die Bestrafung der an dem Einsatz gegen Floyd beteiligten Polizisten. Sie riefen den Slogan &quot;Keine Gerechtigkeit, kein Frieden&quot;. B\u00fcrgermeister Sylvester Turner sch\u00e4tzte die Zahl der Demonstrationsteilnehmer auf 60.000.<\/p>\n<p>Der in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota zu Tode gekommene Floyd war in Houston aufgewachsen. In der texanischen Millionenstadt soll er auch am kommenden Dienstag beigesetzt werden.<\/p>\n<h3>Auch Demonstranten in New York ignorieren Ausgangssperre<\/h3>\n<p>03.10 Uhr: Demonstranten in New York haben sich den zweiten Abend in Folge \u00fcber eine Ausgangssperre hinweggesetzt. Der Nachrichtensender CNN zeigte Aufnahmen von friedlichen Protesten in mehreren Stadtteilen. Auch die &quot;New York Times&quot; berichtete, dass trotz der ab 19.00 Uhr (Ortszeit\/1.00 MESZ) geltenden Ausgangssperre noch viele Demonstranten in den Stra\u00dfen unterwegs waren. In der Hauptstadt Washington dauerten Proteste trotz abendlicher Ausgangssperre ebenfalls noch an.<\/p>\n<p>Seit Tagen kommt es in Los Angeles, New York, Washington und anderen US-Metropolen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Ausl\u00f6ser war der Tod Floyds in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am Montag vergangener Woche. In vielen St\u00e4dten kam es zu Ausschreitungen und Pl\u00fcnderungen. Zahlreiche Gro\u00dfst\u00e4dte haben daher n\u00e4chtliche Ausgangssperren verh\u00e4ngt.<\/p>\n<h3>US-Nationaltorwart nennt Trump &quot;widerlichen Heuchler&quot;<\/h3>\n<p>03.00 Uhr: US-Nationaltorwart Zack Steffen hat Pr\u00e4sident Donald Trump Scheinheiligkeit vorgeworfen und will sich zuk\u00fcnftig st\u00e4rker sozial engagieren. &quot;Sie sind ein widerlicher Heuchler&quot;, schrieb der Fu\u00dfball-Torwart von Fortuna D\u00fcsseldorf auf Twitter zu einem alten Tweet Trumps von Januar. Darin hatte der US-Pr\u00e4sident die Regierung des Iran dazu aufgefordert, Menschen demonstrieren zu lassen und weder zu verhaften noch umzubringen. In den USA gibt es derzeit zahlreiche Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus. Trump hatte den Demonstranten mit einem Einsatz des US-Milit\u00e4rs gedroht.<\/p>\n<p>In weiteren Beitr\u00e4gen in den sozialen Netzwerken k\u00fcndigte Steffen zudem an, sich mit einer Initiative f\u00fcr die Bewegung &quot;Black lives matter&quot; zu engagieren. Details nannte Steffen nicht.<\/p>\n<p>Steffen ist von Manchester City an D\u00fcsseldorf ausgeliehen, f\u00e4llt wegen einer Innenbandverletzung derzeit aber aus.<\/p>\n<h3>Bush kritisiert hartes Vorgehen gegen Demonstranten<\/h3>\n<p>02.30 Uhr: Der ehemalige US-Pr\u00e4sident George W. Bush hat das Vorgehen der Sicherheitskr\u00e4fte gegen die Anti-Rassismus-Proteste nach dem Tod von George Floyd kritisiert. Bush bezog sich in einer Stellungnahme nicht speziell auf Pr\u00e4sident Donald Trump, aber er nannte die Schikanen und Drohungen gegen\u00fcber afroamerikanischen Demonstranten &quot;ein schockierendes Versagen&#039;&#039;.<\/p>\n<p>Es sei die einzige M\u00f6glichkeit, auf die Stimmen so vieler Menschen zu h\u00f6ren, die verletzt sind und trauern, so Bush. &quot;Diejenigen, die sich aufmachten, diese Stimmen zum Schweigen zu bringen, verstehen nicht die Bedeutung Amerikas &#8211; oder wie es zu einem besseren Ort wird&#039;&#039;.<\/p>\n<p>Bush sprach Trump zwar nicht direkt an. Einen Tag nach der Drohung des US-Pr\u00e4sidenten, das Milit\u00e4r gegen US-B\u00fcrger einsetzen zu wollen, d\u00fcrfte Bush mit seiner Kritik aber auch Trump angesprochen haben.<\/p>\n<h3>Erneut Proteste vor dem Wei\u00dfen Haus<\/h3>\n<p>01.45 Uhr: Demonstranten haben sich vor dem Wei\u00dfen Haus erneut \u00fcber die Ausgangssperre in Washington hinweggesetzt. Friedliche Proteste vor der US-Regierungszentrale dauerten auch nach Inkrafttreten der n\u00e4chtlichen Ausgangssperre am Dienstagabend um 19.00 Uhr (Ortszeit\/1.00 MESZ) an, wie ein dpa-Reporter berichtete. Hunderte Demonstranten protestierten &#8211; wie auch in anderen US-Metropolen &#8211; gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Vor dem Wei\u00dfen Haus skandierten Demonstranten &quot;Wir bewegen uns nicht&quot; und &quot;Schei\u00df auf Eure Ausgangssperre&quot;.<\/p>\n<h3>Streit um Autopsieberichte: Verband der Gerichtsmediziner stellt Glaubw\u00fcrdigkeit von Privatpathologen infrage<\/h3>\n<p>01.20 Uhr: Der US-amerikanische Verband der Gerichtsmediziner hat den offiziellen Autopsiebericht zum verstorbenen George Floyd verteidigt. Dieser war nach einer von Floyds Angeh\u00f6rigen in Auftrag gegebenen zweiten Autopsie in die Kritik geraten.<\/p>\n<p>Im offiziellen Bericht hei\u00dft es, Todesursache sei ein Herz-Kreislauf-Stillstand infolge von &quot;Druck auf den Nacken&quot; w\u00e4hrend eines Polizeieinsatzes. Laut offizieller Obduktion war Floyd herzkrank und litt an Bluthochdruck. Au\u00dferdem sei bei ihm eine &quot;Fentanylvergiftung&quot; sowie die vor kurzer Zeit erfolgte Einnahme von Methamphetaminen festgestellt worden.<\/p>\n<p>Der von der Familie beauftragte Mediziner wies unter anderem die beh\u00f6rdlichen Angaben zu Vorerkrankungen der Herzkranzgef\u00e4\u00dfe bei Floyd jedoch zur\u00fcck. Au\u00dferdem geht er von &quot;Erstickung durch anhaltenden Druck als Todesursache&quot; aus.<\/p>\n<p>Der Verband der Gerichtsmediziner sprach nun Unterst\u00fctzung f\u00fcr den offiziellen Autopsiebericht aus. Dass Krankheiten und Medikamentenvergiftungen als &quot;zum Tod beitragend&quot; in einen Totenschein eingetragen w\u00fcrden, sei &quot;\u00fcbliche Praxis&quot;, hie\u00df es in einer Mitteilung. &quot;Der Tod ist ein komplexer Prozess und tritt oft mit mehreren interagierenden mitwirkenden Ursachen auf, darunter physiologischer Stress, der durch k\u00f6rperliche Auseinandersetzungen hervorgerufen wird. Daher bietet die Auflistung eine umfassendere Aussage \u00fcber die Todesursache&quot;. Die offiziellen Mediziner &quot;haben im Gegensatz zu Privatpathologen keinen Anreiz, eine bestimmte Ansicht zu vertreten&quot;, so der Verband.<\/p>\n<p>Ben Crump, Anwalt der Familie des Verstorbenen Floyd, sagte, die Hinweise auf Drogenkonsum sollten nur von der Polizeigewalt ablenken und Floyd diskreditieren. Alle Drogen in Floyds K\u00f6rper seien f\u00fcr seine Todesursache irrelevant.<\/p>\n<h3>Trudeau wird nach Trump gefragt &#8211; und schweigt 20 Sekunden<\/h3>\n<p>00.55 Uhr: Kanadas Premierminister Justin Trudeau sagte erstmal nichts, 20 Sekunden lang. Ein Journalist hatte ihn gefragt, wie er auf die Drohung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, wegen der Unruhen in den USA notfalls die Armee zu mobilisieren, reagiere. Trudeau hielt w\u00e4hrend einer Pressekonferenz am Dienstag lange inne, bevor er sagte: &quot;Wir beobachten alle mit Entsetzen und Fassungslosigkeit, was in den USA geschieht.&quot;<\/p>\n<p>Es sei nun &quot;an der Zeit zuzuh\u00f6ren, an der Zeit, die Menschen zusammenzubringen, und an der Zeit zu lernen, welche Ungerechtigkeiten trotz Fortschritten \u00fcber die Jahre und Jahrzehnte fortbestehen&quot;, sagte Trudeau mit Blick auf die Anti-Rassismus-Proteste in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Ein Journalist des Senders CBC hatte Trudeau w\u00e4hrend dessen t\u00e4glichen Corona-Briefings gefragt, wie er zu Trumps Drohung mit einem Armee-Einsatz stehe. Auch fragte der Journalist dazu, dass die Polizei in Washington Tr\u00e4nengas gegen Demonstranten eingesetzt hatte, um Trump einen ungest\u00f6rten Fototermin vor einer Kirche zu erm\u00f6glichen. Trudeau gilt als \u00e4u\u00dferst schlagfertig &#8211; sein demonstratives Schweigen w\u00e4hrend der landesweit im Fernsehen \u00fcbertragenen Pressekonferenz war daher umso wirkungsvoller.<\/p>\n<p>Der Premier mahnte zu Vorsicht bei Vergleichen zwischen den USA und Kanada &#8211; und vor der Schlussfolgerung, dass &quot;wir hier viel besser seien&quot;. Die Kanadier m\u00fcssten einsehen, dass &quot;wir unsere eigenen Probleme haben&quot;, betonte der Regierungschef mit Blick auf Rassismuserfahrungen nicht-wei\u00dfer Kanadier. F\u00fcr viele Menschen in Kanada sei Diskriminierung Alltag. Die Regierung und die Gesellschaft m\u00fcssten &quot;Verb\u00fcndete im Kampf gegen Diskriminierung&quot; sein, forderte Trudeau.<\/p>\n<h3>Gedenkmarsch f\u00fcr George Floyd in seiner Heimatstadt<\/h3>\n<p>00.30 Uhr: In Houston, der Heimatstadt des verstorbenen George Floyd, haben Hunderte an einem Gedenkmarsch f\u00fcr den Verstorbenen teilgenommenen. Sie versammelten sich in einem Park in der Innenstadt, um Floyd zu ehren.<\/p>\n<p>Floyd lebte die meiste Zeit seiner 46 Jahre in Houston, ganz in der N\u00e4he des Parks, wo der Marsch begann. Er war vor einigen Jahren nach Minneapolis gezogen.<\/p>\n<p>Der Gedenkmarsch wurde von den Houstoner Rappern Trae Tha Truth, der ein langj\u00e4hriger Freund von Floyd war, und Bun B, der f\u00fcr die Veranstaltung direkt mit Floyds Familie zusammenarbeitete, organisiert. Der B\u00fcrgermeister von Houston und der Polizeichef wurden zur Teilnahme erwartet.<\/p>\n<p>In Houston sind die Anti-Rassismus-Proteste bislang friedlich verlaufen, bei dem Gedenkmarsch wurde das auch dem Verm\u00e4chtnis von Floyd zugeschrieben. &quot;Die Menschen, die George am besten kannten, gaben den Ton f\u00fcr Houston an. Sie wussten, worum es bei ihm ging. Er war wirklich ein sanfter Riese, ein s\u00fc\u00dfer Kerl&quot;, sagte David Hill, ein Aktivist der Gemeinde Houston und Pastor der Restoration Community Church, der die Familie Floyd kennt. &quot;Er war ein Sohn der Stadt. Wir trauern auf eine andere Art und Weise&quot;, sagte Hill. Die Menschen wollten die Stadt gut repr\u00e4sentieren.<\/p>\n<h3>Tausende protestieren in Frankreich<\/h3>\n<p>23.50 Uhr: In mehreren franz\u00f6sischen St\u00e4dten haben Tausende gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. In Paris protestierten am Dienstagabend rund 20.000 Menschen vor einem Gerichtsgeb\u00e4ude im Norden der Stadt, wie eine Sprecherin der Pariser Polizeipr\u00e4fektur, Laetitia Vallar, im Fernsehsender BFMTV sagte. Am Rande des Protests kam es Berichten zufolge zu Zusammenst\u00f6\u00dfen mit der Polizei. Die Demonstration war wegen eines coronabedingten Versammlungsverbots untersagt worden. Auch in Lyon und Marseille gingen Medienberichten zufolge Menschen auf die Stra\u00dfen.<\/p>\n<p>Die \u00fcberwiegend jungen Demonstranten riefen bei der gr\u00f6\u00dftenteils friedlichen Anti-Rassismus-Kundgebung in Paris als Reaktion auf den gewaltsamen Tod von George Floyd in den USA Slogans der &quot;Black Lives Matter&quot;-Bewegung. Der Protest in der franz\u00f6sischen Hauptstadt wurde von der Schwester des 2016 in Polizeigewahrsam gestorbenen Adama Traor\u00e9 organisiert. Forensische Berichte, die von Traor\u00e9s Familie und Richtern angefordert worden seien, k\u00e4men zu der Schlussfolgerung, dass Adama Traor\u00e9 erstickte, weil drei Gendarmen ihn zu Boden zwangen und nicht in Folge einer vorbestehenden Herzerkrankung starb, berichteten Medien in Berufung auf Assa Traor\u00e9.<\/p>\n<p>Nach Polizeiangaben blockierten einige Demonstranten die Ringstra\u00dfe der Pariser Autobahn und steckten Gegenst\u00e4nde in Brand. Die Sicherheitskr\u00e4fte setzten Medienberichten zufolge Tr\u00e4nengas ein. Die Polizeipr\u00e4fektur forderte die Demonstranten auf Twitter auf, sich zu zerstreuen. Innenminister Christophe Castaner verurteilte die Ausschreitungen. Gewalt habe in einer Demokratie keinen Platz, schrieb Castaner auf Twitter. &quot;Nichts rechtfertigt die Exzesse, die heute Abend in Paris stattgefunden haben.&quot; Er gratulierte den Sicherheits- und Rettungskr\u00e4ften zu &quot;ihrer Kontrolle und Gelassenheit&quot;.<\/p>\n<p>Der bekannte Menschenrechtsanwalt Ari\u00e9 Alimi beschuldigte jedoch auf BFMTV die Polizei, \u00c4rger zu provozieren, indem sie Tr\u00e4nengas auf friedliche Demonstranten abfeuere. Die Pariser Polizei hatte die Demonstration verboten und sich auf die Coronavirus-Beschr\u00e4nkungen berufen. Demnach d\u00fcrfen sich h\u00f6chstens zehn Menschen versammeln.<\/p>\n<h3>Covid-19 f\u00fcr Nicht-Wei\u00dfe in England laut Studie h\u00e4ufiger t\u00f6dlich<\/h3>\n<p>23.20 Uhr: Menschen mit schwarzer und asiatischer Abstammung in England sind bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus einem deutlich erh\u00f6hten Sterberisiko ausgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt laut der Nachrichtenagentur Reuters eine Studie der Gesundheitsbeh\u00f6rde Public Health England (PHE).<\/p>\n<p>Demnach sterben Personen mit chinesischer, indischer, pakistanischer oder karibischer Herkunft um zehn bis 50 Prozent h\u00e4ufiger an Covid-19 als wei\u00dfe Briten. F\u00fcr Menschen, die aus Bangladesch stammen, ist das Risiko sogar fast doppelt so hoch. Die Resultate der Studie entsprechen denen einer fr\u00fcheren Erhebung des britischen Statistikamts ONS.<\/p>\n<p>Auch in den USA trifft das Coronavirus keineswegs alle Menschen gleich stark. In New York City ist die Covid-Sterberate f\u00fcr Schwarze und Latinos mehr als doppelt so hoch (20 und 23 Prozent) wie f\u00fcr Wei\u00dfe (10 Prozent). Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind so komplex wie der US-Rassismus selbst. Ungleichheit, Armut, Arbeitslosigkeit, chronische Krankheiten, Desinformation.<\/p>\n<h3>Pensionierter Polizist in St. Louis offenbar von Pl\u00fcnderern erschossen<\/h3>\n<p>20.40 Uhr: In St. Louis im US-Bundesstaat Missouri haben Einbrecher offenbar einen fr\u00fcheren Polizisten erschossen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Demnach soll der 77-J\u00e4hrige David Dorn tot auf einem B\u00fcrgersteig neben einem gepl\u00fcnderten Pfandhaus gefunden worden sein.<\/p>\n<p>Gegen 2.30 Uhr in der Nacht soll sich eine Schie\u00dferei bei dem Gesch\u00e4ft ereignet haben. N\u00e4here Angaben machte die Polizei nicht, offenbar gab es zun\u00e4chst jedoch keine Festnahmen. Dorn soll bis 2007 38 Jahre als Polizist gearbeitet haben.<\/p>\n<h3>Joe Biden fordert &quot;echte Polizeireform&quot;<\/h3>\n<p>19.50 Uhr: Der demokratische Herausforderer von Donald Trump bei der bevorstehenden Pr\u00e4sidentschaftswahl, Joe Biden, hat nach den Krawallen in den USA Gesetzes\u00e4nderungen f\u00fcr die Polizei gefordert. Er rufe den US-Kongress auf, noch in diesem Monat zu handeln und mit einer &quot;echten Polizeireform&quot; zu beginnen, die den Beamten etwa W\u00fcrgegriffe untersage.<\/p>\n<p>Zudem kritisierte Biden Trump scharf. Der US-Pr\u00e4sident sei &quot;Teil des Problems und beschleunigt es&quot;, sagte der Demokrat. Der Pr\u00e4sident sei voll von seinem &quot;blendenden Ego eingenommen&quot;.<\/p>\n<h3>Sechs Polizisten aus Atlanta nach mutma\u00dflich \u00fcberhartem Vorgehen angeklagt<\/h3>\n<p>19 Uhr: In Atlanta m\u00fcssen sich sechs Polizisten nach heftiger Gewaltanwendung bei einem Zugriff vor Gericht verantworten. Das berichten die Nachrichtenagentur AP und lokale Medien. Zwei der beteiligten Polizisten wurden demnach bereits gefeuert. Ihnen wird demnach K\u00f6rperverletzung mit unterschiedlicher Schwere vorgeworfen.<\/p>\n<p>Videos, die in den sozialen Medien kursierten, hatten gezeigt, wie mehrere Polizisten zwei junge Menschen aus einem Auto zerrten und dabei auch Taser eingesetzt hatten. Offenbar gingen die Beamten davon aus, dass der Fahrer des Wagens bewaffnet war. Wie AP unter Berufung auf Polizeiberichte meldet, sei jedoch keine Waffe sichergestellt worden.<\/p>\n<p>Nach Angaben der B\u00fcrgermeisterin von Atlanta, Keisha Lance Bottoms, wurden die beiden festgenommen Personen inzwischen wieder freigelassen.<\/p>\n<h3>Chef der US-Nationalgarde spricht von &quot;Abnahme der Gewalt&quot;<\/h3>\n<p>18.50 Uhr: Bei den Protesten in den USA haben nach Angaben der Nationalgarde die gewaltt\u00e4tigen Ausschreitungen nachgelassen. Die vergangene Nacht sei landesweit besser verlaufen, sagte der Chef der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde, General Joseph Lengyel laut der Nachrichtenagentur Reuters. &quot;Wir haben eine Abnahme der Gewalt beobachtet.&quot;<\/p>\n<p>Nationalgardisten seien in der Nacht nicht verletzt worden. Die Proteste insgesamt seien aber auf gleichem Niveau geblieben oder h\u00e4tten gar zugenommen. Seinen Worten zufolge werden die lokalen Sicherheitsbeh\u00f6rden in 29 Bundesstaaten mittlerweile von 18.000 Nationalgardisten unterst\u00fctzt. Die Zahl nehme zu.<\/p>\n<h3>Washingtons Erzbischof kritisiert Besuch Trumps an Papst-Schrein<\/h3>\n<p>18.35 Uhr: Der Erzbischof von Washington, Wilton Gregory, hat den Besuch von US-Pr\u00e4sident Trump an einem Schrein des verstorbenen Papst Johannes Paul II. ger\u00fcgt. Er finde es &quot;verwerflich&quot;, dass sich eine katholische Einrichtung auf eine Weise missbrauchen und manipulieren lasse, die gegen katholische Prinzipien versto\u00dfe, teilte Gregory in einer Stellungnahme auf Twitter mit. Johannes Paul II. sei ein Verfechter von Menschenrechten gewesen.<\/p>\n<p>Der US-Pr\u00e4sident und First Lady Melania Trump hatten zuvor einen Kranz am Denkmal des verstorbenen Papstes niedergelegt. Der Schrein in der US-Hauptstadt wird nicht vom Erzbistum, sondern von der Laienvereinigung Kolumbusritter betrieben.<\/p>\n<p>Zuvor hatte bereits die Bisch\u00f6fin der Episkopal-Di\u00f6zese Washington, Mariann Edgar Budde, Trumps Besuch an einer Kirche kritisiert. Der Pr\u00e4sident hatte zuvor mit einer Bibel vor der St. John&#039;s-Kirche f\u00fcr Fotografen posiert. Polizisten hatten ihm zuvor mit Tr\u00e4nengas und Gummigeschossen den Weg vom Wei\u00dfen Haus zu der Kirche freiger\u00e4umt.<\/p>\n<h3>Cuomo wirft Polizei und B\u00fcrgermeister New Yorks Vers\u00e4umnisse vor<\/h3>\n<p>18.20 Uhr: Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo wirft der Polizei der Stadt New York laut der Nachrichtenagentur Reuters vor, ihren Aufgaben w\u00e4hrend der Ausschreitungen in der vergangenen Nacht nur ungen\u00fcgend nachgekommen zu sein. &quot;Die New Yorker Polizei und der B\u00fcrgermeister haben vergangene Nacht ihren Job nicht gemacht&quot;, sagte Cuomo bei seinem t\u00e4glichen Briefing zur Corona-Pandemie.<\/p>\n<p>Er glaube, New Yorks B\u00fcrgermeister Bill de Blasio untersch\u00e4tze den Umfang des Problems, sagte Cuomo. In der Millionenstadt war es in der Nacht zu heftigen Krawallen mit Pl\u00fcnderungen von Gesch\u00e4ften gekommen. De Blasio hatte daraufhin bereits die geltende n\u00e4chtliche Ausgangssperre f\u00fcr den Rest der Woche verl\u00e4ngert.<\/p>\n<h3>Maas verlangt von USA Schutz der Pressefreiheit bei Unruhen<\/h3>\n<p>18.00 Uhr: Die Bundesregierung verlangt von den US-Beh\u00f6rden Aufkl\u00e4rung \u00fcber einen mutma\u00dflichen Angriff von US-Polizisten auf Journalisten der Deutschen Welle bei der Berichterstattung \u00fcber die Unruhen in Minneapolis.<\/p>\n<p>&quot;Journalisten m\u00fcssen ihrer Aufgabe, n\u00e4mlich der unabh\u00e4ngigen Berichterstattung, ohne Gefahr f\u00fcr ihre Sicherheit nachgehen k\u00f6nnen&quot;, sagte Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas. &quot;Demokratische Rechtsstaaten m\u00fcssen beim Schutz der Pressefreiheit allerh\u00f6chste Standards an den Tag legen. Jede Gewaltaus\u00fcbung, die es in diesem Zusammenhang gibt, muss nicht nur kritisiert werden, sondern sie muss vor allen Dingen konsequent verfolgt und aufgekl\u00e4rt werden.&quot;<\/p>\n<h3>New York verl\u00e4ngert n\u00e4chtliche Ausgangssperre<\/h3>\n<p>17.44 Uhr: Der B\u00fcrgermeister von New York hat die Ausgangssperre in der Metropole f\u00fcr die ganze Woche verl\u00e4ngert. Sie soll bis Sonntag jeweils von 20 bis f\u00fcnf Uhr gelten.<\/p>\n<p>&quot;Wir werden ein paar harte Tage vor uns haben&quot;, sagte B\u00fcrgermeister Bill de Blasio. Die Ausgangssperre ist eine Reaktion auf Pl\u00fcnderungen und Ausschreitungen im Zusammenhang mit den Protesten gegen Rassismus, Diskriminierung und Polizeibrutalit\u00e4t. Die meisten Proteste in New York verliefen allerdings friedlich.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Los Angeles: Ein Bild erinnert an den verstorbenen George Floyd KYLE GRILLOT\/ AFP Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. 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