{"id":24161,"date":"2023-10-29T05:15:59","date_gmt":"2023-10-29T02:15:59","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/gaza-israel-greift-hamas-an-benjamin-netanyahu-verkundet-zweite-phase-des-krieges\/"},"modified":"2023-10-29T05:15:59","modified_gmt":"2023-10-29T02:15:59","slug":"gaza-israel-greift-hamas-an-benjamin-netanyahu-verkundet-zweite-phase-des-krieges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/gaza-israel-greift-hamas-an-benjamin-netanyahu-verkundet-zweite-phase-des-krieges\/","title":{"rendered":"Gaza: Israel greift Hamas an &#8211; Benjamin Netanyahu verk\u00fcndet zweite Phase des Krieges"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die israelische Armee weitet ihre Bodeneins\u00e4tze im Gazastreifen aus. Die Folge: Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu spricht von der zweiten Phase des Krieges gegen die Hamas. Ziel sei es, die milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten sowie die Herrschaft der Terrororganisation zu zerst\u00f6ren und die Geiseln nach Hause zur\u00fcckzubringen, sagte er am Samstagabend in Tel Aviv. Die massiven Luftangriffe der vergangenen Wochen h\u00e4tten der Hamas einen \u00bbschweren Schlag\u00ab versetzt. \u00bbAllerdings stehen wir erst am Anfang\u00ab, betonte er. Der Krieg werde \u00bbschwierig und langwierig\u00ab.<\/p>\n<p>Armeeangaben zufolge waren in der Nacht zum Samstag israelische Bodentruppen in den Norden des abgeriegelten K\u00fcstenstreifens vorgedrungen. Anders als bei begrenzten Eins\u00e4tzen dieser Art in vorherigen N\u00e4chten zogen sich die Panzerverb\u00e4nde jedoch zun\u00e4chst nicht wieder zur\u00fcck. Beteiligt seien Infanterie, Panzertruppen, Ingenieurkorps und Artillerie, hie\u00df es. Dem Milit\u00e4r zufolge sollen vermehrt unterirdische Ziele und terroristische Infrastruktur angegriffen werden.<\/p>\n<p>Netanyahu war zuvor mit Familien von Geiseln zusammengetroffen. Bis Samstag wurden Armeeangaben zufolge die Familien von 230 Geiseln informiert. Erwartet wird, dass die Zahl weiter steigen k\u00f6nnte. Die vier von der islamistischen Hamas bereits freigelassenen Geiseln sind nach Milit\u00e4rangaben bei der Zahl nicht mitgerechnet. Bei den Angriffen von Terroristen der Hamas am 7. Oktober waren in Israel 1400 Menschen get\u00f6tet und mehr als 200 Menschen entf\u00fchrt worden, darunter auch einige deutsche Staatsb\u00fcrger.<\/p>\n<p>Vertreter der Angeh\u00f6rigen forderten einen Gefangenenaustausch. Israel solle die Freilassung aller pal\u00e4stinensischen H\u00e4ftlinge im Austausch f\u00fcr alle Geiseln erw\u00e4gen. Netanyahu sagte, ein Austausch werde debattiert. Details wollte er nicht nennen. Die Bedingungen eines solchen Abkommens offenzulegen, werde nicht dabei helfen, ihn zu verwirklichen. Der Chef der islamistischen Hamas, Jihia al-Sinwar, behauptete, die Pal\u00e4stinenserorganisation sei bereit, ein Abkommen \u00fcber einen Gefangenenaustausch sofort abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die israelische Armee rief die noch im Norden des Gazastreifens verbliebenen Menschen derweil erneut dringend auf, sich im S\u00fcden in Sicherheit zu bringen. Das \u00bbZeitfenster\u00ab schlie\u00dfe sich schnell, hie\u00df es. Hilfsorganisationen beklagten, dass der Ausfall fast aller Telefon- und Internetverbindungen die Hilfe f\u00fcr Opfer des Krieges noch schwieriger mache. Es war die Rede von Panik und Chaos.<\/p>\n<p>Das Uno-Pal\u00e4stinenserhilfswerk UNRWA beklagte, zur \u00bbgro\u00dfen Mehrheit\u00ab seiner Mitarbeiter im Gazastreifen keinen Kontakt mehr zu haben. UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini bezeichnete den Ausfall der Kommunikationsdienste als \u00bbeinen weiteren Versuch, die humanit\u00e4re Antwort f\u00fcr die Zivilisten im Gazastreifen\u00ab zu behindern. Das Hilfswerk werde sich davon aber nicht entmutigen lassen.<\/p>\n<p>Die Versorgungslage im Gazastreifen war schon vor Kriegsbeginn sehr schlecht und hat sich durch die laufenden K\u00e4mpfe noch verschlimmert. Fast die H\u00e4lfte der gut 2,2 Millionen Menschen im Gazastreifen sind Kinder und Jugendliche. Bei den israelischen Gegenschl\u00e4gen in den vergangenen drei Wochen sind nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums in dem Pal\u00e4stinensergebiet mehr als 7703 Menschen ums Leben gekommen.<\/p>\n<p>Militante Pal\u00e4stinenser schossen auch am Samstag wieder Raketen aus dem Gazastreifen auf israelische St\u00e4dte. In israelischen Ortschaften im Grenzgebiet heulten mehrmals Warnsirenen. Auch im Gro\u00dfraum Tel Aviv gab es erneut Raketenalarm, ebenso in der K\u00fcstenstadt Aschkelon. In der W\u00fcstenstadt Beerscheva wurde nach Polizeiangaben ein Geb\u00e4ude durch eine Rakete getroffen. Israelische Medien berichteten, auch in den St\u00e4dten Holon, Kiriat Ono und Ramat Gan, alles Vororte von Tel Aviv, seien Raketen eingeschlagen \u2013 \u00e4hnlich in Aschdod in der N\u00e4he des Gazastreifens. \u00dcber Verletzte wurde zun\u00e4chst nichts bekannt.<\/p>\n<p>Auch an Israels Grenze zum Libanon kam es am Samstag wieder zu Gefechten. Mehrere Panzerabwehrraketen und M\u00f6rsergranaten seien vom Libanon aus auf Israel abgefeuert worden, teilte die israelische Armee mit. Israels Milit\u00e4r habe zur\u00fcckgeschossen und milit\u00e4rische Einrichtungen der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah angegriffen. An der Grenze kommt es seit Beginn des Gaza-Kriegs zunehmend zu Zwischenf\u00e4llen. Auf beiden Seiten gab es bereits Todesopfer. Die Hisbollah ist wie die Hamas mit Israels Erzfeind Iran verb\u00fcndet.<\/p>\n<p>Verteidigungsminister Joav Galant betonte bei der Pressekonferenz am Samstagabend, Israel habe kein Interesse an einer regionalen Ausweitung des Gaza-Kriegs. Und Netanyahu erkl\u00e4rte, ob Iran an der Planung des brutalen Terrorangriffs der islamistischen Hamas vom 7. Oktober beteiligt war, sei unklar. Er k\u00f6nne nicht sagen, ob Teheran in diesem speziellen Fall bei der \u00bbMikroplanung\u00ab dabei gewesen sei, sagte er.<\/p>\n<p>Er gehe davon aus, dass der Iran 90 Prozent des Milit\u00e4rbudgets der Hamas finanziere. Ohne Iran gebe es die Pal\u00e4stinenserorganisation nicht, betonte Israels Regierungschef. Gleiches gelte f\u00fcr die Hisbollah-Miliz im Nachbarland Libanon.<\/p>\n<p>Im Krieg zwischen Israel und der Hamas gibt es die Sorge, dass auch die pro-iranische Hisbollah vom Libanon aus st\u00e4rker einsteigen k\u00f6nnte. Die Hisbollah gilt als weitaus gef\u00e4hrlicher f\u00fcr Israel als die im Gazastreifen herrschende Hamas.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die israelische Armee weitet ihre Bodeneins\u00e4tze im Gazastreifen aus. Die Folge: Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu spricht von der zweiten Phase des Krieges gegen die Hamas. 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