{"id":241,"date":"2020-06-03T04:44:10","date_gmt":"2020-06-03T01:44:10","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/trumps-justizminister-soll-raumung-vor-weisem-haus-personlich-angeordnet-haben\/"},"modified":"2020-06-03T04:44:10","modified_gmt":"2020-06-03T01:44:10","slug":"trumps-justizminister-soll-raumung-vor-weisem-haus-personlich-angeordnet-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/trumps-justizminister-soll-raumung-vor-weisem-haus-personlich-angeordnet-haben\/","title":{"rendered":"Trumps Justizminister soll R\u00e4umung vor Wei\u00dfem Haus pers\u00f6nlich angeordnet haben"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/68958d74-1b0b-4179-95f2-9abd386949c8_w948_r1.77_fpx26_fpy22.jpg\" title=\"Donald Trump mit William Barr (l.) auf dem Weg zur Kirche: Direkte Anweisung an die Sicherheitskr\u00e4fte\" alt=\"Donald Trump mit William Barr (l.) auf dem Weg zur Kirche: Direkte Anweisung an die Sicherheitskr\u00e4fte\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Donald Trump mit William Barr (l.) auf dem Weg zur Kirche: Direkte Anweisung an die Sicherheitskr\u00e4fte<\/p>\n<p> BRENDAN SMIALOWSKI\/ AFP <\/figcaption><\/figure>\n<p>W\u00e4hrend sich Donald am Montagabend im Rosengarten des Wei\u00dfen Hauses zum &quot;Law and Order&quot;-Pr\u00e4sidenten erkl\u00e4rte, waren nicht weit entfernt Schreie und Knallger\u00e4usche zu h\u00f6ren gewesen. Es waren offenbar die letzten Z\u00fcge einer R\u00e4umungsaktion auf den Stra\u00dfen vor der Machtzentrale der USA gewesen. Wie die &quot;Washington Post&quot; nun meldet, hatte Justizminister William Barr den Zugriff der Sicherheitskr\u00e4fte pers\u00f6nlich angeordnet.<\/p>\n<p>Das \u00e4u\u00dferst aggressive Vorgehen der Sicherheitskr\u00e4fte, darunter die US Park Police, hatte im Land f\u00fcr Emp\u00f6rung gesorgt. Immerhin hatten die Demonstranten vor dem Wei\u00dfen Haus gr\u00f6\u00dftenteils friedlich an den Tod von George Floyd erinnert und Missst\u00e4nde in den USA angeprangert. Viele von ihnen standen laut Augenzeugen mit erhobenen H\u00e4nden, als der Zugriff begann.<\/p>\n<p>Trotzdem waren die Einheiten, gr\u00f6\u00dftenteils in Kampfmontur, mit Schlagst\u00f6cken, Rauchbomben und Gummigeschossen gegen die Menge vorgegangen. Zeugen berichten auch \u00fcber den Einsatz von Tr\u00e4nengas.<\/p>\n<p>Nur wenig sp\u00e4ter \u00f6ffneten sich die Tore des Wei\u00dfen Haus und Donald Trump lief mitsamt seiner Entourage und massivem Personenschutz \u00fcber den leeren Lafayette-Platz. Vor der nahegelegenen St. John\u2019s-Kirche posierte Trump ungelenk mit einer Bibel in der Hand f\u00fcr PR-Fotos und verschwand danach rasch wieder ins Wei\u00dfe Haus. Offenbar wollte er mit dieser Aktion Kritikern entgegentreten, die ihm mangelnde Sichtbarkeit in der Krise vorgeworfen hatten. Die zust\u00e4ndige Bisch\u00f6fin \u00fcbte sp\u00e4ter scharfe Kritik an dem Auftritt.<\/p>\n<h3>Barr war pers\u00f6nlich auf den Platz vor dem Wei\u00dfen Haus geeilt<\/h3>\n<p>Inzwischen stehen auch die Umst\u00e4nde des \u00fcberharten Einschreitens der Sicherheitskr\u00e4fte im Fokus. Das Wei\u00dfe Haus versuchte am Dienstag, die R\u00e4umung kausal und zeitlich vom PR-Termin des Pr\u00e4sidenten zu trennen. Demnach wurde die Demonstration aufgel\u00f6st, um die Ausgangssperre in Washington durchzusetzen.<\/p>\n<p>Die &quot;Washington Post&quot; schreibt unter Berufung auf zwei Mitglieder der staatlichen Sicherheitskr\u00e4fte, dass die Bannmeile um das Wei\u00dfe Haus ohnehin h\u00e4tte ausgeweitet werden sollen. Diese Entscheidung, an der auch Barr beteiligt war, sei bereits am Sonntagabend oder Montagmorgen gefallen.<\/p>\n<p>Am Montagnachmittag, kurz bevor Trump im Rosengarten vor die Mikrofone trat, war Barr dann pers\u00f6nlich auf dem Platz vor dem Wei\u00dfen Haus aufgetaucht. Laut &quot;Washington Post&quot; habe sich der Justizminister \u00fcberrascht gezeigt, dass die R\u00e4umung noch nicht stattgefunden hatte.<\/p>\n<p>&quot;Er hat sich mit den Verantwortlichen vor Ort beraten und so etwas gesagt wie: &#039;Das muss erledigt werden. Erledigt das&#039;&quot;, zitiert die Zeitung einen Vertreter der Sicherheitsbeh\u00f6rden. Wenig sp\u00e4ter gingen die Einheiten r\u00fcde gegen die friedlichen Protestteilnehmer vor.<\/p>\n<h3>Washingtons B\u00fcrgermeisterin kritisiert den Pr\u00e4sidenten scharf<\/h3>\n<p>Der Einsatz hatte landesweit f\u00fcr Kritik gesorgt. Die B\u00fcrgermeisterin von Washington, die Demokratin Muriel E. Bowser, nannte das Vorgehen &quot;sch\u00e4ndlich&quot;. Sie erkl\u00e4rte au\u00dferdem, dass sie einen Versuch des Wei\u00dfen Hauses abgewehrt habe, die Kontrolle \u00fcber die Polizeikr\u00e4fte ihrer Stadt zu \u00fcbernehmen. Auch Trumps Drohung &quot;Tausende schwer bewaffnete Soldaten&quot; nach Washington zu schicken, wies sie zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Lage in der US-Hauptstadt bleibt nach Tagen der Proteste angespannt. Demonstranten vor dem Wei\u00dfen Haus setzten sich am Abend erneut \u00fcber die Ausgangssperre hinweg. Friedliche Proteste vor der US-Regierungszentrale dauerten auch nach Inkrafttreten der n\u00e4chtlichen Ausgangssperre am Dienstagabend um 19.Uhr (Ortszeit\/1 Uhr MESZ) an, wie ein dpa-Reporter berichtete. Zugleich ist die Pr\u00e4senz der Sicherheitskr\u00e4fte noch einmal verst\u00e4rkt worden.<\/p>\n<p>Seit Tagen kommt es in Washington, New York und anderen US-Metropolen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Ausl\u00f6ser ist der Tod Floyds in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am Montag vergangener Woche. In vielen US-St\u00e4dten sind die Demonstrationen in Ausschreitungen und Pl\u00fcnderungen ausgeartet.<\/p>\n<p>Zahlreiche St\u00e4dte haben eine n\u00e4chtliche Ausgangssperre verh\u00e4ngt. In der Millionenmetropole New York wurde sie nach neuerlichen Pl\u00fcnderungen in der Nacht zu Dienstag bis Sonntag verl\u00e4ngert. Sie sollte am Dienstagabend um 20 Uhr in Kraft treten.<\/p>\n<h3>Floyd soll in Houston beigesetzt werden<\/h3>\n<p>Auch in zahlreichen anderen US-Metropolen kam es am Dienstag erneut zu Protesten. Auf Fernsehbildern waren Demonstrationen in New York, Los Angeles, Philadelphia, Chicago und Houston zu sehen. In Houston soll Floyd nach Angaben der Familie am Dienstag kommender Woche beerdigt werden. Er war in der Metropole in Texas aufgewachsen.<\/p>\n<p>Bei dem Polizeieinsatz in Minneapolis hatte einer von vier beteiligten Beamten Floyd fast neun Minuten lang sein Knie in den Nacken gedr\u00fcckt. Alle Bitten des 46-J\u00e4hrigen, ihn atmen zu lassen, ignorierte er. Die vier Polizisten wurden entlassen.<\/p>\n<p>Der wei\u00dfe Ex-Polizist, der Floyd sein Knie in den Nacken dr\u00fcckte, muss sich wegen Totschlags (bis zu zehn Jahre Gef\u00e4ngnis) und &quot;Mordes dritten Grades&quot; (bis zu 25 Jahre Gef\u00e4ngnis) verantworten. Er sitzt in Untersuchungshaft.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Donald Trump mit William Barr (l.) auf dem Weg zur Kirche: Direkte Anweisung an die Sicherheitskr\u00e4fte BRENDAN SMIALOWSKI\/ AFP W\u00e4hrend sich Donald am Montagabend im Rosengarten des Wei\u00dfen Hauses zum &quot;Law and Order&quot;-Pr\u00e4sidenten erkl\u00e4rte, waren nicht weit entfernt Schreie und Knallger\u00e4usche zu h\u00f6ren gewesen. 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