{"id":23458,"date":"2023-09-28T11:48:17","date_gmt":"2023-09-28T08:48:17","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/konjunkturprognose-deutsche-wirtschaft-schrumpft-2023-um-06-prozent\/"},"modified":"2023-09-28T11:48:17","modified_gmt":"2023-09-28T08:48:17","slug":"konjunkturprognose-deutsche-wirtschaft-schrumpft-2023-um-06-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/konjunkturprognose-deutsche-wirtschaft-schrumpft-2023-um-06-prozent\/","title":{"rendered":"Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft schrumpft 2023 um 0,6 Prozent"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Noch im Fr\u00fchjahr haben sich Wirtschaftsforscher optimistischer gezeigt \u2013 doch jetzt im Herbst rechnen sie mit einem R\u00fcckgang der Wirtschaftsleistung. Die f\u00fchrenden Wirtschaftsforschungsinstitute senkten ihre Prognose f\u00fcr die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts. Statt dem bislang erwarteten Wachstum von 0,3 Prozent wird nun f\u00fcr das laufende Jahr ein R\u00fcckgang von 0,6 Prozent vorhergesagt, das geht aus der am Donnerstag ver\u00f6ffentlichten Gemeinschaftsdiagnose f\u00fcr die Bundesregierung hervor. <\/p>\n<p>\u00bbDer wichtigste Grund daf\u00fcr ist, dass sich die Industrie und der private Konsum langsamer erholen, als wir im Fr\u00fchjahr erwartet haben\u00ab, sagte Oliver Holtem\u00f6ller, stellvertretender Pr\u00e4sident am Leibniz-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung Halle (IWH).<\/p>\n<p>Der starke Anstieg der Energiepreise 2022 habe die Erholung von der Coronapandemie abgew\u00fcrgt, die Inflation entziehe den Haushalten Kaufkraft und die j\u00fcngsten Leitzinserh\u00f6hungen belasteten die Bauwirtschaft, hie\u00df es weiter. Die Stimmung in den Unternehmen habe sich zuletzt erneut verschlechtert, dazu trage auch politische Unsicherheit bei.<\/p>\n<p>F\u00fcr das n\u00e4chste Jahr erwarten die Forscher ein Plus von 1,3 Prozent. Damit senkten sie ihre Prognose nur um 0,2 Prozentpunkte. \u00bbZuletzt haben die L\u00f6hne aufgrund der Teuerung angezogen, die Energiepreise abgenommen und die Exporteure die h\u00f6heren Kosten teilweise weitergegeben, sodass Kaufkraft zur\u00fcckkehrt\u00ab, hie\u00df es in der Mitteilung. Demnach d\u00fcrfte der Abschwung zum Jahresende abklingen. <\/p>\n<p>2025 soll es dann zu einem Plus von 1,5 Prozent reichen. Die Gemeinschaftsdiagnose dient der Regierung als Basis f\u00fcr ihre eigenen Projektionen, die wiederum die Grundlage f\u00fcr die Steuersch\u00e4tzung bilden.<\/p>\n<p>Bei der Arbeitslosigkeit rechnen die Wirtschaftsforscher dieses Jahr mit einem Anstieg auf 2,6 Millionen Betroffene \u2013 das w\u00e4ren etwa 174.000 mehr als 2022. \u00bbDie konjunkturelle Schw\u00e4che ist mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt angekommen\u00ab, schreiben die Institute. Angesichts der \u00bbnotorischen und sich perspektivisch weiter versch\u00e4rfenden Personalknappheit in vielen Bereichen\u00ab erwarten sie 2023 allerdings nur einen moderaten Anstieg. \u00bbIm kommenden Jahr wird die Zahl der Arbeitslosen wohl leicht sinken\u00ab, so die Prognose. 2025 soll sie dann weiter zur\u00fcckgehen auf weniger als 2,5 Millionen.<\/p>\n<h3>Hoffnung bei Inflation<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Verbraucher halten die Institute eine gute Nachricht parat. \u00bbAn der Preisfront entspannt sich die Lage nach und nach\u00ab, hei\u00dft es in der Gemeinschaftsdiagnose, die den Titel \u00bbKaufkraft kehrt zur\u00fcck \u2013 Politische Unsicherheit hoch\u00ab tr\u00e4gt. Die Inflationsrate d\u00fcrfte demnach im laufenden Jahr bei 6,1 Prozent liegen, 2024 aber deutlich auf 2,6 Prozent fallen und 2025 dann noch einmal auf 1,9 Prozent. \u00bbMittlerweile haben die L\u00f6hne auf die Teuerung reagiert, sodass die Kaufkraft der Besch\u00e4ftigten wieder steigen wird\u00ab, sagen die \u00d6konominnen und \u00d6konomen voraus. \u00bbDies stabilisiert den privaten Konsum.\u00ab<\/p>\n<p>Schwierige Zeiten werden der Baubranche vorhergesagt. \u00bbDas Baugewerbe kommt zunehmend in schweres Fahrwasser.\u00ab Wegen gestiegener Finanzierungskosten d\u00fcrften etwa die Wohnungsbauinvestitionen \u00bbbis in das n\u00e4chste Jahr hinein wohl deutlich zur\u00fcckgehen\u00ab. <\/p>\n<h3>Exportgesch\u00e4ft bleibt schwierig<\/h3>\n<p>Vorerst keine gro\u00dfen Spr\u00fcnge nach oben werden im Exportgesch\u00e4ft erwartet. \u00bbDie konjunkturelle Flaute in wichtigen Absatzm\u00e4rkten wie dem Euroraum und China, von denen vor allem weniger Konsum- und Vorleistungsg\u00fcter nachgefragt werden, bremst die Exporte\u00ab, betonten die Institute. \u00bbDar\u00fcber hinaus belasten auch die hohen Energiekosten, insbesondere in der chemischen Industrie, sowie der zunehmende Fachkr\u00e4ftemangel die deutschen Exportunternehmen.\u00ab Deshalb sollen die Ausfuhren im laufenden Jahr preisbereinigt um 1,0 Prozent sinken, 2024 dann um 1,8 Prozent wachsen.<\/p>\n<p>Erstellt wird die Gemeinschaftsdiagnose vom RWI in Essen, vom Ifo-Institut in M\u00fcnchen, vom Kieler IfW, vom IWH in Halle und vom Berliner DIW, das nach dem Umbau der hauseigenen Konjunkturforschung wieder mit dabei ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch im Fr\u00fchjahr haben sich Wirtschaftsforscher optimistischer gezeigt \u2013 doch jetzt im Herbst rechnen sie mit einem R\u00fcckgang der Wirtschaftsleistung. 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