{"id":23446,"date":"2023-09-27T23:26:17","date_gmt":"2023-09-27T20:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-markus-soder-us-autoindustrie-edeka-und-kelloggs\/"},"modified":"2023-09-27T23:26:17","modified_gmt":"2023-09-27T20:26:17","slug":"news-des-tages-markus-soder-us-autoindustrie-edeka-und-kelloggs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-markus-soder-us-autoindustrie-edeka-und-kelloggs\/","title":{"rendered":"News des Tages: Markus S\u00f6der, US-Autoindustrie, Edeka und Kellogg&#8217;s"},"content":{"rendered":"<h3>1. S\u00f6ders Schubkraft<\/h3>\n<p class=\"caps\">Wenn wir Journalisten gar nicht wissen, was wir einen Politiker fragen sollen, dann fragen wir: Was treibt Sie an? Meine Kollegen Sebastian Fischer, Jan Friedmann und Florian Gathmann haben jetzt mit Markus S\u00f6der gesprochen und ebendiese Frage nicht gestellt. Eine Antwort liefert ihr Interview trotzdem: Markus S\u00f6der wird, das zeigt sich schnell, wie das Raumschiff Enterprise angetrieben durch einen Warp-Kern. Aber im Unterschied zum Raumschiff Enterprise prallen bei S\u00f6der nicht Materie und Antimaterie aufeinander, um den enormen Energiebedarf zu decken, sondern These und Gegenthese.<\/p>\n<p>Der S\u00f6der-Antrieb speist sich aus Widerspr\u00fcchen; je eklatanter, desto h\u00f6her die Schubkraft. Zwei Beispiele: Die CSU bekomme allein keine Mehrheit, sagt S\u00f6der, weil die Leute mit der Ampel in Berlin unzufrieden seien. Der Hauptgegner der CSU sei die AfD, sagt S\u00f6der, und drischt besonders heftig auf die Gr\u00fcnen ein. (Hier das ganze Interview.                                       )<\/p>\n<p>\u00bbS\u00f6der war guter Dinger, als wir ihn trafen\u00ab, sagt Sebastian, \u00bbam Wochenende hatte die CSU ihm beim Parteitag mit einem Traumergebnis den R\u00fccken gest\u00e4rkt \u2013 wenig \u00fcberraschend, so kurz vor der Wahl.\u00ab Allerdings grummelt es in der Partei, manche halten es f\u00fcr ungeschickt, dass S\u00f6der sich so fr\u00fch auf die Freien W\u00e4hler als Koalitionspartner festgelegt hat. \u00bbErstmals in der neueren CSU-Geschichte zieht die Partei mit einer klaren Koalitionsaussage in den Wahlkampf, nun k\u00f6nnen sich Hubert Aiwangers W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler sicher sein, dass ihre Stimmen nicht verloren sind.\u00ab S\u00f6der versucht gegenzusteuern im Gespr\u00e4ch mit meinen Kollegen, er mahnt: Die Freien W\u00e4hler br\u00e4uchten keine Leihstimmen aus dem CSU-Lager. Und er betont, dass die Freien W\u00e4hler auf Bundesebene keine Rolle spielen. Wird das verfangen? \u00bbIch glaube nicht\u00ab, sagt Sebastian. \u00bbAiwanger wird gest\u00e4rkt in die n\u00e4chsten Koalitionsverhandlungen gehen und mehr f\u00fcr sich und seine Leute fordern.\u00ab Aber auch das wird Markus S\u00f6der als Erfolg darstellen \u2013 und so seinen Antrieb befeuern.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier das ganze Gespr\u00e4ch: Wer ist Ihr Hauptgegner, Herr S\u00f6der \u2013 die AfD oder die Gr\u00fcnen? <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>2. V\u00e4terchen Rost vs. V\u00e4terchen Frust<\/h3>\n<p>Die US-Autoindustrie schlittert in den gr\u00f6\u00dften Streik seit Jahrzehnten, und die Rivalen ums Wei\u00dfe Haus eilen ins Herz des \u00bbRust Belt\u00ab nach Detroit. \u00bbF\u00fcr Biden ist der Streik Gelegenheit und Risiko zugleich\u00ab, berichtet mein Kollege Alexander Demling. \u00bbGelegenheit, weil der selbst ernannte \u203agewerkschaftsfreundlichste Pr\u00e4sident in der Geschichte\u2039 mit seinem Leib- und Magenthema durch einen Battleground State touren kann.\u00ab (Hier der ganze Bericht. )<\/p>\n<p>Aber Michigan ist auch einer der Staaten, in denen Donald Trump 2016 sensationell gegen Hillary Clinton gewann. \u00bbEs ist der symboltr\u00e4chtigste der \u203aRostg\u00fcrtel\u2039-Staaten, in denen darbende Industrien wie Stahl oder Auto noch immer Identit\u00e4t stiften\u00ab, schreibt Alex. Eine zunehmend von Groll und Zukunftsangst gepr\u00e4gte Identit\u00e4t, die Trump wieder nutzen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wie, das analysiert mein Kollege Roland Nelles: Trump m\u00fcsse in die Stammw\u00e4hlerschaft der Demokraten vordringen und gleichzeitig mehr Wechselw\u00e4hler auf seine Seite ziehen. \u00bbSein Auftritt vor streikenden Autogewerkschaftern ist wohl Teil dieses Kalk\u00fcls\u00ab, schreibt Roland. \u00bbDeshalb ist er nun nett zu den Gewerkschaftern und gibt den Arbeiterf\u00fchrer.\u00ab Dabei habe sich Trump als Pr\u00e4sident nie ernsthaft f\u00fcr die Belange der Gewerkschafter interessiert. Immer wieder attackierte er deren F\u00fchrungsleute, warf ihnen Ma\u00dflosigkeit vor. \u00bbTrumps Regierung verabschiedete sogar mehrere Regelungen, die die Rechte von Arbeitern beschneiden sollten.\u00ab Die neue Taktik nennt Roland \u00bbTrump im Schafspelz\u00ab und f\u00fcrchtet: Sie k\u00f6nnte aufgehen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier den ganzen Kommentar: Trump im Schafspelz <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>3. Achtung, Flake-News<\/h3>\n<p>Wir unsportlichen Kinder der Achtziger und Neunziger hatten ein Wappentier: Tony, den Zeichentrick-Tiger mit rotem Halstuch. Es klappt nicht so beim Tennis, Surfen, Eishockey? Dann hau dir einfach \u00fcberzuckerte Fr\u00fchst\u00fccksflakes rein \u2013 die wecken den Tiger in dir! (Und dir            !)<\/p>\n<p>Auch bei Kellogg\u2019s selbst scheint der Tiger erwacht zu sein: \u00bbMit \u00fcberraschender H\u00e4rte hat sich der Konzern mit gleich zwei f\u00fchrenden deutschen Supermarktketten angelegt, mit Edeka und Rewe\u00ab, berichten meine Kolleginnen Maria Marquart und Kristina Gnirke . Es geht nat\u00fcrlich nicht um Sport, sondern ums Geld. Die Superm\u00e4rkte finden, Kellogg\u2019s wolle zu viel draufschlagen \u2013 und blasen zur Gro\u00dfwildjagd: \u00bbExorbitante Preisforderungen\u00ab wirft Edeka dem Konzern vor.<\/p>\n<p>Rewe und Edeka als R\u00e4cher des inflationsgepeinigten Einkaufswagenschiebers? \u00bbDie Supermarktketten inszenieren sich so, um ver\u00e4rgerte Kunden zu halten, damit sie nicht zur Konkurrenz abwandern, obwohl Markenprodukte fehlen\u00ab, sagt Maria. Die Abfuhr, die Rewe und Edeka von dem US-Konzern bekommen haben, macht allerdings auch eine unsch\u00f6ne Nachricht f\u00fcr deutsche Verbraucher deutlich: \u00bbDie Sparsamkeit beim Lebensmittelkauf macht das Gesch\u00e4ft hierzulande so unattraktiv, dass sich die globalen Konzerne angesichts geringer Margen f\u00fcr den deutschen Markt nicht mehr besonders interessieren.\u00ab F\u00fcr Edeka hei\u00dft das: Lass ihn weg, den Tiger. In den Regalen stehen jetzt Eigenmarken statt Smacks, Froot Loops und Frosties.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier mehr: Warum Edeka den Krach mit Kellogg\u2019s riskiert \u2013 und was Kunden davon haben <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute sonst noch wichtig ist<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Kabinett beschlie\u00dft Kindergrundsicherung: <\/strong>Sie gilt als zentrales Vorhaben zur Bek\u00e4mpfung von Kinderarmut: Die Bundesregierung hat die hart umk\u00e4mpfte Kindergrundsicherung auf den Weg gebracht. Das Vorhaben umzusetzen, wird jedoch dauern.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>R\u00f6dder gibt Posten als Chef der CDU-Grundwertekommission auf: <\/strong>In der CDU gab es scharfe Kritik f\u00fcr die \u00c4u\u00dferungen des Historikers Andreas R\u00f6dder, der eine Minderheitsregierung mit AfD-Unterst\u00fctzung ins Spiel brachte. Nun bem\u00e4ngelt er die Diskussionskultur in der CDU und zieht Konsequenzen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Kiew meldet R\u00fcckkehr der Wagner-K\u00e4mpfer in die Ostukraine: <\/strong>Nach dem Marsch auf Moskau waren viele Beteiligte offiziell ins Exil abgeschoben worden. Nun hei\u00dft es aus der Ukraine: Einige S\u00f6ldner der Gruppe um den verungl\u00fcckten Jewgenij Prigoschin k\u00e4mpfen erneut f\u00fcr Russland.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Nordkorea will \u00fcbergelaufenen US-Soldaten ausweisen: <\/strong>Im Juli rannte Travis King \u00fcber die Grenze von S\u00fcd- nach Nordkorea und sitzt dort seither in Gewahrsam. Nun melden Staatsmedien, die Befragung des US-Soldaten sei abgeschlossen. Er m\u00fcsse das Land wieder verlassen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was wir heute bei SPIEGEL+ empfehlen<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Kommt jetzt die Apotheke ohne Apotheker? <\/strong>Gesundheitsminister Karl Lauterbach \u00fcberlegt, das Apothekenwesen von Grunde auf neu zu regeln \u2013 und l\u00f6st damit einen Proteststurm aus. Die Idee ist tats\u00e4chlich nicht ungef\u00e4hrlich .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wie Google \u00bbdas Internet\u00ab wurde: <\/strong>Mit Innovationen, \u00dcbernahmen und gewaltigen Rechenzentren wurde das von Larry Page und Sergey Brin gegr\u00fcndete Google zum f\u00fchrenden Internetkonzern. Zum 25. Geburtstag leistet sich das Unternehmen, mehrere seiner Angebote einzudampfen .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Eine ganz k\u00f6stliche Geschichte:<\/strong> Thessaloniki war einst eine kosmopolitische Metropole, diese Vergangenheit sieht man der Stadt kaum noch an. In ihren Kocht\u00f6pfen aber ist die Geschichte lebendig. Die besten Tipps f\u00fcr Foodies .<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute weniger wichtig ist<\/h3>\n<p><strong>In die R\u00f6hre glucksen<\/strong>: \u00bbTagesschau\u00ab-Sprecherin <strong>Susanne Daubner<\/strong>, 62, hat sich offenbar durch eine Bemerkung eines \u00bbMorgenmagazin\u00ab-Moderators aus der Fassung bringen lassen und vor laufender Kamera einen Lach-Flash bekommen. Nach dem Satz \u00bbEinen sch\u00f6nen guten Morgen, meine Damen und Herren\u00ab musste sie kichernd pausieren und sagte \u00bbEntschuldigung\u00ab. Dann der erste Versuch, eine Nachricht zum Chemiegipfel vorzulesen: \u00bbBundeskanzler Scholz trifft sich \u2026\u00ab Sie wurde wieder vom Lachen \u00fcberw\u00e4ltigt, atmete tief durch: \u00bbDas tut mir jetzt echt leid.\u00ab<\/p>\n<h3>Mini-Hohlspiegel<\/h3>\n<p>Hier finden Sie den ganzen Hohlspiegel.<\/p>\n<h3>Cartoon des Tages<\/h3>\n<h3>Und heute Abend?<\/h3>\n<p>K\u00f6nnten Sie im Kino die neue Dokumentation \u00bbCarlos: Santanas Reise\u00ab  anschauen. An dem Film hat der Weltstar und Ausnahmegitarrist selbst mitgewirkt. Mein Kollege Arno Frank hat mit ihm \u00fcber Rassismus, Reiseflugh\u00f6hen, Spiritualit\u00e4t und Sex gesprochen. Der lustigste Satz: \u00bbMenschen sind Blumen, Musik ist Wasser \u2013 und ich bin ein Gartenschlauch.\u00ab (Hier das ganze Interview. )<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. S\u00f6ders Schubkraft Wenn wir Journalisten gar nicht wissen, was wir einen Politiker fragen sollen, dann fragen wir: Was treibt Sie an? 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