{"id":23276,"date":"2023-09-20T13:16:30","date_gmt":"2023-09-20T10:16:30","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/abhangigkeit-von-china-deutsche-konzerne-investieren-verstarkt-in-fernost\/"},"modified":"2023-09-20T13:16:30","modified_gmt":"2023-09-20T10:16:30","slug":"abhangigkeit-von-china-deutsche-konzerne-investieren-verstarkt-in-fernost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/abhangigkeit-von-china-deutsche-konzerne-investieren-verstarkt-in-fernost\/","title":{"rendered":"Abh\u00e4ngigkeit von China: Deutsche Konzerne investieren verst\u00e4rkt in Fernost"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Trotz der politischen Debatte \u00fcber eine Verringerung m\u00f6glicher Abh\u00e4ngigkeiten (sogenanntes De-Risking) gehen deutsche Direktinvestitionen einer Studie zufolge weiter in gro\u00dfem Umfang nach China. Unternehmen investierten dort im ersten Halbjahr 10,3 Milliarden Euro. Das geht aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlag.<\/p>\n<p>Dieser Wert bedeutet zwar in absoluten Zahlen einen leichten R\u00fcckgang zum Rekordniveau von zw\u00f6lf Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten 2022. Es war aber noch immer der zweith\u00f6chste bislang registriere Wert \u00fcberhaupt. Grunds\u00e4tzlich ist ein gewisses Wachstum von Investitionssummen \u00fcber l\u00e4ngere Zeitabl\u00e4ufe allerdings nicht per se ungew\u00f6hnlich, etwa aufgrund von Inflation. In allen ersten Halbjahren zwischen 2010 und 2020 aber wurde maximal halb so viel in China neu investiert, in der Regel sogar deutlich weniger. \u00bbDer Drang nach China ist also weiter auf hohem Niveau.\u00ab Wichtiger noch: Der Anteil Chinas an allen deutschen Direktinvestitionsstr\u00f6men ins Ausland kletterte sogar auf 16,4 Prozent. \u00bbSo bedeutsam war das Land in Relation zum \u00fcbrigen Ausland noch nie\u00ab, sagte IW-Experte J\u00fcrgen Matthes.<\/p>\n<h3>Noch st\u00e4rkerer China-Fokus<\/h3>\n<p>Denn Chinas Anteil an den gesamten Auslandsinvestitionen hatte im ersten Halbjahr 2022 nur bei 11,6 Prozent und vor der Coronakrise 2019 bei 5,1 Prozent gelegen. Die gesamten deutschen Direktinvestitionsfl\u00fcsse ins Ausland hingegen fielen im ersten Halbjahr 2023 mit 63 Milliarden Euro deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum mit 104 Milliarden Euro. \u00bbInsgesamt ist der Trend nach China auch in diesem Jahr weitgehend ungebrochen\u00ab, sagte Matthes. \u00bbObwohl die deutsche Wirtschaft insgesamt sehr viel weniger zus\u00e4tzlich im Ausland investiert, bleiben die neuen Direktinvestitionen in China fast so hoch wie zuvor.\u00ab Der Gro\u00dfteil des Geldes stamme aus in China erzielten und dann reinvestierten Gewinnen.<\/p>\n<p>Der Anteil des \u00fcbrigen Asiens lag im zu Ende gegangenen Halbjahr bei knapp neun Prozent. Dies bezeichnete der IW-Forscher als vergleichsweise hoch \u2013 \u00bbaber auch nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch\u00ab. Chinas Anteil dagegen sei deutlich gestiegen und wesentlich h\u00f6her. \u00bbEs ist also nicht zu einer Diversifizierung weg von China gekommen, im Gegenteil: Chinas Bedeutung relativ zum \u00fcbrigen Asien hat noch weiter zugenommen.\u00ab Es sei insgesamt bemerkenswert, dass fast ein Viertel der deutschen Direktinvestitionen zuletzt nach Asien geflossen sei.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung pocht gegen\u00fcber der Wirtschaft auf ein \u00bbDe-Risking\u00ab beim Gesch\u00e4ft mit China, dem wichtigsten Handelspartner Deutschlands. So sollen Abh\u00e4ngigkeiten in Schl\u00fcsselindustrien vermieden werden. Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Unternehmen wiederholt aufgerufen, sich bei Lieferketten breiter aufzustellen und beim Export und Import etwa mehr mit anderen asiatischen L\u00e4ndern zusammenzuarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz der politischen Debatte \u00fcber eine Verringerung m\u00f6glicher Abh\u00e4ngigkeiten (sogenanntes De-Risking) gehen deutsche Direktinvestitionen einer Studie zufolge weiter in gro\u00dfem Umfang nach China. 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