{"id":22974,"date":"2023-09-06T07:36:40","date_gmt":"2023-09-06T04:36:40","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-6-september\/"},"modified":"2023-09-06T07:36:40","modified_gmt":"2023-09-06T04:36:40","slug":"russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-6-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-6-september\/","title":{"rendered":"Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Mittwoch (6. September)"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p class=\"caps\">Das ukrainische Milit\u00e4r hat Fortschritte und eine robuste Verteidigung entlang der Frontlinien gemeldet. Moskau r\u00e4umte derweil \u00bbSpannungen\u00ab im s\u00fcdlichen Sektor ein, tat Kiews Offensive jedoch als erfolglos ab.<\/p>\n<p>\u00bbWir treiben unsere Offensive in Bachmut voran, und unsere Verteidiger r\u00fccken zuversichtlich Meter f\u00fcr Meter vor\u00ab, sagte Ilja Jewlasch, Sprecher der ukrainischen Truppen im Osten, dem staatlichen Fernsehen.<\/p>\n<p>Jewlasch sagte, die ukrainischen Truppen h\u00e4tten einem Angriff weiter n\u00f6rdlich in der N\u00e4he von Lyman standgehalten, einer Stadt, die sie letztes Jahr zur\u00fcckerobert hatten.<\/p>\n<p>Der ukrainische Generalstab teilte in seinem Abendbericht mit, dass sich die Streitkr\u00e4fte in Richtung Melitopol im S\u00fcden bewegten. Das Ziel sei, die von russischen Truppen errichtete Landbr\u00fccke zwischen der 2014 von Moskau annektierten Krim und dem besetzten Osten zu unterbrechen.<\/p>\n<p>Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu bezeichnete die ukrainische Offensive als Fehlschlag. Er r\u00e4umte aber ein, dass die Lage in den von Moskau kontrollierten Teilen der s\u00fcd\u00f6stlichen Region Saporischschja alles andere als einfach sei.<\/p>\n<p>Ukrainische Analysten erkl\u00e4rten, dass sich die Eroberung einer Reihe von D\u00f6rfern auszahle, aber viel derweil davon abh\u00e4nge, dass die K\u00e4mpfe in den n\u00e4chsten zwei Monaten fortgesetzt werden, bevor der Winter Einzug h\u00e4lt.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat nach seinem Truppenbesuch in den umk\u00e4mpften Regionen Donezk und Saporischschja den Soldaten einmal mehr neue Ausr\u00fcstung zugesichert. \u00bbEs wird neue Lieferungen geben\u00ab, sagte Selenskyj in seiner am Dienstagabend in Kiew verbreiteten Videobotschaft. Dabei berichtete er erneut von seinen Gespr\u00e4chen mit Kommandeuren und Milit\u00e4r\u00e4rzten w\u00e4hrend seiner Reise in die N\u00e4he des Frontgebiets. Demnach besuchte Selenskyj 13 Brigaden. Er werde die Forderungen der Soldaten den Gener\u00e4len, Regierungsbeamten und den Zust\u00e4ndigen f\u00fcr die internationalen Beziehungen \u00fcbermitteln. Details nannte er nicht.<\/p>\n<p>Selenskyj k\u00fcndigte einmal mehr auch eine neue Waffenproduktion sowie f\u00fcr das Land wichtige andere Entscheidungen an. Zuvor hatte der Pr\u00e4sident mitgeteilt, dass er den Chef der Milit\u00e4rverwaltung des Gebiets Donezk, Pawlo Kyrylenko, entlasse. Nach einem Bericht des Internetportals \u00bbUkrajinska Prawda\u00ab soll Kyrylenko k\u00fcnftig das Kartellamt der Ukraine leiten, das Monopolbildung verhindern soll. Der Schritt gilt als Bef\u00f6rderung. Zun\u00e4chst war unklar, wer den von der Ukraine kontrollierten Teil des \u00fcberwiegend von russischen Truppen besetzten Gebiets Donezk k\u00fcnftig f\u00fchren soll.<\/p>\n<p>Der ukrainische Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba forderte derweil Deutschland auf, schnellstm\u00f6glich Taurus Marschflugk\u00f6rper zu liefern. \u00bbJeder weitere Tag mit Diskussionen, mit Koordinierungstreffen, mit Reflexionsprozessen kostet die Ukraine Menschenleben\u00ab, sagte Kuleba dem Nachrichtensender \u00bbWelt\u00ab. \u00bbWir haben dieses Thema wieder und wieder gehabt seit letztem Jahr.\u00ab Er sei Bundeskanzler Scholz zwar dankbar, aber man wisse, dass die Entscheidung nun bei ihm allein liege. \u00bbIch m\u00f6chte ihn nicht unter Druck setzen, aber ich hoffe, dass die Entscheidung jetzt schnell und nicht erst in einigen Monaten getroffen wird.\u00ab<\/p>\n<p>Im ukrainischen Nachrichtenfernsehen hat der Grenzschutzsprecher Andrij Demtschenko Angaben \u00fcber aus der Ukraine gefl\u00fcchtete M\u00e4nner gemacht. Seit Beginn der russischen Invasion wurden demnach mehr als 20.000 wehrpflichtige M\u00e4nner an der Flucht gehindert. \u00bbInsgesamt haben die Grenzer seit dem 24. Februar vorigen Jahres etwa 14.600 Personen festgenommen, die illegal die Ukraine verlassen wollten\u00ab, sagte Demtschenko. Zus\u00e4tzlich seien rund 6200 M\u00e4nner mit gef\u00e4lschten Ausreisegenehmigungen erwischt worden.<\/p>\n<p>Viele Ukrainer versuchen, sich dem Kriegsdienst zu entziehen. Fl\u00fcchtige seien an der \u00bbgr\u00fcnen Grenze\u00ab vor allem zu Rum\u00e4nien und der Republik Moldau aufgegriffen worden, sagte Demtschenko. Es gehe haupts\u00e4chlich um M\u00e4nner im Alter zwischen 18 und 60 Jahren. Von der Beh\u00f6rde war bereits mitgeteilt worden, dass allein im Grenzfluss Tyssa (Thei\u00df) zu Rum\u00e4nien und Ungarn mindestens 19 M\u00e4nner ertrunken seien. Mehrere erfroren auch bei der Flucht durch die Karpaten.<\/p>\n<p>Bei Kriegsbeginn war eine Generalmobilmachung mit einem Verbot zur Ausreise von wehrpflichtigen M\u00e4nnern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren angeordnet worden. Der EU-Statistikbeh\u00f6rde Eurostat zufolge sind in den 27 EU-Staaten und Norwegen, Schweiz und Liechtenstein allerdings mehr als 650.000 ukrainische M\u00e4nner im Alter von 18 bis 64 Jahren als Fl\u00fcchtlinge registriert.<\/p>\n<p>Von Kiew wird in Betracht gezogen, die Auslieferung von illegal ausgereisten Wehrpflichtigen unter anderem aus den EU-Staaten zu erwirken. Der Verkauf von Dokumenten f\u00fcr eine Freistellung vom Wehrdienst floriert in der Ukraine. Nach einer von Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj angeordneten Welle von Razzien mit Festnahmen in den Einberufungsstellen liegt der Preis nach Justizangaben f\u00fcr derartige Papiere inzwischen bei \u00fcber 10.000 Euro.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Russland hat nach eigenen Angaben eine ukrainische Drohne \u00fcber der Region Brjansk zerst\u00f6rt. Das Ministerium sagte in seiner \u00fcber Telegram ver\u00f6ffentlichten Erkl\u00e4rung nicht, ob es Opfer oder Sch\u00e4den gab. Reuters konnte den Bericht nicht unabh\u00e4ngig verifizieren.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Gro\u00dfbritannien will die russische S\u00f6ldnergruppe Wagner Medienberichten zufolge auf seine Liste terroristischer Organisationen setzen. Unter anderem die BBC, der \u00bbGuardian\u00ab und die Zeitung \u00bbDaily Mail\u00ab berichtete unter Berufung auf Innenministerin Suella Braverman, das Vereinigte K\u00f6nigreich wolle die Wagner-Gruppe auf Grundlage von Anti-Terror-Gesetzen verbieten. Das Vorhaben soll demnach am Mittwoch im Parlament vorgestellt werden.<\/p>\n<p>Bei Verdacht auf terroristische Aktivit\u00e4ten kann die britische Innenministerin eine Organisation verbieten. Ein derartiges Verbot gilt bereits f\u00fcr die Dschihadistenmiliz \u00bbIslamischer Staat\u00ab und das Terrornetzwerk al-Qaida. Die Unterst\u00fctzung verbotener Organisationen wird zum Straftatbestand.<\/p>\n<p>Wagner sei \u00bbeine brutale und zerst\u00f6rerische Organisation, die im Ausland als milit\u00e4risches Werkzeug von Wladimir Putins Russland t\u00e4tig\u00ab sei, zitierte \u00bbDaily Mail\u00ab             die Innenministerin. \u00bbW\u00e4hrend Putins Regime entscheidet, was es mit dem Monster macht, das es geschaffen hat, dienen die anhaltenden destabilisierenden Aktivit\u00e4ten von Wagner weiterhin den politischen Zwecken des Kreml\u00ab, sagte Braverman demnach.<\/p>\n<p>Die Wagner-Gruppe sei \u00bban Pl\u00fcnderungen, Folter und barbarischen Morden beteiligt\u00ab gewesen, sagte Braverman laut \u00bbDaily Mail\u00ab. Das Vorgehen der Gruppe in der Ukraine, im Nahen Osten und Afrika sei eine \u00bbGefahr f\u00fcr die globale Sicherheit\u00ab, f\u00fcgte sie hinzu. Deshalb werde London \u00bbdiese terroristische Organisation\u00ab verbieten und die Ukraine weiter \u00bbwo wir k\u00f6nnen in ihrem Kampf gegen Russland unterst\u00fctzen\u00ab.<\/p>\n<p>\u00bbSie sind Terroristen, ganz einfach \u2013 und diese Verbotsanordnung stellt das im britischen Gesetz klar\u00ab, zitierte der Sender BBC die Ministerin .<\/p>\n<p>Wegen Beteiligung an Russlands Krieg gegen die Ukraine hatte Gro\u00dfbritannien bereits Sanktionen gegen den im vergangenen Monat bei einem Flugzeugabsturz get\u00f6teten Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin  und mehrere seiner wichtigsten Kommandeure verh\u00e4ngt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was in den vergangenen Stunden geschah Das ukrainische Milit\u00e4r hat Fortschritte und eine robuste Verteidigung entlang der Frontlinien gemeldet. 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