{"id":22883,"date":"2023-09-02T08:39:47","date_gmt":"2023-09-02T05:39:47","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/folgen-des-ukrainekriegs-verbraucherschutzer-fordern-verlangerung-der-energiepreisbremsen\/"},"modified":"2023-09-02T08:39:47","modified_gmt":"2023-09-02T05:39:47","slug":"folgen-des-ukrainekriegs-verbraucherschutzer-fordern-verlangerung-der-energiepreisbremsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/folgen-des-ukrainekriegs-verbraucherschutzer-fordern-verlangerung-der-energiepreisbremsen\/","title":{"rendered":"Folgen des Ukrainekriegs: Verbrauchersch\u00fctzer fordern Verl\u00e4ngerung der Energiepreisbremsen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Durch den Ukrainekrieg wurde Erdgas zwischenzeitlich extrem teuer. Im Herbst des vergangenen Jahres lag der Preis f\u00fcr Neukunden bei gut 40 Cent je Kilowattstunde, aktuell liegt er bei rund 9 Cent \u2013 aber immer noch deutlich \u00fcber dem Vorkriegsniveau. Auch Strom hat sich verteuert. Der durchschnittliche Preis f\u00fcr Haushalte liegt im bisherigen Jahresmittel 2023 um 15 Prozent h\u00f6her als im zweiten Halbjahr 2022 und betr\u00e4gt nun durchschnittlich 46,27 Cent pro Kilowattstunde. Allerdings sinken die Strompreise f\u00fcr Haushalte seit Beginn des zweiten Quartals 2023 tendenziell wieder.<\/p>\n<p>Gleichwohl fordert die Leiterin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Ramona Pop, eine l\u00e4ngere Absicherung der Haushalte durch die Strom- und Gaspreisbremse. \u00bbDie Erwartung an die Politik ist ganz klar, dass die Energiepreisbremsen bis mindestens Ostern 2024 verl\u00e4ngert werden\u00ab, sagte Pop der Funke-Mediengruppe. \u00bbWenn vor dem Winter die Energiepreise noch einmal steil nach oben gingen, dann w\u00e4ren die Verbraucherinnen und Verbraucher gesch\u00fctzt.\u00ab<\/p>\n<p>Der Ostersonntag f\u00e4llt 2024 auf den 31. M\u00e4rz. Nach jetzigem Stand laufen die Energiepreisbremsen zum Jahresende aus. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr\u00fcne) hatte sich bereits f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung der Strom- und Gaspreisbremse bis Ostern ausgesprochen. Dar\u00fcber werde bereits mit der EU-Kommission geredet, hatte Habeck Ende Juli gesagt.<\/p>\n<h3>Forderung nach Wiedereinstieg in die Kernkraft<\/h3>\n<p>Bei der Strom- und der Gaspreisbremse wird der Preis f\u00fcr einen Gro\u00dfteil des Verbrauchs der Privathaushalte gedeckelt \u2013 f\u00fcr Strom bei 40 Cent je Kilowattstunde und f\u00fcr Gas bei 12 Cent je Kilowattstunde. Nach j\u00fcngsten Berechnungen des Vergleichsportals Verivox w\u00fcrde ein Wegfall der Energiepreisbremsen Strom und Gas im Durchschnitt wieder deutlich teurer machen. Verbraucher haben aber h\u00e4ufig die M\u00f6glichkeit, zu einem g\u00fcnstigeren Anbieter zu wechseln \u2013 mit Tarifen, die unterhalb der Preisbremsen liegen.<\/p>\n<p>F\u00fchrende \u00d6konomen fordern nicht nur eine Verl\u00e4ngerung der Energierpreisbremse, sondern eine dauerhafte Reduzierung der Energiepreise. \u00bbDer entschlossene Ausbau der erneuerbaren Energien ist richtig, reicht aber nicht. Deutschland sollte sich breiter aufstellen. Dazu geh\u00f6ren der Wiedereinstieg in die Kernkraft, die Erforschung neuer Energien wie etwa die Fusionsenergie und die heimische Schiefergasf\u00f6rderung\u00ab, schreibt der Pr\u00e4sident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, in der kommenden Ausgabe der Zeitung \u00bbWelt am Sonntag\u00ab.<\/p>\n<p>Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm spricht sich in dem Artikel neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien f\u00fcr den Import von gro\u00dfen Mengen an Wasserstoff aus, um der Industrie eine Perspektive zu bieten. Des Weiteren solle die Stromsteuer auf den europ\u00e4ischen Mindestsatz fallen und die Netzentgelte reformiert werden.<\/p>\n<p>Michael H\u00fcther, der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, fordert laut Vorabbericht f\u00fcr den Standort Deutschland einen Industriestrompreis. \u00bbDas Auseinanderfallen von heute notwendigen unternehmerischen Investitionen und der erst k\u00fcnftigen Bereitstellung g\u00fcnstigen Stroms gef\u00e4hrdet die industrielle Basis unserer Volkswirtschaft\u00ab, so H\u00fcther in der \u00bbWelt am Sonntag\u00ab.<\/p>\n<h3>Scholz will strukturelle Senkung<\/h3>\n<p>Bundekanzler Olaf Scholz hat seine Skepsis gegen die Einf\u00fchrung eines subventionierten Industriestrompreises bekr\u00e4ftigt. \u00bbNat\u00fcrlich (ist) der Vorschlag, wem man Geld geben soll, einfacher gemacht als der Vorschlag, wo es herkommen soll\u00ab, sagte Scholz am Freitag im Deutschlandfunk. Es gebe nur drei Wege der Finanzierung: Entweder m\u00fcssten die anderen Stromkunden bezahlen, dass der Strompreis f\u00fcr einige Firmen verbilligt werde oder die Steuerzahler m\u00fcssten dies tun. Die dritte Option sei eine Finanzierung \u00fcber Schulden.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung habe gerade die Haushaltsplanung 2024 auf den Weg gebracht. Deshalb m\u00fcsse \u00bbnat\u00fcrlich\u00ab zu jeder Diskussion geh\u00f6ren, wo man Milliarden wegnehmen wolle, um sie etwa in den Industriestrompreis zu stecken. Deshalb werde in der Ampel an dem Thema \u00bbweiter rumgeh\u00e4mmert und rumgeschraubt\u00ab.<\/p>\n<p>Scholz verwies erneut darauf, dass die eigentliche Aufgabe sei, den Strompreis strukturell zu senken. Er hatte zuvor auf den n\u00f6tigen Ausbau billiger \u00d6kostrom-Erzeugung und den Netzausbau verwiesen. In der Ampelkoalition fordern Gr\u00fcne und die SPD einen Industriestrompreis, um die Abwanderung energieintensiver Betriebe zu verhindern. Wirtschaft und auch die Union sind gespalten. Die CDU\/CSU-Bundestagsfraktion will wie die FDP lieber eine Senkung der Stromsteuer. Einige Unions-Ministerpr\u00e4sidenten sind dagegen f\u00fcr einen Industriestrompreis \u2013 auch, weil der vom Bund bezahlt werden m\u00fcsste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch den Ukrainekrieg wurde Erdgas zwischenzeitlich extrem teuer. 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