{"id":22488,"date":"2023-08-16T06:31:50","date_gmt":"2023-08-16T03:31:50","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/drohnen-uber-der-donaumundung-selenskyj-besucht-verwundete-an-der-front\/"},"modified":"2023-08-16T06:31:50","modified_gmt":"2023-08-16T03:31:50","slug":"drohnen-uber-der-donaumundung-selenskyj-besucht-verwundete-an-der-front","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/drohnen-uber-der-donaumundung-selenskyj-besucht-verwundete-an-der-front\/","title":{"rendered":"Drohnen \u00fcber der Donaum\u00fcndung, Selenskyj besucht Verwundete an der Front"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p class=\"caps\">Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe sind mehrere russische Drohnen in der Nacht zum Mittwoch in den Bereich der Donaum\u00fcndung eingedrungen. Es handele sich um eine gr\u00f6\u00dfere Zahl von Drohnen, die sich in Richtung der Donauflussh\u00e4fen Izmail und Reni bewegten, teilte die Luftwaffe mit. Die beiden Hafenst\u00e4dte in der N\u00e4he der rum\u00e4nischen Grenze werden f\u00fcr die ukrainischen Getreideexporte genutzt.<\/p>\n<p>In den sozialen Medien berichteten Einwohner, in der N\u00e4he der beiden H\u00e4fen seien die Luftabwehrsysteme im Einsatz. Der Gouverneur der s\u00fcdlichen Region Odessa, Oleh Kiper, forderte gegen 01.30 Uhr die Bev\u00f6lkerung im Bezirk Izmail auf, sich in Sicherheit zu begeben. Eine Stunde sp\u00e4ter wurde der Alarm wieder aufgehoben.<\/p>\n<p>Seit der Aussetzung des Getreideabkommens durch Russland, das eine sichere Ausfuhr ukrainischen Getreides \u00fcber das Schwarze Meer erm\u00f6glichte, ist der Transport aus den beiden Hafenst\u00e4dten \u00fcber die Donau zur Hauptexportroute f\u00fcr ukrainisches Getreide geworden. Von Izmail und Reni wird das ukrainische Getreide mit Lastk\u00e4hnen zur rum\u00e4nischen Hafenstadt Konstanza verschifft und von dort weiter transportiert.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Kurz nach seiner Reise in das ostukrainische Donezker Gebiet hat Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj auch frontnahe Positionen im s\u00fcdostukrainischen Gebiet Saporischschja besucht. \u00bbIch danke Ihnen f\u00fcr den Dienst, danke daf\u00fcr, dass Sie die Ukraine an diesem wichtigen s\u00fcdlichen Abschnitt verteidigen\u00ab, sagte der Staatschef in einem Feldlazarett laut einer Mitteilung vom Dienstag.<\/p>\n<p>In dem Lazarett erhalten den Angaben zufolge t\u00e4glich bis zu 200 Verwundete ihre Erstversorgung. Der Pr\u00e4sident habe St\u00e4be von acht verschiedenen Brigaden aufgesucht, hie\u00df es. Begleitet wurde er wie schon am Vortag in Donezk auch dieses Mal vom Chef seines B\u00fcros, Andrij Jermak, und dessen Stellvertreter Roman Maschowez. Der f\u00fcr den gesamten Frontabschnitt zust\u00e4ndige Brigadegeneral Olexander Tarnawskyj schrieb dazu bei Telegram: \u00bbGemeinsam mit dem Pr\u00e4sidenten und den K\u00e4mpfern sprachen wir \u00fcber unsere Offensive\u00ab.<\/p>\n<p>In seiner abendlichen Videoansprache sagte Selenskyj, er habe sich von den Kommandeuren unter anderem \u00fcber den Einsatz von Waffen und Ausr\u00fcstung in Kenntnis setzen lassen, die internationale Partner der Ukraine geliefert haben.<\/p>\n<p>Die Ukraine wehrt seit \u00fcber 17 Monaten mit westlicher Hilfe eine russische Invasion ab. Vor rund zehn Wochen hat die ukrainische Armee mit einer Gegenoffensive mit Schwerpunkt im Gebiet Saporischschja begonnen. Diese ist bisher jedoch hinter den hohen Erwartungen zur\u00fcckgeblieben. Russland h\u00e4lt einschlie\u00dflich der bereits 2014 annektierten Halbinsel Krim weiter mehr als 100.000 Quadratkilometer des ukrainischen Staatsgebiets besetzt.<\/p>\n<h3><strong>Lage an den Frontlinien<\/strong><\/h3>\n<p>Angesichts des Vormarsches russischer Truppen im ostukrainischen Gebiet Charkiw hat die ukrainische Armee Reserven an den Abschnitt Kupjansk verlegt. \u00bbStellungen wurden verst\u00e4rkt, gewisse methodische Empfehlungen gegeben und Reserven verlegt\u00ab, sagte der Sprecher der Armeegruppe Ost, Serhij Tscherewatyj, im ukrainischen Nachrichtenfernsehen. Das verhindere weitere Vorst\u00f6\u00dfe des Gegners.<\/p>\n<p>Die russische Armee ist ukrainischen und russischen Milit\u00e4rbeobachtern zufolge bis auf etwa sieben Kilometer an die Stadt Kupjansk heranger\u00fcckt. Die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden haben zudem bereits eine Evakuierung von Zivilisten um die Stadt angeordnet. Kupjansk war erst im vergangenen Jahr im Rahmen einer erfolgreichen ukrainischen Gegenoffensive im Gebiet Charkiw aus russischer Besatzung befreit worden.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Russland hat finnischen Angaben zufolge die angek\u00fcndigte Truppenverlegung an die Grenze zu Finnland noch nicht umgesetzt. Der Kreml habe bereits im Dezember letzten Jahres als Reaktion auf eine Nato-Erweiterung die Schaffung neuer Einheiten im Nordwesten Russlands angek\u00fcndigt, erkl\u00e4rte die finnische Au\u00dfenministerin der Nachrichtenagentur AFP. \u00bbDiese Bem\u00fchungen scheinen nicht sehr schnell voranzukommen\u00ab, betonte sie und f\u00fcgte mit Blick auf den Krieg in der Ukraine hinzu: \u00bbRussische Ressourcen scheinen im Moment an anderer Stelle gebunden zu sein\u00ab.<\/p>\n<p>Finnland und Russland teilen sich eine 1340 Kilometer lange Grenze. Finnland hatte im vergangenen Jahr angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine \u2013 gemeinsam mit Schweden \u2013 seine jahrzehntelange Neutralit\u00e4t aufgegeben und einen Beitritt zur Nato beantragt. Im April wurde das nordische Land in das B\u00fcndnis aufgenommen. Russland bezeichnete den Schritt als \u00bbAngriff auf unsere Sicherheit\u00ab und k\u00fcndigte \u00bbtaktische und strategische Gegenma\u00dfnahmen\u00ab an.<\/p>\n<p>Finnland errichtet derzeit auf einem 200 Kilometer langen Abschnitt der finnisch-russischen Grenze einen Zaun, der 2026 fertig sein soll.<\/p>\n<p>Nach Polen und Litauen verst\u00e4rkt nun auch Lettland den Schutz seiner Grenze zum benachbarten Belarus. Nach Angaben des Grenzschutzes des baltischen EU- und Nato-Landes werden k\u00fcnftig zus\u00e4tzliche Beamte im Einsatz sein. Grund daf\u00fcr sei eine \u00bbrapide zunehmende hybride Bedrohung\u00ab, teilte die Beh\u00f6rde am Dienstag in Riga mit. So seien innerhalb von 24 Stunden 96 Personen versucht, illegal aus Belarus \u00fcber die Grenze nach Lettland zu gelangen. Auch seien die Beh\u00f6rden des autorit\u00e4r regierten Nachbarlandes verst\u00e4rkt an der Organisation der irregul\u00e4ren Grenz\u00fcbertritte von Migranten beteiligt, hie\u00df es in einer Mitteilung.<\/p>\n<p>Lettland liegen demnach \u00bbInformationen \u00fcber eine m\u00f6gliche Zunahme hybrider Bedrohungen\u00ab vor. Der Grenzschutz verh\u00e4ngte daher eine Urlaubssperre und rief Grenzbeamte aus den Ferien zur\u00fcck. Zudem forderte die Beh\u00f6rde Unterst\u00fctzung von den lettischen Streitkr\u00e4ften und der Polizei an. Verteidigungsministerin Inara Murniece wies die Armee daraufhin an, zus\u00e4tzliche Kr\u00e4fte an die Grenze zu entsenden. N\u00e4hrere Angaben zur Anzahl an eingesetzten Einheiten gab es zun\u00e4chst nicht.<\/p>\n<p>Lettland hat eine rund 172 Kilometer lange Grenze zu Belarus \u2013 ein enger Verb\u00fcndeter Russlands. Der Baltenstaat wirft dem Nachbarland und dessen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die Grenze zu bringen.<\/p>\n<p>Wie Polen und Litauen, die beide bereits den Schutz der Grenze zu Belarus verst\u00e4rkt haben, ist die Regierung in Riga zudem besorgt wegen Aktivit\u00e4ten der russischen Privatarmee Wagner im Nachbarland. Deren Truppen schlugen nach dem gescheiterten Aufstand gegen Moskau ihr Lager in Belarus auf \u2013 und sollen nach Angaben der F\u00fchrung in Minsk die belarussische Armee schulen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was in den vergangenen Stunden geschah Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe sind mehrere russische Drohnen in der Nacht zum Mittwoch in den Bereich der Donaum\u00fcndung eingedrungen. 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