{"id":22442,"date":"2023-08-14T06:49:55","date_gmt":"2023-08-14T03:49:55","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/russland-beschiest-odessa-kiew-nennt-warnschusse-auf-frachter-piraterie\/"},"modified":"2023-08-14T06:49:55","modified_gmt":"2023-08-14T03:49:55","slug":"russland-beschiest-odessa-kiew-nennt-warnschusse-auf-frachter-piraterie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/russland-beschiest-odessa-kiew-nennt-warnschusse-auf-frachter-piraterie\/","title":{"rendered":"Russland beschie\u00dft Odessa, Kiew nennt Warnsch\u00fcsse auf Frachter \u00bbPiraterie\u00ab"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p class=\"caps\">Russland hat die s\u00fcdukrainische Region Odessa am Schwarzen Meer nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht zum Montag erneut mit Kamikazedrohnen angegriffen. Die Luftabwehr in der Region und \u00fcber der gleichnamigen Hafenstadt sei aktiviert worden, berichtete das Nachrichtenportal \u00bbUkrajinska Prawda\u00ab am fr\u00fchen Montagmorgen unter Berufung auf die Luftwaffe und die regionale Milit\u00e4rverwaltung. <\/p>\n<p>In Odessa seien mehrere Explosionen zu h\u00f6ren gewesen. Dabei sind nach ukrainischen Angaben mindestens drei Menschen verletzt worden. \u00bbInfolge des feindlichen Angriffs auf Odessa sind mehrere Br\u00e4nde durch herabfallende Raketensplitter ausgebrochen\u00ab, erkl\u00e4rte der Gouverneur der ukrainischen Schwarzmeerregion, Oleh Kiper, auf Telegram. \u00bbFenster von Geb\u00e4uden wurden durch die Druckwelle herausgerissen.\u00ab<\/p>\n<p>Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als 17 Monaten gegen einen brutalen russischen Angriffskrieg. Nach dem von Russland verk\u00fcndeten Ende des Abkommens zur Verschiffung von ukrainischem Getreide im Juli sind vor allem die ukrainischen Schwarzmeerh\u00e4fen um Odessa ins Visier geraten. Mehrfach wurden die Hafenanlagen und auch die Millionenstadt selbst seither beschossen.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Ein hochrangiger Berater des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Warnsch\u00fcsse auf einen Frachter im Schwarzen Meer nahe der ukrainischen K\u00fcste als \u00bbklare Verletzung des internationalen Seerechts, einen Akt der Piraterie und ein Verbrechen gegen zivile Schiffe eines Drittstaates in den Gew\u00e4ssern eines anderen Staates\u00ab. Die Ukraine werde \u00bballe notwendigen Schlussfolgerungen ziehen und die bestm\u00f6gliche Reaktion w\u00e4hlen\u00ab, schrieb Berater Mychajlo Podoljak auf der Kurznachrichtenplattform X, ehemals Twitter.<\/p>\n<p>Nach der T\u00f6tung einer vierk\u00f6pfigen Familie durch russischen Artilleriebeschuss im S\u00fcden der Ukraine hat Pr\u00e4sident Selenskyj Vergeltung angek\u00fcndigt. \u00bbJeder vernichtete Besatzer, alle verbrannten russischen Fahrzeuge, Feuer in ihren Hauptquartieren und Lagerh\u00e4usern, die \u00e4u\u00dferst aussagekr\u00e4ftige \u00bbVernebelung\u00ab der Krimbr\u00fccke und mehr \u2013 all das beweist, dass wir kein Verbrechen Russlands unbeantwortet lassen werden\u00ab, sagte er am Sonntag in seiner allabendlichen Videobotschaft.<\/p>\n<p>Im Dorf Schyroka Balka in der Region Cherson t\u00f6tete russische Artillerie ukrainischen Beh\u00f6rden zufolge am Sonntag f\u00fcnf Menschen, darunter eine vierk\u00f6pfige Familie mit Vater, Mutter, einem zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Sohn und einem erst gut drei Wochen alten Baby. Die Region wurde im Verlauf des Tages 17 Mal beschossen, wie Selenskyj in seiner Ansprache sagte. Dabei sollen nach Beh\u00f6rdenangaben insgesamt sieben Menschen get\u00f6tet und etwa 15 weitere verletzt worden sein.<\/p>\n<p>Immer wieder haben russische Truppen auch zivile Objekte, St\u00e4dte und Ortschaften beschossen. Die Vereinten Nationen haben bisher mehr als 9000 get\u00f6tete Zivilisten in dem Konflikt offiziell registriert, die tats\u00e4chliche Zahl d\u00fcrfte aber deutlich h\u00f6her liegen.<\/p>\n<p>Die russischen Verteidigungslinien sind nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Olexij Resnikow teilweise so dicht vermint, dass an manchen Teilen der Front bis zu f\u00fcnf Minen pro Quadratmeter liegen. In einem am Sonntag ver\u00f6ffentlichten Gespr\u00e4ch mit dem britischen \u00bbGuardian\u00ab sprach er von Millionen Sprengk\u00f6rpern entlang der Front. Es gebe \u00fcber Hunderte Kilometer hinweg Minenfelder. Dies stelle ein ernstes Hindernis f\u00fcr die Gegenoffensive der ukrainischen Truppen dar.<\/p>\n<p>Dem \u00bbGuardian\u00ab zufolge             war Resnikow \u00fcberzeugt, dass die riesigen Minenfelder von ukrainischen Truppen \u00fcberwunden werden k\u00f6nnten. Er betonte jedoch, es sei von entscheidender Bedeutung, dass die Verb\u00fcndeten die bereits von einigen Nationen angebotene Ausbildung der ukrainischen Minenr\u00e4umer ausweiteten und beschleunigten.<\/p>\n<p>Bei ihrer derzeit laufenden Gegenoffensive sto\u00dfen die Ukrainer auf Minenfelder, Panzerabwehrgr\u00e4ben und andere Hindernisse sowie auf gestaffelte Verteidigungslinien der Russen.<\/p>\n<h3><strong>Waffenlieferungen an die Ukraine<\/strong><\/h3>\n<p>Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) legt sich in der Frage der Lieferung deutscher Taurus-Marschflugk\u00f6rper an die Ukraine zun\u00e4chst weiterhin nicht fest. \u00bbSo wie in der Vergangenheit werden wir jede einzelne Entscheidung immer sehr sorgf\u00e4ltig \u00fcberpr\u00fcfen, was geht, was Sinn macht, was unser Beitrag sein kann\u00ab, sagte Scholz am Sonntag im ZDF-\u00bbSommerinterview\u00ab. Dies gelte auch f\u00fcr die Taurus-Lieferung.<\/p>\n<p>Er wolle sich in dieser Frage nicht unter Druck setzen lassen, sagte Scholz weiter mit Blick auf Aufforderungen aus dem In- und Ausland. Er verwies auf die der Ukraine bereits gew\u00e4hrte milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung bei Artillerie, Panzern und Flugabwehr. Daf\u00fcr habe sich der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj gerade erst noch einmal bedankt.<\/p>\n<p>Zu Berichten, wonach auch eine technische Reichweitenbegrenzung der Taurus-Marschflugk\u00f6rper m\u00f6glich sei, sagte Scholz: \u00bbWir besch\u00e4ftigen uns mit all den Fragen, die an uns herangetragen werden.\u00ab Er wolle sich dazu aber erst \u00e4u\u00dfern, \u00bbwenn es etwas zu sagen gibt\u00ab.<\/p>\n<p>Vorw\u00fcrfe der Z\u00f6gerlichkeit wies Scholz zur\u00fcck. \u00bbWir werden es uns auch weiter schwer machen\u00ab, sagte er im ZDF. Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger f\u00e4nden es mehrheitlich richtig, dass nicht jede Forderung nach Lieferungen sofort mit einem \u00bbJa\u00ab beantwortet werde. \u00bbEntscheidungen m\u00fcssen immer sorgf\u00e4ltig gewogen werden und das werde ich weiterhin tun\u00ab, betonte der Kanzler.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Lieferung der Marschflugk\u00f6rper werben in der Ampelkoalition auch Politikerinnen und Politiker von Gr\u00fcnen und FDP. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), forderte das Bundeskanzleramt auf, \u00bbnicht erneut zu z\u00f6gern\u00ab. \u00bbWir d\u00fcrfen keine Zeit verlieren\u00ab, sagte sie der \u00bbS\u00fcddeutschen Zeitung\u00ab.<\/p>\n<p>Agnieszka Brugger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Gr\u00fcnen im Bundestag, sagte der \u00bbSZ\u00ab, auch \u00bbVerz\u00f6gern und Verweigern\u00ab k\u00f6nne \u00bbeinen hohen Preis haben und zur Eskalation beitragen\u00ab. Unterschiedliche Stimmen kommen dazu aus der SPD.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was in den vergangenen Stunden geschah Russland hat die s\u00fcdukrainische Region Odessa am Schwarzen Meer nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht zum Montag erneut mit Kamikazedrohnen angegriffen. 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