{"id":22380,"date":"2023-08-11T14:30:57","date_gmt":"2023-08-11T11:30:57","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bundeswehr-mutmaslicher-spion-war-mit-einkauf-hochmoderner-systeme-zur-kriegsfuhrung-betraut\/"},"modified":"2023-08-11T14:30:57","modified_gmt":"2023-08-11T11:30:57","slug":"bundeswehr-mutmaslicher-spion-war-mit-einkauf-hochmoderner-systeme-zur-kriegsfuhrung-betraut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bundeswehr-mutmaslicher-spion-war-mit-einkauf-hochmoderner-systeme-zur-kriegsfuhrung-betraut\/","title":{"rendered":"Bundeswehr: Mutma\u00dflicher Spion war mit Einkauf hochmoderner Systeme zur Kriegsf\u00fchrung betraut"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Ein Mitarbeiter des Bundeswehr-Beschaffungsamtes soll Russland seine Dienste als Spion angeboten haben . Nach der Festnahme werden nun neue Details \u00fcber den Verd\u00e4chtigen bekannt. Laut SPIEGEL-Informationen war der festgenommene Hauptmann in der Abteilung \u00bbU\u00ab des Beschaffungsamts eingesetzt. In der Abteilung \u00bbUnterst\u00fctzung\u00ab besch\u00e4ftigt man sich in Koblenz unter anderem auch mit dem Einkauf von hochmodernen Systemen zur elektronischen Kriegsf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Unter den Begriff \u00bbelektronischer Kampf\u00ab, bei der Bundeswehr meist nur mit dem Akronym \u00bbEloka\u00ab abgek\u00fcrzt, fallen geheime Techniken zur \u00dcberwachung und St\u00f6rung von Funksystemen des Gegners und auch das Ausschalten von gegnerischen Radar- und Flugabwehrsystemen. Die Abteilung \u00bbU\u00ab besch\u00e4ftigt sich daneben auch mit der Ausstattung des Eliteverbands \u00bbKommando Spezialkr\u00e4fte\u00ab, dieser wird mit den neuesten und modernsten Waffensystemen, die es auf dem Markt gibt, versorgt.<\/p>\n<p>In Sicherheitskreisen hie\u00df es nach der Festnahme am vergangenen Mittwoch, grunds\u00e4tzlich habe Thomas H. durch seine T\u00e4tigkeit im \u00bbReferat S.1\u00ab der Unterst\u00fctzungsabteilung, weitreichenden Zugang zu geheim gehaltenen Informationen \u00fcber die elektronischen F\u00e4higkeiten der Bundeswehr und \u00fcber geplante \u00bbEloka\u00ab-Projekte der Truppe gehabt. Zugang zum Referat erh\u00e4lt nur, wer eine Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung durchl\u00e4uft.<\/p>\n<h3>Dienste kamen Verd\u00e4chtigem fr\u00fch auf die Spur<\/h3>\n<p>Bisher sei allerdings noch unklar, ob der Hauptmann wirklich plante, solche Informationen an die russischen Geheimdienste weiterzugeben. Da der Milit\u00e4rgeheimdienst MAD dem Hauptmann schon bei dem Versuch einer Kontaktaufnahme mit den russischen Diensten auf die Spur kam, best\u00fcnde die Hoffnung, dass es noch zu keinen relevanten Abfl\u00fcssen von Informationen gekommen sei. Die Fahnder erhoffen sich dazu weitere Erkenntnisse aus dem sichergestellten Beweismaterial.<\/p>\n<p>Thomas H. wird vorgeworfen, f\u00fcr den russischen Geheimdienst t\u00e4tig gewesen zu sein. Er soll sich aus eigenem Antrieb seit Mai  mehrmals bei der russischen Botschaft in Berlin und dem Generalkonsulat in Bonn gemeldet und eine Zusammenarbeit angeboten haben.<\/p>\n<p>Wie der SPIEGEL bereits am Donnerstag berichtete, gehen die Beh\u00f6rden davon aus, dass H. aus pers\u00f6nlichen Motiven handelte. Offenbar sei der Verd\u00e4chtige frustriert \u00fcber seine berufliche Situation in der Beh\u00f6rde gewesen, hei\u00dft es in Sicherheitskreisen. M\u00f6glicherweise habe sich der Soldat im Rang eines Hauptmanns durch den Kontaktaufnahme-Versuch mit den russischen Geheimdiensten wichtig machen wollen. Der Fall wurde trotzdem von Beginn an ernst genommen. Der mutma\u00dfliche Spion gilt zudem als AfD-nah. Das berichteten \u00fcbereinstimmend \u00bbDie Zeit\u00ab und der \u00bbTagesspiegel\u00ab.<\/p>\n<p>Die deutschen Sicherheitsbeh\u00f6rden haben Anstrengungen gegen Spionage durch russische Dienste zuletzt verst\u00e4rkt. Als Reaktion auf den Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hatten europ\u00e4ische Staaten zudem russische Agenten ausgewiesen. Verteidigungsminister Boris Pistorius k\u00fcndigte nach der Festnahme in Koblenz an, die Abwehr von Spionageattacken auf die Bundeswehr weiter ausbauen zu wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Mitarbeiter des Bundeswehr-Beschaffungsamtes soll Russland seine Dienste als Spion angeboten haben . 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