{"id":22298,"date":"2023-08-08T02:58:25","date_gmt":"2023-08-07T23:58:25","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-wasserknappheit-in-uruguay-putsch-in-niger-kindeswohl-in-deutschland\/"},"modified":"2023-08-08T02:58:25","modified_gmt":"2023-08-07T23:58:25","slug":"news-des-tages-wasserknappheit-in-uruguay-putsch-in-niger-kindeswohl-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-wasserknappheit-in-uruguay-putsch-in-niger-kindeswohl-in-deutschland\/","title":{"rendered":"News des Tages: Wasserknappheit in Uruguay, Putsch in Niger, Kindeswohl in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\"><em>Im August geht die Lage am Abend auf Weltreise: SPIEGEL-Korrespondentinnen und -Reporter berichten aus den Metropolen und entlegenen Ecken Asiens, Afrikas, Amerikas und Europas. Und nat\u00fcrlich bekommen Sie hier auch weiterhin Ihr Nachrichten-Briefing: News, Meinung, Stories \u2013 alles, was am Tag wirklich wichtig ist.<\/em><\/p>\n<h3>1. (Wasser-)Not macht erfinderisch<\/h3>\n<p>Wenn Stauseen pl\u00f6tzlich nur noch Pf\u00fctzen sind, dann geht es auf einmal ums nackte \u00dcberleben. Mit diesem d\u00fcsteren Szenario mussten sich in den vergangenen Monaten die Stadtoberen von Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, herumschlagen.<\/p>\n<p>Die Region erlebt eine beispiellose D\u00fcrre, wie so viele L\u00e4nder dieser Erde, geschuldet dem Wetterph\u00e4nomen La Ni\u00f1a und auch dem Klimawandel. Als die H\u00e4hne vollends zu versiegen drohten, fassten die Planer in Montevideo einen beherzten Beschluss. Sie zapften einen nahegelegenen Fluss an. Wochenlang schmeckte das Wasser aus der Leitung nach Schlamm und Salz, trinken wollte diese Br\u00fche niemand mehr, wie meine Kollegin Nicola Ab\u00e9 in diesem Text eindrucksvoll beschreibt.<\/p>\n<p>Wer kann, greift also zur Flasche, besorgt sich Wasser aus dem Supermarkt. \u00bbDas Beispiel Montevideo zeigt, wie die wertvolle Ressource Wasser Gefahr l\u00e4uft, privatisiert zu werden, gerade in Zeiten des Klimawandels\u00ab, sagt Nicola. \u00bbWir m\u00fcssen kl\u00fcger auf das Unerwartete vorbereitet sein, brauchen einen Plan B und C\u00ab, zitiert sie im Text eine Wasserexpertin.<\/p>\n<p>Nach der Lekt\u00fcre von Nicolas Text fragt man sich sofort: hat Deutschland so einen Plan B und C? Wenn ich mich recht an diese SPIEGEL-Titelgeschichte                                        vom Juli erinnere, eher nicht.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Wie der Millionenstadt Montevideo das Trinkwasser ausging<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>2. Putsch-Putsch?<\/h3>\n<p>Auch in Niger, im Westen Afrikas, schl\u00e4gt die Klimakrise erbarmungslos zu. Die D\u00fcrren h\u00e4ufen sich, die Regenzeiten blieben in den vergangenen Jahren aus. Doch nun steht der Sahelstaat noch vor ganz anderen Problemen: Eine Milit\u00e4rjunta hat Ende Juli den ersten demokratisch gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten aus dem Amt geputscht, \u00e4hnlich wie zuvor in den Nachbarl\u00e4ndern Mali und Burkina Faso. Der Westen, allen voran Frankreich, verliert immer mehr verl\u00e4ssliche Partner in der Sahelzone.<\/p>\n<p>Nun droht sogar Krieg. Die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas will die alte Ordnung in Niger wiederherstellen, wenn n\u00f6tig mit Gewalt. Am Sonntag lief ein Ultimatum an die Putschisten aus, nun fragen sich viele: macht Ecowas jetzt Ernst? Ist ein gewaltsames Vertreiben von Putschisten eigentlich auch ein Putsch? Und mischt Frankreich mit? F\u00fcr alle, die den \u00dcberblick behalten wollen: Mein Kollege Malte G\u00f6bel vom Newsteam und ich haben die wichtigsten Fragen rund um den Konflikt in Niger in einem FAQ aufgearbeitet .<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier mehr: Berlin warnt Putschisten vor \u00bbscharfen pers\u00f6nlichen Konsequenzen\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>3. Sind die Kinder noch sicher?<\/h3>\n<p>\u00bbIch rufe das Jugendamt\u00ab \u2013 diese Drohung wird in Zukunft im Streit mit nervigen Eltern kaum noch ziehen. Denn wie meine Kolleginnen Silke Fokken, Milena Hassenkamp und Swantje Unterberg herausgefunden haben, herrscht dort der absolute Mangel . Stellen k\u00f6nnen nicht mehr besetzt werden, dabei schie\u00dfen seit der Coronapandemie die F\u00e4lle in die H\u00f6he. \u00bbEs war morgens schon klar, dass ich meine Aufgaben bis abends auf keinen Fall schaffen konnte\u00ab, wird eine ehemalige Jugendamtsmitarbeiterin zitiert.<\/p>\n<p>F\u00e4lle m\u00fcssten also priorisiert werden, f\u00fcr Pr\u00e4vention sei sowieso keine Zeit mehr, so das Ergebnis der bedr\u00fcckenden Recherche. Der Text enth\u00e4lt auch ein Diagramm, das den Ernst der Lage ziemlich klarmacht: Seit 2013 sind die Kindesgef\u00e4hrdungen und der Hilfebedarf stetig angestiegen, in zehn Jahren um mehr als 100 Prozent. Gleichzeitig pfeifen die \u00c4mter aus dem letzten Loch. \u00bbDas System l\u00e4sst die Kinder oft im Stich. Wenn nicht bald mehr investiert wird, gibt ihnen niemand eine Chance\u00ab, sagt Kollegin Milena Hassenkamp.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Die Kindersch\u00fctzer k\u00f6nnen nicht mehr <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute sonst noch wichtig ist<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Gro\u00dfbritannien bringt erstmals Asylsuchende auf Lastkahn unter: <\/strong>Die \u00bbBibby Stockholm\u00ab bot einst Obdachlosen im Hamburger Hafen Schutz \u2013 nun steht sie f\u00fcr Gro\u00dfbritanniens neue Asylpolitik. K\u00fcnftig werden hier Schutzsuchende eingepfercht. Nicht nur Menschenrechtler schlagen Alarm.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Nur noch zehn kalifornische Schweinswale im Golf von Kalifornien: <\/strong>Illegale Jagd hat kalifornische Schweinswale im Golf von Kalifornien an den Rand ihrer Existenz gebracht. Die internationale Walfangkommission warnt nun vor dem Aussterben der Art \u2013 und fordert den Einsatz alternativer Fangger\u00e4te.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Russische Raumfahrtbeh\u00f6rde will erste Mondmission seit 1976 starten: <\/strong>Es soll der erste Start zum Mond seit fast 50 Jahren sein: Am Freitag will Russland offenbar den Lander \u00bbLuna 25\u00ab zum Erdtrabanten schicken. Ein Astronom h\u00e4lt den Flug allerdings f\u00fcr sehr kompliziert.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zum Krieg in der Ukraine<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Angstmacherei ist keine Strategie: <\/strong>Bei jedem neuen Waffentypus, der an die Ukraine geliefert werden soll, entbrennt eine Debatte \u00fcber \u00bbEskalation\u00ab \u2013 so wie jetzt \u00fcber deutsche Taurus-Marschflugk\u00f6rper. Das ist unseri\u00f6s .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wird Ackerland in Cherson bald W\u00fcste? <\/strong>Durch den Bruch des Kachowka-Damms haben Wassermassen hart umk\u00e4mpfte Gebiete in der S\u00fcdukraine \u00fcberflutet. Nun ist das Wasser zwar weg. Doch ein Bild aus dem All zeigt: Es gibt ein anderes Problem.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Hier finden Sie alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine: Das News-Update<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Meine Lieblingsgeschichte heute \u2026<\/h3>\n<p>\u2026 spielt zur n\u00e4chtlichen Stunde in den armen Vororten von Buenos Aires. Dort wird das Flutlicht angeschaltet und hemmungslos verhandelt, wie mein Kollege Marian Blasberg in diesem Text beschreibt . Bei klandestinen Fu\u00dfballspielen geht es um viel Geld, Jugendliche setzen ihr Erspartes als Wette ein, manche verdienen damit ihren Lebensunterhalt in dem krisengeplagten Land. Ich bin wahrlich kein Fu\u00dfballfan, aber nach dieser Reportage werde ich den Livestream einschalten und eines der Spiele verfolgen, die oft auch im Internet \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p>Damit befinde ich mich in guter Gesellschaft, denn auch DER argentinische Superstar Lionel Messi soll aus seiner neuen Heimat Florida die Partien verfolgen. Er blickt quasi auf die Kicker herab, und sie blicken zu ihm herauf, denn Messi ist ihr gro\u00dfes Vorbild, wie Marian bei seinen n\u00e4chtlichen Spielbesuchen festgestellt hat. \u00bbEigentlich leben viele von ihnen so wild wie Maradona, aber sehnen sich nach einem ruhigen spie\u00dfigen Dasein wie Messi\u00ab, sagt er. Kein Wunder in einem Land, in dem die Inflation inzwischen dreistellig ist.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Wenn nachts die Halbwelt von Buenos Aires Futsal zockt <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was wir heute bei SPIEGEL+ empfehlen<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Ein falscher Verdacht \u2013 nun muss diese Frau um ihre Karriere k\u00e4mpfen: <\/strong>Wie gnadenlos staatliche Institutionen sein k\u00f6nnen, zeigt der Fall einer Berliner Gr\u00fcnderin: Ein Unternehmen geht pleite, eine F\u00f6rderbank muss klein beigeben \u2013 und offen bleibt die Frage, wer f\u00fcr all das zahlen muss .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Der Puppenspieler von Belgrad: <\/strong>Proteste im eigenen Land, dazu Anh\u00e4nger, die Kfor-Soldaten verpr\u00fcgeln, ein Dunkelmann als Geheimdienstchef: Trotz allem gilt Pr\u00e4sident Vu\u010di\u0107 im Westen weiter als wichtiger Verhandlungspartner. Wladimir Putin d\u00fcrfte das freuen .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wie man 150.000 Euro an der B\u00f6rse verzockt:<\/strong>Mit dem Smartphone im Aktiengesch\u00e4ft mitmischen, so einfach und g\u00fcnstig wie shoppen: Durch Neobroker haben viele Menschen den Reiz des schnellen Wertpapierhandels entdeckt. Doch was gut klingt, kann schrecklich schiefgehen .<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute weniger wichtig ist<\/h3>\n<p><strong>Muskel-Musk und Zank-Zuck:<\/strong> Seit Wochen streiten sich Elon Musk und Mark Zuckerberg um ein angebliches Kampfsportduell, in dem sich entscheiden soll, wer der St\u00e4rkere von beiden ist. Zwei M\u00e4nneregos aus der Techbranche, die ihre Muskeln vergleichen und ganz nebenbei ihre Plattformen promoten. Denn w\u00e4hrend Musk auf Twitter, Pardon: X, herumstichelt, keilt Zuckerberg auf Threads zur\u00fcck. Derzeit geht es um die Frage, auf welchem Dienst der Kampf (wenn er denn je stattfindet) \u00fcbertragen werden soll. \u00bbIch bin schon heute bereit\u00ab, sagt der Meta-Chef.<\/p>\n<h3>Mini-Hohlspiegel<\/h3>\n<p>Hier finden Sie den ganzen Hohlspiegel.<\/p>\n<h3>Cartoon des Tages<\/h3>\n<h3>Und heute Abend?<\/h3>\n<p>K\u00f6nnen Sie X oder Threads oder Facebook getrost auslassen. Stattdessen empfehle ich eine virtuelle Reise nach Kenia, meiner Wahlheimat. Hier ist die sogenannte Great Migration in vollem Gange, Tausende Tiere pilgern von der Serengeti in Tansania in die Massai Mara in Kenia. Auch dabei geht es, wie in unserer heutigen Lage am Abend, um das Verschwinden. Denn die armen Tiere m\u00fcssen einen Fluss durchqueren, in dem Krokodile wie in einem Drive-Through auf die n\u00e4chste Mahlzeit warten. Aktuelle Videos dieses Spektakels kann man sehr gut auf https:\/\/www.discoverafrica.com\/herdtracker\/             verfolgen.<\/p>\n<p>In diesem Sinne: Safari njema,<\/p>\n<p><em>Ihr Heiner Hoffmann<\/em>, Korrespondent<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im August geht die Lage am Abend auf Weltreise: SPIEGEL-Korrespondentinnen und -Reporter berichten aus den Metropolen und entlegenen Ecken Asiens, Afrikas, Amerikas und Europas. 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