{"id":22093,"date":"2023-07-30T05:36:42","date_gmt":"2023-07-30T02:36:42","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/afd-parteitag-maximilian-krah-wird-spitzenkandidat-fur-die-europawahl\/"},"modified":"2023-07-30T05:36:42","modified_gmt":"2023-07-30T02:36:42","slug":"afd-parteitag-maximilian-krah-wird-spitzenkandidat-fur-die-europawahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/afd-parteitag-maximilian-krah-wird-spitzenkandidat-fur-die-europawahl\/","title":{"rendered":"AfD-Parteitag: Maximilian Krah wird Spitzenkandidat f\u00fcr die Europawahl"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die AfD hat die Spitzenpl\u00e4tze auf ihrer Kandidatenliste f\u00fcr die Europawahl ausschlie\u00dflich mit Politikern besetzt, die Europa in eine \u00bbFestung\u00ab gegen Migranten verwandeln wollen. Diese brauche man \u00bbzum Schutz unserer Heimat, und das machen wir gemeinsam mit unseren europ\u00e4ischen Partnern\u00ab, sagte Co-Parteichefin Alice Weidel auf der Europawahlversammlung der extrem Rechten in Magdeburg.<\/p>\n<p>Zum Spitzenkandidaten wurde mit 65,7 Prozent Zustimmung der s\u00e4chsische Europaabgeordnete Maximilian Krah gew\u00e4hlt. Seine Kandidatur wurde auch vom rechtsextremen Lager der Partei rund um Bj\u00f6rn H\u00f6cke unterst\u00fctzt. Gegen Krah, der seit 2022 Mitglied im Bundesvorstand der AfD ist, war der auch innerhalb der Partei weitgehend unbekannte Andreas Otti aus Berlin angetreten. Er erhielt 25,2 Prozent der Stimmen. 9,1 Prozent der Delegierten stimmten gegen beide Kandidaten.<\/p>\n<p>Krah ist in der AfD umstritten . Im EU-Parlament gab es seinetwegen mehrfach \u00c4rger. Die rechtsnationale Fraktion Identit\u00e4t und Demokratie (ID) hatte ihn zu Beginn des Jahres f\u00fcr drei Monate suspendiert. Dabei ging es um den Vorwurf, dass Krah die Vergabe eines PR-Auftrags der Fraktion manipuliert haben soll. Seine Mitgliedschaft in der Fraktion war 2022 schon einmal f\u00fcr mehrere Monate ausgesetzt worden. Damals wurde ihm vorgeworfen, dass er im franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf nicht Marine Le Pen von der ID-Mitgliedspartei Rassemblement National, sondern \u00f6ffentlich die Partei des Rechtsextremen \u00c9ric Zemmour unterst\u00fctzte.<\/p>\n<p>Auch Krahs Anwaltst\u00e4tigkeit f\u00fcr die M\u00e4nner, die einen Migranten an einen Baum gefesselt hatten, sorgte f\u00fcr Schlagzeilen. Oder seine Verbindungen nach China und zu russischen Hardlinern, die den Krieg in der Ukraine befeuern und mit Sanktionen belegt sind. Seinen parteiinternen Gegnern warf Krah auf dem Parteitag vor, sie h\u00e4tten eine monatelange anonyme Schmutzkampagne gegen ihn gef\u00fchrt. Der Jurist ist seit 2019 Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments. Bis 2016 war er Mitglied der CDU.<\/p>\n<h3>Besetzung von Listenpl\u00e4tzen zieht sich<\/h3>\n<p>Bei der Wahl der Kandidatenliste sicherte sich der bayerische Bundestagsabgeordnete Petr Bystron ohne Gegenkandidaten den zweiten Platz. In seiner Bewerbungsrede bediente er die verschw\u00f6rungsideologische und antisemitische Erz\u00e4hlung von \u00bbGlobalisten\u00ab, die \u00bbuns versklaven\u00ab wollen. Au\u00dferdem sagte er: \u00bbDas Schlimmste, die Migrantenquoten, die zwangsweise Zuweisung von Migranten, das ist ein Angriff auf alles, was uns lieb ist, unsere Kultur, unsere Religion, ja, unsere Heimat.\u00ab<\/p>\n<p>Mit einer \u00e4hnlichen Tonalit\u00e4t konnte sich Ren\u00e9 Aust, aktuell Abgeordneter im Th\u00fcringer Landtag, den dritten Listenplatz sichern. Als Kandidat vorgeschlagen wurde er von Bj\u00f6rn H\u00f6cke, dem Vorsitzenden des als rechtsextremistische Bestrebung eingestuften Th\u00fcringer Landesverbands. Aust, der sagte, die europ\u00e4ische Zivilisation sei durch \u00bbMasseneinwanderung\u00ab in Gefahr, erhielt 67,8 Prozent Zustimmung.<\/p>\n<p>Nach einer recht z\u00fcgigen Bestimmung der ersten drei Pl\u00e4tze zog sich die Besetzung von Listenplatz vier am Abend auf der Europawahlversammlung in Magdeburg \u00fcber knapp drei Stunden hin. In vier Wahlg\u00e4ngen gelang es zun\u00e4chst nicht, den Platz zu besetzen. Keiner der sechs vorgeschlagenen Kandidaten konnte mehr als die H\u00e4lfte der Stimmen auf sich vereinen. Auch in zwei Stichwahlen gelang dies nicht.<\/p>\n<p>Kompliziert wurde es, weil zun\u00e4chst zwei Kandidaten aus Nordrhein-Westfalen gegeneinander angetreten waren: der Europaabgeordnete Guido Reil und der Landtagsabgeordnete Christian Blex. Blex war 2022 mit anderen AfD-Politikern nach Russland gereist. Nach scharfer Kritik hatte die Gruppe ihre Reise abgebrochen und auf den urspr\u00fcnglich geplanten Besuch des von Russland besetzten Donbass im Osten der Ukraine verzichtet. Weder Reil noch Blex erreichte die notwendige Mehrheit.<\/p>\n<p>Im f\u00fcnften Anlauf wurde die Europaabgeordnete Christine Anderson gew\u00e4hlt. Sie erhielt 83,8 Prozent der Stimmen und hatte keinen Gegenkandidaten. Sie sprach sich in ihrer Rede f\u00fcr einen sofortigen Austritt Deutschlands aus der Europ\u00e4ischen Union aus.<\/p>\n<h3>Zuerst die Kandidatenaufstellung, dann das Wahlprogramm<\/h3>\n<p>Am Wochenende wollten die rund 600 Delegierten noch weitere Pl\u00e4tze auf der Liste besetzen. Aus Parteikreisen hie\u00df es, es k\u00f6nne bis zu 150 Bewerbungen geben. Bundesvorstandsmitglied Mariana Harder-K\u00fchnel sagte, Ziel sei es, mindestens 30 Kandidaten zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Entgegen der urspr\u00fcnglichen Planung wurde zuerst mit der Aufstellung der Kandidaten f\u00fcr die Europawahl begonnen. Das Wahlprogramm soll erst hinterher beschlossen werden. Es wird erwartet, dass sich die Wahl der Kandidaten \u00fcber mehrere Tage erstreckt. Am Sonntag wird die Versammlung unterbrochen, um dann am kommenden Freitag fortgesetzt zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die AfD hat die Spitzenpl\u00e4tze auf ihrer Kandidatenliste f\u00fcr die Europawahl ausschlie\u00dflich mit Politikern besetzt, die Europa in eine \u00bbFestung\u00ab gegen Migranten verwandeln wollen. 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