{"id":21881,"date":"2023-07-21T08:16:22","date_gmt":"2023-07-21T05:16:22","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-21-juli\/"},"modified":"2023-07-21T08:16:22","modified_gmt":"2023-07-21T05:16:22","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-21-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-21-juli\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Freitag (21. Juli)"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p class=\"caps\">Die Ukraine setzt die von den USA gelieferte Streumunition nach Angaben des Wei\u00dfes Hauses bereits im Abwehrkampf gegen die russischen Angreifer ein. \u00bbSie setzen sie angemessen ein, sie setzen sie effektiv ein\u00ab, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats der US-Regierung, John Kirby, am Donnerstag.<\/p>\n<p>Der Einsatz der Streumunition wirke sich bereits auf russische Verteidigungsstellungen und Offensivman\u00f6ver aus, sagte Kirby. F\u00fcr weitere Details verwies er an die Ukrainer. Das Pentagon hatte vergangene Woche best\u00e4tigt, dass die kurz zuvor von den USA zugesagte Streumunition bereits in der Ukraine angekommen sei.<\/p>\n<p>Als Streumunition werden Raketen oder Bomben bezeichnet, die in der Luft \u00fcber dem Ziel bersten und viele kleine Sprengk\u00f6rper verteilen. Sie ist vor allem deshalb umstritten, weil ein erheblicher Teil davon nicht detoniert, sondern als Blindg\u00e4nger vor Ort verbleibt und so die Bev\u00f6lkerung gef\u00e4hrdet. Mehr als 100 Staaten haben ihren Einsatz ge\u00e4chtet, auch Deutschland.<\/p>\n<p>Die Ukraine argumentiert, dass sie diese Waffen dringend zur Verteidigung gegen und zur Befreiung besetzter Gebiete ben\u00f6tigt. Zudem haben internationale Organisationen wie Human Rights Watch nachgewiesen, dass Russland selbst schon seit l\u00e4ngerem Streumunition einsetzt. Betroffen von russischem Streubomben-Beschuss waren etwa im vergangenen Jahr Wohngebiete im ostukrainischen Charkiw.<\/p>\n<h3><strong>Das passiert in Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Nach Unmut \u00fcber den Umgang mit staatlichen Geldern hat der ukrainische Kulturminister Olexander Tkatschenko seinen R\u00fccktritt eingereicht. Es habe \u00bbeine Welle von Missverst\u00e4ndnissen \u00fcber die Bedeutung der Kultur in Kriegszeiten\u00ab gegeben, f\u00fchrte Tkatschenko am sp\u00e4ten Donnerstagabend bei Telegram als Erkl\u00e4rung f\u00fcr seinen Schritt an. Danach habe ihn eine Aussage von Pr\u00e4sident Wolodomyr Selenskyj zu diesem Thema \u00fcberrascht.<\/p>\n<p>Selenskyj hatte in seiner abendlichen Videoansprache gesagt, er habe Regierungschef Denys Schmyhal gebeten, eine Ersetzung Tkatschenkos in Betracht zu ziehen. Zuvor hatten ukrainische Medien berichtet, der Kulturminister wolle 500 Millionen Hrywnja (rund 12 Millionen Euro) f\u00fcr die Fertigstellung eines nationalen Museums ausgeben, das an die Opfer des Genozids Holodomor in den Drei\u00dfigerjahren erinnern soll.<\/p>\n<p>Auf seinem Telegram-Kanal schrieb Tkatschenko am Donnerstagabend, Mittel f\u00fcr Kultur seien w\u00e4hrend des Krieges nicht weniger wichtig als Mittel f\u00fcr Drohnen, \u00bbdenn Kultur ist der Schutzschild unserer Identit\u00e4t und unserer Grenzen\u00ab.<\/p>\n<p>Selenskyj kritisierte in seiner Ansprache: \u00bbIn Kriegszeiten wie diesen sollte die Hauptaufmerksamkeit des Staates, und damit auch der staatlichen Ressourcen, auf die Verteidigung entfallen\u00ab. Zwar seien Museen und andere kulturelle Bereiche wichtig, \u00bbaber gerade haben wir andere Priorit\u00e4ten\u00ab. Nach rund 17 Monaten russischem Angriffskrieg habe die ukrainische Gesellschaft Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass an nicht dringend notwendigen Dingen derzeit gespart werden m\u00fcsse.<\/p>\n<h3><strong>Lage am Atomkraftwerk <\/strong>Saporischschja<\/h3>\n<p>Experten der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde warten weiterhin auf Zugang zu den D\u00e4chern des von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerks Saporischschja. Die Spezialisten h\u00e4tten Anfang der Woche weitere Inspektionen der Anlage vorgenommen, dabei aber bisher keine sichtbaren Anzeichen von Sprengstoff oder Minen entdeckt, sagte IAEA-Direktor Rafael Grossi laut einem Bericht der Beh\u00f6rde vom Donnerstag. Die IAEA verlange aber weiterhin Zugang zu den D\u00e4chern der Reaktoren und ihrer Turbinenhallen, so Grossi.<\/p>\n<p>Der Chef der russischen Atombeh\u00f6rde Rosatom, Alexej Lichatschow, hatte vor gut einer Woche Vorw\u00fcrfe einer angeblich von Moskau geplanten Sprengung des Atomkraftwerks Saporischschja zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p>Russische Truppen hatten das AKW kurz nach Beginn des Angriffskriegs besetzt. Mehrfach geriet die Anlage unter Beschuss, was trotz ihres Herunterfahrens international die Sorge vor einer Atomkatastrophe steigerte. Seit Monaten verd\u00e4chtigen sich Moskau und Kiew gegenseitig, gezielt ein Ungl\u00fcck an der Nuklearanlage zu provozieren, entweder durch Beschuss oder durch Verminung. Anfang Juli spitzten sich die Vorw\u00fcrfe zu. Es hie\u00df, ein Anschlag stehe unmittelbar bevor. Inzwischen hat sich die Lage wieder etwas beruhigt.<\/p>\n<p>Die IAEA, die eigene Beobachter auf dem Gel\u00e4nde des AKW hat, hatte auf dem H\u00f6hepunkt des Streits erkl\u00e4rt, keine Anzeichen f\u00fcr eine Verminung zu sehen. Gleichzeitig berichteten die internationalen Atomexperten aber auch, dass die Anlage fr\u00fcher schon vermint worden war und sie nicht Zugang zu allen Bereichen des Kraftwerks h\u00e4tten.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Die US-Regierung warnte davor, dass Russland seine Angriffe nach dem Ausstieg aus dem internationalen Getreideabkommen auf zivile Schiffe im Schwarzen Meer ausweiten und diese dann der Ukraine zur Last legen k\u00f6nnte. \u00bbUnsere Informationen weisen darauf hin, dass Russland weitere Seeminen in den Zufahrten zu ukrainischen H\u00e4fen gelegt hat\u00ab, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby. \u00bbUnd gestern haben wir beobachtet, dass Russland ein Video der Entdeckung und Detonation einer \u2013 wie sie behaupteten \u2013 ukrainischen Seemine ver\u00f6ffentlicht hat.\u00ab Es sei m\u00f6glich, dass dieses Video ein \u00bbVorbote\u00ab f\u00fcr einen Angriff unter falscher Flagge sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Russland hatte am Montag das Abkommen zum Export ukrainischen Getreides \u00fcber das Schwarze Meer trotz aller internationaler Appelle f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt. Im Anschluss k\u00fcndigte Moskau an, Schiffe, die ukrainische H\u00e4fen ansteuern, k\u00fcnftig als m\u00f6gliche milit\u00e4rische Ziele zu betrachten. In den vergangenen N\u00e4chten griff Russland zudem den Hafen von Odessa, von wo aus in den vergangenen Monaten viele Millionen Tonnen Nahrungsmittel exportiert wurden, sowie andere ukrainische St\u00e4dte am Schwarzen Meer an.<\/p>\n<p>Uno-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres verurteilte die wiederholten russischen Angriffe auf den Hafen von Odessa und andere ukrainische St\u00e4dte am Schwarzen Meer \u00bbaufs Sch\u00e4rfste\u00ab. \u00bbDie Angriffe widersprechen den Verpflichtungen der Russischen F\u00f6deration im Rahmen der Absichtserkl\u00e4rung mit den Vereinten Nationen\u00ab, teilte die Weltorganisation mit. Zudem stelle die Zerst\u00f6rung ziviler Infrastruktur einen Versto\u00df gegen das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht dar.<\/p>\n<h3><strong>Ringen um Getreideabkommen<\/strong><\/h3>\n<p>Deutsche Reeder sind von der K\u00fcndigung des Getreideabkommens durch Russland nicht betroffen. \u00bbUns sind keine F\u00e4lle bekannt, in denen derzeit Schiffe deutscher Reedereien im Schwarzen Meer unterwegs beziehungsweise generell noch t\u00e4tig sind\u00ab, sagte eine Sprecherin des Verbands Deutscher Reeder (VDR) den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut einem Vorabbericht. \u00bbNach unseren Informationen handelte es sich vorwiegend um Schiffe chinesischer, t\u00fcrkischer und griechischer Reedereien.\u00ab Im Rahmen des Getreideabkommens seien keine deutschen Reeder aktiv gewesen.<\/p>\n<p>Das Schwarze Meer gilt seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs als \u00bbHochrisikogebiet\u00ab. \u00bbDas hat sich durch den Getreidedeal auch nicht ver\u00e4ndert\u00ab, sagte die VDR-Sprecherin. Eine T\u00e4tigkeit im Schwarzen Meer sei eine unternehmensinterne Entscheidung der einzelnen Reedereien, die nach Abw\u00e4gung aller Risiken erfolge.<\/p>\n<p>Dabei spiele auch der Versicherungsschutz eine gro\u00dfe Rolle. \u00bbKriegsversicherungen sind extrem teuer. Daneben d\u00fcrfte es auch sehr schwierig sein, f\u00fcr das Befahren von Kriegs- und Krisengebieten entsprechende Crews zu finden.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was in den vergangenen Stunden geschah Die Ukraine setzt die von den USA gelieferte Streumunition nach Angaben des Wei\u00dfes Hauses bereits im Abwehrkampf gegen die russischen Angreifer ein. \u00bbSie setzen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":21882,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-21881","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21881","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21881"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21881\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21882"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21881"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21881"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21881"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}