{"id":21877,"date":"2023-07-21T04:15:54","date_gmt":"2023-07-21T01:15:54","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/lowin-in-berlin-und-brandenburg-safari-in-kleinmachnow\/"},"modified":"2023-07-21T04:15:54","modified_gmt":"2023-07-21T01:15:54","slug":"lowin-in-berlin-und-brandenburg-safari-in-kleinmachnow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/lowin-in-berlin-und-brandenburg-safari-in-kleinmachnow\/","title":{"rendered":"L\u00f6win in Berlin und Brandenburg? Safari in Kleinmachnow"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Zun\u00e4chst die Fakten: In Brandenburg und im s\u00fcdlichen Berlin sucht die Polizei seit fast 24 Stunden nach einem Tier. Es k\u00f6nnte sich dabei, so die Ermittler, um eine L\u00f6win handeln. Im Einsatz sind: Hubschrauber, Drohnen, W\u00e4rmebildkameras, mehr als hundert Beamte. Anwohner der Region wurden per Warnapp alarmiert. Was zu tun sei: Die Wohnung nicht verlassen, Haustiere nicht ins Freie lassen, auf Durchsagen achten, die Suchaktion in den Medien verfolgen.<\/p>\n<p>Dort finden sich im Laufe des Tages diverse Tipps f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle, die Begegnung mit Panthera leo in freier Kleinmachnower Wildbahn: Blo\u00df nicht weglaufen, warnt Biologe Florian Eiserlo . Bei der \u00bbBZ\u00ab             ruft ein Tierarzt Autofahrer zur Vorsicht auf: \u00bbDer L\u00f6we kennt keine roten Ampeln.\u00ab Und falls jemand auf ganz dumme Gedanken kommen sollte, mahnt ein Wildtierexperte im \u00bbTagesspiegel\u00ab : \u00bbDas Letzte, was man machen sollte, ist ein Selfie mit L\u00f6we\u00ab.<\/p>\n<p>Nur die L\u00f6win, die findet zun\u00e4chst niemand. Am Nachmittag soll das Tier im Berliner Ortsteil Zehlendorf gesichtet worden sein, doch diese Spur im Bereich des Waldfriedhofs verl\u00e4uft im Nichts. So bleibt die wichtigste Frage vorerst ungekl\u00e4rt: Handelt es sich bei dem Tier wirklich um eine L\u00f6win?<\/p>\n<p>Begonnen hat die ganze Aufregung in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag: Zeugen filmten das Tier in der Gemeinde Kleinmachnow und alarmierten die Polizei. Die h\u00e4lt das Video f\u00fcr authentisch, zudem sollen Beamte das Tier gegen 3 Uhr nachts vom Streifenwagen aus gesehen haben \u2013 es konnte jedoch entkommen.<\/p>\n<p>Schon um 0:58 Uhr ging die erste Warnmeldung raus. Und etwa eine Stunde sp\u00e4ter klingelte bei Michel Rogall zum ersten Mal das Handy, so erz\u00e4hlt es der Zirkusdirektor. Beim zweiten Mal sei er rangegangen. Am anderen Ende der Leitung war die Polizei, die habe sich entschuldigt und ihn dann gefragt, ob ihm ein L\u00f6we entlaufen sei.<\/p>\n<p>Rogall muss immer noch lachen, wenn er davon erz\u00e4hlt. Laut ihm f\u00fchrt kein Zirkus, der gerade in der Region um Berlin unterwegs ist, L\u00f6wen. Auch eine illegale Haltung durch Privatpersonen h\u00e4lt er f\u00fcr \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich. \u00bbGlauben Sie mir: nicht in dieser Region\u00ab, sagt Rogall und bezieht sich dabei auf \u00bbInsiderwissen\u00ab.<\/p>\n<p>Ganz ausschlie\u00dfen l\u00e4sst es sich aber nicht. Laut dem Landesumweltamt sind in Brandenburg 23 L\u00f6wen angemeldet, in drei Zirkusunternehmen, zwei Zoos und einmal in privater Haltung. Das geh\u00f6rt zu den interessanten Nebenerkenntnissen der gro\u00dfen Suchaktion.<\/p>\n<p>Zirkusdirektor Rogall gibt sich dennoch zu \u00bb1000 Prozent\u00ab \u00fcberzeugt: \u00bbDas ist kein L\u00f6we.\u00ab Zweimal seien Polizisten zum Zirkus gekommen und h\u00e4tten ihn gebeten sich das Tiervideo aus der Nacht anzusehen. Der R\u00fccken zu rund, die Schwanzhaare zu lang, die Ohren zu gro\u00df \u2013 \u00bbich habe noch nie einen L\u00f6wen mit solchen Segelohren gesehen\u00ab, sagt Rogall. Nach eigenen Angaben hat er Erfahrung mit Raubkatzen: Fr\u00fcher hielt der Zirkus Rogall selbst L\u00f6wen und Teile seiner Familie tun es Rogall zufolge noch heute.<\/p>\n<h3>\u00bbHier stimmt etwas ganz und gar nicht\u00ab<\/h3>\n<p>Ebenso wenig h\u00e4lt er von der Theorie, dass die L\u00f6win ein Wildschwein oder \u00e4hnliches gerissen h\u00e4tte: \u00bbL\u00f6wen, die in Gefangenschaft aufwachsen, wissen nicht, wie man jagt.\u00ab Auch sehe man keinen Kadaver auf dem Video. \u00bbHier stimmt etwas ganz und gar nicht\u00ab, sagt Rogall. Seine Theorie: Es k\u00f6nnte sich um einen kaukasischen Sch\u00e4ferhund handeln. Aber Rogall baut vor, falls er sich irren sollte: \u00bbWenn es ein L\u00f6we ist, dann ruft mich an, ich fange ihn gerne ein.\u00ab<\/p>\n<p>Vermutlich werden die Einsatzkr\u00e4fte nicht auf seine Unterst\u00fctzung angewiesen sein. Tier\u00e4rzte und J\u00e4ger sind ebenfalls im Einsatz, wie die Beh\u00f6rden mitteilten. Zudem haben Fotografen in Stahnsdorf den Survivor entdeckt, einen Panzerwagen, den \u00fcblicherweise Spezialeinsatzkommandos nutzen.<\/p>\n<p>\u00bbBis heute Morgen h\u00e4tte ich niemals gedacht, dass wir in Brandenburg mal nach einem L\u00f6wen suchen w\u00fcrden\u00ab, sagt Polizeisprecher Daniel Keip. Erstmal sei es wichtig das Tier zu erwischen: \u00bbEs handelt sich um eine konkrete Gefahr\u00ab. Der Plan sei dennoch, die L\u00f6win lebendig einzufangen. \u00bbAlles andere kommt nur infrage, wenn Gefahr f\u00fcr Leib und Leben besteht.\u00ab<\/p>\n<p>Wenn ein Tier in freier Wildbahn gefangen werden sollte, werde Tele-Injektion mit einem Narkosegewehr eingesetzt, sagte May Hokan von der Umweltstiftung World Wide Fund For Nature (WWF) in Berlin. Das k\u00f6nnten am besten etwa Zootier\u00e4rzte, die mit solchen Situationen auch unter Stress gut umgehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Tier\u00e4rztin schilderte m\u00f6gliche Probleme: \u00bbWenn man so einen L\u00f6wen trifft, f\u00e4llt der nicht direkt um und schl\u00e4ft ein. Es gibt eine Stressphase, er hat diesen Pfeil im Hintern, wird erst mal losrennen und Radau machen.\u00ab Dies dauere einige Minuten, auch abh\u00e4ngig von der Art des Narkosemittels. \u00bbWir haben dann eine schwierige Phase, bevor das Tier einschl\u00e4ft und man sich dem Tier n\u00e4hern kann.\u00ab<\/p>\n<p>Theoretisch denkbar w\u00e4re auch ein Abschuss. \u00bbJe nachdem wie die Situation wahrscheinlich von Tierarzt und Polizei eingesch\u00e4tzt wird, wird das Tier in solchen Situationen auch erschossen. Dabei muss nat\u00fcrlich die Sicherheit gegeben sein, dass da keine Menschen in der N\u00e4he sind. Das ist auch nicht so einfach\u00ab, sagte May.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Abend ist das gesuchte Tier m\u00f6glicherweise erneut im Grenzgebiet zwischen Berlin und Brandenburg gesichtet worden. Die Berliner Polizei sei mit einem Gro\u00dfaufgebot in dem Bereich unterwegs, sagte eine Polizeisprecherin. Auch die Brandenburger Polizei setzte ihre Suche im Bereich rund um Kleinmachnow fort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zun\u00e4chst die Fakten: In Brandenburg und im s\u00fcdlichen Berlin sucht die Polizei seit fast 24 Stunden nach einem Tier. 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